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Themenwegempfohlene Tour

Barrierearmer Weg "Köhler-Liesels Naturpark-Familientour"

Themenweg · Premium-Wanderregion Saar-Hunsrück
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  • Köhler-Liesel begleitet dich auf deiner Tour
    / Köhler-Liesel begleitet dich auf deiner Tour
    Foto: Caroline Conradt
m 650 600 550 1,8 1,6 1,4 1,2 1,0 0,8 0,6 0,4 0,2 km das Marienhöh das Marienhöh

Aktueller Hinweis (21.12.2021): Aktuell ist die Familientour aufgrund zweier Baustellen im Wegebereich nur mit Einschränkungen begehbar. Eine barrierearme Wegeführung kann daher leider momentan nicht gewährleistet werden. Zudem muss mit Baustellenverkehr gerechnet werden. 

 

Acht Stationen entlang des barrierearmen Weges beschreiben die Besonderheiten der Natur und Kultur rund um das Köhlerdorf Langweiler und die Ortsgemeinde Sensweiler.

leicht
Strecke 1,9 km
0:30 h
17 hm
14 hm
565 hm
551 hm

Am Fuße des Usarkopfes und des bewaldeten Idarwald-Höhenzuges startet und endet die barrierearme, 2 km lange, Köhler-Liesel Nationalpark-Familientour. Acht Stationen beschreiben die Besonderheiten der Natur und Kultur im Naturpark Saar-Hunsrück mit der Nationalpark-Region Hunsrück-Hochwald rund um das Köhlerdorf Langweiler und die Ortsgemeinde Sensweiler. Der Schutz und der sorgsame Umgang mit den natürlichen Ressourcen - den Wäldern, der Luft, dem Wasser, den Pflanzen und Tieren - stehen dabei im Mittelpunkt. Die 8-jährige Köhler-Liesel begleitet die Tour und berichtet von ihrem Leben im Hunsrück des 19. Jahrhunderts.

Folgende Themen und Stationen findet man entlang des Weges:

1. Köhlerhandwerk
2. Bodenschätze des Hunsrücks: Edelsteine
3. Garten der Artenvielfalt "Am Häselbure"
4. Aussichtspunkt
5. Streuobst und Insekten
6. Rastplatz/Grillhütte
7. Insektenhaus
8. Blick auf die Steinbachtalsperre

 

Autorentipp

Wer möchte, kann im Anschluss die Traumschleife "Köhlerpfad am Steinbach" wandern. Der Startpunkt befindet sich an der barrierearmen Familientour.
Profilbild von Daniela Andres
Autor
Daniela Andres
Aktualisierung: 22.04.2022
Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
565 m
Tiefster Punkt
551 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeiten

das Marienhöh

Sicherheitshinweise

Nach langen Regenperioden kann es auf den naturnahen Wegen rutschig sein. Wegabschnitte auf Wiese und Schotter können umgangen werden.

Weitere Infos und Links

www.langweiler.eu

Start

Eingangsportal in Langweiler, in Nähe des Parkplatzes des Klosterhotels Marienhöh (554 m)
Koordinaten:
DD
49.781215, 7.185079
GMS
49°46'52.4"N 7°11'06.3"E
UTM
32U 369344 5515886
w3w 
///härte.erlebnis.naturraum

Ziel

Eingangsportal in Langweiler, in Nähe des Parkplatzes des Klosterhotels Marienhöh

Wegbeschreibung

Herzlich Willkommen!

Du stehst am Fuße des Usarkopfes und des bewaldeten Idarwaldzuges. Hier startet und endet Köhler-Liesels Naturpark-Familientour. 8 Stationen beschreiben die Besonderheiten der Natur und Kultur im Naturpark Saar-Hunsrück mit der National-Region Hunsrück-Hochwald rund um das Köhlerdorf Langweiler und die Ortsgemeinde Sensweiler. Der Schutz und der sorgsame Umgang mit den natürlichen Ressourcen - den Wäldern, der Luft, dem Wasser, den Pflanzen und Tieren - stehen dabei im Mittelpunkt. Die 8-jährige Köhler-Liesel begleitet die Tour und berichtet von ihrem Leben im Hunsrück des 19. Jahrhunderts.

