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Radfahren

GA Radtour 2018 - Einmal am Rhein - Von Bonn nach Linz und zurück

4 Radfahren • Region Köln-Bonn
  • Marktplatz Unkel
    / Marktplatz Unkel
    Foto: Jörg Manhold, General-Anzeiger Bonn
  • Arp-Museum Bahnhof Rolandseck
    / Arp-Museum Bahnhof Rolandseck
    Foto: Jörg Manhold, General-Anzeiger Bonn
  • Die Brücke von Remagen
    / Die Brücke von Remagen
    Foto: Dominik Ketz, General-Anzeiger Bonn
  • Burg Linz
    / Burg Linz
    Foto: Friedrich Gier, Romantischer Rhein Tourismus GmbH
Karte / GA Radtour 2018 - Einmal am Rhein - Von Bonn nach Linz und zurück
0 150 300 m km 10 20 30 40 50
Wetter

Die Tagestour entlang des Rheins startet in Bonn und führt rechtsrheinisch den Rhein aufwärts nach Süden. Die Strecke passiert Beuel, Königswinter, Rhöndorf, Bad Honnef, Unkel und Erpel. In Linz bietet sich eine längere Pause an. Dort queren wir den Rhein mit der Fähre nach Kripp. Linksrheinisch geht es immer am Flussufer entlang zurück nach Bonn. Da geht es vorbei an Remagen, Rolandseck, Mehlem und der Bonner Rheinaue.

