Community
Sprache auswählen
Tour hierher planen Tour kopieren
Wanderung empfohlene Tour

Auf eiszeitlichen Spuren im Achtal bei Blaubeuren

· 2 Bewertungen · Wanderung · Schwäbische Alb
Verantwortlich für diesen Inhalt
Schwarzwaldverein Radolfzell Verifizierter Partner 
  • Blaubeuren_URMU_Venus vom Hohle Fels
    / Blaubeuren_URMU_Venus vom Hohle Fels
    Foto: URMU Blaubeuren
  • Brillenhöhle
    / Brillenhöhle
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Felsenbrücke "Küssende Sau"
    Foto: Walter Biselli, CC BY-SA, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Felsenlabyrinth
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Ruine Günzelburg
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Felssporn der Ruine Günzelburg
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Bruckfelsen beim Geißenklösterle
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Felsentor des Geißenklösterle
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Hohle Fels
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Hohle Fels
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • /
    Foto: Alb-Donau-Kreis Tourismus
  • / Blick auf Blaubeuren
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Schillerstein
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Blick vom Schillerstein auf das Rusenschloss
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
m 700 600 500 16 14 12 10 8 6 4 2 km Ruine Günzelburg Ruine Gleißenburg Hohle Fels
Auf dieser Rundwanderung besuchen wir zwei Höhlen des neuen UNESCO-Welterbes „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“.
mittel
Strecke 17,4 km
5:00 h
400 hm
400 hm

"Schwoba schwätzed ned viel sondern schaffet äbbes" (Schwaben reden nicht viel, sind vielmehr für ihren Fleiß bekannt). Was man den heutigen Schwaben nachsagt, mag schon für ihre Vorfahren vor 40.000 Jahren im Ach- und Lonetal gegolten haben. Von hier stammen die ersten künstlerischen Werke der Menschheit. Bei Grabungen im "Hohle Fels" bei Schelklingen wurden 2008 die  "Venus vom Hohle Fels" und die "Geierflöte" gefunden, die älteste plastische Menschendarstellung und das älteste Musikinstrument der Welt. Seit dem 9. Juli 2017 gehört der Hohle Fels zum UNESCO-Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“. Es umfasst zudem die Höhlen Geißenklösterle und Sirgenstein im Achtal und weitere drei Höhlen im Lonetal.

Die Rundwanderung startet in Blaubeuren, wo das Original der Venus im Urweltmuseum bestaunt werden kann. Durch das Felsenlabyrinth mit der "Küssenden Sau" wandern wir zur Ruine Günzelburg mit herrlichem Blick über das Achtal. Dort steigen wir zum Geißenklösterle hinauf und besuchen anschließend im Achtal den Hohle Fels. Der Rückweg nach Blaubeuren führt uns durch das Höllental zum Schillerstein, einem großartigen Aussichtspunkt auf Blaubeuren und das Rusenschloss.

 

Autorentipp

Die Tour auf überwiegend schattigen Wegen eignet sich besonders für heiße Sommertage und wenn der Hohle Fels öffentlich zugänglich ist.
Profilbild von Walter Biselli
Autor
Walter Biselli
Aktualisierung: 03.08.2020
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
698 m
Tiefster Punkt
517 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Gasthof Schillerstein

Sicherheitshinweise

Die Route verläuft auf unkritischen Wegen

Weitere Infos und Links

Urgeschichtliches Museum Blaubeuren
Kirchplatz 10, 89143 Blaubeuren

www.urmu.de

http://welt-kultursprung.de

www.iceageart.de

www.denkmalpflege-bw.de/denkmale/weltkulturerbe/eiszeitkunst

www.geopark-alb.de

www.tourismus.alb-donau-kreis.de

 

Höhlen im Achtal

https://de.wikipedia.org/wiki/Brillenhöhle

https://de.wikipedia.org/wiki/Geißenklösterle

https://de.wikipedia.org/wiki/Sirgensteinhöhle

https://de.wikipedia.org/wiki/Hohler_Fels

 

