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Niederrheinischer Radwandertag 2022 – Routentipp 109

Radtour · Niederrhein · geöffnet
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Niederrhein Tourismus GmbH Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Infocenter und Kahnweiher
    Infocenter und Kahnweiher
    Foto: Stieding/WFG für den Kreis Heinsberg mbh - Heinsberger Land
m 150 100 50 50 40 30 20 10 km Knotenpunkt 55 (Heinsberg) Knooppunt 41 / NL Casa Leonardo Schloss Trips Mercator Hotel Die Selfkantbahn Et Mölke Knotenpunkt 65 Knotenpunkt 5 (HS) Knotenpunkt 18

Zwischen Übach-Palenberg, Gangelt und Geilenkirchen erradeln Sie das Tal der Wurm, den Natur- und Landschaftspark Rodebach, die historische Selfkantbahn und das Naturschutzgebiet Teverener Heide.

geöffnet
mittel
Strecke 58 km
3:55 h
142 hm
167 hm
137 hm
53 hm

Von Startort Gangelt radeln Sie durch den Natur- und Landschaftspark Rodebach bis Gillrath, wo eine Endhaltestelle der Selfkantbahn liegt. Am Rand des Naturschutzgebietes Teverener Heide und über die freie Landschaft bei Scherpenseel geht es in Tal der Wurm. In Übach-Palenberg locken die Relikte des Steinkohlenbergbaus und das Naherholungsbegiet an der Wurm. Dieser folgen Sie bis in die Innenstadt von Geilenkirchen  und noch weiter bis Flahstraß. Hier verlassen Sie das Tal des Flüsschens und radeln zwischen Äckern und Feldern bis Schierwaldenrath, dem anderen Endbahnhof der historischen Selfkantbahn. In Richtung Süden fahrend erreichen Sie  ein wenig später den Ausgangspunkt der Tour.

Autorentipp

Wenn Sie möchten, können Sie die Tour zwischen Gillrath und Schierwaldenrath an Wochenenden zwischen April und Ende September durch eine Fahrt mit der Selfkantbahn abkürzen. Weitere Informationen: http://www.selfkantbahn.de

Profilbild von Kurt Stieding
Autor
Kurt Stieding
Aktualisierung: 07.06.2022
Schwierigkeit
mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
137 m
Tiefster Punkt
53 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

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Sicherheitshinweise

Bitte beachten Sie die Radverkehrsregeln und nehmen Sie Rücksicht auf andere.

Weitere Infos und Links

WFG für den Kreis Heinsberg mbH
Heinsberger Land
Tel.: +49 2452 131415   Fax: 131419
E-Mail: info@heinsberger-land.de
Internet: www.heinsberger-land.de

Start

Gangelt: Freizeitzentrum, Am Freibad 13, 52538 Gangelt oder Geilenkirchen: Rathaus, Markt 9, 52511 Geilenkirchen oder Übach-Palenberg: Rathaus, Rathausplatz 4, 52531 Übach-Palenberg (56 m)
Koordinaten:
DD
50.985947, 5.997908
GMS
50°59'09.4"N 5°59'52.5"E
UTM
31U 710405 5652540
w3w 
///hellgelb.gerührt.käufer
Auf Karte anzeigen

Ziel

Gangelt: Freizeitzentrum, Am Freibad 13, 52538 Gangelt oder Geilenkirchen: Rathaus, Markt 9, 52511 Geilenkirchen oder Übach-Palenberg: Rathaus, Rathausplatz 4, 52531 Übach-Palenberg

Wegbeschreibung

Als Startort ist in dieser Routenbeschreibung das Freizeitzentrum Gangelt (Am Freibad 13, 52538 Gangelt) gewählt worden.

Vom Startort radeln Sie hinunter ins Rodebachtal zum Knotenpunkt (KP) 51. Die KP´s 57 in Stahe und 03 in Gillrath sind die nächsten Ziele. Der KP 2 und der KP 65  führen zum KP 41 im niederländischen Rimburg und zum nahegelegenen KP 36 in Deutschland. Nach Hofstadt gelangen Sie über den KP 35 und radeln dann weiter zum KP 33. Der KP 32 in Übach-Palenberg ist das nächste Ziel und in Richtung KP 37 radelnd erreichen Sie die Stempelstelle Übach-Palenberg (Rathaus, Rathausplatz 4, 52531 Übach-Palenberg).