leicht
54,2 km
3:46 Std
38 hm
26 hm

Wer hat nicht mal am Rhein beim Glase Wein vom Glücke träumend zugebracht? Einmal am Rhein, du glaubst die ganze Welt ist Dein, einmal am Rhein! Der dies sang, hieß Willi Ostermann. Der rheinischste aller Sänger starb 1936 in Köln, aber er lebt in seinen Rheinliedern weiter.
Und wer sie kennt, bei dem melden sie sich zurück, wenn er sich etwa aufs Fahrrad setzt, um den Fluss zu begleiten. Unsere Route führt rechtsrheinisch von Bonn nach Linz, dort mit der Fähre hinüber nach Kripp und linksrheinisch wieder hoch nach Bonn.
Es ist jener Abschnitt, der den gut 1200 Kilometer langen Strom auf seinem Weg vom Tomasee in der Schweiz bis zur niederländischen Nordsee in der Mitte teilt. Hier heißt er folglich denn auch Mittelrhein.
Wir starten in Bonn an der Kennedybrücke und genießen das Panorama der Bundesstadt. Wir sehen den Langen Eugen, das ehemalige Abgeordnetenhaus im Bundesviertel, und den Posttower, mit 162,5 Metern das höchste Gebäude Deutschlands außerhalb Frankfurts. Die beiden Immobilien sind benachbarte Symbole der alten Hauptstadt und des neuen Zentrums der Internationalität.
Aufs Rad geht es auf Höhe des steinernen Brückenmännchens, das sein Hinterteil in Richtung der einst verhassten Beuelern ausstreckt. Besonderer Blickfang ist das Chinaschiff, das dort am Ufer liegt und eigentlich ein Restaurant ist.
Dann heißt es erst einmal an der Rheinpromenade in die Pedale treten und dabei die Aussicht genießen. Der Radweg ist hier größtenteils säuberlich vom Fußweg getrennt. Denn am Wochenende kann es hier schon mal sehr eng werden. Wer an einem normalen Wochentag morgens fährt, der sieht einige ältere Herrschaften lustwandeln und junge Eltern mit Kinderwagen. Schön idyllisch grün wird es in Höhe der Rheinaue. Unter der Konrad-Adenauer-Brücke geht es dann Richtung Bonner Bogen, einem Büroviertel, in dessen Zentrum das architektonisch interessante Kameha Grand Hotel steht. In Höhe Niederdollendorf fahren wir an viel Grün vorbei, und während rechter Hand der Verkehr auf der Wasserstraße deutlich zunimmt, gibt es zwischendurch immer wieder Sitzbänke und Kinderspielplätze, die einem zuzuraunen scheinen: Mach mal Pause. Doch wir verlieren unser Ziel Linz an dieser Stelle nicht aus den Augen, kommen durch Königswinter, erhaschen links oben einen Blick auf das Hotel Petersberg, Schloss Drachenburg und den Drachenfels. Wer anhalten möchte, kann eine Einkehr im Siebengebirgsmuseum oder im Aquazoo Sea Life einplanen.
Überhaupt säumen ab Königswinter viele Sehenswürdigkeiten unsere Route. Sehr zu empfehlen ist dabei das Konzept „Radeln und Rheinhören“, das insgesamt 15 Audiopunkte ausgeflaggt hat unter dem Leitwort „Drachenfelsblick“. Mit Hilfe von QR-Code-Schildern können die Radler mit dem Smartphone verschiedene Klangdateien abrufen mit Informationen über Bahnhof Rolandseck, Insel Nonnenwerth, Rolandslegende, Drachenfels, Konrad Adenauer, Willy Brandt, Brücke von Remagen, Fels und Wein und die Fachwerkstadt Linz.
Zur Erinnerung: Wir sind noch auf Höhe der Rheinfähre zwischen Königswinter und Mehlem. Da führt der Fahrradweg durch eine enge Allee mit ganz eigener Schönheit. Nächste Station ist Rhöndorf. Wer die Muße hat, macht einen Abstecher zum Bundeskanzler-Adenauer-Haus an der Konrad-Adenauer-Straße 8c. Dort ist das frühere Wohnhaus des ersten Bundeskanzlers zu sehen, und es empfiehlt sich ein Besuch von Adenauers Rosengarten. Weiter geht es, immer an der Rheinpromenade entlang bis zur Endhaltestelle der S-Bahnlinie 66 in Bad Honnef. Die liegt direkt vis-a-vis der Insel Grafenwerth und dem Aalschokker Aranka, der immer dann in die Schlagzeilen kommt, wenn wieder einmal ein Prominenter zum Aalkönig gekürt wird.
Im Sommer bietet das dortige Freibad passende Erfrischung. Nicht viel weiter legt die Rheinfähre Rolandseck-Bad Honnef an.
Eine Rast dort am Café „Anleger 640“ ist bei sonnigem Wetter sehr zu empfehlen. Wie der Name schon andeutet, sitzt man dort bei Rheinkilometer 640 und hat eine schöne Aussicht auf den Bahnhof Rolandseck und das Arp-Museum auf der gegenüberliegenden Flussseite. Danach heißt es erst einmal Abschied nehmen vom schönen Flussausblick, denn es geht landeinwärts. Die nächste Sehenswürdigkeit ist Unkel. Das pittoreske Städtchen im Rheinbogen ist an Fachwerkromantik kaum zu überbieten.
Hier wohnte einst Willy Brandt. Und am Museum mit Devotionalien vom Altkanzler lohnt sich ein Rundblick. Fast genauso schön ist die Altstadt von Erpel. Die müssen wir durchqueren, weil auch an dieser Stelle der Radweg vom Rheinufer weggeführt wird. Mit einem Mal ist der Ausblick frei auf die Erpeler Ley. Sie erhebt sich 131 Meter über dem Rhein.
Der Basaltfelsen ist auf Höhe der früheren Brücke von Remagen, von der nur noch die Uferpfeiler stehen. Nach einem kurzen Abstieg folgt die steilste Bergetappe der Tour. Glücklich, wer rechtzeitig den Gang zurückgeschaltet hat, denn sonst wird er hier absteigen und ein Stückchen schieben müssen. Nicht mehr weit, dann winkt als Belohnung ein Spaziergang durch das hübsche Städtchen Linz.
Eine historische Altstadt mit viel Fachwerk und einem Rathaus aus dem frühen 16. Jahrhundert machen es angenehm, die Mittagspause auf dem Marktplatz zu verbringen. Ein bisschen in der Sonne sitzen, vielleicht ein Gläschen Wein und ein zünftiges Mittagsmahl.
Danach geht es zurück zum Rhein und mit der Fähre rüber nach Kripp. Wir fahren auf der linken Rheinseite wieder nordwärts und sehen all die Landschaftselemente, die wir bei der Hintour passiert haben, nun entfernt in der Nachmittagssonne liegen. Inzwischen sind viele Jogger unterwegs. Wir lassen den Campingplatz Goldene Meile, die Appollinariskirche und den Yachthafen Oberwinter liegen.
Hier ist der Rad- und Fußweg praktisch durchgehend an der Rheinuferböschung gelegen. Allerdings ohne Geländer, so dass immer Vorsicht geboten ist.
Über Rolandseck, Rolandswerth, am Rolandsbogen vorbei, geht es wieder zurück nach Bonn. Wir kommen durch die Rheinauen, vorbei am Posttower, Langen Eugen und dem Bundesviertel. Hier ist der Radweg breit wie eine Straße und säuberlich vom Uferfußweg getrennt. Es ist also ein angenehmes Fahren an der Seite des Flusses. Schlusspunkt unserer Tour sind die Rheinlogen und die Oper, und wir sind wieder auf der Kennedybrücke.

