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Wanderung

Auf dem Goetheweg zum Brocken

(4) Wanderung • Harz
Verantwortlich für diesen Inhalt
Harzer Tourismusverband e.V.
  • Blick auf den Brocken (Foto: Bennet Dörge)
    / Blick auf den Brocken (Foto: Bennet Dörge)
    Foto: Britta Nause, Harzer Tourismusverband e.V.
Karte / Auf dem Goetheweg zum Brocken
750 900 1050 1200 1350 m km 2 4 6 8 10 12 14 16

Aussichtsreicher Rundweg mit Einkehrmöglichkeit.
mittel
17,9 km
5:02 h
429 hm
423 hm
Zu Beginn Ihrer Wanderung empfehlen wir Ihnen einen Besuch des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus. Hier erfahren Sie viel über die Region und den Nationalpark Harz. Ein Rundgang durch die Ausstellung zeigt Ihnen, was Sie auf Ihrer Tour zum Brocken erwartet, und stimmt Sie auf die einzigartige Landschaft ein.

Auch Johann Wolfgang Goethe brach am 10. Dezember 1777 in Begleitung des Försters Degen von Torfhaus aus zu seiner ersten Brockenbesteigung auf. Die Wanderung durch unwegsames Gelände bei tiefem Schnee hinterließ nachhaltigen Eindruck bei dem Dichter. Welche Route Goethe seinerzeit eingeschlagen hat, ist heute nicht mehr genau zu rekonstruieren.
outdooractive.com User
Autor
Britta Nause
Aktualisierung: 22.08.2014

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
1140 m
746 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Weitere Infos und Links

Nationalpark- Besucherzentrum TorfHaus
Tel. 05320 331790
www.torfhaus.info

Brockenhaus
Tel. 039455 50005
www.nationalpark-brockenhaus.de

Wegbeschreibung

Zu Beginn Ihrer Wanderung empfehlen wir Ihnen einen Besuch des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus. Hier erfahren Sie viel über die Region und den Nationalpark Harz. Ein Rundgang durch die Ausstellung zeigt Ihnen, was Sie auf Ihrer Tour zum Brocken erwartet, und stimmt Sie auf die einzigartige Landschaft ein.

Auch Johann Wolfgang Goethe brach am 10. Dezember 1777 in Begleitung des Försters Degen von Torfhaus aus zu seiner ersten Brockenbesteigung auf. Die Wanderung durch unwegsames Gelände bei tiefem Schnee hinterließ nachhaltigen Eindruck bei dem Dichter. Welche Route Goethe seinerzeit eingeschlagen hat, ist heute nicht mehr genau zu rekonstruieren. Heute beginnt der Weg am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, passiert das Nationalpark-Denkmal, führt den Rodelhang hinab und verläuft dann unterhalb des Schubensteins bis zum Kaiserweg. Diesem folgen wir nach rechts, bis wir nach ca. 1,5 km links Richtung Brocken abbiegen.

Nach einem weiteren kurzen Anstieg erreichen wir den Quitschenberg, auf dem zu Goethes Zeiten noch viele „Quitschen“ (= Ebereschen) wuchsen. Die toten Fichten, die Sie hier sehen, wurden durch einen Borkenkäfer, den Buchdrucker, zum Absterben gebracht. Er ist ein natürlicher Bewohner unserer Wälder. Tritt er jedoch in Massen auf, kann er die durch Umwelteinflüsse geschwächten Fichten binnen kurzer Zeit töten. Am Quitschenberg wurde die Vermehrung des Borkenkäfers nicht, wie sonst üblich, durch Motorsäge, Schäleisen und Lockstofffalle aufgehalten. Hier hilft sich die Natur aus eigener Kraft. Die Erfolge sind schon zu erkennen: Viele lichthun­grige Ebereschen erobern die Freifläche zurück. Erste Fichten folgen.

