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Bergtour

Watzmann Überschreitung

(10) Bergtour • Berchtesgadener Land
  • Morgenstimmung Watzmannhaus
    / Morgenstimmung Watzmannhaus
    Foto: Michael Pröttel, alpenvereinaktiv.com
  • Hocheck
    / Hocheck
    Foto: Michael Pröttel, alpenvereinaktiv.com
  • Watzmanngrat
    / Watzmanngrat
    Foto: Michael Pröttel, alpenvereinaktiv.com
  • Mittelspitze
    / Mittelspitze
    Foto: Michael Pröttel, alpenvereinaktiv.com
  • Wimbachgrieshütte
    / Wimbachgrieshütte
    Foto: Michael Pröttel, alpenvereinaktiv.com
  • Auf dem Weg zu Südspitze
    / Auf dem Weg zu Südspitze
    Foto: Michael Pröttel, alpenvereinaktiv.com
Karte / Watzmann Überschreitung
500 1000 1500 2000 2500 3000 m km 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 Watzmannhaus Mittelspitze

Die Watzmannüberschreitung ist eine großartige Bergtour, die jeder ambitionierte Bergsteiger einmal in seinem Leben gemacht haben möchte. Deswegen sollte man die Tour am besten unter der Woche in Angriff nehmen.

schwer
23 km
14:00 Std
2400 m
2400 m

Diese landschaftlich einmalige Grattour bietet  überwältigende Tiefblicke. Im Jahr 2017 wurden 150 Meter Stahlseile rückgebaut.  Längere Passagen im ersten und zweiten Schwierigkeitsgrat sind  ungesichert. Die Überschreitung erfordert also neben absoluter Trittsicherheit und Schwindelfreiheit auch alpine Erfahrung.

Autorentipp

Wer auf der Wimbachgrieshütte übernachtet, kann am nächsten Tag über den Hirschwiesenkopf nach St. Bartholomä wandern und von dort mit dem Schiff zur Bushaltestelle im Schönauer Ortsteil  Königssee gelangen. Somit spart man sich den mehr als acht Kilometer langen langen "Talhatscher" durch das Wimbachtal.

outdooractive.com User
Autor
Michael Pröttel
Aktualisierung: 07.07.2017

mit Bahn und Bus erreichbar aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Gipfel-Tour klassischer Klettersteig
Schwierigkeit
schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höhenlage
2713 m
630 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Sicherheitshinweise

Keinesfalls bei Gewittergefahr. Beim Abstieg ist Steinschlaggefahr zu berücksichtigen.

2017 wurden vor allem zwischen Hocheck und Mittelspitze ein Großteil der Stahlseile underen künstlichen Sicherungen entfernt. Demzufolge muss man sich im ausgesetzten Klettergelände im ersten und zweiten Grades absolut souverän bewegen.

Ausrüstung

Ein Klettersteigset kann bei  den (neuerdings wenigen)  Stahlseil gesichreten Passagen hilfreich sein. Einen Helm sollte man wegen der Steinschlaggefahr beim Abstieg dabei haben.

Weitere Infos und Links

Infos zu den Öffnungszeiten der beiden Hütten : www.watzmannhaus.de www.wimbachgrieshuette.de

Start

Wimbachbrücke. (629 m)
Koordinaten:
Geogr. 47.602429 N 12.924432 E
UTM 33T 343989 5274200

Ziel

Wimbachbrücke.

Wegbeschreibung

An der Wimbachbrücke  folgt man kurz der Straße und zweigt dann (Schild Watzmannhaus) nach links ab um eine Holzbrücke zu überqueren. Hinter dieser geht es gleich wieder nach rechts und auf einem breiten Fußweg steiler bergan. Der Weg stößt auf eine breite Forststraße der man ein Stück nach rechts folgt , um sie in einer Linkskurve (beschildert) wieder nach rechts zu verlassen. Der weiterhin recht breite Weg führt nun in immer derselben Steigung und in ein paar Kehren bergan, wobei er zwei Kahlschlagflächen quert, die aber freie Talblicke freigeben. Der Weg wird flacher und erreicht die freien Wiesen der Stubenalm die eine auf dem Weg liegende Einkehrmöglichkeit darstellt. Eine Abzweigung nach Schönau wird ignoriert und man wandert geradeaus wieder in den Wald hinein. Bei einer Gabelung geht man weiter geradeaus. Der Weg wird flacher und man kommt an der Materialseilbahn der Hütte vorbei. An einer Gabelung geht man links und wandert sogleich über die freien Wiesen der Mitterkaseralm. Wieder im Wald endet an einer interessanten Waldklimastation der breite Weg und es geht nun auf einem zunehmend steiniger werdenden Bergweg steiler empor. Wieder erreicht man eine freie Wiese und folgt an der dortigen Gabelung dem Schild Watzmannhaus. Zuletzt geht es durch Latschen- und Felsgelände auf dem gut angelegten Steig (z.T. Holzstufen) zum Watzmannhaus hinauf. (3:30 Std. ab Wimbachbrücke)

Am nächsten Tag steigt man vom Watzmannhaus zunächst noch angenehm nach Südwesten, dann zunehmend steiler die zuerst noch breite Nordflanke hinauf. In einigen Serpentinen geht es durch schrofiges Gelände weiter empor. Auf einem steilen Aufschwung erleichtern erste Drahtseile den Aufstieg. Dahinter geht es nun westlich des Kammverlaufs auf einer Steigspur weiter und zuletzt über eine leichte Felspassage zum  Hocheck, wo eine kleine Holzhütte Unterschlupf bei Gewitter bietet (2 Std. ab Watzmannhaus).

