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Am Watzmanngrat

Bewertung

Watzmann-Überschreitung

Details

Christopher Marr

06.08.2019 · Community
Super schöne, extrem lange und kräftezehrende Tour. Allerdings sollte meiner Meinung nach mal viel mehr auf der Abstieg eingegangen werden, der es wirklich in sich hat. Aber zuerst zum Aufstieg: Wir sind zu fünft von der Wimbachbrücke zum Watzmannhaus aufgestiegen und haben dort übernachtet und sind am nächsten morgen nach kurzem Frühstück gegen halb 7 los Richtung Südspitze. Der Aufstieg zum Hocheck und von dort weiter über die Mittelspitze zur Südspitze erfordert natürlich wie überall beschrieben Schindelfreiheit und Trittsicherheit. Geübten Bergsteigern sollte die Überschreitung meiner Meinung aber keine Probleme machen (natürlich nur wenn das Wetter passt und die eigene Konstitution auch dafür geeignet ist) Wir sind auch alles keine Profikletterer oder Extrembergsteiger, dennoch empfanden wir die Überschreitung als nicht weiter kritisch oder technisch super anspruchsvoll. Weniger schwierig auf jeden Fall, als man oft in Artikeln liest. (wir hatten alle ein KS-Set und Helm an) Ich denke über den Aufstieg und die Überschreitung liest man genug…. Der Abstieg dagegen wird meiner (unserer) Meinung oftmals viel zu kurz angesprochen und thematisiert. Ab dem Gipfel der Südspitze geht es abwärts: Zunächst einige hundert HM in Kraxelei über Felsen (aufwärts sicherlich kein Problem, abwärts kann die gleiche Passage aber schon schwieriger sein) bis man auf schier nicht enden wollende Geröllfelder gelangt. Wir waren froh Stöcke dabei zu haben, mussten diese aber immer wieder wegen Kraxelei, bei der beide Hände benötigt werden, verstauen. Das Ganze geht fast 1300HM so, bis man irgendwann endlich das „flache“ Wimbachgries erreicht (immer wieder dazwischen kürzere Kraxel-Passagen), von wo aus man durch ein Bachbett und schmale Pfade zur Wimbachgrieshütte gelangt. Von dort aus sind es technisch wenig anspruchsvolle knappe 8km und nochmal etwa 700hm zurück zum Ausgangspunkt an der Wimbachbrücke. (Das zieht sich nochmal richtig!) Fazit: Die Schwierigkeit der Tour besteht meiner Meinung nach eher in der Länge, als in der Überschreitung der Gipfel. Ich will die Überschreitung an sich nicht beschönigen und kleinreden, aber es ist nunmal nicht der K2. Tipp: ein zweites paar leichte Trekkingschuhe für den Rückweg ab der Wimbachgrieshütte einpacken ;)
Gemacht am 04.08.2019

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