Butzerbachtal

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Eifelsteig Etappe 15: Kordel - Trier

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Domenico Scarlatti

03.04.2018 · Community
Na, ja. Überrascht stellt man fest, dass auf den letzten 1.5 Etappen das, was den Eifelsteig anderswo ausmacht - brilliante und traumwandlerische Stringenz in der Wegführung - hier überhaupt nicht mehr zutrifft! So wirkt diese Etappe wie eine hilflose Aneinandereihung 'schöner Wegabschnitte'. Leider hat man das große Ganze aus den Augen verloren: So ist die Etappe sehr, sehr anstrengend, da der Wegverlauf durch ein ständiges Auf und Ab gekennzeichnet ist. Hier gilt: Es ist grundsätzlich immer ungünstig, wenn man nach 19 km (bzw. 315 Gesamtkilometern) den steilen ABstieg nach Biewer vollzogen hat, um dann unmittelbar wieder 200 m raufgescheut zu werden. Was mit auch nicht gefallen hat: Man durchläuft eine Klamm (Butzweiler Wasserfälle), bietet aber keine Alternativroute an (was leicht möglich wäre, via Burg Ramstein). Ich halte das für unklug, da eine Klamm stets mit einem hohen Unfallrisiko verbunden ist (Menschen mit Polyneuropathie, ältere Menschen ganz allgemein, Regen). Hier sollte man nachbessern (vgl. Rheinsteig Ruppertsklamm mit Alternativweg). Insgesamt liegt der Verdacht nahe, dass man in diese Etappe alle Höhepunkte (Klamm, Genovevahöhle, Keltische Hochburg, Moselhöhenweg über Trier) der Region vereinen wollte. Allerdings ist die Wegführung Eifelsteig-untypisch und nicht glücklich. Die Etappe erinnert mich vielmehr an die letzte Rheinburgenweg-Etappe von Trechtingshausen nach Bingen. Aufgrund der z.T. doch sehr schönen Wegabschnitte - insbesondere oberhalb von Biewer ein moorartige große Wiese als Remineszenz an die 1. Etappe und den Naturpark Hohes Venn - gebe ich ein befriedigend. Allerdings ist die Etappe nicht vergleichbar mit den fast ausschließlich großartigen Etappen des übrigen Eifelssteigs.
Gemacht am 02.04.2018

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