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Planetenlehrpfad Bonn

Themenweg • Region Köln-Bonn
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General-Anzeiger Bonn
  • Auf die Sonne als Fixpunkt des Planetenlehrpfades sind Besucher nicht angewiesen: Schilder erleichtern die Orientierung.
    / Auf die Sonne als Fixpunkt des Planetenlehrpfades sind Besucher nicht angewiesen: Schilder erleichtern die Orientierung.
    Foto: Barbara Frommann, Barbara Frommann
Karte / Planetenlehrpfad Bonn
0 150 300 m km 1 2 3 4 5 5,9 km Länge

leicht
5,9 km
1:28 h
1 hm
5 hm
Im Jahr 2000 hatte der Lehrer Till Habel-Thomé der Bertolt-Brecht-Gesamtschule eine ganz besondere Idee: Die Installation eines Modells unseres Sonnensystems im Bonner Stadtgebiet. Schon bald machten sich seine Schüler ans Werk. Sie planten, grübelten, werkelten, eigneten sich alles Wissenswerte über die verschiedenen Planeten an, suchten Sponsoren und Helfer.

Herausgekommen ist der "Planetenlehrpfad Bonn", der mit seinen exakt 5 946 Metern Länge unser Sonnensystem maßstabsgetreu 1:1 Milliarde abbildet. Wer sich also auf die etwa eineinhalbstündige Erkundungstour unserer Planeten begibt, rauscht umgerechnet mit dreifacher Lichtgeschwindigkeit durchs Universum.

Der Planetenlehrpfad hat seinen Ausgangspunkt unterhalb des Alten Wasserwerks mit der Installation der Sonne. Ihrer wirklichen Größe (Äquatordurchmesser von 1 392 000 km) entspricht im Modell eine gelbe Kugel mit einem Durchmesser von 1,5 Metern. Blickt man nun in Richtung Kennedybrücke, so kann man bereits die sonnennahen Planeten entdecken.

Pluto liegt hinter der Kennedybrücke

Der der Sonne am entferntesten Zwergplanet Pluto sowie die Planeten Neptun und Uranus verstecken sich jedoch hinter Kennedybrücke und Rheinbiegung. Dies entspricht auch den wahren Sichtverhältnissen auf der Erde, von der man aus diese drei Himmelskörper mit bloßem Auge nicht mehr erkennen kann.

Doch zunächst geht es von der Sonne aus in nördliche Richtung. In rascher Reihe folgen die der Sonne am nächsten stehenden Planeten, so dass man bereits nach 150 Metern vor dem Modell der Erde steht. Überrascht dürfte der Betrachter ob des Umstandes sein, dass neben unserem Heimatplaneten auch noch dessen ständiger Begleiter, der Mond, auf der Bronzeplatte seinen Platz findet.

380 000 Kilometer trennen uns im Universum von diesem nächtlichen Begleiter. Im Modell sind es gerade einmal 38 Zentimeter. Spätestens hier wird deutlich, in welch ungeheuren Entfernungen sich die Nachbarplaneten in Wirklichkeit befinden. Vom Jupiter an, dem größten Planeten dieses Sonnensystems, werden nun auch im Modell die Entfernungen zu den anderen Planeten länger.

Nach insgesamt 1,4 Kilometern erreicht man schließlich den Saturn, den wegen seiner Ringe wohl interessantesten Himmelskörper im Sonnensystem. Befände sich der Besucher wirklich im Weltall, so wäre es nun minus 200 Grad kalt. Zum Glück erfährt man solche Informationen jedoch nur von den Bronzetafeln, auf denen die Planetenmodelle angebracht sind. Die wichtigsten Informationen sind ebenfalls in Blindenschrift zugänglich, überdies sind alle Modelle natürlich auch ertastbar.

Weitere 1,4 Kilometer des Weges müssen nun zurückgelegt werden, um zum Planeten Uranus zu gelangen. In gleich weiter Entfernung liegt das Neptun-Modell noch vor der Friedrich-Ebert-Brücke. 1 449 Meter weiter gelangt man nun zum letzten Außenposten unseres Sonnensystems, dem Planeten Pluto. Hier im nördlichen Hafengebiet von Graurheindorf endet denn auch dieser Weltraumspaziergang.

Weltall und große Politikwelt dicht beieinander

Der gesamte Planetenlehrpfad lässt sich natürlich auch in umgekehrter Richtung (ausgehend von Graurheindorf) erkunden. Wählt man diese Wegrichtung, schließt sich an die Entdeckung des Weltalls die des ehemaligen Regierungsviertels optimal an.

Und wer nach dem Spaziergang durch unser Sonnensystem nun die Reihenfolge der Planeten schon wieder aus dem Auge verloren hat, dem sei noch ein kleiner Merkspruch mit an die Hand gegeben: Mein Vater Erklärt Mir Jeden Samstag Unsere Neun Planeten (Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Pluto). Aber Achtung: Pluto ist nach einer Entscheidung der International Astronomical Union nur noch ein "Zwergplanet" und damit nicht mehr vollwertiges "Mitglied" im Kreise der Planeten.

Autorentipp

Viele Sitzbänke; schön ist der Rheinpavillon Ecke Rheingasse, beziehungsweise zwischen Uranus und Saturn

Schwierigkeit
leicht
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
51 m
47 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Der Weg führt direkt am Rhein entlang. Man folgt der Beschilderung "Radwanderweg Rhein".
Rad- und Fußweg verlaufen paralell, teilweise auch kombiniert. Weitgehend autofrei.

Weitere Infos und Links

www.bonner-stadtwege.de

Start

Bonner Rheinuferpromenade, unterhalb des Alten Wasserwerks (50 hm)
Koordinaten:
Geographisch
50.719167, 7.128167
UTM
32U 367867 5620266

Ziel

Graurheindorf, nördliches Hafengebiet

Öffentliche Verkehrsmittel

Per ÖPNV: U-Bahn-Haltestelle 500 Meter oberhalb der "Sonne":Hermann-Ehlers-Straße und Heussallee bis zur Adenauerallee gehen, von dort Richtung Bonn-Zentrum

Rückfahrt: Bus Linie 638 ab Haltestelle Kranenweg/Graurheindorf

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Schwierigkeit
leicht
Strecke
5,9 km
Dauer
1:28 h
Aufstieg
1 hm
Abstieg
5 hm
Streckentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kinderwagengerecht barrierefrei

Statistik

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