"Hallo, ich heiße Elisabeth, aber alle nennen mich Köhler-Liesel. Ich bin 8 Jahre alt und habe vor 200 Jahren zusammen mit meiner Familie hier gelebt. Begleite mich doch ein Stück. Auf dem Weg erzähle ich dir mehr über unser Leben im Hunsrück und wie der Alltag als Köhlertochter so aussieht. Du erfährst vieles über die Natur. Unterwegs gibt es tolle Stationen zum Mitmachen und Spielen. Willst du wissen, was ein Köhler so macht? Dann wander los zur ersten Station. Auf dem Weg dorthin findest du eine weitere Tafel. Sie zeigt dir, wie weit du von Langweiler aus schauen kannst. Was entdeckst du alles? Los geht's!"

 

Station 1: Köhlerhandwerk Aufbau eines Kohlemeilers zur Gewinnung von Holzkohleim Köhlerdorf Langweiler

 

Du stehst am Köhlerplatz Langweiler. Hier errichten wir Helfer der Ortsgemeinde Langweiler bzw. des Heimat-und Kulturvereins alle 3 Jahre einen Holzkohlemeiler aus heimischem Buchenholz. 2.Hier setzen wir den Quantelschacht. Das ist ein Schacht im Inneren des Meilers. Er wirkt wie ein Kamin. 3. Zuerst stellen wir die Meterstücke rund um den Quantelschacht dicht aneinander auf.  So kommt später keine Luft an die Glut im Inneren des Meilers.  Das Buchenholz darf nur kokeln. 4. Beim Fortschreiten des Aufbaus brauchen wir viele Zuträger. 2 bis 3 erfahrene Kohlenbrenner bauen den Meiler fachmännisch auf. Ein anderes Wort für Kohlen-brenner ist Köhler. 5. Es geht an die zweite Etage. Wir fangen mit Meterscheiten an. Danach kommen 50 cm, 33 cm und 25 cm lange Holzstücke. So entsteht nach und nach die Kegelform. 6. Nun kannst du schon die spätere Kegelform erkennen. Der Quantelschacht ragt oben noch heraus. 7. Der Holzaufbau ist beendet. Die Spitzen vom Quantelschacht haben wir abgeschnitten. 8. Wir bedecken den Meiler mit Rindenmulch. Grüne Fichtenäste sind auch geeignet. Unsere Vorfahren haben Äste und Lösch verwendet. Das ist ein Gemisch aus verkohlter Rinde und Erde. 9. Jetzt stechen wir Grasnarben aus. Die Stücke legen wir mit der Erde nach oben auf den Meiler. Nun ist er luftdicht abgeschlossen. 10. Zum Schluss legen wir Muttererde auf die Oberfläche und glätten sie. Holzstützen sorgen dafür, dass der Meiler in den nächsten zwei Wochen stabil und standfest bleibt. Nun ist der Meiler fertig. 11. Die Meilerzündung. Durch die verminderte Luftzufuhr wird nur ein kleiner Anteil des Holzes ver-brannt. Die Hitze im Meiler führt bei fast völligem Fehlen von Sauer- stoff zur Verkohlung des Holzes. 12. Der erfahrene Köhler weiß, wie er den Prozess des Verkohlens steu-ert. Dazu sticht er Luftlöcher in den Meiler. Es darf weder zu viel noch zu wenig Sauerstoff ins Innere gelangen. 13. Je nach Wind benötigt das Buchenholz zwischen 12 und 14 Tage, bis Holzkohle daraus geworden ist. Der Köhler bewacht den Meiler von der Köhlerhütte aus. 14. Es sind 2 Wochen seit der Meilerzündung vergangen: Jetzt löschen wir den Meiler mit Wasser. 15. Der große Moment ist gekommen! Die Holzkohlenernte beginnt (Foto 15). Im Jahr 2019 haben wir 45 große Fässer Holzkohle geerntet. In jedes Fass passen 200 Liter Holzkohle. Die Holzkohle kann beim Vorstand des Heimat- und Kulturvereins Langweiler e. V. erworben werden.