Nach dem KP 37 kommt der KP 61 am Übacher Bahnhof. Durch das Wurmtal geht es über den KP 62 zum KP 63. Fahren Sie entlang der Wurm zum  KP 01 an dem die  Stempelstelle Geilenkirchen (Markt 9 / Rathaus) liegt.

Weiter entlang des Flüsschens radeln Sie zum KP 08 und zum KP 05. Der KP 18 auf dem freien Feld über dem Wurmtal leitet Sie über Uetterath, Straeten und Waldenrath zum KP 19. In Schierwaldenrath liegt der KP 56, der auf den KP 55 in Brüxgen verweist. Der Beschilderung zum KP 51 folgend, erreichen Sie am Ortsende Gangelts Ihren Startort, das Freizeitzentrum.

 

Sehenswertes auf der Strecke:

Startort der Tour ist die Stempelstelle Gangelt (Freizeitzentrum Gangelt, Am Freibad 13, 52538 Gangelt). Hier befindet sich auch das Infocenter. Dieses ist das Tor zum "Natuur- und Landschaftspark Rodebach / Roode Beek" mit seinen ausgeschilderten Wander-, Rad-, und Reitwegen. Auch erhalten Sie weitere Information über die Region. Das Bistro & Café mit seinen Außenterrassen liegt idyllisch am Kahnweiher und lädt zu Kaffee und Kuchen, Eis und frischen Getränken ein. Hier befinden sich auch das Freibad, eine Minigolfanlage und der Wohnmobilstellplatz.

Von Startort hinunter ins Rodebachtal erreichen Sie den KP 51. Durch den Natuur- und Landschaftspark radelnd erreichen Sie den KP 57 in Stahe.

Auf 750 Hektar entlang des Rodebaches / Roode Beek, in der Brunssumer und der Teverener Heide liegt ein reiches Naturgebiet mit Bächen, Wiesen, Weiden und Wäldern. Das Jahrhunderte von Jahren alte Feuchtgebiet entlang des Rodebaches wurde lange Zeit systematisch trockengelegt, gerade Abflussrinnen und öde landwirtschaftliche Flächen prägten die Landschaft. Nach einer umfangreichen Renaturierung erhält die Natur nun wieder ihren freien Lauf. Mit den renaturierten Bachtälern und den weitläufigen Weidegebieten hat die Entwicklung der natürlichen Landschaft neue Impulse bekommen. Ein kleinteiliges Mosaik aus nährstoffreichen Sümpfen, blumenreichen Wiesen und feuchten Wäldchen entwickelt sich und bietet eine Heimat für viele seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Vom wachsenden Angebot an Röhricht und Sträuchern profitieren Brutvögel und Libellen, die blumenreichen Weiden sind ein Eldorado für Schmetterlinge. Schottische Hochlandrinder ziehen in Familiengruppen durch das Gebiet und sorgen mit der Beweidung für den Erhalt der großen offenen Wiesenflächen.

Auf der niederländischen Seite liegt mit dem Schinvelder Wald eines der größten Waldgebiete in Südlimburg. Tonschichten sorgen im Süden für einen feuchten Boden und wertvolle Waldbiotope. Im sandigen Norden erinnern vereinzelte Heidesträucher an die frühere Heidelandschaft. Im 19. Jhd. pflanzte man den heutigen Kiefernwald, dessen Holz als Stützen in den Bergwerksstollen zum Einsatz kam. Heute darf der Wald sich wieder frei entwickeln: Umgefallene Bäume bleiben liegen, der Wald lichtet sich und allmählich stellt sich ein natürlicher Laubwald mit Birken und Eichen wieder ein.

Von einer über 700-jährigen Geschichte können die 14 Öl- und Getreidemühlen erzählen, die sich entlang von Rodebach und Roode Beek reihten. 1970 wurde die letzte Mühle stillgelegt. Die Gebäude und Mühlsteine sind oftmals noch erhalten geblieben und mancherorts sind die Müller zu Gastwirten geworden.

