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Wanderung

Durch das Ilsetal zur Plessenburg

(20) Wanderung • Harz
Verantwortlich für diesen Inhalt
Harzer Tourismusverband e.V.
  • Bei den Ilsefällen (Foto: Andreas Lehmberg)
    / Bei den Ilsefällen (Foto: Andreas Lehmberg)
    Foto: Britta Nause, Andreas Lehmberg
Karte / Durch das Ilsetal zur Plessenburg
150 300 450 600 750 m km 2 4 6 8 10 12

Aussichtsreiche Rundtour mit Einkehrmöglichkeit, sowie geologischen und botanischen Highlights.
mittel
13 km
3:53 h
385 hm
385 hm
Die Nationalparkgemeinde IIsenburg mit dem IIsetal ist eines der nördlichen Tore zum Nationalpark Harz. Hier erwartet Sie eine wunderschöne und sehr abwechslungsreiche Landschaft. Neben artenreichen Wäldern, schroffen Felsen, tosenden Wasserfällen und
murmelnden Bächen können Sie mit etwas Glück auch seltene Tierarten wie Wanderfalke, Schwarzstorch, Wildkatze, Feuersalamander
und Bachforelle beobachten.
outdooractive.com User
Autor
Britta Nause
Aktualisierung: 24.05.2018

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
578 m
265 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Weitere Infos und Links

Nationalparkhaus Ilsetal
Tel. 03 94 52 / 8 94 94, www.nationalpark-harz.de

Waldgaststätte Plessenburg im Nationalpark Harz
0 39 43 / 60 75 35, www.plessenburg.de

Tourist-Information Ilsenburg
Tel. 03 94 52 / 1 94 33, www.ilsenburg.de

Start

Nationalparkhaus "Ilsetal" am Großparkplatz im Ilsetal, 38871 Ilsenburg (266 hm)
Koordinaten:
Geographisch
51.857651, 10.674804
UTM
32U 615336 5746531

Wegbeschreibung

Ausgangspunkt unserer Wanderung ist das Nationalparkhaus „Ilsetal“ am Großparkplatz im IIsetal. Hier geben Ihnen unsere Nationalpark-Ranger Tipps zu Ihrer Wanderung und informieren Sie über den Nationalpark.

Der Weg führt zunächst 5 km entlang der llse auf dem Heinrich-Heine-Weg. Das romantische Ilsetal ist eines der schönsten Harztäler. Zahlreiche Klippen- und Felsformationen lassen die Gewalten erahnen, die einst das Gebirge formten. Nach ca. 2 km ist der Fuß des IIsesteins erreicht. Dieser sagenumwobene Granitfels erhebt sich 170 m aus dem Talgrund. Der Platz, von dem aus man auf den Ilsestein hinaufschaut, ist zu Ehren des Forstreformers Hans-Dietrich v. Zanthier (1717-1778) benannt, der von 1747 bis 1778 als Wernigeröder Oberforstmeister tätig war und wichtige Grundlagen für die moderne Forstwirtschaft legte.

Unser Weg führt weiter die IIse aufwärts zu den IIsefällen mit ihren vielen großen und kleinen Kaskaden. Ein Gedenkstein erinnert
hier an den Dichter Heinrich Heine, der dem Ilsetal 1824 in der „Harzreise“ ein literarisches Denkmal setzte. Links und rechts des
Weges entdecken aufmerksame Wanderer viel Interessantes: moos und flechtenbewachsene Felsen und Totholz als Lebensraum von
Moosen, Pilzen und Tieren. Eindrucksvoll erlebt man, wie jedes Absterben und Vergehen im Naturwald den Weg für neues Leben
öffnet. Je nach Jahreszeit sind Wasseramsel, Kleiber, Wanderfalke, Feuersalamander und Bachforelle zu beobachten.