 

 

"Ich bin Karlchen, Liesels Bruder. Unser Vater ist Köhler. Er stellt aus Holz Holzkohle her. Die Kohle wird für das Schmelzen von Metallen gebraucht.  Zur Herstellung der Kohle wird ein Meiler gebaut. Er sieht aus wie ein riesiger Holzkegel. Schau dir auf den Fotos an, wie das gemacht wird. Zuerst errichtet Vater einen Kamin. Rundherum stellt er Holzstücke auf. Dann dichtet er den Meiler mit Ästen, verkohlter Rinde und Erde ab. Jetzt klettert er auf den Meiler. Er zündet über den Kamin das Innere an. Im Meiler brennt aber kein Feuer wie bei einem richtigen Lagerfeuer. Es glüht nur und verwandelt das Holz langsam in Holzkohle. Es dauert 2 Wochen, bis die Kohle endlich fertig ist. Erst dann löscht Vater den Meiler. Das stinkt ganz schön. Vater muss die Glut ständig bewachen, damit der Meiler nicht anfängt zu brennen. Dann wäre statt Kohle nämlich nur noch Asche übrig und die viele Arbeit umsonst. Deshalb baut er sich extra einen Unterschlupf neben dem Meiler und passt gut auf. Auch, damit keiner unsere Kohle nimmt."

 

Köhlerhandwerk und Waldwirtschaft

Seit jeher nutzt der Mensch Holz als Bau- und Energiestoff. Auch im Naturpark Saar-Hunsrück hat die Waldwirtschaft eine Jahrhunderte alte Tradition. Das Köhler-Handwerk zählt zu den ältesten Handwerks-Techniken der Menschheit. Holzkohle hatte einen enormen wirtschaftlichen Wert in vielen Bereichen: • Schmelzen und Schmieden von Metallen • Bau- und Brennmaterial • Heizen in Haushalt und Bäckerei • Überall dort, wo intensive Wärme ohne stärkere Rauchentwicklung benötigt wurde Bis zum 19. Jahrhundert wurden in den zahlreichen Bergwerken, Hüttenwerken und Eisenhammern, die es damals in unserer Region gab, Unmengen an Holzkohle benötigt. Dadurch kam es zu massiven Eingriffen in den Holzbestand unserer Wälder. Erst die Erschließung der Steinkohlevorkommen und die Erfindung des Koks-Verfahrens führten zu einer nachhaltigen Entlastung des Waldes.

Das Leben als Köhler

In waldreichen Gebieten waren Holzwirtschaft und Kohlebrennerei oft die Existenzgrundlagen der dort lebenden Menschen. Durch die Nähe zum Rohstoff Holz fand das Kohlebrennen fast ausschließlich im Wald statt. Die Köhler waren meist Arbeiter der Gemeinde oder des Grundherrn. Sie gehörten nicht zur Dorfgemeinschaft und lebten in ärmlichen Verhältnissen zurückgezogen im Wald. Kinder galten in dieser Zeit als zusätzliche Arbeitskräfte. Sie arbeite-ten selbstverständlich im Haus, im Stall und auf dem Feld mit. Oft blieb keine Zeit für eine richtige Schulausbildung.

Das kalte Herz

Es gibt sogar ein Märchen, in dem ein Köhler die Hauptrolle spielt. Es heißt „Das kalte Herz“. Geschrieben hat es Wilhelm Hauff im Jahr 1827. Es ist heute als Buch, Hörbuch und Film erhält-lich und handelt von Kohlenmunk-Peter. Der hat die schmutzige, anstrengende, schlecht bezahlte und wenig respektierte Arbeit als Köhler satt. Peter träumt davon, viel Geld zu haben und angesehen zu sein. Dafür bittet er einen Waldgeist um Hilfe.

