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Reportage

Olympia-Attentat 1972

Reportage · München-Ingolstadt · 07.04.2021
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  • Foto: Christina F., Fakultät für Tourismus - Hochschule München - Digitales Marketing & Management
Auf den Spuren des schwarzen 5ten Septembers

Es war einer der schwärzesten Tage in der Geschichte der Olympiade – der Anschlag auf die 20. Olympischen Spiele, der viele Menschen das Leben kostete und der bis heute das Stadtbild Münchens prägt.

Auf den Spuren des Olympia-Attentats 1972

– Mit dem Rad vom Olympiapark bis nach Fürstenfeldbruck –

Begeben Sie sich auf die Spuren des Attentats von 1972 und entdecken Sie mit dem Rad die originalen Schauplätze von damals.

Anmerkung

Die Geschichte des Attentats wurde für die Website Outdooractive fiktiv erzählt, was bedeutet, dass die Geschichte zwar auf einer wahren Begebenheit beruht, die genauen Äußerungen, Gedanken und Gefühle aber frei erfunden sind. Die Geschichte orientiert sich an dem Buch „Die Rächer“ des israelischen Journalisten und Nahostexperten Aaron J. Klein und am Film „München 72 – Das Attentat“. Den Trailer zum Film finden Sie hier.

Wir möchten betonen, dass uns die Geschichte des Olympia-Attentats von 1972 nach gemeinsamen Recherchen persönlich sehr nahe ging und die Opfer sowie deren Familienmitglieder unseren tiefsten Respekt und unser aufrichtigstes Beileid haben.

Christina F. und Elli G.

Der Schwarze September

Nervös fuhr er sich mit der Hand durchs Haar und blickte zu seiner Begleiterin. Sie stand, ohne eine Miene zu verziehen neben ihm und beobachtete den Zollbeamten dabei, wie er langsam den Reißverschluss der Tasche öffnete. Gleich könnte alles vorbei sein. Zumindest glaubte er das. Er führte nun schon länger die Befehle des „Schwarzen Septembers“ aus und das immer, ohne irgendwelche Fragen zu stellen. Da er nicht zum inneren Kreis der Terrorgruppe gehörte, war es normal, dass er nur die Infos bekam, die für seine Mission wichtig waren. Daher wusste er auch diesmal nicht, was genau sich in der Tasche befand, aber er vermutete nichts Gutes.

Als der Mann schließlich die Tasche öffnete, um einen Blick auf deren Inhalt zu werfen, hörte er, wie seine Begleiterin scharf den Atem ausstoß. Auf den Dokumenten, mit denen sie sich auswiesen, war sie seine Frau, in Wirklichkeit aber kannte er sie erst seit ein paar Stunden. Seine echte Familie befand sich zu Hause und dachte mal wieder, er sei auf einer Geschäftsreise. Seine Frau war nicht wie er. Sie verstand nicht, welchen Schmerz er jedes Mal verspürte, wenn er an seine gestohlene Heimat dachte. Es waren seine Wurzeln und sein Glaube, die ihn dazu brachten, ein solches Risiko jedes Mal aufs Neue einzugehen.

Als auch er schließlich einen Blick in Richtung der Tasche wagte, konnte er erkennen, dass sich ausschließlich Kleidungsstücke darin befanden und ihm fiel ein Stein vom Herzen. Der Zollbeamte nickte und winkte die beiden, ohne einen weiteren Blick in die anderen drei Taschen zu werfen, hindurch und endlich betraten sie die Empfangshalle des Kölner Flughafens. Er hatte es mal wieder geschafft. Nun musste er nur noch gemeinsam mit seiner Begleiterin nach München fahren, die Taschen in verschiedenen Schließfächern des Hauptbahnhofes verstauen und die Schlüssel sicher an eine Kontaktperson weitergeben. Alles verlief genau nach Plan.

Und so kam es, dass an diesem Tag – zwei Wochen vor dem Attentat – acht Kalaschnikows inklusive Magazinen und zehn Handgranaten unentdeckt durch den Zoll und direkt in die Arme der Attentäter der 20. Olympischen Spiele in München gelangten.

Olympiadorf
Olympiadorf

Der Überfall

André

Die panischen Rufe meines Arbeitskollegen und Freundes Josef durchdrangen die Stille unseres Apartments so abrupt, dass ich mich sofort in meinem Bett aufrichtete. Im ersten Moment verstand ich nicht, was los war. Verwirrt schaute ich auf die Uhr, die gerade mal viertel nach vier morgens anzeigte. Ich hatte noch mehr als eine Stunde Schlaf vor mir, warum zum Teufel machte er so einen Krach? Plötzlich knallte es laut und ich hörte weitere Stimmen, die ich nicht zuordnen konnte. Eine leichte Panik drang langsam durch den Schleier der Müdigkeit zu mir hindurch und sorgte dafür, dass dieser wie ein Vorhang vor meinem inneren Auge zu Boden fiel. Ein schlechtes Gefühl entfaltete sich in meiner Magengrube. Irgendetwas stimmte nicht.