Museumsgesellschaft Schelklingen
Hohle Fels
Öffnungszeiten (vom 1. Mai bis 31. Oktober): Mittwoch 10 -17 Uhr, Donnerstag bis Sonntag 14 – 17 Uhr
Öffentliche Führungen: Mittwoch 15:30 Uhr

www.museum-schelklingen.de/der-hohle-fels

 

Waldgaststätte Zum Schillerstein
Gleißenburg 15, 89143 Blaubeuren
Tel.: +49 07344 7669

www.schillerstein-blaubeuren.de

 

Start

Bahnhof Blaubeuren (517 m)
Koordinaten:
DD
48.403907, 9.791232
GMS
48°24'14.1"N 9°47'28.4"E
UTM
32U 558559 5361496
w3w 
///anlegern.sparte.ernst

Ziel

Bahnhof Blaubeuren

Wegbeschreibung

Vom Bahnhof Blaubeuren (517 m ü.NN.) folgen wir dem mit einem roten Dreieck markierten Südrandweg HW2 des Schwäbischen Albvereins in Richtung „Felsenlabyrinth“. Den gleichen Weg nimmt auch der Eiszeitjägerpfad entlang der Bahnhofstraße bis zu einer Ampel und weiter nach rechts, eine Treppe hoch zum Reichleinsbergweg. Nach 600 Metern auf dem wanderfreundlichen Pfad entlang der Weilerhalde könnten wir nach rechts aufsteigen um die Brillenhöhle zu besuchen. Die Kuppelhöhle ist eine bedeutende Fundstelle für Knochen- und Steinwerkzeuge sowie Schmuckanhänger aus der jüngeren Altsteinzeit. Sie ist durch ein Gitter verschlossen und lohnt daher keinen Umweg. Imposanter ist das nun folgende Felsenlabyrinth mit der Naturbrücke „Küssende Sau". Nachdem wir ein Felsentor passiert haben folgen weitere Kletterfelsen, zu denen schmale Pfade steil hinaufführen. Wir bleiben auf dem Hauptweg und steigen nach einer Lichtung (690 m) hinab zu den Resten der Ruine Günzelburg. Eine Treppe führt auf den Felssporn hoch über dem Ort Weiler - ein großartiger Aussichtspunkt auf das dahinter liegende Achtal. Unterhalb des Wachtfelsens verläuft der Eiszeitjägerpfad in Serpentinen hinab nach Weiler zur Weggabelung „Am Schneckenfels“.

In Richtung „Geißenklösterle“ folgen wir der Ludwig-Merckle-Straße und über die B 492 zur Brücke über die Ach. Dahinter lädt eine mächtige Linde mit ihrer runden Sitzbank zur Rast ein bevor der Pfad beim Wegweiser „Unterm Geißenklösterle“ wieder steil ansteigt. Am imposanten Bruckfelsen vorbei kommen wir zum Geißenklösterle, einer einst großen Hallenhöhle. Sie ist frei zugänglich, der hintere Bereich aber durch ein hohes Gitter versperrt. Ihr Name leitet sich vermutlich von Ziegen ab, die hier ihren natürlichen Stall hatten. Durch einen Torbogen im Fels steigen wir wieder auf den Wanderpfad hinab. Wer den Hohle Fels nicht besichtigen will folgt dem Eiszeitjägerpfad über den Standort "Oberer Kühnenbuch" direkt zum Gasthof Schillerstein.

Um die bedeutendste Höhle im Achtal zu besuchen, kehren wir zur Weggabelung „Unterm Geißenklösterle“ zurück, folgen dem Radweg ohne Markierung 100 Meter Richtung Schelklingen und biegen dann auf den parallel verlaufenden Pfad ab. Auf der gegenüberliegenden Seite der Bundesstraße ragt der Sirgenstein aus dem Wald. Die Höhle am Fuß des Felsens ist auf sicherem Weg jedoch nur von Weiler aus zu erreichen. Am Waldrand entlang gehen wir weiter und nehmen in der Linkskurve den unscheinbaren Wiesenpfad (Markierung: "N") geradeaus, queren ein Sträßchen und erreichen schließlich auf dem Radweg den Hohle Fels mit einem großen Rastplatz.