 

"Ich lebe mit Mutter und Vater, Großmutter und Großvater, Tante Liesekett und meinen Geschwistern Karlchen, Fritz, Mariechen und Gretchen in einer Hütte im Wald. Manchmal gehen wir Kinder in die Dorfschule. Alle Klassen werden in einem Raum zusammen unterrichtet. Meine Brüder müssen oft den Männern bei der Arbeit helfen. Großmutter passt auf meine kleinen Geschwister auf. Ich helfe Mutter bei der Arbeit im Haus und mit den Tieren. Morgens essen wir Haferbrei aus dem eisernen Kochtopf. Fast täglich gibt es Kartoffeln. Zum Beispiel „Grumbiereschdambes“ (Kartoffelbrei). Wir essen oft „Kabbes“ (Kohl), Rüben, Linsen und Erbsen. Fleisch gibt es nur selten. Wenn im Dorf eine Sau geschlachtet wird, wird das Fleisch eingesalzt und „gebickelt” (gepökelt) oder zu Blut-, Leber- und Bratwürsten gekocht. So hält es länger. Brot backen wir im „Backes“ (Gemeinschaftsbackhaus). Es steht aber nicht jeden Tag auf dem Speiseplan. Unsere drei Ziegen geben uns Milch. Tante Liesekett näht mir alle drei Jahre ein Kleid und strickt mir Strümpfe. Im Sommer sammeln wir Kinder Früchte und Beeren. Dabei haben wir schon oft einen kleinen Schatz gefunden. Willst du wissen, was man bei uns im Hunsrück mit etwas Glück entdecken kann? Gehen wir zusammen weiter."

 

Station 2: Bodenschätze des Hunsrücks: Edelsteine

Im Erdzeitalter Perm ging es in unserer Region heiß her. Das war vor rund 300 bis 250 Millionen Jahren. Gewaltige Lavaströme aus dem Erdinnern bahnten sich ihren Weg an die Oberfläche. In den Lavaströmen entstanden mit Gasen gefüllte Blasen.  In diesen bildeten sich im Abkühlungs-Prozess Mineralien. Es wuchsen Amethyste, Bergkristalle, Jaspis, Carneole und Achate. Sie bilden die Basis der einzigartigen Edelstein-Industrie. Der Edelstein-Abbau und die Weiterverarbeitung reichen zurück bis ins Hochmittelalter. „Ein Mann, ein Jahr, ein Meter“. Mühsam trieben Bergleute in den vergangenen Jahrhunderten Gänge in das harte vulkanische Gestein. Immer auf der Suche nach Edel-steinen. Etwa 1520 wurde die erste Edelstein-Schleiferei errichtet. Zunächst wurden nur heimische Funde verarbeitet. Ihre Menge war begrenzt. Daher entwickelte sich eine wirkliche Industrie erst im 19. Jahrhundert.

Zu dieser Zeit sahen sich junge Leute aus dem armen Hunsrück gezwungen, ihr Glück in der Ferne zu suchen. Tatkraft, Mut und Abenteuerlust zogen die Menschen nach Brasilien. Dort ent-deckten sie große Achat-Vorkommen. Sie verschifften ihre Funde in die alte Heimat, das heutige EdelSteinLand. Zahlreiche neue Bach-Schleifen wurden errichtet. Einige Männer, die vorher Köhler und Holzfäller waren, erlernten nun den Beruf des Achatschleifers. Ihre Arbeitsstelle war in einer Schleife, die mit Wasserkraft angetrieben wurde. Auf dem Bauch liegend arbeiteten sie an den Schleifsteinen. Es war eine sehr schwere Arbeit. Um 1900 wurde von Wasserkraft auf Elektrizität umgestellt. Idar-Oberstein und die benachbarten Orte im EdelSteinLand entwickelten sich zum internationalen Edelstein-Zentrum.

"Meine Freundin Frieda und ich haben beim Spielen schon so manchen besonderen Stein entdeckt. Die schönsten Schätze bewahre ich in einer kleinen Dose aus Holz auf. Vielleicht findest du ja sogar einen echten Edelstein? Schau dich genau um.Leider ist Frieda im letzten Jahr mit ihrer Familie nach Südamerika ausgewandert. Sie sind wochenlang mit dem Schiff über das Meer gereist. Ich hoffe, sie hat die gefährliche Überfahrt gut überstanden. Jetzt lebt sie in Brasilien. Die Leute sagen, dass es dort fruchtbares Land für alle gibt. Zum Glück gibt es noch viele andere Kinder, mit denen ich spielen kann. Fast alle meine Freunde haben eine große Familie mit mehreren Geschwistern. Willst du erfahren, was wir Kinder am liebsten spielen? Dann weiter zur nächsten Station."