Neben meinem Bett erschien in der Dunkelheit die breite Silhouette eines weiteren meiner Kollegen. Sein Name war Mosche und er war der Trainer der Ringer. Er packte mich an beiden Schultern, sah mir tief in die Augen und schüttelte mich. „André, steh auf!“, schrie er mich an und rannte im nächsten Moment schon weiter in Richtung des Stimmengewirrs davon. Ich zögerte nur kurz und überlegte, ob ich mir etwas anziehen sollte, beschloss dann aber, dass dafür im Moment keine Zeit war. Ich sprang aus dem Bett und rannte Mosche hinterher, doch ich kam nicht weit. Der Anblick, der sich mir bot, ließ mich an Ort und Stelle erstarren.

Josef lag in Unterwäsche auf dem Bauch am Boden unseres Apartments – ein maskierter, bewaffneter Mann drückte ihn nieder. Mosche stand nur etwa einen halben Meter vor mir, die Arme kapitulierend nach oben gerichtet, doch in seinen Augen spiegelte sich brennende Wut wider. Ich war immer noch zu sehr im Halbschlaf, als dass ich die Situation hätte richtig einschätzen können und für einen kurzen Moment schien die Welt still zu stehen. Doch der harte Aufprall meines Körpers gegen die Wand neben mir riss mich endgültig aus meinem Zustand. Ein anderer maskierter Mann rannte an mir vorbei und stieß mich zur Seite. Er zückte sein Gewehr und feuerte ein paar ohrenbetäubende Schüsse aus dem Fenster hinter uns ab. Ich versuchte sein Ziel zu erkennen, sah aber nur eine dunkle Silhouette, die im Zickzack rennend hinter einer Mauer verschwand. Der Angreifer hatte den Flüchtenden verfehlt. Plötzlich kamen noch mehr maskierte Männer in den Raum gerannt. Sie richteten ihre Waffen direkt auf uns. Schnell tat ich es meinem Freund gleich und hob die Arme.

Mittlerweile waren auch die restlichen meiner Zimmerkollegen aufgewacht und versuchten die schreckliche Szene, die sich vor unseren Augen abspielte, zu verstehen. Wir waren alle Trainer der israelischen Mannschaft oder Richter der olympischen Spiele und wurden deshalb gemeinsam in einer Unterkunft untergebracht. Als ich jeden einzelnen meiner Kollegen betrachtete, erkannte ich, dass einer der Trainer fehlte. Er musste es gewesen sein, auf den der Attentäter noch wenige Sekunden zuvor gezielt hatte. Er hatte es raus geschafft. Er würde Hilfe holen. Alles würde gut werden.

Die ganze Situation war ein unglaubliches Durcheinander, bis schließlich ein unmaskierter Mann im beigefarbenen Anzug und mit Hut in den Türrahmen trat. Er strahlte eine solche Autorität aus, dass sein Erscheinen sofort alle Schreie verstummen ließ. Mit einem kurzen Nicken gab er seinen Kollegen zu verstehen, dass sie uns fesseln und nach oben in den ersten Stock bringen sollten. Widerwillig ließ ich mir die Arme hinter dem Rücken zusammenbinden. Ich ging fieberhaft immer und immer wieder die Situation in meinem Kopf durch. Hatte ich eine Chance, wenn ich jetzt einen Fluchtversuch wagen würde? Oder grenzte es an Selbstmord, mich acht bewaffneten Männern zu stellen? Der Lauf der Waffe, der sich zielsicher in meinen Rücken drückte, ließ mich meine Gedanken verwerfen. Ich hatte keine Chance.

Doch Mosche, dessen wachsamer Blick noch immer voller Wut war, hatte offensichtlich einen anderen Entschluss gefasst. Blitzschnell drehte er sich aus dem festen Griff seines Angreifers und stürzte sich auf den Anführer in dem beigefarbenen Anzug. Der Hut des Mannes fiel ihm vom Kopf, als er auf dem harten Boden des Apartments aufprallte. Wie erstarrt beobachtete ich den Kampf der beiden Männer. Mosche war dem Anzugträger körperlich weit überlegen und hatte schnell die Oberhand gewonnen, was meine Hoffnung aufflackern ließ. Vielleicht hatten wir doch eine Chance, wenn wir nur alle zusammenarbeiten würden. Ich war zwar nur Fechtlehrer und hatte keine Ahnung vom Kämpfen wie mein Kollege Mosche, aber ich konnte es schaffen! Gerade als ich mich aus dem Griff meines Angreifers winden wollte, näherte sich ein weiterer Attentäter den Kämpfenden von hinten und schlug Mosche den harten Lauf seiner Waffe gegen den Kopf. Er fiel zu Boden und mit ihm all meine Hoffnung auf eine Flucht. Es war sinnlos, sie waren einfach zu viele. 

Als der Anführer etwas mir Unverständliches brüllte, wurde ich nach vorne gestoßen. Meine vier Freunde und ich wurden nach oben in den ersten Stock gebracht. Aus dem Augenwinkel konnte ich noch erkennen, wie der blutende Mosche unsanft auf die Beine gezogen und von vier der Angreifer in eine andere Richtung gezerrt wurde. Tatenlos musste ich zusehen, wie sie ihn wegführten.