An dieser geht es nun weiter Richtung Süden und gleich über eine ausgesetzte Stelle hinab. Weiter geht es in leichterem Gelände zu einer markanten breiten Felsplatte. Über diese aufwärts und dann kurz ungesichert bis zu einem Gratstück westlich vom Hauptgrat im Bereich eines Felsenfensters.. Nach einem kurzen Abstieg erreicht man ein Rampensystem das zur Mittelspitze führt.
Vom höchsten der drei Watzmann Gipfel geht es zuerst kurz westlich, dann gleich wieder südlich am luftigen Grat hinab, bis man westlich nach einer Rinne wieder flacheres Gelände erreicht. Meist im Bereich des Grates weiter, bis man erneut im Zickzack und über ein ausgesetztes ungesichertes Band absteigt. Es geht weiter hinab bis man in eine Scharte vor einem zackigen, gelben Aufschwung gelangt. Dieser schroffe Gratteil wird westlich umgangen und man erreicht auf Bändern wieder den Grat. Ein Block wird westlich umgangen, dann geht es absteigend in eine Scharte. Schließlich wird ein Grataufschwung östlich umgangen bevor man noch einmal direkt auf dem Grat eine leicht ausgesetzte Passage  genießen darf. Der Gipfelblock der Südspitze  wird zuletzt westseitig erstiegen  (3:30 Std. ab Hocheck).


Abstieg: Von der Südspitze, die übrigens auch auf den Namen Schönfeldspitze hört, geht es weiter über oder kurz neben dem Grat hinab (Drahtseile). An der von oben gesehen zweiten Gratscharte muss man aufpassen: Hier leiten die Markierungen nach rechts von Grat weg. Durch eine Schotterrinne steigt man weiter zu dem großen Geröllhang des Oberen Schönfeld bergab. Den Steigspuren folgend geht es weiter hinab und weit oberhalb der unterhalb befindlichen Steilabbrüche nach links. Zunächst noch über den Geröllhang erreicht man eine Steilstufe. Wieder helfen Drahtseile über diese und die nachfolgende Felsrinne hinab in das Untere Schönfeld. Hier geht es in Südrichtung durch einen Graben hinab und dann über einen teils ausgesetzten Steig erst den Hang querend, dann wieder durch steile Gräben weiter bergab. Nachdem der Weg ein Stück lang fast eben ist steigt man ein letztes mal steiler in den Talkessel des Wimbachgries hinab. Im Talboden angelangt quert der Weg das breite Geröllbett und stößt bald auf einen breiteren Weg. Diesem folgt man nach rechts und wandert zunächst weiter durch Lärchenwald, dann das Kiesbett noch einmal querend hinab zur schön gelegenen Wimbachgrieshütte (3 Std. ab Südspitze).

Von hier führt ein breiter Talweg zur Wimbachbrücke zurück (2 Std. ab Wimbachgroieshütte).

 

Öffentliche Verkehrsmittel

Diese Tour ist gut mit Bahn und Bus erreichbar.

 Mit Umsteigen in Freilassing nach Berchtesgaden. Von hier mit Bus 846 zur Wimbachbrücke.

Anfahrt

Auf der A8 bis Ausfahrt  Bad Reichenhall  und weiter über Bad Reichenhall Richtung Berchtesgaden. Kurz vor Berchtesgaden rechts Richtung Ramsau. Kurz nach einem Tunnel zweigt man nach links zum Parkplatz ab

Parken

Gebührenpflichtiger Parkplatz Wimbachbrücke.

Koordinaten

Geogr.:47.602429 N 12.924432 E
UTM:33T 343989 5274200
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

M. Pröttel, Das perfekte Bergwochenende, Bruckmann Verlag, 2013.

Kartenempfehlungen des Autors

Alpenvereinskarte BY21, Nationalpark Berchtesgaden, 1:25000.

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Martin Gschoßmann
16.09.2017
War das Highlight Heuer, Tour wurde an einem Tag gemacht. Ist nur zu empfehlen! Vorausgesetzt man kommt vor 5 Uhr am Watzmannhaus vorbei, bevor der große run aufs Hocheck beginnt
Bewertung

Lukas Liebel
17.06.2017 • Bergtour • Watzmann Überschreitung, Berchtesgadener Land
Größtenteils schneefrei
Gefahrenhinweis
Kleines schneefeld bei der gradüberschreitung, jedoch mit festen schuhwerk und stöcken relativ ungefährlich umgehbar. Größeres schneefeld auf dem Abstieg(Richtung wimbachgrießhütte), ebenfalls um/begehbar(kann man mit regenhose auch runter rutschen). Sicherungen leicht vereist. Teils rutschige Felsen.
Wetter
Wolkig und leichter Schneefall

Elli Bräumann
11.05.2017
Bewertung

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Keine aktuellen Bedingungen in der Umgebung gefunden.
Bewertung
Schwierigkeit
schwer
Strecke
23 km
Dauer
14:00 Std
Aufstieg
2400 m
Abstieg
2400 m
mit Bahn und Bus erreichbar aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Gipfel-Tour klassischer Klettersteig

Statistik

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