Kleiner See

Bewertung

EifelSchleife Motte (Gemeinde Dahlem)

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Ralph Vetter

03.01.2021 · Community
Eigentlich keine schlechte Wanderung, im Mittelteil leider etwas einfallslos, da längere Passagen über asphaltierte Kreisstraßen führen. An einem nebligen Weiberfastnachtstag starte ich fast ohne Sicht im Ortszentrum von Schmidtheim die Tour in Richtung der mittelalterlichen "Motte". Dank der lokalen Bäckerei konnte ich mich vorher noch mit einigen Naschereien versorgen. Über Wiesen- und Feldwege, später am Waldrand entlang, erreicht man schnell das Urttal. Das Wetter bleibt trübe und ich bekomme von der Umgebung so gut wie fast nichts mit (außer den Geräuschen des Berufsverkehrs auf der nahen B51). Ansonsten fühle ich mich wie in einem alten "Edgar Wallace-Film"; die Nebelschwaden erzeugen die entsprechende Stimmung. Im Urfttal klart es schließlich etwas auf und der kurze Stichweg nur nahen Burgmotte ist schnell begangen. Mit dem durchgängigen Wassergraben ist diese Örtlichkeit ein spektakulärer Rastplatz, sofern das Wetter mitspielt. Zurück im Urfttal muß nun per Rufsäule der Schrankenwärter der Köln-Trierer Eisenbahnstrecke von unserer Ankunft unterrichtet werden, damit die Gleise überquert werden können. Wir gelangen zur 1961 stillgelegten Trasse der östlichen Ahrtalbahn. Über den ehemaligen Kontrollpfad oberhalb der Trasse wird schließlich der Bahnhof "Blankenheim-Wald" erreicht. Hier wäre ebenfalls eine gute Ausgangsmöglichkeit der Tour. Scharf links biegt nun einer schöner, leider viel zu kurzer Pfad in das Tälchen des Wisselbaches ab. Die Landschaft ist leicht moorig und erinnert an die typische belgische Vennlandschaft. Es geht weiter bergauf; leider wandelt sich der Pfad alsbald zum Wirtschaftsweg, dem wir nun bis zur L 204 folgen. Ab hier wird es nun übel: die Streckenführung geht an der nahen Kreuzung auf die K 76 über. Es folgt eine monotone 1 km lange Asphaltpiste, die leider auch etwas stärker befahren ist. Nicht ganz ungefährlich, wenn man den Fahrstil der Eifeler "Tiefflieger" kennt. Endlich knickt die Straße nach rechts ab und die EifelSpur (Achtung: Markierung fehlt !!!) führt zunächst geradeaus. Schon bald folgt links eine schnurgerade Piste (ca. 1 km), die durch monotonen Fichtenwirtschaftswald führt. Im Schäfersbachtal angekommen, wird es wieder etwas landschaftlich ansehnlicher. Leider folgt nach einer kurzen Pfadpassage wieder ein ca. 500 m langer Straßenabschnitt, diesmal auf der K 61. Theoretisch könnte man die Wanderung hier beenden, Schmidtheim ist schon in Sicht. Die EifelSpur schlägt hier noch einmal einen Bogen zum nahen Urftweiher, der aber schon von anderen Touren thematisiert ist. Immerhin erspart man sich etwas "Asphalt", da ein Wiesenweg zurück zum Ort führt. Hier läuft man direkt auf die Burg zu, welche noch einige nette Fotomotive bietet. Vorher umrundet der Weg noch den "Mehrgenerationenpark". Wen das nicht interessiert, kann hier getrost weiter geradeaus laufen. Insgesamt gesehen zu Anfang eine gute Wanderung, die aber später recht monoton und einfallslos wirkt. Laut Wanderkarte wäre eine südliche Umgehung der K 76, etwa auf halber Strecke des Wisselbaches mit direkter Verbindung zum Schäfersbach möglich. Dies nur als Hinweis zu einer eventuellen Tourenüberarbeitung; über die Beschaffenheit der Wege sagen die Karten ja leider nichts aus.
Gemacht am 11.11.2020
Das waren noch Zeiten
Das waren noch Zeiten
Foto: Ralph Vetter, Community
Morgennebel
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Motte Zehnbachhaus
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Bahnübergang an der "Motte"
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Beginn der Oberen Ahrtalbahn
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Pfad bei "Blankenheim-Wald"
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Im deutschen Schilderwald
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Im Wisselbachtal
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Der Wisselbach
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Grenzpunkt
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Monotone Streckenführung
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Am Urftweiher
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Wiesenweg bei Schmidtheim
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Burg Schmidtheim
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Gerichtslinde in Schmidtheim - hier wütete der adelige Mob im Hexenwahn des 30jährigen Krieges
Foto: Ralph Vetter, Community

1 Kommentar

Nordeifel Tourismus GmbH (Team)
Guten Tag Ralph Vetter, herzlichen Dank für Ihre Bewertung der EifelSchleife "Motte" und Ihre damit verbundenen Bilder. Das Team der Nordeifel Tourismus GmbH
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