Oben angekommen mussten wir uns alle in einer Reihe an die Wand setzen. Es musste ein absurdes Bild abgegeben haben, wie fünf erwachsene Männer nur in Unterwäsche und an den Füßen zusammengebunden nebeneinander saßen. Vor ihnen vier Attentäter, die mit Kalaschnikows auf sie zielten. Als ich zur Seite blickte, traf ich den Blick von Josef, dem Ringkampfrichter, der vor weniger als fünf Minuten noch versuchte uns zu warnen. Er sah mich erschöpft an, schüttelte kaum merklich den Kopf und sah zu Boden. Er musste dieselbe Verzweiflung fühlen wie ich.

Ein paar Minuten später zuckten wir alle zusammen. Ein weiterer Schuss war gefallen. Ein ungutes Gefühl beschlich mich, dass dieser tödlich gewesen war. Und ich sollte recht behalten. Nur ein paar Momente später wurde die Tür des ersten Stocks aufgerissen und die vier Attentäter kamen mit weiteren fünf Geiseln im Schlepptau zurück. Mein Herz sank ein Stück tiefer in meiner Brust, als ich erkannte, dass es die Ringer-Schützlinge meines Freundes Mosche und ein paar der Gewichtheber waren. Die fünf Männer sahen verstört aus und bei einem von ihnen erkannte ich sogar eine Träne, die verstohlen über sein Gesicht rannte. Das schlechte Gefühl in meiner Magengrube wurde noch stärker, als ich Mosche in der Gruppe nicht finden konnte. Fragend huschte mein Blick zwischen den Sportlern hin und her, bis Jossef, einer der Gewichtheber, sich wütend zu Wort meldete. „Sie haben ihn erschossen!“, schrie er. Einer der Attentäter versuchte ihn mit einem Schlag zum Schweigen zu bringen, aber er redete einfach weiter und sah mir dabei in die Augen. „Einer der Ringer ist geflüchtet und Mosche wollte es ihm gleichtun. Und dann haben sie ihn einfach erschossen und ihn draußen zum Sterben liegen lassen!“ Mit diesen Worten drehte er sich um und stürzte sich auf den Angreifer, der gerade noch versucht hatte, ihn zum Schweigen zu bringen. Er war so wütend, dass er es sogar schaffte, dem Mann die Waffe zu entreißen. Doch nur Sekunden später wurde er von einem anderen niedergeschossen.

Ungläubig starrte ich auf den gerade noch lebendigen Mann vor mir und beobachtete, wie sein Blut sich langsam über den Boden des kleinen Apartments in der Connollystraße 31 verteilte. Gestern noch hatten wir gemeinsam in diesem Wohnzimmer beisammengesessen und einen schönen Abend verbracht. Und jetzt starb einer unserer Sportler vor unseren Augen und keiner von uns neun konnte etwas für ihn tun. Schmerzvoll verzog ich das Gesicht und schloss die Augen. Ich konnte ihm unmöglich beim Sterben zusehen. Langsam ließ ich meinen Kopf an die Wand hinter mir sinken. Sie war angenehm kühl. Ich dachte an Mosche und wie sein lebloser Körper draußen vor der Tür lag, durch die wir jeden Tag ein- und ausgingen. Ich dachte an seine Frau und seinen neugeborenen Sohn, der nun ohne seinen Vater aufwachsen würde. Erst gestern hatte er mir voller Stolz noch ein Foto von ihm gezeigt, nachdem ich ein kleines Olympia-Kuscheltier für meine eigene Tochter gekauft hatte. Unweigerlich glitten meine Gedanken zu ihr und meiner Frau Ankie, die ich erst vor kurzem geheiratet hatte. Ich war unglaublich erleichtert, dass die beiden weit weg von hier in Sicherheit waren. Ich versuchte, mich an diesem Gedanken festzuhalten und die Situation um mich herum auszublenden. Die zwei Männer, die flüchten konnten, würden Hilfe holen und dann würde man uns hier herausholen. Da war ich mir ganz sicher.

Connollystraße 31

München

Die Conollystraße 31 ist Teil des olympischen Dorfes der 20. Olympischen Spiele 1972 und war ...

von Elli G.,   Fakultät für Tourismus - Hochschule München - Digitales Marketing & Management

 

In der Connollystraße 31 wohnten die Sportler des israelischen Teams bei den 20. Olympischen Spielen. Hier wurden die Männer von den Attentätern überfallen und festgehalten, solange die Verhandlungen liefen.

