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Historischer Rundwanderweg - Witzschdorf

· 3 Bewertungen · Wanderung · Erzgebirge
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  • Rundwanderweg Witzschdorf
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    Foto: Steffen Haupt, Stadtverwaltung Zschopau
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    Foto: Steffen Haupt, Stadtverwaltung Zschopau
m 400 350 300 7 6 5 4 3 2 1 km
Wir laden Sie ein zu einer Rundwanderung über Felder und Wiesen, durch Täler und Wälder, mit schönen Aussichten und einigen Besonderheiten auf unserem ca. 7 km langen Rundgang.
mittel
Strecke 7,4 km
2:22 h
198 hm
198 hm
417 hm
297 hm
Auf reichlich 7 km wird der Wanderer durch Witzschdorf und seine Ortsteile geführt. Der Weg führt größtenteils durch Wald und Feld, ca. 3 km auch direkt am Ufer der Zschopau entlang und bietet zahlreiche schöne Ausblicke auf das Dorf und zur Augustusburg. 13 Tafeln geben Aufschluss über interessante Punkte entlang der Wegstrecke. Man erfährt Wissenswertes über die einstmals weltbekannte Sächsische Nähfadenfabrik, über den Bergbau und die Eisenverhüttung im Zschopenthal, über einen verlassenen Fußballplatz, über die zahlreichen Flurnamen des Volksmundes und vieles mehr. – Witzschdorf ist in seiner Struktur ein typisches Erzgebirgsdorf mit einstiger Textilindustrie an der Zschopau. Direkt am Ufer der Zschopau, am „Hahnwehr“ rauscht es, Birken und Weiden säumen den Fluss, die Natur scheint hier noch fast unberührt und ursprünglich zu sein.

Autorentipp

Beschilderung: weiß/grün/weiß
Profilbild von Stadt Zschopau Schloss Wildeck
Autor
Stadt Zschopau Schloss Wildeck
Aktualisierung: 14.05.2020
Schwierigkeit
mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
417 m
Tiefster Punkt
297 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Weitere Infos und Links

Ein Wanderführer mit ausführlicher Wegbeschreibung und Faltkarte ist in der Heimatstube Witzschdorf (Schulstr. 9, geöffnet dienstags 14.30-17.00 Uhr), in der Gemeindeverwaltung Gornau und in den Touristinfos der umliegenden Orte erhältlich.

Start

Bahnhof Witzschdorf (316 m)
Koordinaten:
DD
50.763228, 13.090782
GMS
50°45'47.6"N 13°05'26.8"E
UTM
33U 365355 5625233
w3w 
///bilanz.mischung.krabbe

Ziel

Bahnhof Witzschdorf

Wegbeschreibung

Wir beginnen unsere Wanderung am Bahnhof Witzschdorf. Direkt nach dem Bahnübergang zweigt links der Hahnweg ab, der durch einen schattigen Buchenwald stetig bergan führt und nach knapp 400 Metern die Waldstraße erreicht. Wer hier scharf rechts abbiegt, kann nach Waldkirchen oder über den Grünen Wald nach Marbach wandern. Nach links führt uns der Rundweg in den Ortsteil Hahn. Am Haus der Waldstraße 6 informiert eine Tafel über die Geschichte des Hahns.

Die Straße führt nun in einer engen Kurve bergab zum Staupenbach.

Nach rechts abbiegend erreicht man die Schutzhütte am „Heuweg“ und die Buschmühle. Wir wenden uns nach links und überqueren nach nur wenigen Metern den Bahnübergang. Nun sind wir am Hahnwehr angelangt und folgen rechterhand dem Wasserrand.

Ganz ruhig ist es hier, nur das Rauschen des Flusses und das Singen der Vögel ist zu hören. Auf einer provisorischen Bank kann man rasten und mit etwas Glück den Fischreiher oder einen Eisvogel beobachten. Am jenseitigen Ufer wird ein großes fabrikartiges Gebäude mit drei Wohnhäusern sichtbar – der Ortsteil Schönthal. Hierhin wird uns der Weg noch führen, doch erst müssen wir dem Wasserrand noch einige Meter flussabwärts folgen, um die Brücke über die Zschopau zu erreichen. Hier besteht Anschluss an das Augustusburger Wanderwegenetz. Der Straße folgend kann man nach 1 km den Bahnhof Hennersdorf erreichen. Ein Café in der früheren „Leistner-Fabrik“ lohnt einen Abstecher.

Wer unserem Rundweg aber folgen will, der überquert die Brücke, um nach Schönthal zu gelangen. Vor dem Parkplatz des Stahlwasserbau-Betriebes zweigt ein Waldweg scharf nach rechts ab und führt den Hang eines kleinen Bachtals hinan. Nach einer scharfen Kehre gelangen wir auf das freie Feld. Wenn nicht eingekoppelt ist, können wir in gerader Linie das Feld queren, um zum Waldrand auf der gegenüberliegenden Seite zu gelangen. Ansonsten hält man sich links und kommt nach wenigen Schritten wieder auf einen ausgebauten Weg, der oberhalb von Schönthal entlangführt, wieder in den Wald einmündet und schließlich über zwei Kehren steil bergauf führt und sich an den Waldrand schmiegend eine Bank erreicht. Hier haben wir uns nach dem anstrengenden Anstieg eine Ruhepause verdient.

