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Wanderung

Europäischer Kulturweg: Friedensweg Ringheim

· 1 Bewertung · Wanderung · Churfranken
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Churfranken e.V. Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Bunker Ringheim
    / Bunker Ringheim
    Foto: Churfranken e.V.
m 500 400 300 200 6 5 4 3 2 1 km

Europäischer Kulturweg in Großostheim OT Ringheim

leicht
6,3 km
1:27 h
14 hm
14 hm
Profilbild von Churfranken e.V.
Autor
Churfranken e.V.
Aktualisierung: 04.12.2018

Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
139 m
Tiefster Punkt
126 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Start

Parkplatz Waldspitze nahe beim Flugplatz Ringheim (125 m)
Koordinaten:
DG
49.939400, 9.053880
GMS
49°56'21.8"N 9°03'14.0"E
UTM
32U 503866 5531894
w3w 
///knien.angebliche.universität

Ziel

Parkplatz Waldspitze nahe beim Flugplatz Ringheim

Wegbeschreibung

1937 wurde der ehemalige Fliegerhorst von der Luftwaffe unter dem Deckname „Schafweide“ als einer von vielen getarnten Landeplätzen in Deutschland gebaut. Er diente als Startpunkt mehrerer Fliegerangriffe auf Frankreich, seit 1941 befand sich hier eine Luftwaffenforschungsstelle. US-Soldaten nahmen den Fliegerhorst 1945 ein und unterbanden jeden Flugbetrieb, der erst 1950 wieder zugelassen wurde. Das Gelände des heutigen Verkehrslandeplatzes befindet sich östlich des ehem. Fliegerhorstes, auf dem sich nun die junge Siedlung Ringheim erstreckt. Der ca. 6 km lange Kulturpfad erschließt die verborgenen Spuren der turbulenten Anfänge des Großostheimer Ortsteils während des Dritten Reiches.
An der Station zwei sehen wir z. B. Reste von Munitionsbunkern, die unter dem schützenden Dach der Bäume ihren Platz fanden. Auf dem weiteren Weg sind Krater, die bei der Bombardierung entstanden sind, sowie der Rest des Flugabwehrturms zu sehen. Die Gemeinde Großostheim übernahm im Sept. 1945 das Gelände als kahle Fläche. Hierher kamen zunächst Flüchtlinge, für die das Gelände zur Ansiedlung zur Verfügung gestellt wurde. 1950 hatte die neue Siedlung auch offiziell den Namen Ringheim erhalten, in Erinnerung an das mittelalterliche Dorf, auf dessen Gemarkung sie entstand. Diese Entwicklung wird auch anschaulich im Dokumentationszentrum "Bunker am Nordring" gezeigt.

Nachdem wir den nördlichen Rand des Gewerbegebiets passiert haben, erreichen wir die Ringheimer Friedensglocke mit ihrem stählernen Turm (2004 eigens im Rahmen dieses Kulturweges errichtet). Der markante Turm ist ein Ergebnis des langen Engagements der Ringheimer Kirchengemeinde St. Pius für den Frieden. Der ehem. Militärflughafen brachte Zerstörung nicht nur in Frankreich, sondern durch die Bombardierung der Alliierten auch für die hiesige Gegend. Die mittelalterliche Landwehr, an der der Glockenturm steht, markiert noch heute die Landesgrenze zwischen Hessen und Bayern. Von hier schlagen wir den Weg nördlich in den Unterwald ein und gelangen zur Station sechs „Der Brunnen im Wald“. Der Ringheimer Wald diente bis ins 19. Jh. hinein als Weideplatz für Rinder und Schweine. Der alte Brunnen ermöglichte die Wasserversorgung des Viehs, das im Herbst zur Mast in den Wald getrieben wurde. Wieder am Ausgangsparkplatz angelangt, fahren wir mit dem PKW in die Ortsmitte von Ringheim. Die St. Pius-Kirche mit dem Pfarrzentrum ist dort zu einem Mittelpunkt des Gemeindelebens geworden und bildet den Abschluss der Rundtour.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug von Miltenberg bis Aschaffenburg-Hbf., dann ab dem ROB mit der Buslinie 53 bis Flugplatz Ringheim.

Anfahrt

A 3 von Frankfurt kommend bis Ausfahrt Stockstadt, weiter auf der B 469 in Richtung Miltenberg bis Abfahrt Babenhausen/Großostheim-Nord. Dann noch ca. 3 km bis zum Flugplatz Ringheim.

Parken

Auf dem Parkplatz Waldspitze nahe beim Verkehrslandeplatz Aschaffenburg-Großostheim.

Koordinaten

DG
49.939400, 9.053880
GMS
49°56'21.8"N 9°03'14.0"E
UTM
32U 503866 5531894
w3w 
///knien.angebliche.universität
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad


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Bewertungen

2,0
(1)
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Ralf W.
14.01.2016 · Community
Nette Runde, die in einem interessanten Waldstück beginnt. Das stark vermooste Areal wirk fast schon etwas mystisch. Der Weg ist mit dem Symbol des Kulturweges sehr gut ausgeschildert. Vom Parkplatz bis zu den ersten Häusern des Industriegebietes verläuft die Tour über einen kleinen Waldweg, der in der nassen Jahreszeit leider nicht besonders schön zu laufen ist. Von diesem Stück abgesehen ist die gesamte Runde auch mit einem Kinderwagen zu machen. Vier Tafeln am Wegesrand erläutern einem die Sehenswürdigkeiten des Kulturwegs. In 1,5 Std. Gehzeit ist die Tour ohne große Anstrengungen zu schaffen.
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Gemacht am 10.01.2016
Neu angelegte Skulptur zur Völkerverständigung. Im Hintergrund die Ringheimer Friedensglocke.
Foto: Ralf W., Community
Ringheimer Friedensglocke
Foto: Ralf W., Community

Fotos von anderen

Neu angelegte Skulptur zur Völkerverständigung. Im Hintergrund die Ringheimer Friedensglocke.
Ringheimer Friedensglocke

Bewertung
Schwierigkeit
leicht
Strecke
6,3 km
Dauer
1:27h
Aufstieg
14 hm
Abstieg
14 hm
Rundtour Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch

Statistik

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