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Zwischen zwei Flüssen

Wanderung · Hohenlohe
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Touristikgemeinschaft Hohenlohe e.V. Verifizierter Partner 
  • Foto: Marion Schlund, Touristikgemeinschaft Hohenlohe e.V.
m 400 350 300 250 200 150 18 16 14 12 10 8 6 4 2 km Pachthofscheuer Parkplatz DIE KRONE AM FLUSS - LANDHOTEL Wallfahrtskirche Neusaß Touristinformation Jagsthausen Kloster Schöntal Limeshalle

Ungleiche Geschwister.

Die Zwillingsflüsse Kocher und Jagst und die dazwischen liegende Kocher-Jagst-Ebene bieten dem Wanderer ein abwechslungsreiches Wanderrevier. Der Kocher fließt uns entgegen, auf der Schwäbischen Alb entspringt er, bei Oberkochen, ganz unspektakulär, 120 Kilometer hat er zurückgelegt bis hierher und eine ganze Menge Wasser angesammelt! Gegen den Strom schwimmen? Heute nicht!

mittel
Strecke 19,7 km
5:00 h
442 hm
441 hm
343 hm
184 hm

Wandern ist angesagt und auf(wärts) geht’s, im wahrsten Sinne des Wortes, die Stelzersklinge hinauf, 150 Höhenmeter über uns liegt die Kocher-Jagst-Ebene. Pferdeweiden und Äcker begleiten uns bis Neusaß. Ein wunderbares Ensemble, Forsthaus mit Linde, eine Wallfahrtskirche aus dem 17. Jahrhundert, dahinter Fischteiche, alles ursprünglich angelegt von den Mönchen des Zisterzienserklosters Schöntal. Hier ist Verweilen, Rasten, Besinnen Pflicht, der Alltag rückt in weite Ferne! Dem Wasser, das im Quellhäuschen hinter der Kapelle entspringt, wird heilende Wirkung nachgesagt, besonders bei Augenleiden soll es helfen. Durch die tief eingeschnittene Honigklinge geht’s abwärts ins Jagsttal zum Kloster Schöntal. Schöhntal – SchönesTal – Schöntal, die Zisterzienser wussten ob der Qualität der Umgegend. Die Jagst (Jagende!) mit klarem Wasser, dem natürlichen Fischreichtum, früher wie heute, herrliche Buchenwälder mit dutzenden Seen für die Fischzucht und nicht zuletzt die Salbei-Glatthafer-Wiesen auf den südexponierten Hängen, ließen keinen Mangel!

Nichts geblieben ist vom Weinbau, der bis zum Ende des 19. Jahrhunderts die sonnigen Hänge beherrschte. Die Reblaus hat alle Bestände vernichtet, deren Trauben früher in Niedernhall, in einer gewaltigen Kelter, erbaut durch Abt Knittel, zu Wein gekeltert wurden. Wieder auferstanden ist der Weinbau in Bieringen, oberhalb des Klosters. Eigentlich brauchts einen ganzen Tag, mindestens, für das Kloster! Die Klosterkirche mit dem Grabmal des Götz von Berlichingen, das barocke Treppenhaus im Archivbau und ein Rundgang durch die Außenanlage, dafür muss Zeit sein. Das Bildungshaus im Kloster (mit Übernachtungsmöglichkeit), das Waldschulheim, der Kreuzgang, der Kreuzberg mit seiner Kapelle und der Storchenturm und, und, und…, dazu muss man halt noch mal wiederkommen, ins Hohenloher Land.

Jagstabwärts geht’s nach Jagsthausen, einen gewaltigen Steinbruch lassen wir links liegen, in Betrieb ist er, gefährlich, deshalb: „Betreten verboten!“ Nicht für manche bedrohte Tierart, die dort im feuchten Grund oder an den exponierten Steilwänden bereits ein neues Zuhause gefunden hat.Die Götzenburg zu Jagsthausen, Stammsitz des Ritters mit der eisernen Faust, grüßt von der anderen Jagstseite, ein Abstecher tut Not, oder noch besser, die nächsten Burgfestspiele, jeweils im Sommer, natürlich mit dem „Götz“ und mit einem Kinderstück, werden rasch gebucht!