Den KP 03 erreichen Sie in Gillrath. Hier befindet sich einer der Endbahnhöfe der historischen Selfkantbahn. Sie können die Tour ein wenig abkürzen und gemütlich mit der Bahn Ihre Route zum Bahnhof Schierwaldenrath abkürzen – die Selfkantbahn befördert auch Ihre Räder: http://www.selfkantbahn.de

Wenn Sie dieses Angebot nicht nutzen, radeln Sie weiter zum KP 02 in Neuteveren. Auf dem Weg liegt die NATO Air Base des E-3A-Verbandes (AWACS). Weiter auf dem Weg zum KP 65 am Ortsrand von Süsterseel kommen Sie am Naturschutzgebiet Teverener Heide vorbei.

Das Naturschutzgebiet besteht aus einem Landschaftsmosaik von Heide, Wald, Seen und Moor. Dort leben seltene Tier- und Pflanzenarten, wie z. B. die Heidelerche oder über 40 Libellenarten. Der größte Moorkomplex in der Teverener Heide ist das sogenannte "Wiggelewak". Typisch für das "Wiggelewak" ist der aromatisch duftende Gagel, mannshohe Büsche inmitten des Moores. Wegen seiner Würze galt der Gagel als Zauberpflanze und wurde auch zum Bierbrauen verwendet. In den feuchten Gebieten wächst das Torfmoos und direkt daneben, auf trockenerem Boden die Glockenheide. Im Mai sind vom Wegesrand aus die weißen bis orangefarbenen Wollschöpfe der Wollgräser zu sehen. https://www.teverenerheide.de

Nächstes Ziel ist der niederländische Knotenpunkt 41 in Rimburg. Über eine Brücke queren Sie die Wurm, erreichen den KP 36 und radeln auf dem Weg zum KP 35 an Schloss Rimburg vorbei.

Es liegt direkt an der Wurm an einer strategisch günstigen Position. Erbaut wurde es im 12. Jahrhundert. Experten gehen davon aus, dass dort bereits zur Römerzeit ein Straßenposten gestanden hat. Der erste Besitzer von Schloss Rimburg war 1276 der Wegelagerer und Raubritter Mulrepas. Kurz darauf ließ Herzog Johann I. von Brabant die Anlage vollkommen zerstören; die Herren von Mulrepas bauten sie Ende des 13. Jahrhunderts wieder auf. Gut 200 Jahre später, 1498, erhob Kaiser Maximilian I. Schloss Rimburg zur freien Reichsherrschaft, Karl V. aber erklärte es im 16. Jahrhundert zu einer brabantischen Herrschaft. Seit über 100 Jahren ist Schloss Rimburg in Besitz der Familie von Brauchitsch, die das Gebäude 1899 mit einer barocken Fassade verkleidete, den südwestlichen Flankierungsturm erhöhte und mit einer Haube krönte. Zudem wurde die Vorburg neu errichtet.

Die KP´s 33 und 32 führen Sie nach Übach-Palenberg hinein. Hier liegt die Stempelstelle Übach-Palenberg (Rathaus, Rathausplatz 4, 52531 Übach-Palenberg).

Vorbei an dem weithin sichtbaren historischen Wasserturm geht es zum KP 37. Unter Ihnen im Tal liegen die Gebäude des heutigen Carolus-Magnus-Centrum. Diese waren ehemals Bestandteil der früheren Steinkohlengrube. Die in Übach-Palenberg ansässige Zeche bestand von 1911 bis 1962. Ihr ehemaliges Betriebsgelände erstreckte sich vom heutigen Carlsplatz in Übach-Palenberg bis zum Bereich Carlstraße/Heidberg/Bahnstraße. Das Verwaltungsgebäude entstand im Jahre 1930 und ist im Bauhausstil errichtet.

Am Bahnhof des Ortes liegt der KP 61. Ganz in der Nähe befindet sich die St. Petruskapelle. Sie ist eines der ältesten Relikte aus der christlichen Frühzeit der Region. Die Kapelle wird im Volksmund auch Karlskapelle genannt, nach Karl dem Großen. Es wird wird vermutet, dass es sich bei ihr um eine Jagdkapelle der „nahegelegenen“ Kaiserpfalz in Aachen gehandelt haben könnte. Doch nur die Tatsache, dass sich hier im 7. Jahrhundert ein Gräberfeld befand und eine Holzpfostenkirche existierte (spätes 8. Jahrhundert), belegt die zeitliche Nähe zu Karl dem Großen. Archäologisch gesichert stammt der älteste Teil der Kapelle aus dem 11. Jahrhundert. Im Laufe der Zeit wurde die Kapelle immer wieder umgebaut. So diente sie in den unsicheren Zeiten des 17. Jahrhunderts Wachmannschaften als Unterkunft und Ausblick über das Tal der Wurm. Dies belegen die noch erhaltenen Schießlöcher im Südgiebel des Seitenschiffes.