Die Verhandlungen

Issa

Alles hatte genauso funktioniert, wie Issa es sich vorgestellt hatte. Anfangs hatte er befürchtet, dass jemand sie beim Einbrechen ins Olympiadorf bemerken und Verdacht schöpfen würde. Doch sie waren gut vorbereitet; alle trugen Sportklamotten und Trainingstaschen, um nicht aufzufallen. Selbst die amerikanischen Sportler, die sie auf dem Weg getroffen hatten, halfen den Männern noch über den Zaun und plauderten mit ihnen. Issa wusste schon lange, dass die deutsche Regierung einen Fehler gemacht hatte. Sie wollten die Spiele so friedlich wie möglich gestalten und den Schein für die Kameras und den Rest der Welt wahren. Die Öffentlichkeit sollte keine bewaffneten Sicherheitsleute sehen, sondern nur freundliches Personal, das den Zuschauern unterstützend beistand. Umso besser für Issa und seine Männer. Es war somit ein leichtes Spiel für sie gewesen, in das Dorf und zu der Unterkunft der Sportler zu gelangen. Er war schon Monate zuvor an Bauarbeiten für das Olympiadorf beteiligt und kannte den Weg zur Connollystraße 31 blind.

Nicht mal eine halbe Stunde später stand er in seinem beigefarbenen Anzug und seinem Hut vor dem Eingang des Apartments und wartete. Die Geiseln waren oben im ersten Stock und wurden von seinen Männern bewacht. Um ihn herum waren Reporter und die sogenannten Olys, das Sicherheitspersonal, aber keiner von ihnen traute sich mit ihm zu sprechen. Dann plötzlich kam eine junge Frau in Kleidung einer Oly zu ihm herüber. Sie stellte sich auf Englisch als seine Vermittlerin vor und reichte ihm die Hand. Er ergriff sie und stellte sich ihr wiederum auf Deutsch vor. Kurz blitzte Verwunderung in dem Blick der jungen Frau auf, doch sie hatte sich schnell wieder im Griff. Er wusste, dass sie nicht erwartet hatte, dass er ihre Sprache so gut beherrschte, aber er lebte bereits eine lange Zeit in Deutschland.

Wenig später trafen die Politiker ein. Einer stellte sich als Hans-Dietrich Genscher vor. Er war der deutsche Innenminister und damit ein hohes Tier in der Regierung. Ebenso waren der Bürgermeister des Olympiadorfes Walter Tröger und der Polizeipräsident Manfred Schreiber vor Ort. Issa sah die Anspannung in ihren Gesichtern. Gut, dachte er sich, er war ihnen überlegen. Er hatte die Kontrolle. Nun musste er nur noch richtig verhandeln. Die Politiker kannten seine Forderungen bereits. Er wollte, dass die israelische Regierung über 200 Gefangene freiließen im Austausch gegen die neun Geiseln. Würde das bis 9:00 Uhr nicht geschehen, würde er mit dem Töten beginnen. Jede Stunde eine Geisel.

Genscher und Tröger waren eindeutig nervös. Issa sah ihnen an, dass sie keine Ahnung hatten, wie sie mit der Situation umgehen sollten. Nur der Polizist hielt seine Überforderung besser versteckt. Er musterte Issa eingehend mit seinem arroganten Blick, als würde er überlegen, wie er ihn am besten überwältigen konnte. Doch Issa nahm ihm schnell den Wind aus den Segeln. Langsam griff er in das Jacket seines Anzugs und holte die Splitterbombe heraus, die jeder von seinen Männern dabei hatte. Er zeigte sie Schreiber gekonnt beiläufig und sah ihm dabei tief in die Augen. Doch der Polizist blieb hart. Er starrte zurück und erklärte: „Du kannst eine beliebige Summe nennen, Issa. Wir werden es möglich machen. Wir möchten nur die Geiseln in Sicherheit wissen.“ Issa schüttelte den Kopf. Er verstand offensichtlich nicht, dass sie alle nicht käuflich waren. Es war ihr Glaube und der Drang nach Rache, der sie zu dieser Tat motivierte. „Ich würde für diese Mission sterben“, sagte er nur. Er erkannte schnell, dass Schreiber zuvor noch nie mit einem Märtyrer wie ihm zu tun hatte. Er wusste nicht, wie man mit Selbstmordattentätern verhandelte. Auch Genscher verstand nicht. Verzweifelt richtete er das Wort an Issa und versuchte ihn zu überreden, den Platz der Geiseln einnehmen zu dürfen. Doch Issa sah ihn nur wütend an. Niemand konnte den Platz der Israelis einnehmen. Sie waren es, denen seine Rache gebührte und keinem anderem.

Die Politiker tauschten verzweifelte Blicke untereinander aus. Und da erkannte Issa, dass er gewonnen hatte. Sie hatten endlich verstanden, dass es sinnlos war zu verhandeln. Genscher schloss kurz die Augen und atmete tief durch, dann sah er Issa direkt in die Augen. „Wir brauchen mehr Zeit, um mit der israelischen Regierung zu verhandeln.“ Issa unterdrückte ein Grinsen und nickte stattdessen nur. „12 Uhr“, sagte er. Dann nickte er den Herren zu, drehte sich um und verschwand im Inneren des Apartments.