Unsere Wanderung führt uns weiter durch dichten Fichtenwald. Wir streifen das Brockenfeldmoor und erreichen wenig später den „Eckersprung“, die Quelle der Ecker. Hier kreuzen wir auch das Grüne Band, den ehemaligen Grenzstreifen, der heute als grüne Lebenslinie ganz Deutschland durchzieht. Wir verlassen jetzt den schüt­zenden Wald und beginnen mit dem eigentlichen Brockenaufstieg. Der Wuchs der Fichten wird hier gedrungener, denn mit zunehmender Höhe fällt es ihnen schwer, sich gegen die extrem raue Witterung zu behaupten.

Auf dem neu ausgebauten Weg entlang der Brockenbahn durchqueren wir das Goethemoor bis hin zur Brocken­straße. Immer näher kommen wir nun dem höchsten Gipfel des Harzes. Geologisch gesehen stellt er ein gewaltiges Granitmassiv dar. Das Klima ist bei einer Jahresdurchschnittstemperatur von ca. 4 °C, ca. 300 Tagen mit Nebel und hohen Windgeschwindigkeiten extrem rau und entspricht in etwa dem der Alpen in 2.000 m Höhe. So kommt es, dass wir in ca. 1.100 m Höhe die Waldgrenze des Brockens passieren. Als nördlichste natürliche alpine Waldgrenze in Zentraleuropa ist sie besonders schutzwürdig. Oberhalb der Waldgrenze wächst eine zwergstrauch- und grasreiche Bergheide.

Oben angekommen empfehlen wir Ihnen den Besuch des Brocken­hauses, das als Nationalparkhaus täglich geöffnet hat. Mit seinen zahlreichen Präsentationen gibt es Auskunft über den Nationalpark Harz, Flora, Fauna und Geologie, aber auch über die wechselhafte Geschichte des Berges. Weitere Informationen zur Brockenkuppe können Sie im Faltblatt „Der Brocken im Nationalpark Harz“ nachlesen.

Der Rückweg erfolgt weitgehend auf derselben Strecke. Nachdem wir den Quitschenberg passiert und den Kaiserweg erreicht haben, biegen wir jedoch an der nächsten Abzweigung links Richtung Torfhaus ab. Unseren Weg begleitet nun der künstlich angelegte Abbegraben, Bestandteil des UNESCO-Welterbes „Oberharzer Wasserwirtschaft“ – einem umfangreichen System von Gräben und Teichen, das zwischen 1536 und 1866 von Harzer Bergleuten zum Antrieb der „Künste“ des Bergbaus angelegt wurde.

Kurz vor unserem Ziel werden wir in den Sommermonaten nach rechts auf einem Bohlenpfad über das Große Torfhausmoor geleitet, einem der größten und ältesten Moore des Harzes. Von hier aus bietet sich noch einmal ein großartiger Blick über die gewölbte Hochmoorfläche hin zum Brocken.

Insgesamt überwinden Sie bei dieser Wanderung auf gut ausgebauten Wegen einen Anstieg von ca. 390 Höhenmetern.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Kommentare und Bewertungen (4)

Sarah Heinemann
17.09.2018
Sehr schöner Weg!
Bewertung
Montag, 17. September 2018 18:33:24
Montag, 17. September 2018 18:33:24
Foto: Sarah Heinemann, Community

Andreas Schleitzer
19.06.2018
Bewertung
Brockenbahn
Brockenbahn
Foto: Andreas Schleitzer, Community
08.02.2018
08.02.2018
Foto: Andreas Schleitzer, Community
8.02.2018
8.02.2018
Foto: Andreas Schleitzer, Community

Tobias Burdorf
27.02.2016
Bewertung
Goetheweg an der Schmalspurbahn
Goetheweg an der Schmalspurbahn
Foto: Tobias Burdorf, Community
Goetheweg
Goetheweg
Foto: Tobias Burdorf, Community

Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
17,9 km
Dauer
5:02 h
Aufstieg
429 hm
Abstieg
423 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Gipfel-Tour

Statistik

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 km
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