Vom KP 61 aus geht es durch das Naherholungsgebiet zum KP 62. Das großflächige Erholungsgebiet liegt zwischen dem Flüsschen Wurm und der Bahnlinie Aachen-Düsseldorf. Ein See, Liegewiesen und Spazierwege laden zum Bummeln ein. Die Spiel- und Freizeitanlage auf dem Gelände mit Schach und Mühle, einem Bocciaplatz, einem Fußballplatz mit Torwand, dem großen Spielplatz, einer Minigolfanlage und einem Tretbootverleih bieten weitere Gelegenheiten sich zu betätigen. Auch die Reste eines römischen Badehauses sind hier zu besichtigen. Es war Teil eines römischen Gutshofes (Villa Rustica), der während des 2. und 3. Jahrhunderts n. Chr. am Rand der Wurmaue bewirtschaftet wurde. Das Hauptgebäude der Villa liegt unter dem Aussichtshügel des heutigen Freizeitgeländes. Die Ummauerung des Badehauses  ist 13 m lang und 6 m breit und es sind noch viele Details der damaligen Konstruktion zu erkennen.

Wie gemalt liegt das weiße Schloss Zweibrüggen am KP 62 inmitten grüner Wiesen, nur ein paar Meter von der Wurm entfernt. Alte Eichen und Linden flankieren die Zufahrt, im Wassergraben um die Schlossanlage schwimmen Schwäne oder Gänse. Das Schloss Zweibrüggen wird darum gerne bei Radwanderungen als Ort für eine Stipvisite genutzt.

Es geht weiter zum KP 63, immer entlang des ca. 53 Kilometer lange Flüssschen Wurm. Dieses  schlängelt sich von seinem Quellgebiet in Aachen über Würselen und Herzogenrath bis ins Heinsberger Land, bevor die Wurm in der Nähe von Kempen in die Rur mündet. Entlang des Flüsschens trifft man immer wieder auf imposante Herrenhäuser, die direkt an den Ufern als Wasserburgen erbaut wurden.

Radeln Sie vom Knotenpunkt 63 immer an der Wurm entlang zum KP 01in der Geilenkirchener Innenstadt mit der Stempelstelle Geilenkirchen (Rathaus, Markt 9, 52511 Geilenkirchen).

Sehenswert ist hier Haus Basten. Die Halle und die angrenzenden Zimmer im Haus Basten mit ihren Einrichtungsgegenständen aus der Zeit des Barocks bis zur Gründerzeit zeigen die Wohnkultur einer wohlhabenden Bürgerschicht. Im Gebäude, das seit 1986 durch die Stadt Geilenkirchen als öffentliche Begegnungsstätte genutzt wird, befinden sich heute unter anderem ein Museumszimmer und das Trauzimmer des Standesamtes. In den Räumen finden regelmäßig Konzerte, Lesungen, Ausstellungen sowie weitere kulturelle Veranstaltungen statt.

Von der Stempelstelle Geilenkirchen Markt/Rathaus radeln Sie Richtung KP 08, vorbei an Schloss Trips.

Die aus dem 15. Jahrhundert stammende Burg ist am Stadtrand von Geilenkirchen gelegen und gehört zu den größten und imposantesten Burganlagen des Niederrheins. Die Anlage besteht aus einem mächtigen Wehrtrum, einem zweigeschossigen Herrenhaus und ist von Wassergräben umgeben. Das zweigeschossige Herrenhaus mit dem siebengeschossigen Wehrturm stammt aus dem 15. Jahrhundert. Nach umfangreicher Sanierung befindet sich heute ein Seniorenheim in der Burg.

Am KP 5 verlässt die Route die Wurm und leitet hinauf auf die Ebene oberhalb des Tals. Über Nirm und Hoven geht es zum KP 18 und über Uetterath, Straeten, Waldenrath  und Pütt zum KP 19.

