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Fernwanderweg

Karolingerweg (15) – 4. Etappe

Fernwanderweg · Eifel
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  • Mürlenbach – Bertradaburg
    / Mürlenbach – Bertradaburg
    Foto: Ursula Peters, Eifelverein e. V.
  • / Die Kyll bei Mürlenbach
    Foto: Ursula Peters, Eifelverein e. V.
  • / Mürlenbach – Bertradaburg
    Foto: Ursula Peters, Eifelverein e. V.
  • / Mürlenbach – Bertradaburg
    Foto: Ursula Peters, Eifelverein e. V.
  • / Neroth - Mausefalle
    Foto: Ursula Peters, Eifelverein e. V.
ft 2000 1500 1000 8 7 6 5 4 3 2 1 mi Mausefallenmuseum Neroth Bertradaburg

Dieser Hauptwanderweg (HWW) verbindet die Mosel von Cochem aus durch das wildromantische Enderttal mit der zentralen Vulkaneifel, geht über Ulmen und Daun zum Nerother Kopf, überquert in Mürlenbach das Kylltal und führt durch prächtige Wälder zur berühmten Abteistadt Prüm im Tal der Prüm. 

Der Karolingerweg ist nach dem Geschlecht der Karolinger benannt, das enge Beziehungen zur Südeifel hatte (Grundbesitz) und dessen Familienkloster in Prüm lag. Die Reliquie, die Sandalen Christi, und das Grab des Kaisers Lothar I. befinden sich in der Prümer Basilika St. Salvator.

Auf dem Anwesen, das vor der Bertradaburg an dieser Stelle hier stand, ist vermutlich Karl der Große geboren, er ist der wohl bekannteste >Karolinger<.

mittel
13,1 km
3:33 h
232 hm
406 hm

Neroth – Mürlenbach (13,1 km) 

Wegeführung:

Neroth Ortsende am Eifelsteig – Querung L29 im Staatsforst Daun – NSG am Remmelsbach – Aussichtspunkt nördlich Hanert – Kapelle – Sendemast – Bahngleise Eifelbahn, Kyll, Kirche in Mürlenbach. 

Wegebeschreibung:

Am südl. Ortsende von Neroth [1], bei einem Wegekreuz, führt unser Karolingerweg nun -  ohne Eifelsteig -  die ungefähr ersten 850 m über freie Landschaft aufwärts. Nach dem Rettungspunkt 5806-930 geht es bald durch viel Wald und immer ansteigend. Nach einem weiteren Wegekreuz (2,4 km) geht es bis zum nächsten Rettungspunkt kurzzeitig leicht abwärts, um dann wieder auf- und abwärts zur L29 zu führen (4,8 km). Hier befindet sich wieder ein Rettungspunkt und wir sind auf einen Geo-Rundweg von Gerolstein mit Info-Tafeln gestoßen. Nun über die L29 hinweg und mit dem Geo-Weg in westl. Richtung, an einem Denkmal und weiterem Rettungspunkt vorbei, bis an die K77, wo wir den Geo-Weg wieder verlassen. Unser Weg führt rechts abwärts und im Bogen zur K77 (7,0 km), die wir nun überqueren und in süd-westl. Richtung – jetzt wieder mit dem Geo-Weg -  allmählich abwärts zum >Remmelbach< gehen (8,4 km), über ihn und rechts, bald links. Im NSG treffen wir in einem lichten Waldgebiet auf einen >Palmengarten< [2] der ehem. Siedlung >Altenacker<. Später, an einem Rettungspunkt und Wegekreuz (10,6 km) trifft von rechts der >Bertrada-Rundweg< auf, der uns bis zum Etappenziel begleitet.  An einem Aussichtspunkt oberhalb von >Hanert< - gute Rundsicht – entlang, an einem Kapellchen, einem Sendemast und Wegekreuz vorbei, nähern wir uns Mürlenbach mit der restaurierten >Bertradaburg< [3]. Über die Gleise der Eifelbahn und die Kyll, die >Birresborner Straße< (L24)  auf dem Fußgängerüberweg queren, zur Kirche St. Luzia. Hier, an der >Schönecker Straße<, endet nach 13,1 km unsere 4. Etappe, die uns durch viele herrliche Wälder geführt hat.