Nach der kleinen Rast geht es weiter. Ein sanft abfallender Waldweg passiert die Leith, die mit ihrem lockeren Mischwaldbestand besonders im Herbst einen romantischen Anblick gewährt. Nach reichlich 500 Metern sind zwischen den Zweigen der Bäume wieder Gebäude zu sehen: es ist eine Reihe von Bungalows und Gärten, an die der nun wieder ansteigende Weg vorbeiführt.

Ein Geländer weist den Weg schräg rechts den Hang hinauf. Es ist der der steilste Anstieg unserer Wanderung. Oben angekommen geht es ebenso schnell wieder bergab, wo schließlich das Mitteldorf und die Hauptstraße erreicht werden.

Nach rechts geht es weiter zur Martin Luther Kirche. Hier ist das Dorfzentrum von Witzschdorf. Gegenüber der Kirche befindet sich eine Wandertafel. Wer noch ein paar Höhenmeter nicht scheut, erreicht nach 400 Metern den Gasthof Witzschdorf, wo man sich stärken und erfrischen kann.

Vom Dorfzentrum aus geht es zunächst die Schulstraße bergan, vorbei an der Kita rechterhand und der Gedenkstätte für die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges linkerhand.

Schon nach wenigen Metern wird nach links auf den Hammerweg abgebogen, der über die Feldfluren des Mitteldorfes führt.

Die höchste Erhebung ist der dicht bewaldete Heidelberg mit 506 Metern. Auch Waldkirchen und das Windrad auf der Börnichener Kuppe sind zu sehen. Eine Tafel erklärt, warum mitten auf dem Feld ein Pappelgarten gepflanzt wurde.

Nach knapp 1 km erreicht man eine Bank, die zum Rasten einlädt.

Nun teilt sich der Weg in den unteren und den oberen Hammerweg. Da der untere im Sommer eingekoppelt ist, wählen wir den oberen und biegen nach rechts ab. Schon wenige Schritte später geht es den steilen Hammerberg hinab.

Der Weg wird in seinem untersten Teil immer steiler und ausgewaschener. Teils große Felsplatten hat das Wasser hier freigelegt. Von hier aus können wir das Tal überblicken. In der Fabrik mit gelbem Anstrich ist die Fleischerei Göhler ansässig.

Wer einen kleinen Abstecher zur Rolle-Mühle und zum Blaufarbenwerk Zschopenthal machen will, folgt dem nun gepflasterten Weg bis zur Hauptstraße und überquert dann linkerhand die Zschopaubrücke. Wir aber biegen linkerhand in einen unscheinbaren, schmalen Waldweg ein. Der Wegweiser weist uns darauf hin, dass es nun über Pfaffens Ruh in Richtung Bahnhof Witzschdorf geht.

Der schmale Pfad führt uns weiter den Hang entlang und mündet schließlich auf eine Wiese, die sogenannte „Stützwiese“. Im Tal sieht man die Bahnstrecke der Zschopautalbahn.

Nachdem wir die Wiese gequert haben, tauchen wir wieder in die Stille des Waldes ein. Geradeaus gelangt man zur Gartensparte „Glück auf“ und damit zurück ins Mitteldorf; schräg rechts hangabwärts führt der Weg zum Bahnhof.

Uralte Buchen, deren Blätterdach das Licht der Sonne nur gedämpft durchbricht, geben eine angenehme, heimliche Atmosphäre der Ruhe. Zwischen den Bäumen hindurch schimmern schon bald die Wellen der Zschopau; man erkennt eine Eisenbahnbrücke, im Volksmund als „Eiserne Brücke“ bekannt.

Der Hang wird zunehmend steiler und der Pfad immer schmaler. Ein Steg überbrückt einen Sturzbach, der sich im Wiesengrund noch lieblich durch die Wiesen schlängelte. Wenn er viel Wasser führt, ist oberhalb der Brücke ein Wasserfall zu sehen, der einst als Bestandteil der Fabrikgärten angelegt wurde. Nun müssen einige große Stufen nach unten bewältigt werden. Linkerhand ist ein gewaltiger Steinbruch hinter dem Gesträuch zu entdecken.

Der Wald lichtet sich und der Weg mündet auf die Witzschdorfer Hauptstraße. Eine Bank bietet Gelegenheit zu einer kurzen Rast. Zum Abschluss wird die 1934 errichtete Stahlbrücke gequert. Von hier bietet sich ein schöner Blick auf die ehemalige Sächsische Nähfadenfabrik und die kunstvoll verzierte Fabrikantenvilla, die sich im Wasser der angestauten Zschopau spiegeln.