Der KP 56 befindet sich in Schierwaldenrath, in der Nähe des anderen Endbahnhofes der Selfkantbahn. Hier lohnt ein Abstecher zur letzten meterspurigen Dampfkleinbahn in NRW. Eine Fahrt mit ihr wird zum besonderen Erlebnis – nicht nur für Nostalgiker und Technikfans. Das historische Flair, dem sich alle Mitarbeiter liebevoll hingeben, sorgt für ihren besonderen Charme. Mit gemütlichen 20 km/h schnauft sie durch die Landschaft. Sogar die Fahrkarten, die der uniformierte Schaffner mit seiner Lochzange durchknipst, sind noch wie früher aus Pappe. Die Selfkantbahn steht übrigens auch heute noch als Transportmittel zur Verfügung: Nicht nur Fahrgäste sondern auch deren Fahrräder werden gerne mitgenommen. Im Eisenbahnmuseum können Sie rund 50 Kleinbahnfahrzeuge verschiedener Epochen und Bauarten bestaunen. Zur Sammlung gehören wertvolle Stücke; unter anderem eine Lok der Straßburger Straßenbahn aus dem Jahre 1897 oder eine Dampflok aus dem Jahre 1930, die früher in Pommern fuhr. Sie stehen entweder in der Museumshalle, auf dem Gelände des Bahnhofes oder sie sind auf den Schienen zwischen Schierwaldenrath und Gillrath unterwegs. http://www.selfkantbahn.de

Die Orte Harzelt und Langbroich liegen auf dem Weg zum KP 55 bei Büxgen. Von hier aus folgen Sie der Beschilderung zum KP 51 im Rodebachtal.

Wenige Meter neben der Route am Ortseingang von Gangelt am Schnittpunkt des 6. östlichen Längengrades und des 51. Breitengrades befindet sich das Denkmal für Gerardus Mercator (1512 bis 1594). Er war ein Karthograph, Globenmacher und Instrumentenbauer. Seine Karten und Globen galten als die besten seiner Zeit. Seiner Weltkarte legte Mercator ein Netz von Längen- und Breitengraden über und schuf so die die erste ebene, winkeltreue Karte der Erde. Einen Teil seiner Kindheit  (1512 bis 1518) verbrachte Mercator in Gangelt. Geboren wurde er allerdings im hundert Kilometer entfernten Rupelmonde bei Antwerpen, als seine Eltern zu Besuch beim Bruder des  Vaters waren. Nach der Geburt kehrten Eltern samt Sohn nach Gangelt zurück. Später ging Gerardus Mercator an die Universität Löwen, um seinen Magister zu machen. Danach spezialisierte er sich auf Geographie und Kosmographie. Jahre später (1552) zog Mercator mit seiner Familie nach Duisburg, wo er für den Herzog von Jülich-Kleve-Berg Vermessungen durchführte und Karten anfertigte. In der Duisburger Salvatorkirche liegt Gerhard Mercator begraben.

Auch diese Website arbeitet noch heute auf der Grundlage von Mercators Idee der Erstellung von Karten in einem Raster von  Längen- und Breitengraden. Wer sich Mercators Karten genauer ansieht, merkt, dass er eine besondere Beziehung zu Gangelt hatte. In seinem Kartenwerk "Tabula Germanica" sind die Orte Gangelt, Rodebach oder Hastenrath verzeichnet, während andere größere Orte in Deutschland fehlen.

In Gangelt gibt es noch viele erhaltene Reste der mittelalterlichen Befestigungsanlagen. Um 1250 wurde Gangelt mit einer Stadtmauer versehen. Im Jahr 1400 verfügte die Befestigung über eine Mauer mit vier Stadttoren, davon sind heute noch drei erhalten: Das Heinsberger, das Untergeschoss des Burgturmes (dies war auch ein Stadttor)  und das Bruchtor. Reste der Stadtmauer mit kleineren Türmen sind in der Nähe des Heinsberger Tores zu sehen. Burgunder zerstörten die 1543 die Befestigungsanlagen, die dann jedoch wieder aufgebaut und verstärkt wurden. Die Burg wurde 1791 bis auf den erhaltenen Bergfried abgebrochen. Während des II. Weltkrieges schädigten Kämpfe den historischen Ortskern weiter. In den 1980er Jahren fanden dann umfangreiche Restaurierungsarbeiten statt.

In der Mitte des Ortes steht die dreischiffige gotische Basilika, St. Nikolaus, aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Sehenswert in der Kirche ist die Kreuzigungsgruppe, eine niederrheinische Arbeit um 1500. Sehenswert ist auch das Alte Rathaus nahe der Kirche. In ihm ist heute ein Café untergebracht. Vor dem Alten Rathaus steht eine bronzene Figur einer Gans – erkundigen Sie sich einmal nach der Geschichte hinter dieser Skulptur!