 

„Ihr wollt nur warten, bis wir müde werden und uns dann überrumpeln“, brüllte Issa vom Balkon des Apartments. „Aber das machen wir nicht mit!“ (Süddeutsche Zeitung: Das Ende auf dem Rollfeld, S. 3) Wütend knallte er die Türe zu. Es war bereits später Nachmittag, als Issa durch den kleinen Raum auf und ab tigerte. Sie spielten mit ihm. Jedes Mal, wenn die vorgegebene Zeit abzulaufen drohte, kamen sie wieder und verlangten noch mehr Zeit. Die Verhandlungen mit Israel würden laufen, sagten sie. Doch Issa wusste, dass das nur ein Spiel der Regierung war. Sie wollte ihn so lange auf die Folter spannen, bis er einen Fehler machte. Und dieses Risiko konnte er nicht eingehen. Er musste einen neuen Vorschlag machen, um den Deutschen einen genauen Plan vorzuweisen. Einen Plan nach seinen Regeln.

Nach langem Überlegen erklärte er den Politikern, dass er und seine Männer ein Flugzeug verlangten, mit dem sie flüchten und somit den Austausch der Geiseln in ein anderes Land verlagern wollen. Er wusste, dass es ein gewagter Vorschlag war. Aus Sicht der Deutschen war es unmoralisch, die Geiseln sich selbst zu überlassen und doch wusste Issa auch, dass sie erleichtert sein würden, wenn sie einen Teil der Verantwortung von sich schieben könnten. Und er behielt recht. Sie willigten wenig später ein, ihm ein Flugzeug nach Kairo zu beschaffen. Als Gegenleistung wollten die drei Politiker lediglich die Geiseln sehen und sich versichern, dass alle wohlauf waren. Diesen Wunsch würde Issa ihnen gerne erfüllen.

Olympiaturm bei Nebel
Olympiaturm bei Nebel

Der letzte Auftritt

André

Kurz nachdem ich den Anführer der Geiselnehmer etwas mir Unverständliches vom Balkon brüllen hörte, kam dieser wutentbrannt in das kleine, mittlerweile sehr stickige Zimmer zurück und knallte die Türe so laut zu, dass Josef neben mir zusammenzuckte. Je mehr Zeit verstrich, desto unruhiger wurde der Anzugträger. Ich vermied es währenddessen immer noch den Blick zu heben, damit ich das Blut auf dem Boden nicht sehen musste. Sie hatten die Leiche des Sportlers mittlerweile weggebracht, aber das Bild hatte sich schon eingebrannt. Ich wusste nicht, wie viel Zeit mittlerweile vergangen war, seit wir jetzt schon nebeneinander auf dem Boden saßen, aber es fühlte sich an wie eine Ewigkeit. Immer wieder glitten meine Gedanken zu meiner Familie. Und immer wieder betete ich im Stillen, dass ich sie bald wiedersehen dürfe.

Eine Weile später, nachdem der Anzugträger den kleinen Raum immer mal wieder verlassen hatte, kam er zurück und steuerte direkt auf mich zu. Voller Angst riss ich die Augen auf und drückte mich mit den Fersen gegen die Wand, doch der Mann packte mich an meinem Unterhemd und riss mich hoch. Dann zerrte er mich hinaus auf den Balkon. Eine leichte Brise wehte durch meine verschwitzen Haare und ich blinzelte gegen das helle Licht. Die Sonne stand mittlerweile so tief, dass es bereits später Nachmittag sein musste.

„Geht es Ihnen gut?“, hörte ich eine Stimme auf Englisch von unten fragen. Ich richtete meinen Blick auf den Eingang der Connollystraße 31 und erkannte drei Männer in dunklen Anzügen. Um sie herum standen Reporter und Olys des Olympiadorfs, die sich alle hier vor ihrem Apartement versammelt hatte, um die Situation zu beobachten. Zwei von den Männern hatte ich bereits bei der Eröffnungsfeier gesehen, allerdings konnte ich mich nicht genau erinnern, wer sie waren. Ich nickte langsam, immer noch zu schockiert, um zu sprechen. „Sind Sie und Ihre Kollegen wohlauf?“, fragte der Mann noch einmal. Was sollte ich ihm antworten? Natürlich ging es uns allen nicht gut, aber wir waren unversehrt. Zumindest diejenigen, die von uns noch übrig waren. Ich nickte erneut langsam. Gerade als ich zu einer Antwort ansetzen wollte, spürte ich einen Schlag auf den Hinterkopf und wurde zurück in das Apartment geschubst, wo ich meinen ursprünglichen Platz einnehmen musste. Meine Beine zitterten ein wenig, als ich mich neben Josef auf den Boden gleiten ließ.

Flieger-Tower Fürstenfeldbruck
Flieger-Tower Fürstenfeldbruck

Ein fataler Fehler

Issa

Alles war bereits beschlossen. Um 9 Uhr abends sollte es losgehen. Erschöpft lehnte Issa sich in dem Sessel zurück und schloss für eine kurzen Moment die Augen. Er hatte die Situation wieder im Griff. Er hatte nicht umsonst mitten in der Wüste Libyens eine knallharte wochenlange Ausbildung über sich ergehen lassen. Er war vorbereitet. Er musste jetzt nur die Nerven behalten und dann würden sie ihr Ziel erreichen und den Sympathisanten des Schwarzen Septembers zur Freiheit verhelfen.

