Wanderung empfohlene Tour

Paradies im Fuhrtsbachtal

· 3 Bewertungen · Wanderung · Eifel
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StädteRegion Aachen Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Blumenpracht im Fuhrtsbachtal
    / Blumenpracht im Fuhrtsbachtal
    Foto: Bernd Läufer
  • / Narzissenblüte im Frühling
    Foto: Bernd Läufer
  • / Moorlandschaft im Fuhrtsbachtal
    Foto: StädteRegion Aachen
  • / Höfener Wald
    Foto: Bernd Läufer
  • / Fernblick Steling
    Foto: Bernd Läufer
  • / Naturlandschaft Fuhrtsbachtal
    Foto: StädteRegion Aachen
  • / Ge- und Verbote
    Foto: Landesbetrieb Wald und Holz NRW
m 620 600 580 560 540 520 500 10 8 6 4 2 km
Bewegen sie sich auf den Spuren von über 600 Jahren Landschafts- und Landwirtschaftsgeschichte. Lange wurden die  Wiesen  zur Heugewinnung für das lokale Vieh genutzt. Seit 1976 ist das Gebiet rundum das Perlenbach- und Fuhrtsbachtal unter Naturschutz gestellt.
leicht
Strecke 10,3 km
3:00 h
157 hm
157 hm

Nur wenige Täler im Monschauer Land üben auf Naturliebhaber zu jeder Jahreszeit eine so große Faszination aus wie das Fuhrtsbachtal. Man findet dort heute zum Teil extensive Landwirtschaft, eingebettet in fast unberührte Natur. Die artenreiche und farbenfrohe Flora und Fauna machen den Wanderweg zu einem ganz besonderen Erlebnis.Das unberührte Kleinod bietet den idealen Lebensraum für zahlreiche, zum Teil bedrohte Pflanzen-, Tier und Insektenarten. Jenseits der Bundesstraße beginnt die Rundwanderung mit einer erlebnisreichen Passage durch den Höfener Wald. An lichten Stellen wiegt im Sommer das gelb blühende Kreuzkraut sanft im Wind. Hier und da bilden Adlerfarne beiderseits des Weges eine dichte grüne Mauer. Aus den weitläufigen Fichtenbeständen tauchen immer wieder Freiflächen mit einer typischen Hochmoorvegetation auf. Sie vermitteln einen Eindruck davon, wie die Landschaft vor der Aufforstung ausgesehen hat. Hinter dem Riffelsbruch liegt eine breite Schneise mit einem Wildacker, der in Spätherbst und Winter für Reh und Hirsch eine gesunde und kräftige Zusatznahrung bereithält. Auf dem Speiseplan stehen Winterraps, Furchenkohl oder Markstammkohl. Nach rund 300 Metern weicht der Wald zurück und gibt den Blick frei auf das urwüchsige Fuhrtsbachtal. Nicht umsonst gehört es zum Gebiet des Nationalparks Eifel. Es zählt zu den seltenen Zwischenmooren, die sich durch einen ständig hohen und nur leicht schwankenden Wasserstand auszeichnen. Die dort wachsenden Pflanzen sind bestens an den nährstoffarmen Boden angepasst. Moorbirken, Schwarzerlen, Vogelbeere und Ohrweide fühlen sich hier besonders wohl. Den größten Teil der Fläche bedecken Moorgräser, Moose und Binsen.

Zunächst führt der zum Teil von alten Eichen gesäumte Weg am Nordhang entlang. Die verschwenderische Pracht der Blumen an seinen Rändern ist eine Augenweide für den Menschen, vor allem aber eine reich sprudelnde Nektarquelle für zahlreiche Insektenarten. Hier und da weisen frische Trittspuren auf einen Wildwechsel hin. An der Antoniusbrücke wechselt die Route auf die andere Bachseite. Im Frühling erwartet den Wanderer auf dem nun folgenden Abschnitt ein einzigartiges Naturschauspiel. Millionen blühende Narzissen verwandeln den sanft geneigten Hang und den Talgrund in einen leuchtend gelben Blütenteppich.
 
Auch die jüngere Geschichte hat im Fuhrtsbachtal ihre Spuren hinterlassen. Mehrere um 1938 erbaute „Westwall“-Bunker liegen an der Strecke. Sie erinnern an den 2. Weltkrieg und die schweren Kämpfe, die im Winter 1944/45 in der Umgebung von Höfen tobten. Zwei Bunker blieben trotz Sprengung recht gut erhalten. Der größte der beiden duckt sich nur wenige Schritte von der unteren Brücke entfernt an den Fuß des Steilhanges. Weiter geht es über einen romantischen Pfad. Wie zum großen Finale präsentiert sich die Natur des Fuhrtsbachtales noch einmal in ihrer ganzen Vielfalt und Schönheit

Durch ein renaturiertes Seitental führt der Wanderweg hinauf in das östliche Weideland Höfens. Gemächlich drehen sich die Rotorblätter der Windkraftanlagen. Ungehindert schweift der Blick hinüber zum Steling bei Mützenich. Er ist mit 659 Metern die höchste Erhebung des Monschauer Landes. Die Fernsicht, die sich nach der Überquerung der Bundestraße jenseits eines kleinen Wäldchens bietet, ist einmalig. Nirgendwo sonst in der Region hat man die Möglichkeit, den Vennrand vom Steling bis zum 599 Meter hohen Hoscheit bei Lammersdorf mit einem Blick zu erfassen.  Der Rest des Rundwanderweges folgt zunächst dem Waldrand, bevor er ein letztes Mal in einen abwechslungsreichen Forst eintaucht und am Eschenhof vorbei zum Parkplatz zurückführt.

