Steckeschlääferklamm Binger Wald

Bewertung

08. Etappe Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg: Stromberg - Bingen am Rhein

Details

Werner Müller

07.09.2020 · Community
In der Realität schlechter als in den Lobhudeleien der Anbieter! Im Gegensatz zu anderen Wanderwegen in der Gegend lässt die Beschilderung oftmals zu wünschen übrig. Entweder fehlt sie ganz oder sie ist an ungeeigneten Stellen angebracht, so dass man vor einem Rätsel steht, wie es weiter geht, oder man den falschen Weg wählt. In Stromberg ist der Hinweis "Stichstrecke" der zur Burganlage Pfarrköpfchen führt nicht eindeutig genug, um zu erkennen, dass es sich tatsächlich nur um einen Abstecher handelt, der eigentliche Pilgerweg aber unten weiterläuft. So steht man an der Burganlage und sucht weitere Wegweiserschilder. Am Maulbeerweg in Waldalgesheim (Ortsteil In der Hasselbach) ist der Wegweiser in Richtung Parkplatz Steckeschlääferklamm offenbar so schlecht positioniert, dass man die Abzweigung verpasst und erst einmal weiter Richtung Westen durch den Wald läuft, ehe man an der Straße K 36 ankommt und wieder zurücklaufen muss bis zum Wanderparkplatz. In der Steckeschlääferklamm sind an nahezu jeder Brücke Hildegardschilder angebracht, obwohl man da gar keine Wegealternativen hat. Dafür fehlen die Schilder dann aber an tatsächlichen Abzweigungen (offenbar ohne Verstand angebracht!). Das Forsthaus Jägerhof ist hinsichtlich der Qualität der angebotenen Speisen bestenfalls Durchschnitt. Da schneiden andere Gaststätten im Verlauf der Gesamtstrecke besser ab. Beim Schweizerhaus kann das Kaffeeangebot bei Weitem nicht mit dem Blick auf den Rhein mithalten. Egal, ob Kaffee oder Cappuccino - besser die Finger weglassen. Selbst ein Bier am Vormittag wäre die bessere Alternative! Nach dem Schweizerhaus ist wiederum ein Wegweiser offenbar so undeutlich positioniert, dass wir falsch abgebogen sind und ewig durch den Wald latschten, ehe wir am Parkplatz Walderlebnispfad ankamen und von dort auf der Straße zum Forsthaus Heiligkreuz laufen mussten. Beim Restaurant Forsthaus Heiligkreuz war eine Menge los, wir haben dort aber einen Platz bekommen und sehr gut gegessen. UNVERANTWORTLICH in Corona-Zeiten ist allerdings, dass nicht wie vorgeschrieben die Daten der Gäste erfasst wurden und im Eingangsbereich auch keine Desinfektionsmöglichkeiten gegeben waren. Immerhin wurden die Tische regelmäßig desinfiziert. Danach macht die Streckenführung wieder einmal wenig Sinn, denn man wir einen steilen Weg hoch geführt, um anschließend parallel zur Asphaltstraße zu laufen und nach maximal 500 m auf dieser zu landen. Da hätte man auch gleich unten bleiben können! Negativer Höhepunkt dieser Etappe ist aber der Abstieg vom Prinzenkopf zur Jugendherberge in Bingen. Dieser Pfad würde selbst eine Gemse zum Streiken bringen! Er birgt größte Unfallgefahren und gehört schlichtweg verboten. Als Fazit muss ich, der allerdings nur die 7. und 8. Etappe gelaufen ist, festhalten, dass der Zustand der Wege und die Beschilderung teilweise extrem zu wünschen übrige lassen und mancherlei Wegeführung absolut sinnfrei vorgenommen wurde. Das sollte besser sein!

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