Wir verabschieden uns von der Jagst, die im Albvorland nahe Ellwangen entspringt und nahezu parallel zum Kocher, das Hohenloher Land durchfließt, und steigen, nicht ohne nochmals auf Jagsthausen zurückblickend, aufwärts zum Stolzenhof und durch Felder und Wiesen über die Ebene zurück zum Kochertal. In Sindringen lohnt ein Blick von der Kocherbrücke flussabwärts in den Kocher auf gewaltige Kiesbänke, und flussaufwärts aufs Wehr. In den Sommermonaten, nach 4 Stunden Wanderzeit, spricht nichts gegen ein Bad, im Staubereich des Wehres kann man gut und gerne1 Kilometer schwimmen. Wildenten, Gänse und der eine oder andere Schwan halten sich im tiefen Wasser auf, die seltenen Arten, Eisvogel, Wasseramsel und Gänsesäger, bevorzugen die schnell fließenden und von Menschen wenig frequentierten Bereiche des Kochers. Kormorane, die sich im nahen Naturschutzgebiet bei Ohrnberg sesshaftgemacht haben, ziehen im Schwarm, hoch am Himmel, das Tal hinauf Richtung Ernsbach. Generell können im ländlichen Hohenlohe zahlreiche Tierbeobachtungen gemacht werden: Rehe, Hasen und mit viel Glück auch Wildschweine.

Autorentipp

Besonderheiten:

Museum Kocherwerk– Haus der Verbindungstechnik und Heimatmuseum in Ernsbach, Sindringer Schloss, Kloster Schöntal, Götzenburg Jagsthausen. Wallfahrtskirche Neusaß. Herrliche Ausblicke in die Flusstäler von Kocher und Jagst, von der Kocher-Jagst-Ebene Ausblicke bis in den Odenwald (Katzenbuckel), Töpferpfad in Sindringen

Anschlusswanderungen:
Ab Schöntal: Pfad der Stille und Kulturwanderweg Jagst durchs gesamte Jagsttal. Ab Sindringen: Limeswanderung über Pfahlbach nach Öhringen.

Profilbild von Touristikgemeinschaft Hohenlohe, Künzelsau
Autor
Touristikgemeinschaft Hohenlohe, Künzelsau
Aktualisierung: 31.03.2022
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
343 m
Tiefster Punkt
184 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

Höhenprofil anzeigen

Weitere Infos und Links

www.hohenlohe.de

Start

An der Pachthofscheuer in Forchtenberg-Ernsbach (187 m)
Koordinaten:
DD
49.291380, 9.513820
GMS
49°17'29.0"N 9°30'49.8"E
UTM
32U 537362 5459974
w3w 
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Ziel

An der Pachthofscheuer in Forchtenberg-Ernsbach

Wegbeschreibung

Am Parkplatz bei der Pachthofscheuer in  Ernsbach (Heimatmuseum) gehen wir hoch zur Kocherbrücke und treffen dort auf den Roten-Kreuz-Weg. Diesem folgen wir durch die Stelzersklinge den Kocherhang aufwärts zum Gestüt Spitzenhof. Weiter dem Wanderzeichen folgend bis zur Kapelle „Zur heiligen Maria“ im Wallfahrtsort Neusaß. Die Ruhebänke laden zur Rast ein, die Kapelle zur Besichtigung und zu einigen Minuten der Besinnlichkeit. Weiter geht’s an den Fischteichen vorbei zum Kloster Schöntal. Gaststätte und Café laden zur Einkehr, die Barockkirche und das prächtige Treppenhaus der alten Abtei, sind bauliche Höhepunkte des Barock in Süddeutschland! Wir verlassen das Kloster auf der Südseite und folgen dem Wanderweg mit dem blauen Kreuz jagstabwärts bis Berlichingen, zum Geburtsort des Ritters mit der eisernen Faust. Vorbei am gewaltigen Steinbruch, dem Wanderpfad durch den Prallhang folgend, erreicht man Jagsthausen. Ein kurzer Abstecher (20 Minuten Gehzeit durch den Ort) zur Besichtigung der Götzenburg (Burgfestspiele in den Sommermonaten) lohnt sich. Unser Wanderweg führt uns am südlichen Ortsrand auf den HW 6, Limeswanderweg, hinauf zum Stolzenhof, über die Kocher-Jagst-Ebene durch Felder und Weiden hinab nach Sindringen. Gastronomie mit Biergarten an der Kocherbrücke. Von hier vorbei an den Sportanlagen, kocheraufwärts, an den Ausgangspunkt der Wanderung, nach Ernsbach.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Parken

An der Pachthofscheuer in Ernsbach

Koordinaten

DD
49.291380, 9.513820
GMS
49°17'29.0"N 9°30'49.8"E
UTM
32U 537362 5459974
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Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Freizeitkarte F518 oder L 6722 Öhringen
Schwierigkeit
mittel
Strecke
19,7 km
Dauer
5:00 h
Aufstieg
442 hm
Abstieg
441 hm
Höchster Punkt
343 hm
Tiefster Punkt
184 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch

Statistik

  • Inhalte
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Funktionen
Karten und Wege
  • 8 Wegpunkte
  • 8 Wegpunkte
Strecke  km
Dauer : h
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
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