 

Autorentipp

Einkehrmöglichkeiten:

Bistro Alte Molkerei
Hauptstr. 72-74
52156 Monschau-Höfen
Tel. 02472-802577-7

Profilbild von Michael Lock
Autor
Michael Lock 
Aktualisierung: 13.01.2021
Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
609 m
Tiefster Punkt
515 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Bitte bleiben Sie auf den ausgewiesenen Wegen.

Weitere Infos und Links

 Monschau Touristik GmbH
 Stadtstraße 16
 52156 Monschau
 Telefon: 02472 / 8048-0
 E-Mail: touristik@monschau.de
 www.monschau.de

 

Start

Höfen Kreuzung B 258/ Rothe Kreuz (601 m)
Koordinaten:
DD
50.522413, 6.306015
GMS
50°31'20.7"N 6°18'21.7"E
UTM
32U 309043 5600184
w3w 
///lagert.kindern.riegel

Ziel

Höfen Kreuzung B 258/Rothe Kreuz

Wegbeschreibung

Streckenführung:

Der Rundweg ist mit der Nr.61 ausgeschildert.

 

Streckencharakter

Trotz kleinerer Auf- und Abstiegeist die Route auch für ungeübte Wanderer geeignet. Neben asphaltierten Passagen führt die Route über geschotterte bzw. naturbelassene Wege und Pfade.

 

 

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Die dem Startpunkt am nächsten gelegene Haltestelle „Monschau Höfen Kirche" wird von den Linien 84 und 815 angefahren. Von dort aus laufen Sie die B258 in Fahrtrichtung ca. 2,5km weiter, wo Sie dann links in die ,,Rothe Kreuz" Straße abbiegen, wo Ihre Tour dann beginnt. Ihre persönliche Verbindungsauskunft mit Tarifinformation für die Anreise mit dem ÖPNV erhalten Sie unter: www.avv.de

 

Information: In unmittelbarer Nähe zum Startpunkt befindet sich die Bushaltestelle "Höfen Rothe Kreuz", welche allerdings nur im Zeitraum von April bis Oktober und nur an Sonn- und Feiertagen von der Linie 815 angefahren wird.

Anfahrt

Nutzen Sie für die individuelle Planung Ihrer Anreise mit dem PKW unseren Anfahrtsplaner und geben Sie als Zielort "Rothe Kreuz, Monschau" ein.

Parken

Kostenlose Parkmöglichkeiten stehen Ihnen am Wanderparkplatz Rothe Kreuz zur Verfügung.

Koordinaten

DD
50.522413, 6.306015
GMS
50°31'20.7"N 6°18'21.7"E
UTM
32U 309043 5600184
w3w 
///lagert.kindern.riegel
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

- Die Wanderkarte Nr. 3 „Monschauer Land - Rurseengebiet“ des Eifelvereins bietet Ihnen eine zusätzliche Orientierungsmöglichkeit (ISBN: 978-3-921-805-52-7)

Ausrüstung

Festes Schuhwerk und der Witterung entsprechend passende Kleidung werden empfohlen.

 


Fragen & Antworten

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Bewertungen

3,7
(3)
Heinrich Dreyer 
23.05.2018 · Community
Sehr schöne Wanderung. Wir haben in diese ein ausgedehntes Picknick eingebaut. So wurde daraus ein wunderbarer Tag, obwohl leider die Narzissenblüte bereits vorbei war.
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Gemacht am 10.05.2018
Michael K
11.06.2017 · Community
Hi Michael, haben die Wanderung am 10.06.2017 gemacht. Sie ist doch erheblich abwechslungsreicher, als wir gedacht haben. Sehr schön! Und wirklich sehr leicht. Eine tolle Erfahrung hatten wir nebenbei. Wir haben in einer Pfütze auf dem Wanderweg einen Molch gesehen. Siehe Foto. Uns war nicht klar, dass sie in solch kleinen Pfützen leben. Tolle Erfahrung. Danke fürs online stellen. Grüße Micka
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Gemacht am 10.06.2017
Molch in einer kleinen Pfütze
Foto: Michael K, Community

Fotos von anderen

Molch in einer kleinen Pfütze

Bewertung
Schwierigkeit
leicht
Strecke
10,3 km
Dauer
3:00 h
Aufstieg
157 hm
Abstieg
157 hm
Rundtour aussichtsreich familienfreundlich botanische Highlights

Statistik

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Funktionen
2D 3D
Karten und Wege
Dauer : h
Strecke  km
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