Plötzlich rüttelte einer seiner Kameraden ihn an der Schulter. Aufgeregt zeigte er auf den Fernseher in dem kleinen Apartment, auf dem ständige Live-Berichte aus dem Olympiadorf gespielt wurden. Im ersten Moment verstand Issa nicht, was sein Kollege von ihm wollte, doch umso länger er hinsah, umso mehr stieg seine Wut. Die Kamerateams zeigten die Unterkunft in der Connollystraße 31 von außen. Doch das war nicht alles; sie zeigten, wie mehrere Polizisten versuchten, über das Dach des Gebäudes durch Luftschächte und Fenster in das Innere vorzudringen.

Er konnte es nicht fassen. Sie versuchten ihn zu hintergehen. Und dabei hatten sie auch noch die Nerven, anzunehmen, er wäre so dumm und würde die Nachrichten nicht verfolgen. Wutentbrannt schnappte er sich sein Gewehr, trat auf den Balkon und schrie den Polizisten entgegen, sie sollen die Mission sofort abbrechen oder er würde an Ort und Stelle zwei der Geiseln umbringen. Er beugte sich über das Geländer des Balkons und sah nach oben. Direkt über ihm erblickte er einen der Polizisten und fing seinen Blick auf. Er kochte vor Wut. Der Polizist zog sich sofort zurück und er hörte noch, wie er seine Kollegen warnte, die Mission schleunigst abzubrechen.

Von nun an würde Issa vorsichtiger sein. Er war so misstrauisch geworden, dass er jeden Schritt der deutschen Regierung überwachen würde. Er verlangte einen Helikopter, der ihn zum Flughafen brachte und einen Bus, der ihn zum Helikopter brachte. Er würde seinen Feinden keine Möglichkeit mehr bieten, ihn in eine Falle zu locken.

Flugfeld Fliegerhorst Fürstenfeldbruck

Maisach

Blick auf das Flugfeld des Militätflughafes Fürstenfeldbruck, welcher auf eine lange Geschichte seit ...

von Elli G.,   Fakultät für Tourismus - Hochschule München - Digitales Marketing & Management

 

 

Die Attentäter wurden mit den Geiseln in zwei Hubschrauber vom Olympiapark zum Flughafen nach Fürstenfeldbruck gebracht.

Das blutige Ende

André

Mittlerweile war ein ganzer Tag vergangen. Ich kannte die genaue Uhrzeit nicht, aber die Sonne war bereits untergegangen. Der Anzugträger und seine Kollegen hatten uns in einen großen Bus verfrachtet, der den kurzen Weg zu den Helikoptern geradezu dahin kroch. Kurz zuvor waren die drei Männer in den dunklen Anzügen zu uns gekommen. Sie hatten uns von dem Plan erzählt, nach Kairo auszufliegen und dort weiter zu verhandeln. Sie hatten uns gefragt, ob das für uns in Ordnung sei. Ich frage mich, welche Antwort sie von uns erwartet hatten. Als wir alle nickten, blickte ich einem der Männer direkt in die Augen. Ich sah Mitleid in seinem Blick, bevor er sich schnell abwandte. Er versicherte uns noch, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um uns zu retten. Aber seine Worte erreichten mich kaum.

Als der Bus knappe 300 Meter weiter anhielt, wurden wir unsanft an den Schultern gepackt und zu zwei Helikoptern geschubst. Wir wurden mit jeweils vier der Attentätern aufgeteilt. Josef saß wieder neben mir, was mich auf eine merkwürdige Art und Weise beruhigte. Er war bereits den ganzen Tag an meiner Seite und dadurch wurden wir zu stummen Verbündeten. Der Anzugträger war ebenfalls in unserem Helikopter. Sein strenger Gesichtsausdruck war wie versteinert, als er als Letzter zu uns stieß und wir schließlich abhoben.

In der Luft dachte ich wieder an Ankie. Wie sie sich fühlen musste in diesem Moment. Saß sie vor dem Fernseher und beobachtete die ganze Situation? Versuchte sie sich mit unserer Tochter von der schrecklichen Situation abzulenken? Hatte sie Angst? Ich wusste nur, dass ich Angst hatte. Anfangs war die Situation so surreal, dass ich nicht richtig verstand, was geschah. Doch mittlerweile war mir klar, dass unser aller Leben an der Stimmung unserer Peiniger hing. Sie entschieden, ob wir leben durften oder sterben mussten.

Der Flug dauerte etwa 20 Minuten. Dann schwebten wir für ein paar Sekunden in der Luft, bevor wir auf dem Flughafen von Fürstenfeldbruck landeten. Ich erhaschte einen Blick nach unten und sah den großen Fliegerhorst von oben. Der Aussichtsturm des Flugplatzes wurde von mehreren Flutlichtern beleuchtet und doch kam es mir vor wie in einer Geisterstadt. Lediglich die Menschenmengen vor den verschlossenen Toren passten nicht richtig zur Stimmung.

