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UNESCO-Welterbe Lonetal: Neandertalerweg - das Original

Wanderung · Schwäbische Alb
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Günther Krämer
  • Foto: Günther Krämer, Community
m 520 500 480 460 440 12 10 8 6 4 2 km
Start und Ziel ist Rammingen-Lindenau, etwa 25 km nordöstlich von Ulm. Dieser Weg verknüpft die drei UNESCO-Welterbe-Höhlen im Lonetal, die älteste Werkstatt der Menschheit im Bockstein-Massiv, den Petersdom der Steinzeit im Hohlenstein, Fundort des weltberühmten Löwenmenschen und des einzigen Neandertalerknochens in Süddeutschland, mit dem Archäopark Vogelherd, wo ein einzigartiges Steinzeit-Kunstwerk, das kleine Elfenbein-Mammut ausgestellt ist. Am Weg der Bannwald Grubenhau, eindrucksvolle Dolinen, eine römische villa rustica mit Quellfassung, eine interessante Wallfahrtskirche .... Leider ist der offiziell markierte Weg  nicht optimal. Deshalb wird hier der Original-Neandertalerweg vorgestellt, dessen Begehen durch das Betretungsrecht erlaubt ist, zumal er außerhalb des FFH-Schutzgebiets verläuft.
mittel
Strecke 12,3 km
4:30 h
250 hm
250 hm
528 hm
462 hm

Start und Ziel ist am großen Parkplatz in Lindenau bei Rammingen (Infotafel). Links im Biergarten der Ausflugsgaststätte bietet der Geopark-Infopunkt "Höhle des Löwenmenschen" weitere Informationen. Der Weg führt nach N zum Waldrand. Hier am Waldparkplatz nach links, immer gut markiert mit dem freundlichen Neandertaler. Zunächst im Wald, dann am Waldrand (ab hier als Schotterweg), in den Wald bis zum Beginn des Lehrpfads der 50 verschiedenen Baum- und Straucharten. Hier links bis zum Bannwald Grubenhau mit einigen Dolinen. Fast (Jagd) völlig ohne Nutzung soll sich hier der Wald in einen Sekundär-Urwald zurückentwickeln. Weiter etwa nach N, später nach W, abwärts ins Lonetal zum Waldrand. Nach rechts meist am Waldrand entlang bis zur Infotafel am Fuß des Bocksteinmassivs. Steil geht es hoch, nicht leicht zu begehen, vor allem bei Nässe oder Glätte. Am Hang zunächst nach rechts zum Bocksteinloch und zur Bocksteinschmiede, oft als älteste Werkstatt der Menschheit bezeichnet. Nach links zur großen Bocksteinhöhle. Es wird empfohlen sich in der Höhle nur ganz rechts aufzuhalten, da das Höhlendach zur linken (eingeklemmter Felsblock) instabil ist. Weiter auf dem steilen Pfad hoch zur Rasthütte. Hinter der Hütte in den Wald, wo wir nach wenigen Metern am Wegknick den markierten Weg verlassen und geradeaus auf dem schmalen Pfad, der auch die Grenze des Flora-Fauna-Habitat-Schutzgebiets darstellt, über die ehemalige Schafweide wandern. Hier können alle Sukzessionsstadien von der Heide bis zum Wald beobachtet werden. Manchmal wird das Überqueren der Fläche durch Weidezäune einer Burenziegenherde erschwert. Am Ende der Heide in den Wald. Kurz nach der kleinen Wildschweinsuhle links halten (bei einem Wurzelteller eines umgestürzten Baumes). Nun auf dem Grasweg, der weiterhin die Grenze zum FFH-Gebiet bildet, meist an der Hangkante entlang. So erreichen wir wieder den offiziell markierten Neandertalerweg. Wenn wir einen kurzen Abstecher nach rechts machen, kommen wir zu einem interessanten Abschnitt des Baum-Strauch-Lehrpfads, u. a. mit einigen Mammutbäumen. Nun markiert nach links abwärts, vorbei an zwei eindrucksvollen Dolinen, vielen schönen alten Eichen und am Ende in einem Hohlweg zum Waldweg Lindenau - Hohlenstein. Nach links, an den Infotafeln nach rechts und schon stehen wir vor dem imposanten Hohlenstein. An der Infotafel nach rechts zur Bärenhöhle (verschlossen), der größten Lonetalhöhle. Hier begann mit dem Fund von 80 Höhlenbärenskeletten die archäologische Forschung. Daneben das Abri (Schutzdach) Kleine Scheuer, wo u. a. Steinzeitschmuck gefunden wurde. Links das große Portal der Stadel-Höhle, oft bezeichnet als Petersdom der Steinzeit. Hier wurde nicht nur die rund 40 000 Jahre alte Kultfigur des Löwenmenschen gefunden sondern auch eine Schädelbestattung und weitere Kultgegenstände. Und natürlich der 100 000 Jahre alte Oberschenkelknochen eines Neandertalers, der dem Weg seinen Namen gab. Anschließend weiter zunächst markiert am Waldrand talabwärts bis zu den Felsen Kochstein und Rahmenstein. Hier quert der markierte Weg auf die andere Talseite. Wir bleiben ab jetzt wieder unmarkiert auf der rechten Talseite immer am Waldrand. Der Weg wäre ein gut erhaltener mittelalterlicher Grenzweg mit Steinsatz am Rand und Pflasterung, wenn nicht in einem völlig idiotischen Flurbereinigungsverfahren der Weg entwidmet und dem umgebenden Großgrundbesitz zugeschlagen worden wäre. So wächst der Weg zu und ist nicht mehr begehbar. Zu allem Überfluss wurde gerade auf dem Abschnitt, wo díeser historische Weg noch gut erhalten ist, die Talwiese bis zur Lone mit Bäumen bepflanzt, so dass der offene Talquerschnitt halbiert wurde. Ökologischer Unsinn, da dadurch der Kaltluftabfluss im Tal ebenso halbiert bzw. stark gehemmt wird. Die Wanderer suchen sich nun ihren Weg um den Zaun- kein Problem da die Lone meist trocken ist. Bald gibt es wieder einen Weg, wir queren die Straße (Infotafeln) und gehen nach rechts an Zaun und Infotafeln vorbei zum Archäopark Vogelherd. Hier wurden u. a. die berühmten Tierfiguren aus Mammutelfenbein gefunden. Pferdchen, Mammut ... Das wunderschöne kleine Mammut kann im Original bewundert werden. Außerdem können Steinzeittechniken erprobt werden. Weiter asphaltiert zum Parkplatz am Ortsrand von Stetten o. L.. Hier geradeaus weiter, vor dem Strommast unmarkiert nach rechts Richtung Kreuz, davor nach links, an der Pferdeweide entlang, am Ende auf Treppen hinauf in den Ort. Rechts liegen Wallfahrtskirche (sehenswert die Schwarze Madonna aus Einsiedeln und das Stifterbild darunter) und das Schloss (privat). Die Markierung führt die Oberdorfstraße hinauf zur Allee, zum Rittergut und wieder hinunter, über die Straße, auf dem Wasserhauweg zum Waldrand, zur Rechten eine Riesendoline. Am Waldrand nach links, entlang, in den Wald, an der Wegkreuzung nach rechts und nun in Richtung W, zunächst im Wald, dann meist am Waldrand. An der letzten Waldecke, Lindenau ist schon links zu sehen, lohnt eine "Expedition" nach rechts in den Wald: Mauerreste einer römischen villa rustica und die dazu gehörende Quellfassung, die sogar häufig Wasser führt, da (Lob!) die Flurbereinigung eine Drainage angeschlossen hat. Am Asphaltweg nach links zurück nach Lindenau zur Einkehr im ehemaligen Wallfahrer-Hospiz. 