Beschilderung: Immer den weiß-roten Radwegsymbolen nach, in Höhe Unkel nur kurz den weiß-grünen Zeichen folgen, dann geht es weiter in Weiß-Rot. Der größte Teil der Strecke führt direkt am Rheinufer entlang. Die Orientierung ist hier sehr leicht.Teilweise geht es durch die Altstädte. Man kann sich auch an den überregionalen blauen Kennzeichen des EuroVelo 15 orientieren. Das ist der europäische Rheinradweg von der Quelle bis zur Mündung.

Autorentipp

Wem die Tagestour nicht ausreicht, der kann daraus leicht eine Zwei-Tages-Tour bis nach Leutesdorf machen. Die dortige Jugendherberge ist renoviert und hat Hotelstandard. Ganz in der Nähe ist das Erlebnismuseum Römerwelt in Rheinbrohl. Es zeigt römisches Leben am Limes. Unter dem Signet „Romantischer Rhein“ gibt es zudem verschiedene Audiostationen, die per Handy mit Hilfe von QR-Codes zu erreichen sind: https://www.romantischer-rhein.de/audiotouren/

outdooractive.com User
Autor
Jörg Manhold
Aktualisierung: 24.04.2018

Schwierigkeit
leicht
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
73 m
48 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Cafe "Anleger 640"

Weitere Infos und Links

Informationen zu der Gesamtstrecke des europäischen Rheinradwegs: www.rheinradweg.eu.

 

Einkehr-, Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten

 

  • Café „Anleger 640“, Rheinstraße 7, Bad Honnef, 0 22 24/7 13 02
  • Jugendherberge Kloster Leutesdorf, Rheinstraße 25, Leutesdorf, 0 26 31/95 67 41 00, leutesdorf@diejugendherbergen.de
  • Mediterranes Restaurant Valentino, Marktplatz 8, Linz am Rhein, 0 26 44/8 00 61 05

 

Sehenswürdigkeiten und 
Freizeiteinrichtungen

 

  • Sea Life Rheinallee 8, Königswinter01 80/6 66 69 01 01, www.visitsealife.com
  • Bundeskanzler Adenauer Haus, Konrad-Adenauer-Straße 8c, Rhöndorf, 0 22 24/92 12 34, info@adenauerhaus.de
  • Willy-Brandt-Forum, Willy-Brandt-Platz, Unkel, 0 22 24/7 79 93 03, www.willy-brandt-forum.com
  • Römerwelt, mit Museum, Arienheller 1, Rheinbrohl,0 26 35/92 18 66, info@roemer-welt.de, www.roemer-welt.de

Start

Kennedybrücke in Bonn-Beuel am Rheinufer (50 hm)
Koordinaten:
Geographisch
50.737550 N 7.107156 E
UTM
32U 366436 5622348

Ziel

Kennedybrücke in Bonn-Beuel am Rheinufer.

Wegbeschreibung

Start an der Kennedybrücke Beuel (am Chinarestaurant-Schiff). Von hier aus geht es immer an der Rheinpromenade entlang auf dem gesondert ausgewiesenen Radweg. Hin und wieder geht es durch Parks. Die weiß-roten Radschilder geben eine gute Orientierung.