Für den Rückweg ignorieren wir den geradeaus führenden Asphaltweg und gehen stattdessen zur Abzweigung am Waldrand zurück. An diesem entlang führt uns anfangs die rote Gabel als Wegmarkierung auf einem breiten Weg durch das Riedental bei Sotzenhausen. Hier blühen im Frühling die streng geschützten Märzenbecher. Die Einmündung des Weges am Fuß des Nägelesfelsens lassen wir links liegen und gehen bei den folgenden Kreuzungen stets links und ohne Markierung auf dem breiten Weg durch das sanft ansteigende Höllental. Bei der Forstabteilung „XII 1 Mahd" biegen wir links ab und erreichen die Anbindung zum Schwäbische Alb-Südrandweg (HW2), dem wir ein kurzes Stück nach links auf Asphalt folgen müssen, bevor ein Wiesenpfad links in den Wald zur Ruine Gleißenburg abzweigt. Von ihr sind keine Mauerreste mehr erhalten. In weitem Bogen leitet der Pfad zum Waldrand und als breiter Weg wieder in den Wald  hinein. Beim Wegweiser „Oberer Kühnenbuch (685 m)“ mündet wieder der Eiszeitjägerpfad ein. Noch vor der Waldgaststätte „Zum Schillerstein“ genießen wir den Ausblick auf Blaubeuren und wandern bis zum Abzweig Schillerstein (634 m). Bei guter Sicht lohnt sich von hier aus der Aufstieg zum Hörnle (670 m) mit dem Denkmal für den großen Dichter.

Zurück bei der Weggabelung geht es steil abwärts zur Bundesstraße und links über die Bahngleise zum Bahnhof Blaubeuren zurück.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Der Bahnhof Blaubeuren liegt an der Strecke Neustadt (Schwarzwald) - Ulm

Anfahrt

Aus Richtung Stuttgart und München: über die A8 bis zur Ausfahrt Merklingen (61), weiter auf L1230 und B28

Aus Richtung Ulm: über die B28

Aus Richtung Reutlingen: über die B28

Aus Richtung Ehingen: über die B492

Parken

Parkplatz beim Bahnhof Blaubeuren (60 Stellplätze): Bahnhofstraße, 89143 Blaubeuren

 

Koordinaten

DD
48.403907, 9.791232
GMS
48°24'14.1"N 9°47'28.4"E
UTM
32U 558559 5361496
w3w 
///anlegern.sparte.ernst
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Broschüre "Die Höhlen der ältesten Eiszeitkunst" (154 Seiten, 11/2016): https://www.denkmalpflege-bw.de/denkmale/weltkulturerbe/eiszeitkunst/

Ausrüstung

Feste Wanderschuhe mit gutem Profil; ausreichende Verpflegung und Getränke für unterwegs

Fragen & Antworten

Stelle die erste Frage

Hier kannst du gezielt Fragen an den Autor stellen.


Bewertungen

2,0
(2)
Erik Gubbels
21.05.2020 · Community
Erste 3-5 km nach Blaubeuren Hanze schön, nachher eher langweilig
mehr zeigen
Thierry Zeller 
30.04.2018 · Community
Gemacht am 29.04.2018

Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
17,4 km
Dauer
5:00 h
Aufstieg
400 hm
Abstieg
400 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights

Statistik

  • Inhalte
  • Bilder einblenden Bilder ausblenden
Funktionen
Karten und Wege
Dauer : h
Strecke  km
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
Verschiebe die Pfeile, um den Ausschnitt zu ändern.