Kurz vor dem KP 51 erreichen Sie den Ausgangspunkt der Rundtour, das Freizeitzentrum Gangelt.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Mit der Bahn

Das Heinsberger Land ist über drei Bahnlinien an das deutsche Bahnnetz angeschlossen.Die Bahnlinie Aachen – (Heinsberg) – Düsseldorf ermöglicht die Anreise über die Bahnhöfe Übach-Palenberg, Geilenkirchen, Lindern, Brachelen, Baal und Erkelenz. Ab Lindern geht es nach Heinsberg (HS) über die Bahnhöfe HS-Randerath, HS-Horst, HS-Porselen, HS-Dremmen, HS-Oberbruch, HS-Kreishaus.Der Großraum Wegberg ist über die Strecke Dalheim – Rheydt/Mönchengladbach erreichbar (Bahnhöfe: Dalheim, Arsbeck, Wegberg).Über die Strecke Aachen – Eindhoven besteht außerdem Anschluss an die niederländischen Stationen Roermond und Sittard. www.bahn.de
Diese Tour ist über die Bahnhöfen Geilenkirchen und Übach-Palenberg zu erreichen.

Mit dem Bus

Das Linienbusnetz im Heinsberger Land wird durch die WestVerkehr GmbH betrieben und ist an den Aachener Verkehrsverbund (AVV) angeschlossen. Es gelten die Tarife des AVV. Nähere Informationen und Fahrplanauskunft: www.avv.deDes weiteren steht Ihnen kreisweit der sogenannte MultiBus zur Verfügung. Er ist ein bedarfsgerechtes Angebot der WestVerkehr GmbH. Dazu ruft der Fahrgast einfach ca. 60 Minuten vor der geplanten Abfahrt an und bekommt dann die Information, wann der MultiBus ihn an der nächsten MultiBus-Haltestelle abholt (Tel.: +49 2431 886688). Mehr Informationen: www.west-verkehr.de

Bahn & Rad

In der Regel ist eine Anreise mit Bahn und Fahrrad problemlos möglich. Aus dem Fahrplan der Deutschen Bahn geht hervor, welche Züge Fahrradwaggons mitführen. Da die Stellplatzkapazitäten für Fahrräder begrenzt sind, sollten sich Gruppen allerdings vorher bei der Bahn anmelden. www.bahn.de

Bus & Rad

In den Linienbussen des Heinsberger Landes ist eine Fahrradmitnahme montags bis freitags ab 19.00 Uhr, samstags ab 15.00 Uhr sowie sonn- und feiertags ganztägig möglich. Pro Fahrzeug werden max. 2 Fahrräder mitgenommen.

Mit Bus und Rad durchs Heinsberger Land - der „Fahrradbus Region Heinsberg“

Während der Saison bringt der „Fahrradbus Region Heinsberg“ an allen Samstagen sowie Sonn- und Feiertagen Ausflügler mit und ohne Rad zum jeweiligen Startpunkt ihrer Tour und holt sie anschließend wieder ab. Während Sie bequem in einem west-MultiBus sitzen, wird Ihr Drahtesel sicher im mitgeführten Fahrradanhänger transportiert. Die Busse verfügen über Sitzkapazitäten für 7 Personen. Im mitgeführten Fahrradanhänger können bis zu 16 Fahrräder transportiert werden. Übrigens: Wenn Sie mit der Bahn anreisen, holt Sie der Fahrradbus auch direkt an den Bahnhöfen im Heinsberger Land ab.Die Fahrradbusse verkehren zwischen 9:00 und 20:00 Uhr und fahren eine Vielzahl von Haltestellen ab. Dabei folgen sie keinem festen Linienweg und keinem festgelegten Fahrplanzeiten. Stattdessen können Sie den Fahrradbus über die MultiBus-Zentrale zur gewünschten Uhrzeit an die gewünschte Bushaltestelle vorbestellen. Für Ihren Wunschtermin einen Platz im westFahrradbus über die MultiBus-Hotline 02431/886688 buchen (mindestens einen Tag vor der Tour). Egal ob Radtour oder Wanderausflug, mit dem Fahrradbus können Sie die schönsten Routen im Heinsberger Land bequem ansteuern und erhalten einen entspannten Ein- oder Ausstieg Ihrer Tour.Eine Tarifübersicht und spezielle Angebote für Gruppen finden Sie unter www.west-verkehr.de