Als wir schließlich landeten ging alles ganz schnell. Issa und einer seiner Komplizen sprangen aus den Helikoptern, der Rest unserer Geiselnehmer verharrte vor den Maschinen, um ihre Waffen auf uns zu richten. Als ob einer von uns versuchen würde auf einem offenen, ungeschützten Platz zu entkommen, dessen Tore doch fest verschlossen waren. Ich sah den beiden rennenden Männern hinterher, wie sie sich den Weg zu dem bereitstehenden Flugzeug bahnten. Ein ungutes Gefühl beschlich mich. In der Maschine brannte weder Licht, noch sah sie aus, als würde sie jeden Moment starten können. Würden die Deutschen es wirklich wagen, die heikle Situation einfach so in Ausland zu verlagern? Und würde unsere Regierung das zulassen?

Plötzlich zerriss ein Schrei die Stille der Nacht. Ich drehte meinen Kopf Richtung Flugzeug und erstarrte. Issas Gesicht war wutverzerrt, als er zurück auf uns zu rannte. Dann folgten Schüsse. Ich konnte nicht genau zuordnen, woher sie kamen, doch ich duckte mich instinktiv weg. Jemand schrie, die anderen Attentäter versteckten sich schnell unter den Helikoptern. Unter mir spürte ich, wie mehrere Explosionen die Welt erzittern ließen. Handgranaten, dachte ich noch. Dann wurde es dunkel. Jemand musste die Scheinwerfer getroffen haben. Es folgte eine ohrenbetäubende Stille.

Ich wusste nicht, wie lange es still war. Ich saß in der Dunkelhalt, umklammerte die Stange, an der ich mich schon während des Fluges festgehalten hatte und zählte Josefs schwere Atemzüge neben mir. Mein Herz schlug so laut, dass ich mindestens schon achtmal von vorne anfangen musste. Dann plötzlich quietschte eines der Tore und zwei riesige Panzer rollten auf den leeren Flugplatz. Erleichterung durchflutete mich. Endlich waren sie da. Endlich kam die Hilfe, die ich die ganze Zeit herbeigesehnt hatte. Unter mir hörte ich ein leises Murmeln, dann ein Fluch. Im Helikopter neben mir kam einer der Angreifer aus seinem Versteck hervor. Panisch sah er sich um, dann fasste er in seine Hosentasche, zückte etwas, dass ich auf den ersten Blick nicht erkennen konnte und warf es ins Innere des Helikopters neben mir. Zu meinen Freunden. Für einen kurzen Moment stand die Welt still, dann ertönte ein ohrenbetäubender Knall und alles ging in Flammen auf.

Ich konnte nicht begreifen, was gerade geschehen war. Ich wollte wegschauen, gleichzeitig konnte ich meinen Kopf nicht bewegen, meine Augen nicht schließen. Neben mir hörte ich Josef einen unterdrückten Laut ausstoßen, dann spürte ich, wie er sein Knie gegen mein Bein drückte. Tränen flossen meine Wangen hinunter und ich bemerkte erst, dass ich nicht geatmet hatte, als ich erstickt nach Luft schnappte. Plötzlich sprang eine vermummte Person vor uns in den Helikopter, die Waffe direkt auf unsere Köpfe gerichtet. Es war so weit, dachte ich noch. Wie in Zeitlupe sah ich, wie der Finger meines Gegenübers sich langsam krümmte. Die ohrenbetäubenden Schüsse, die mir und meinen Freunden galten, waren das Letzte, dass ich noch hörte.

Flughafen Fürstenfeldbruck
Flughafen Fürstenfeldbruck

Die Folgen des Attentats

Nach der Tragödie flüchteten die Terroristen; drei wurden noch auf dem Flugplatz von den Kugeln der Scharfschützen getroffen, unter ihnen auch der Anführer Issa. Die anderen drei wurden etwa eine Stunde später von deutschen Polizisten festgenommen.

Da sich die örtliche Feuerwehr weigerte, den Brand auf dem Flugplatz zu löschen, bevor die Attentäter nicht geschnappt waren, ließ man die Flammen des Hubschraubers weiter lodern und löschte sie erst eine Stunde nach dem Vorfall. Wie sich später bei der Autopsie herausstellen sollte, kämpfte eine der Geiseln, der Gewichtheber David Berger, zu dieser Zeit um sein Leben. Er blieb verschont von der Handgranate des Attentäters, starb allerdings während des Brandes an einer Rauchvergiftung.

Anfangs noch kursierte das Gerücht unter den Reportern, dass alle der Geiseln wohlauf seien. Sie standen in Massen vor den verschlossenen Türen des Flughafens und kämpfen um jede Information, die sie kriegen konnten. Ob sie nun stimmte oder nicht. Dies und die vage Aussage eines Sprechers hatten zur Folge, dass die Falschmeldung ganze vier Stunden in den Nachrichten verbreitet wurde und um die ganze Welt ging. Überall feierten die Menschen die Befreiung der Israelis. Nur die Familien der Geiseln waren vorsichtig. Die Frauen der Sportler wollten abwarten, bis sich ihre Männer persönlich bei ihnen meldeten. Doch die Anrufe blieben für immer aus. Um 3:15 Uhr in der Früh des 6. Septembers 1972 wurde die Falschaussage korrigiert, alle Geiseln sollen bei der Befreiungsaktion am Flughafen gestorben sein.