[1] In Neroth „erzählt“ das Mausefallenmuseum von der Zeit der Nerother Drahtbinder und Mausefallenkrämer, die den Namen Neroths in die Welt hinaustrugen. Der Nerother Schullehrer Theodor Kläs holte in den Notzeiten des 19. Jh. das Handwerk des Drahtbindens nach Neroth, um dem Auswandern der Bevölkerung entgegen zu wirken. 

[2] Der >Palmengarten<  in dem lichten Waldgebiet im NSG gehörte zur ehem. Ansiedlung Altenacker, die 1832 besiedelt und 100 Jahre lang  bewohnt wurde. Natürlich handelt es sich nicht um Palmen, die im sonnigen Süden  heimisch sind, sondern um Buchsbaum, der mit dem Brauchtum von Palmsonntag zu tun hat. 

[3] Um die Bertradaburg rankt sich eine Sagenwelt, die Jahrhunderte überliefert wurde, es ist zwar nicht alles mit hist. Fakten belegt, aber ein Körnchen Wahrheit verbirgt sich bestimmt hinter den Geschichten.

So soll schon zur Römerzeit ein Kastell zum Schutze der Römerstraße Köln-Trier im Kylltal und im 8. Jh. ein Vorläuferbau der Bertradaburg existiert haben, etwa ein Landgut oder eine Hofanlage, was archäologisch belegt wurde. Dass Karl der Große am 2. April 747 oder 748 hier geboren sei, ist nicht ganz unwahrscheinlich, denn der Ort liegt im Herzen des mittelalterlichen Reiches der Franken. Zeitweise wohnte wohl >Bertrada die Jüngere<  hier, die Mutter Karls des Großen. Sie war die Enkelin  der der Stifterin des Klosters in Prüm, >Bertrada die Ältere<.

Dass Karl der Große auf der Bertradaburg geboren sei, wiederspricht allen Vermutungen, denn die Bertradaburg wird erst 1291  erstmalig urkundlich erwähnt.

 

Markierungszeichen unserer Hauptwanderwege: Dreifarbiges „E“ (blau: für Himmel und Wasser; braun: für Erde und Boden; grün für Wiesen und Wälder) auf weißem Spiegel; darüber „EIFELVEREIN“, darunter auf grünem Feld der Name des Weges.

____________________________

Wegebeschreibungen: Ria Borchardt

outdooractive.com User
Autor
Hans-Eberhard Peters
Aktualisierung: 05.12.2019

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
647 m
Tiefster Punkt
315 m

Start

Neroth (491 m)
Koordinaten:
DG
50.192855, 6.736823
GMS
50°11'34.3"N 6°44'12.6"E
UTM
32U 338461 5562525
w3w 
///akteure.aufklärer.erkenntnisse

Ziel

Mürlenbach

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Koordinaten

DG
50.192855, 6.736823
GMS
50°11'34.3"N 6°44'12.6"E
UTM
32U 338461 5562525
w3w 
///akteure.aufklärer.erkenntnisse
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

In folgenden Wanderkarten des Eifelvereins ist der Karolingerweg wiedergegeben:

  • WK25 Nr. 23 Ferienland Cochem
  • WK25 Nr. 21 Thermen und Maare
  • WK25 Nr. 20 Daun, Rund um die Maare
  • WK25 Nr. 19 Gerolstein, Vulkaneifel
  • WK25 Nr. 17 Prümer Land

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
13,1 km
Dauer
3:33h
Aufstieg
232 hm
Abstieg
406 hm
Streckentour Etappentour

Statistik

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