Die Selfkantbahn,
die einzige und letzte schmalspurige Dampfkleinbahn in Nordrhein-Westfalen, ist nicht nur beliebtes Ausflugsziel sondern steht auch heute noch als Transportmittel zur Verfügung: Fahrgäste und deren Fahrräder werden gerne mitgenommen. Sie verkehrt in der Regel von Ostern bis Ende September an Sonn- und Feiertagen zwischen den Bahnhöfen Gangelt-Schierwaldenrath und Geilenkirchen-Gillrath. www.selfkantbahn.de

Anfahrt

Mit dem Fahrrad

Egal ob Sie aus Deutschland oder den Niederlanden anreisen, durch seine Knotenpunkte ist das Radwegenetz im Heinsberger Land lückenlos an alle Radnetze der benachbarten Regionen angeschlossen, weshalb Sie problemlos aus allen Richtungen „hineinfahren“ können. Überregionale Radwegenetze, über die Sie in die Region radeln können, sind der RurUfer-Radweg, die NiederRheinroute und die Grünroute. Bei Anreise mit Auto/Bahn/Bus und Rad finden Sie von jedem Bahnhof bzw. von jedem touristischen Ziel aus einen bequemen Einstieg in das Routennetz.

Mit dem PKW

Das Heinsberger Land ist über die Bundesautobahnen A 52 (im Norden), A 46 (im Osten) und A 44 (im Süden) sowie über die niederländische A 2 (im Westen) erreichbar. Die Städte Aachen, Köln, Düsseldorf, Duisburg und Mönchengladbach sowie Maastricht und Eindhoven auf niederländischer Seite liegen in einer Entfernung von nicht mehr als 60 Kilometern. Als wichtigste Bundesstraßen verlaufen in Nord-Süd-Richtung die B 221 und die B 57, in ost-westliche Richtung verläuft die B 56, sowie die B 56n, die den Lückenschluss zwischen der A 46 und der niederländischen A 2 bildet. Für den Regionalverkehr steht ein dichtes Netz aus Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen zur Verfügung. Achten Sie auf die touristische Beschilderung vor Ort. Sie wird Sie sicher zu Ihren touristischen Zielen leiten

Mit dem Flugzeug

Von den international bedeutsamen Flughäfen Düsseldorf International und Köln-Bonn Airport aus ist das Heinsberger Land mit dem PKW in 45 bzw. 60 Minuten zu erreichen. Der Flughafen Airport-Weeze am nördlichen Niederrhein und die Flughäfen Eindhoven Airport und Aachen-Maastricht Airport auf niederländischer Seite liegen ebenfalls in einer Entfernung von ungefähr einer Autostunde.

Parken

Geilenkirchen: Beamtenparkplatz, Beamtenweg, 52511 Geilenkirchen

Übach-Palenberg: Frankenweg (Nähe Bahnhof) oder Parkplatz am Naherholungsgebiet, In der Schley, 52531 Übach-Palenberg

Gangelt: Parkplatz am Freizeitzentrum, Am Freibad 13, 52538 Gangelt

Koordinaten

DD
50.985947, 5.997908
GMS
50°59'09.4"N 5°59'52.5"E
UTM
31U 710405 5652540
w3w 
///hellgelb.gerührt.käufer
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

„Die schönsten Radtouren im Heinsberger Land“
ISBN 978-3-87073-961-4
Herausgeber: BVA – Bielefelder Verlag
Bezugsquelle: Buchhandel

Ausrüstung

Mit dem Wetter angepasster Kleidung, genügend Wasser und ein wenig Verpflegung sind Sie bestens ausgerüstet für die Tour.


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Status
geöffnet
Schwierigkeit
mittel
Strecke
58 km
Dauer
3:55 h
Aufstieg
142 hm
Abstieg
167 hm
Höchster Punkt
137 hm
Tiefster Punkt
53 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights faunistische Highlights

Statistik

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Funktionen
Karten und Wege
  • 49 Wegpunkte
  • 49 Wegpunkte
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Dauer : h
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Abstieg  Hm
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Tiefster Punkt  Hm
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