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Malching Tour 28 - Geschichtsträchtige Orte und reizvolle Landschaften

Hiking trail · Niederbayern
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Wandern zwischen Rott und Inn Verified partner 
  • Weg zur Pestkapelle
    Weg zur Pestkapelle
    Photo: Reinhard Fuchs, Wandern zwischen Rott und Inn
m 450 400 350 1,6 1,4 1,2 1,0 0,8 0,6 0,4 0,2 km Aussichtspunkt Alpenblick Kriegerkapelle in Malching Pestkapelle in Malching Pfarrkirche St. Ägidius Pfarrkirche St. Ägidius
moderate
Distance 1.8 km
0:28 h
27 m
27 m
371 m
344 m

Wir begeben uns auf einen geschichtsträchtigen Weg. Malching, das südliche Tor in den Landkreis Passau, kennen zwar viele, meistens allerdings nur vom Durchfahren. Jahrzehnte lang durchschnitt die Bundesstraße 12 die uralte Hofmark. Seit Oktober 2009 entlastet ein Teilstück der Autobahn A 94 die Ortsdurchfahrt vom Durchgangsverkehr. Den wenigsten dürfte bekannt sein, dass Malching mit zu den geschichtsträchtigsten Orten des Inntales zählt, aber auch ein landschaftlich ungemein reizvolles Hinterland vorzuweisen hat. Hier warten auf den Wanderer noch viele beschauliche Platzerl, die es zu entdecken gilt. Vom Ausgangspunkt am Parkplatz an der Pfarrkirche lohnt ein Besuch der spätgotischen Pfarrkirche, geweiht dem hl. Ägidius. Anschließend geht es in westlicher Richtung hinaus zur einen Kilometer entfernten Pestkapelle am Rande des Eichbergs. Entlang der Waldstraße und vorbei an den Schrebergärten und einer Pferdekoppel, an der sich oftmals Rösser vom Pferdegestüt Holzeder tummeln, führt ein Feldweg an diesen besonderen Ort. Das kirchliche Kleinod stammt im Kern aus dem Jahr 1634. Sie ist die Hofkapelle der Familie Holzeder, die sie im Jahr 2006 liebevoll renoviert hat. Sie ist Erinnerungsstätte an die entsetzlichen Pestjahre der Gemeinde. Hier, weit außerhalb des Dorfes, fanden in der letzten Pestzeit (1715 bis 1718) etwa 200 Personen ohne Leichenfeierlichkeiten und kirchlichen Beistand ihre letzte Ruhestätte. Heute ist es ein Ort der Ruhe mit einem wunderschönen Alpenblick. Geschichtlich Interessierten sei ein Gang zum etwa 200 Meter entfernten Wald empfohlen. Hier befindet sich der Einsiedelbuckel. Er zählt zu den bedeutendsten Bodendenkmälern im Landkreis Passau und ist die wichtigste Fundstätte der Bronzezeit in der Region. Das letzte Ziel ist die Kriegerkapelle, erbaut im Jahre 1915 zum Gedenken an die Opfer des 1. Weltkrieges. Die vergitterte Nische enthält das Bild „Christi Rast nach der Geißelung“. Die etwas derbe Figur stammt aus der alten Kircheneinrichtung Malchings. Der Weg dorthin verläuft direkt am Waldrand und gewährt immerzu freie Aussicht ins Alpenvorland. Den Gottesackerweg, so benannt wegen seiner Nähe zum Pestfriedhof, hat der Malchinger Rauchclub ausgebaut. Von hier aus geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt.

 

Wolfsbühl und Einsiedelbuckel sind nur einige der sagenumwobenen Namen, welche die Grundstücke und Flure der Gemeinde Malching bezeichnen. „Wolfsbühl“ heißt der bewaldete Höhenzug westlich der Gemeinde. Hier befinden sich seltsame Hügel, die wohl von Menschenhand geschaffen wurden. Für Fachleute der Beweis einer frühgeschichtlichen Anlage. Nähere Untersuchungen des Bodens bestätigten, dass hier bereits in der jüngeren Steinzeit, etwa 4000 Jahre vor Chr., eine Ansiedelung bestand. Die Hügel weisen starke Merkmale einer frühmittelalterlichen Burg auf. Das zeigen auch die zahlreichen Funde von Ton- und Keramikscherben, Steinwerkzeugen und Kupferschlacken. Sie machen das Areal um den Wolfsbühl zur wichtigsten Fundstätte der Bronzezeit in der Region. Über einen sensationellen Fund durfte sich Reinhard Fuchs 2015 im nördlichen Bereich des Einsiedelbuckels freuen: einen wertvollen Schlüssel, 15 cm groß, aus dem Spätmittelalter. Kreisarchäologe Walter Wandling hat ihn restauriert. Besichtigt werden kann er nach Rücksprache im Gemeindearchiv. Der Einsiedelbuckel ist die höchste Erhebung des Gebietes und wird von verschiedenen Gräben umgeben, dessen Senken sich weit in die Umgebung hinein erstrecken und wohl die Dreh- und Angelpunkte der damaligen Burganlage waren. Eine weitere mysteriöse Geschichte umgibt den Einsiedelbuckel – von der er auch seinen Namen bekommen hat. Im Jahr 1763 wählte Frater Hieronymus Spöckgast ein Leben in Abgeschiedenheit und siedelte sich auf einer Anhöhe im Gebiet Wolfsbühl an. Er lebte elf Jahre, bis zu seinem Tod 1774, als Eremit dort.

Author’s recommendation

Sehenswürdigkeiten:

Pfarrkirche St. Äiydius

Pestkapelle

Einsiedelbuckel

Kriegerkapelle

Gottesackerweg

Profile picture of Kurverwaltung Bad Birnbach
Author
Kurverwaltung Bad Birnbach 
Update: March 09, 2021
Difficulty
moderate
Stamina
Experience
Landscape
Highest point
371 m
Lowest point
344 m
Best time of year
Jan
Feb
Mar
Apr
May
Jun
Jul
Aug
Sep
Oct
Nov
Dec

Start

Parkplatz an der Pfarrkirche in der Waldstraße (344 m)
Coordinates:
DD
48.312163, 13.187894
DMS
48°18'43.8"N 13°11'16.4"E
UTM
33U 365644 5352583
w3w 
///trademarks.abetted.rambler

Destination

Parkplatz an der Pfarrkirche in der Waldstraße

Note


all notes on protected areas

Public transport

Anfahrt mit einem Regionalbus ist möglich .

Weitere Informationen: www.bayern-fahrplan.de

Getting there

Von B12, geht kurzzeitig in A94 über, die Abfahrt 30 Malching nehmen

Parking

Kostenloser Parkplatz vor der Pfarrkirche in Malching

Coordinates

DD
48.312163, 13.187894
DMS
48°18'43.8"N 13°11'16.4"E
UTM
33U 365644 5352583
w3w 
///trademarks.abetted.rambler
Arrival by train, car, foot or bike

Equipment

sportliche Kleidung, trittsicheres Schuhwerk;

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Difficulty
moderate
Distance
1.8 km
Duration
0:28 h
Ascent
27 m
Descent
27 m
Highest point
371 m
Lowest point
344 m
Circular route Cultural/historical interest

Statistics

  • Content
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Features
2D 3D
Maps and trails
  • 4 Waypoints
  • 4 Waypoints
Distance  km
Duration : h
Ascent  m
Descent  m
Highest point  m
Lowest point  m
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