 

Station 3: Garten der Artenvielfalt „Am Häselbure"

Du stehst vor dem ehemals als Grünfläche für einen Biobetrieb genutzten Flurstück „Am Häselbure“. Die Fläche im Herzen des Naturparks Saar-Hunsrück ist etwa so groß wie ein Fußballfeld. Heute ist sie Heimat für das Projekt „Garten der Artenvielfalt“. Hier kannst du sehen, wie ehemalige landwirtschaftliche Nutz-flächen nach und nach zum Lebensraum für Kleinst- und Klein-lebewesen werden können. Die Besitzer des Grundstücks haben regionales Saatgut „Bienen- und Schmetterlingssaum“ gesät. Die artenreiche Wiese wird von vielen Bienen und anderen  Insekten besucht. Schau doch einmal in das Kräuterhochbeet, ob du eine Wildbiene findest. Das große Insektenhaus wird von verschiedenen Wildbienenarten und anderen Insekten genutzt. Sie legen dort z. B. Brutröhren für den Nachwuchs an. Der Garten der Artenvielfalt ist ideal für die Durchführung von erlebnis- pädagogischen Angeboten des Naturpark Saar-Hunsrück e.V.

Zahlreiche ehrenamtliche Helfer aus Langweiler pflanzten die dreireihige Hecke aus heimischen Sträuchern: Schlehe, Holunder, Weißdorn, Vogelkirsche. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit lokalen Bildungs- trägern um eine Kräuterspirale, Trockenmauern, Totholzstapel und weitere Nisthilfen ergänzt. So entsteht mit der Zeit ein Ruhe- und Beobachtungsplatz für Besucher inmitten eines vielfältigen Lebensraums, der vielen heimischen Tieren Schutz und Nahrung bietet.

Tipps:

Naturpark Saar-Hunsrück e. V. – Angebote des Naturparks: • Aktiv- und Erlebnisprogramme • Projekttage für Kindergärten und Schulen • Die heimische Natur und Umwelt spielerisch entdecken • Spannende Ausflüge und vieles mehr unter www.naturpark.org

Naturpark-Infostelle Wildfreigehege Wildenburg: Hier kannst du größere Tiere beobachten und die tolle Aussicht vom benachbartenWildenburgturm genießen. Den Turm siehst du von der Bank am nächsten Aussichtspunkt. Infos unter www.wildfreigehege-wildenburg.de

 

"Wenn meine Freunde und ich nicht gerade den Eltern helfen, sind wir am liebsten draußen unterwegs. Wir klettern auf Bäume und spielen Fangen. Gerne machen wir Ringel- und Kreisspiele. Dabei reichen wir uns die Hände, gehen im Kreis und singen dazu. Wir mögen auch Geschicklichkeits-spiele mit Steinen und Abzählreime. Manchmal gucken wir, wer die meisten Purzelbäume machen kann. Im Wald gibt es die tollsten Verstecke. Oft begegnen wir Tieren wie Füchsen, Rehen, Hasen und Vögeln. Einmal habe ich sogar eine scheue Wildkatze gesehen! Am liebsten liege ich bei schönem Wetter auf meiner Lieblingswiese und beobachte ganz genau die vielen Insekten, die sich dort tummeln. Wusstest du, dass sie dafür sorgen, dass wir saftiges Obst ernten können? Schau doch mal, welche Tiere du in der Wiese entdeckst!"

