Mündung der Saar in die Mosel in Konz

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Moselsteig Etappe 04: Konz – Trier

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Thomas Fickinger 

11.12.2020 · Community
Da ich unweit der Etappe wohne, bin ich hier öfters unterwegs, meist allerdings mehr oder weniger leicht abgewandelt. Es beginnt mit Überquerung der Konzer Eisenbahnbrücke und dem Aufstieg durch den Zewener Wald hoch Richtung der Ortschaft Herresthal. Das zieht sich in der Tat ein wenig, weil wenig Highlights direkt am Weg liegen. Man könnte hier etwas anders führen, dann würde sich aber die ohnehin recht lange Etappe noch weiter verlängern. Oben auf der Höhe gibt es schöne Ausblicke, allerdings keine einzige Infotafel. Sehr schade, denn hier kann man bei schönem Wetter richtig weitschauen. Die Wegbeschaffenheit ist auch so eine Sache: teils angenehme, gut begehbare Wiesen- und Feldwege. Teils aber auch richtig kaputte Pisten. Tut mir leid das schreiben zu müssen: aber hier gibt man sich überhaupt keine Mühe. Es wäre kein Problem, die Wege ein wenig zu präparieren und auch mal nach Alternativen neben dem Weg zu schauen. Stattdessen scheint es eine lästige Pflicht zu sein, den Steig-Wanderer von A nach B zu bringen. Meine Wenigkeit kennt sich hier aus und umgeht diesen Teil, der Auswärtige hat diese Möglichkeit eher nicht. Anschließend wandert man wenig spektakulär, aber ruhig durch den Wald. Am Rande des Markusbergs wird es dann richtig interessant. Hier geht es auf einem naturnahen Stück durch das Busental. Tipp: direkt unterhalb liegt das Sirzenicher Bachtal mit dem Sirzenicher Wasserfall. Ein Abstecher lohnt sich. Es gibt aber kaum Markierungen, deshalb unbedingt vorher informieren bzw. mit GPS navigieren. Ganz wichtig: ein Abstecher zur Mariensäule. Direkt vom Steig führt ein inzwischen wieder ausgeschilderter Pfad hoch. Es sind nur wenige hundert Meter aus dem Tal, aber richtig steil. Doch es lohnt sich unbedingt. Der Ausblick von dort oben ist phänomenal und einer der besten im Großraum Trier. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Etappenende. Auch hier heißt es: vorher informieren. Es gibt mehrere Ausstiegsmöglichkeiten bzw. Zuwegungen in die City, je nachdem wo man hin will oder hin muss. Im Umfeld der Kaiser-Wilhelm-Brücke verkehren Busse in alle Richtungen. Fazit: ja, diese Etappe fällt insgesamt etwas ab und hält einem Vergleich mit anderen Etappen, vor allem an der Mittelmosel nicht ganz stand. Aber: auch diese Etappe ist begehenswert. Nicht unterschätzen, die Etappe ist von der Begehbarkeit recht einfach, aber es warten einige Höhenmeter. Neben längeren Abschnitten auf breiteren Waldwegen gibt es einige schöne Naturwege und oben auf dem Markusberg grandiose Aussichten. Im Busental ist man in einer anderen Welt. Es wäre allerdings wirklich schön, wenn man bei Herresthal endlich mal durchgehend Wege findet, die einem Steig gerecht werden und entsprechend pflegt. Einige Infotafeln und Rastmöglichkeiten täten diesem Abschnitt auch gut. Aufgrund der Passage rund um den Markusberg und die Mariensäule vergebe ich drei Punkte.

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