Von der Bremer Hütte wandert der Blick zum Brocken, aber auch auf Freiflächen rings um die Schutzhütte. Auf den ersten Blick scheint es wie eine kleine Katastrophe – der Borkenkäfer hat toten Wald hinterlassen. Aber schon auf den zweiten Blick wird klar, was nach ihm kommt. Von Menschen angepflanzte „Wälder“, die ausschließlich aus Fichten bestehen, sind wenig widerstandsfähig und darum  angreifbar. Doch auch wenn der Borkenkäfer hier ganze Arbeit geleistet hat, erobert sich die Natur ihr Gebiet zurück. Sie lässt zwischen totem Holz einen neuen Wald entstehen.

Gegenüber der Schutzhütte führt der Weg nach links um den Gebbertsberg herum. Das Bild des Waldes hat sich hier gewandelt, der Laubmischwald der Tallage ist einem ehemaligen Fichtenforst gewichen. Hier werden Waldentwicklungsmaßnahmen des Nationalparks
den Anteil von Buche und Bergahorn in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet erhöhen. Kurz vor dem Erreichen der Plessenburg nimmt der Laubbaumanteil wieder merklich zu. Die Waldgaststätte Plessenburg lädt zu einer kleinen Rast.

Frisch gestärkt erreicht man auf bequemem Weg die Paternosterklippe (522 m ü. NHN) mit herrlicher Aussicht auf das Ilsetal und den
Brocken. Weiter geht es zum Ilsestein (473 m ü. NHN), einem der Wahrzeichen Ilsenburgs. Hier befand sich im 11. Jahrhundert eine
kaiserliche Burg. Tief im Inneren des IIsesteins soll sich der Sage nach das Schloss der Prinzessin befinden: „Und wer Prinzess IIse
zur rechten Zeit am rechten Ort trifft, wird von ihr reich beschenkt.“ Und sei es nur mit dem herrlichen Blick vom IIsestein über das IIsetal
bis hinauf zum Brocken. Mit Glück hört man hier auch den markanten Ruf des Wanderfalken, der am IIsestein wieder brütet. Hier und um die gegenüberliegende Westerbergklippe (526 m ü. NHN) sind wertvolle Eichen-Buchen-Kiefern-Wälder geschützt.

Auf einem Fahrweg, später rechts abbiegend in einen Fußweg, erreicht man über den Blochhauer wieder Ilsenburg. Insgesamt überwinden Sie bei dieser Wanderung auf gut ausgebauten Wegen einen Anstieg von ca. 300 Höhenmetern. Von Mai bis Oktober verkehrt dienstags, donnerstags und samstags „Der Ilsetaler“ (HVB, Linie 288) über Ilsenburg durch das Ilsetal zur Plessenburg und weiter nach Drei Annen Hohne.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Kommentare und Bewertungen (24)

Ulrich Keller
16.04.2019
Tolle Tour
Bewertung

Steffen Fröhlich
30.09.2018
Bei Sonne mit 6 Jährigem und 12 einhalb jährigem Hund in sechs Stunden erwandert. Bei bestem Sonnenschein ideale Bedingungen, leider fehlen die Papierkörbe im gesamten Wandergebiet. Und Achtung, der Abstieg nach Ilsenburg ist teilweise verschüttet und schlecht instandgesetzt, wir fanden den Abzweig nur nach längerem Suchen und Dank unseres GPS - trotzdem: Super Wanderweg, und P.S. Wenn Ihr den kleineren Parkplatz weiter unten nehmt, dann könnt Ihr sogar noch Geld sparen, da kostenlos :)
Bewertung
Gemacht am
28.09.2018

Oli Xxx
01.09.2018
Tolle Wanderung, die auch empfehlenswert ist genau anders herum zu gehen. Es geht viel über Pfade entlang der Ilse und beim Rückweg gibt es super Ausblicke. Die vielen Einkehrmöglichkeiten sind perfekt!
Bewertung
Blick auf Ilsenburg
Blick auf Ilsenburg
Foto: Oli Xxx, Community
Tolle Outdoor Gaststube am Ilsestein
Tolle Outdoor Gaststube am Ilsestein
Foto: Oli Xxx, Community

Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
13 km
Dauer
3:53 h
Aufstieg
385 hm
Abstieg
385 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights botanische Highlights

Statistik

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