 

An der Trauerfeier für die elf israelischen Opfer und einen deutschen Polizisten, der wegen einer verirrten Kugel sein Leben lassen musste, nahmen insgesamt 80.000 Menschen teil. Schließlich trat der Chef des Internationalen Olympischen Komitees Avery Brundage auf die Bühne und sprach die berühmten Worte: The Games must go on. Anschließend wurden die Spiele mit nur einem Tag Unterbrechung fortgesetzt.

„Diese Feier soll deutlich machen, daß die olympische Idee stärker ist als Terror und Gewalt.“ - Erklärung zur Trauerfeier (Süddeutsche Zeitung 1972/204: Schießerei in Fürstenfeldbruck, S. 2)

 

Die deutsche Regierung hatte an diesem 5. September 1972 viele unverzeihliche Fehler begangen. Sie hatte nicht nur vergessen, den Fernseher in dem Apartment der Geiseln abzustellen, sie hatten zusätzlich kurz vor der Ankunft der Helikopter die geplante Rettungsaktion abgebrochen. Die Polizisten hatten Angst um ihr Leben und entschieden einstimmig, dass sie das Flugzeug verlassen und die Geiseln sich selbst überlassen werden. Außerdem hatte man es verpasst, den Panzern den Befehl zum Losfahren vom Olympiadorf zum Flughafen in Fürstenfeldbruck zu erteilen, was dazu führte, dass diese erst Stunden später dort eintrafen. Aus diesen Gründen und wegen der Unerfahrenheit der Deutschen mit Selbstmordattentätern, wurden die Anschläge auf die 20. Olympischen Spiele zur Geburtsstunde der Antiterroreinheit GSG9, die sich auf die Befreiung von Geiseln spezialisierte. Sie wurde von Hans-Dietrich Genscher gegründet.

 

In den Jahren nach dem schrecklichen Attentat wurden verschiedene Denkmäler in München errichtet wie 1995 ein Klagebalken mit den Namen aller Opfer im Olympiapark, 2012 eine Gedenktafel vor dem Apartment in der Connollystraße 31 und 2017 ein Erinnerungsort im Olympiapark, der eine kurze Beschreibung aller Verstorbenen inklusive Bildern sowie originale Aufnahmen der damaligen Ereignisse zeigt. Auch am Flughafen in Fürstenfeldbruck wurde 1999 ein Denkmal errichtet, es befindet sich direkt am Eingang des Flugplatzes.

Denkmäler des Olympia-Attentats der 20. Olympischen Spiele in München

Insgesamt wurden vier Denkmäler für die Opfer des Attentats errichtet. Drei davon befinden sich im Olympiapark, wo die Entführung stattfand und eines am Flughafen in Fürstenfeldbruck, wo der Vorfall sein schreckliches Ende fand.

Namen der Opfer

Josef Gutfreund (Ringkampfrichter), Amizur Schapira (Leichtathletiktrainer), Kehat Schorr (Trainer der Schützen), André Spitzer (Fechtlehrer), Jaakov Springer (Richter der Gewichtheber), Mosche Weinberg (Trainer der Ringer), David Berger (Gewichtheber), Jossef Romano (Gewichtheber), Seev Friedmann (Gewichtheber), Elieser Halfin (Ringer), Mark Salvin (Ringer), Anton Fliegerbauer (Polizist).

Radtour von Maisach bis zum Olympiapark

Hier finden Sie eine optionale Rückroute, welche Sie über verschiedene wunderschöne Zwischenstopps zurück zum Olympiapark führt.

Quellen

Buch:

Klein, Aaron J. (2007): Die Rächer, Goldmann Verlag: München (S. 34-95)

Film:

 „München 72 - Das Attentat“ (2012)

Zeitungsartikel:

Unbekannter Autor (1972): Das Ende auf dem Rollfeld, Süddeutsche Zeitung (205), S. 3,5

Unbekannter Autor (1972): Schießerei in Fürstenfeldbruck, Süddeutsche Zeitung (204), S. 2

Internetquellen:

„The Games must go on“-Video, online unter: https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/vom-traum-zum-terror-muenchen-72/videos/the-games-must-go-on-100.html [03.12.2020]

Gedenktafel Connollystraße 31 Olympia-Attentat, online unter:  https://stadtgeschichte-muenchen.de/denkmal/d_denkmal.php?id=1983 [03.12.2020]

Denkmal Olympiapark Olympia-Attentat, online unter: https://stadtgeschichte-muenchen.de/denkmal/d_denkmal.php?id=2208 [03.12.2020]

Erinnerungsort Olympiapark Olympia-Attentat, online unter: https://stadtgeschichte-muenchen.de/denkmal/d_denkmal.php?id=2259 [03.12.2020]

Olympia-Attentat - Die Geburtsstunde der GSG9, online unter: https://www.focus.de/politik/deutschland/tid-7310/olympia-attentat_aid_131654.html [05.12.2020]


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Christina F.
Aktualisierung: 07.04.2021

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empfohlene Tour Schwierigkeit schwer
Strecke 39,4 km
Dauer 2:45 h
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