 

Station 8: Blick auf die Steinbachtalsperre

Ohne Wasser gibt es kein Leben auf der Erde. Auch wenn zwei Drittel unseres „blauen Planeten“ von Wasser bedeckt sind, ist nur ein winziger Teil davon Trinkwasser. Hochwertiges Trinkwasser im Naturpark Saar-Hunsrück Die Trinkwasser-Versorgung im Landkreis Birkenfeld wird über-wiegend durch den Wasservorrat der Steinbachtalsperre gesichert. Diese Anlage wurde im Jahr 1966 in Betrieb genommen und wird saniert. Die Sanierung kann nicht im laufenden Betrieb bei gleichzeitiger Trinkwasser-Aufbereitung erfolgen. Daher muss eine riesige Menge Wasser ausgeglichen werden. Man spricht von einer Fehlmenge von 2,5 Millionen Kubikmetern Wasser. Zum Vergleich: Mit einem einzigen Kubikmeter Wasser könntest du 25 Mal duschen oder 4.000 Gläser Wasser trinken! Über eine Verbindungsleitung von 32 Kilometern Länge wird das Roh-wasser von der Talsperre Nonnweiler im Saarland zur Steinbachtalsperre transportiert. Hier wird es zu Trinkwasser aufbereitet. Bei dieser Förderung wird ein Höhenrücken von 200 Metern überwunden. Dafür wird das Wasser über eine Pumpstation am Fuß des Dammes der Talsperre Nonnweiler bis auf den Hoch-punkt gepumpt. Dort wird es in einem großen Wasserbehälter gesammelt und fließt im freien Gefälle zur Steinbachtalsperre.

Tipp: WasserWissensWerk an der Steinbachtalsperre Anfahrt: Am Steinberg 1, 55758 Kempfeld. Hier kannst du eine Rallye durch die Ausstellung machen und im Wasserlabor forschen. Draußen findest du einen Infopfad und einen Wasserspielplatz zum Austoben. www.wasserwissenswerk.de

"Ich muss jetzt weiter. Bald gibt es Abendessen. Vorher soll ich Wasser vom Steinbach holen. Mein Bruder Karlchen drückt sich mal wieder. Wir gehen oft zum Bach. Mal muss Vater den Kohlemeiler löschen. Dann haben meine Hühner kein Wasser mehr. Oder Mutter meint, wir müssen uns und unsere Kleider schon wieder waschen. Wird doch eh alles sofort wieder rußig … Das Wasserholen ist ganz schön anstrengend! Zum Glück gibt es den Dorfbrunnen und ein paar kleine Quellen im Idarwald. So haben wir auch im Sommer genug Wasser.Ich hoffe, du hattest Spaß auf meiner Tour. Mach´s gut und bis bald! Deine Köhler-Liesel"

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Ab Bahnhof Idar-Oberstein, weiter mit Bus 343 oder 345 bis Kempfeld Katzenloch, Langweiler, Bruchweiler oder Sensweiler; Fahrpläne siehe www.rnn.info

Anfahrt

A1 Ausfahrt Mehring, Fahrt bis Thalfang, von dort aus weiter auf L164, dann B422 und L 162 (Langweiler, Bruchweiler) oder B422 (Kempfeld-Katzenloch)

A61 Ausfahrt Bad Kreuznach, Richtung Idar-Oberstein, B41 bis Abfahrt Herrstein/Fischbach, über L160, dann L162 (Langweiler/Bruchweiler) bzw. L178 (Kempfeld-Katzenloch)

Parken

Parkplätze sind am Einstiegspunkt vorhanden: Eingangsportal in Langweiler, in Nähe des Parkplatzes des Klosterhotels Marienhöh (für Navigation: Marienhöh, 55758 Langweiler).

Koordinaten

DD
49.781215, 7.185079
GMS
49°46'52.4"N 7°11'06.3"E
UTM
32U 369344 5515886
w3w 
///härte.erlebnis.naturraum
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Ausrüstung

Festes Schuhwerk wird empfohlen.
Für eine Pause zwischendurch an Station 6 (Rastplatz/Grillhütte) ist Proviant im Wanderrucksack ein Muss!

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Schwierigkeit
leicht
Strecke
1,9 km
Dauer
0:30 h
Aufstieg
17 hm
Abstieg
14 hm
Höchster Punkt
565 hm
Tiefster Punkt
551 hm
Rundtour aussichtsreich familienfreundlich botanische Highlights kulturell / historisch faunistische Highlights hundefreundlich kinderwagengerecht

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