12,5 km, 250 Hm An- und Abstiege

Autorentipp

Unbedingt einkehren in der Ausflugsgaststätte "Schlössle" (ehemaliges Wallfahrerhospiz aus dem 18. Jhdt), gute Küche, guter Most ...
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
528 m
Tiefster Punkt
462 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

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Sicherheitshinweise

Bei Nässe, Schnee oder Frost ist der Aufstieg zu den Höhlen im Bocksteinmassiv sehr schwierig. Umgekehrt ist ein Abstieg nicht ratsam, da der Pfad extrem rutschig ist. Deshalb wird die Begehung des Rundwegs im Uhrzeigersinn empfohlen

Weitere Infos und Links

www.lustwandeln.eu

www.wandern-ulm.de

www.lonetal.eu     

www.lonetal.net   

http://andrackblog.de/2015/04/    

www.ausflug-lindenau.de     

www.loewenmensch.de     

www.archaeopark-vogelherd.de     

https://de.wikipedia.org/wiki/Hohlenstein    www.oellingen.de/sehenswuerdigkeiten/bocksteinhoehle.php  

https://se-lone-brenz.drs.de/stetten/kirche-und-geschichte.html    https://de.wikipedia.org/wiki/Lindenau_(Rammingen)   

www.vnm-ulm.de/mitteilungen/H26_Hohlestein.pdf

Start

Start ist am großen Parkplatz in Lindenau bei Rammingen (Infotafel) (522 m)
Koordinaten:
DD
48.540788, 10.170640
GMS
48°32'26.8"N 10°10'14.3"E
UTM
32U 586407 5377071
w3w 
///gelage.anspielen.weiden
Auf Karte anzeigen

Ziel

Ziel ist am großen Parkplatz in Lindenau bei Rammingen (Infotafel)

Wegbeschreibung

Lindenau - Bannwald Grubenhau - Bocksteinhöhle - Höhlen im Hohlenstein - Archäopark Vogelherd - Wallfahrtskirche Stetten o.L. - Römische Reste im Lehenhölzle - Lindenau

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Nein

Anfahrt

Autobahn A7 Ausfahrt Langenau - Richtung Langenau - am Kreisverkehr 3. Ausfahrt auf die Umgehungsstraße um Langenau - Rammingen - am Ortsende nach links abbiegen, Wegweiser Lindenau

Parken

Großer Parkplatz direkt am Start

Koordinaten

DD
48.540788, 10.170640
GMS
48°32'26.8"N 10°10'14.3"E
UTM
32U 586407 5377071
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///gelage.anspielen.weiden
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Ausrüstung

Normale Wanderausrüstung, sinnvoll sind knöchelhohe Wanderschuhe mit gutem Profil

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
12,3 km
Dauer
4:30 h
Aufstieg
250 hm
Abstieg
250 hm
Höchster Punkt
528 hm
Tiefster Punkt
462 hm
Rundtour Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights

Statistik

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Strecke  km
Dauer : h
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Abstieg  Hm
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