Bad Honnef und Grafenwerth. (Endhaltestelle Linie 66). Dort geht es zeitweise entlang einer vielbefahrenen Straße. Mit der Insel Grafenwerth im Blick fährt man die Brücke hoch und dann auf Höhe der Transformatorenfabrik ABB wieder rechts in Richtung Rhein. Nach ein paar hundert Metern kommt die Anlegestelle der Fähre nach Rolandseck. Dann landeinwärts Richtung Birkenstock-Outlet und dann rechts entlang der Lohfelder Straße.

Unkel und Erpel. Im Rheinbogen bei Unkel und Erpel führt der ausgeschilderte Weg vielfach nicht mehr direkt am Rhein entlang. Dort geht es durch die Altstadt, abschnittsweise auch durchs Wohngebiet. Wer mit wachem Auge fährt und sich an die Beschilderung hält, kann sich nicht verfahren. Vor der Erpeler Ley fährt man einmal eine Kurve in Gegenrichtung, um die Bahntrasse überqueren zu können. Vor und nach der Ley gibt es die schwierigsten, aber nicht zu langen Steigungen. Stichwort: Bergetappe.

Fachwerkstadt Linz. Linz ist einen ausgiebigen Halt und Spaziergang wert. Hier kann man auch gut essen. Danach mit der Fähre auf die andere Rheinseite nach Kripp und in Fließrichtung des Rheines wieder zurück nach Bonn.

Remagen bis Bundesviertel. Die Fahrt auf der linksrheinischen Seite hat einen ganz anderen Charakter. Dort ist der Fahrradweg fast ausschließlich direkt am Rhein, teilweise auch sehr nah an der vielbefahrenen B9, mitunter an der Bahnlinie. Nach der Rheinaue kommt das Bundesviertel, wo der Radweg straßenbreit wird, allerdings ist dort in den Tagesrandzeiten auch viel Freizeitverkehr. Zielpunkt ist die Kennedybrücke.

Beschilderung

Immer den weiß-roten Radwegsymbolen nach, in Höhe Unkel nur kurz den weiß-grünen Zeichen folgen, dann geht es weiter in Weiß-Rot. Der größte Teil der Strecke führt direkt am Rheinufer entlang. Teilweise geht es durch die Altstädte. Man kann sich auch an den überregionalen blauen Kennzeichen des EuroVelo 15 orientieren. Das ist der europäische Rheinradweg von der Quelle bis zur Mündung.

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

* Mit der Deutschen Bahn bis Bonn Hauptbahnhof

* Vom Hauptbahnhof Bonn mit der Linie 66 in Richtung Siegburg, Haltestelle Bertha-von-Suttner-Platz, mit dem Rad geradeaus bis zur Kennedybrücke.

* Alternativ schon vom Hauptbahnhof aus mit dem Rad an den Rhein zur Kennedybrücke  (7 Minuten)

Anfahrt

* A565, Abfahrt Auerberg

* Römerstraße, Graurheindorferstraße Richtung Innenstadt

* Rosental Richtung Rhein

* Am Rhein entlang Richtung Süden

 

Parken

Kostenlose Parkplätze gibt es am Rheinufer.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Kartentipps für die Region

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Frank Schenkendorf
08.07.2018
Für mich eines der schönsten Touren... Es reit sich Boah, toll, traumhaft, unbeschreiblich..
Sonntag, 8. Juli 2018, 17:27 Uhr
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Sonntag, 8. Juli 2018, 17:29 Uhr
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Frank Schenkendorf
08.07.2018
Für mich eines der schönsten Touren... Es reit sich Boah, toll, traumhaft, unbeschreiblich..
Sonntag, 8. Juli 2018, 17:27 Uhr
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Sonntag, 8. Juli 2018, 17:29 Uhr
Sonntag, 8. Juli 2018, 17:29 Uhr
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Frank Schenkendorf
08.07.2018
Für mich eines der schönsten Touren... Es reit sich Boah, toll, traumhaft, unbeschreiblich..
Sonntag, 8. Juli 2018, 17:27 Uhr
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Sonntag, 8. Juli 2018, 17:27 Uhr
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Sonntag, 8. Juli 2018, 17:29 Uhr
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Keine aktuellen Bedingungen in der Umgebung gefunden.
Bewertung
Schwierigkeit
leicht
Strecke
54,2 km
Dauer
3:46 Std
Aufstieg
38 hm
Abstieg
26 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch

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