Zurück am Bahnhof Witzschdorf nimmt sie schon bald die Erzgebirgsbahn mit.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Besonders eignet sich die Anreise mit der Erzgebirgsbahn RB80 bis zum Bahnhof Witzschdorf bzw. Waldkirchen als Startpunkt. 

Einstiege über folgende Buslinien:

Bushaltestelle „Waldkirchen, Bahnhof“

Anfahrt

Vom Bahnhof Witzschdorf befindet sich der Einstieg direkt auf der Witzschdorfer Hauptstraße. Je nach gewünschter Laufrichtung gehen Sie über die Brücke in Richtung Witzschdorf oder Sie biegen ab in den Wald, entlang der Zschopau Richtung Schönthal.

Parken

Parkplätze befinden sich in Witzschdorf am Bahnhof oder aber unterhalb der Kirche, direkt im Ortskern.

Koordinaten

DD
50.763228, 13.090782
GMS
50°45'47.6"N 13°05'26.8"E
UTM
33U 365355 5625233
w3w 
///bilanz.mischung.krabbe
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Ein Wanderführer mit ausführlicher Wegbeschreibung und Faltkarte ist in der Heimatstube Witzschdorf (Schulstr. 9, geöffnet dienstags 14.30-17.00 Uhr), in der Gemeindeverwaltung Gornau und in den Touristinfos der umliegenden Orte erhältlich.

Ausrüstung

Grundausrüstung für Wanderungen

  • Feste, bequeme und wasserdichte Bergschuhe oder Zustiegsschuhe
  • Kleidung im Mehrschicht-Prinzip mit Feuchtigkeitstransport
  • Wandersocken
  • Rucksack (mit Regenhülle)
  • Sonnen-, Regen- und Windschutz (Hut, Sonnencreme, wasser- und winddichte Jacke und Hose)
  • Sonnenbrille
  • Teleskopstöcke
  • Ausreichend Proviant und Trinkwasser
  • Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflaster
  • Blasenpflaster
  • Biwaksack/Survival Bag
  • Rettungsdecke
  • Stirnlampe
  • Taschenmesser
  • Signalpfeife
  • Mobiltelefon
  • Bargeld
  • Navigationsgerät/Karte und Kompass
  • Notfallkontaktdaten
  • Personalausweis
  • Die Listen für die „Grundausrüstung“ und die „technische Ausrüstung“ werden auf der Grundlage der gewählten Aktivität erstellt. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen lediglich als Vorschläge, was du einpacken solltest.
  • Zu deiner Sicherheit solltest du alle Anweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung deines Geräts sorgfältig lesen.
  • Bitte vergewissere dich, dass deine Ausrüstung den örtlichen Gesetzen entspricht und keine verbotenen Gegenstände enthält.

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Bewertungen

4,7
(3)
Robert Resch
11.04.2021 · Community
Als Wanderer sollte man an schönen Frühlings- und Sommerwochenenden zügig den Startpunkt der Wanderung, den Ort Waldkirchen, hinter sich lassen, um dem allseits präsenten Motorradlärm zu entfliehen. Da kommt man sich vor wie in der rush hour. Aber nach ca. einem Kilometer durch den Buchenwald ist man in Mitten der Natur. Schöner Rundwanderweg, der etwas Kondition erfordert, aber in der angegebenen Zeit zu schaffen ist. Teilweise schöne Ausblicke ins Erzgebirge. Uns hat es gefallen.
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Gemacht am 11.04.2021
Foto: Robert Resch, Community
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Cornelia Haberland
22.02.2021 · Community
Sehr schöne, gut beschilderte Tour mit moderaten Steigungen. Die Tafeln am Wegesrand vermitteln viel wissenswertes. Für Zeiten mit viel Regen oder wie jetzt im Frühjahr während der Schneeschmelze ist sehr gutes Schuhwerk besonders wichtig.
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21. Februar 2021
Foto: Cornelia Haberland, Community
21. Februar 2021
Foto: Cornelia Haberland, Community
21. Februar 2021
Foto: Cornelia Haberland, Community
21. Februar 2021
Foto: Cornelia Haberland, Community
R S 
15.07.2020 · Community
Wunderbar ausgeschilderte Tour, die gut durchdacht und offenbar mit viel Engagement gestaltet wurde. Es geht den größten Teil über Pfade und Wege durch Wald und Wiese. Tolle Aussicht und die Schilder an einigen Orten sind informativ, aber nicht überfrachtet. Man lern viel über die Region und die Ausblicke sind großartig. Viele Bänke laden immer wieder zum Verweilen ein. Wer mit dem Auto kommt parkt am besten am Bahnhof Witzschdorf.
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Gemacht am 12.07.2020
Foto: R S, Community
Foto: R S, Community
Foto: R S, Community
Foto: R S, Community

Fotos von anderen

+ 10

Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
7,4 km
Dauer
2:22 h
Aufstieg
198 hm
Abstieg
198 hm
Höchster Punkt
417 hm
Tiefster Punkt
297 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch

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