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Die romanischen Kirchen in Köln

Radfahren · Region Köln-Bonn
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Günther Faure
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0 150 300 m km 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10,0 km Länge

Die 11-Kirchen-Tour Diese Tour stellt an den Radtouristen, was Länge und Streckenprofil angeht, keine besonderen Ansprüche: Sie ist etwa 15 km lang und hat auch keine nennenswerte Steigung. Dennoch sollte man sich schon 5 Stunden Zeit nehmen - schließlich will man die Kirchen ja auch besichtigen! Im Mittelpunkt dieser Fahrt stehen 10 der 12 romanischen Kirchen Kölns. Die 11. ist natürlich der gotische Dom... Warum hat eigentlich gerade Köln als einzige Stadt der Welt in ihrem Altstadtbereich 12 romanische Kirchen dieser Größe und Bedeutung? Dafür gibt es mehrere Gründe: 1. war die Hansestadt Köln im Mittelalter eine der reichsten Städte der Welt und seit dem Bau der Stadtmauer ab 1180 auch zugleich die größte Deutschlands. Ein 2. Grund für die Erhaltung so vieler mittelalterlicher Bauten in Köln liegt aber in ganz genau der entgegengesetzen Richtung: Vom Ende des 16. bis zum 18.Jh., also in der Barockzeit, war Köln zu einer sehr armen Stadt geworden, weil sich der Handel nach der Entdeckung von Amerika im Jahre 1492 sehr stark auf die Seefahrt verlagert hatte, Köln aber mitten im Festland liegt und damit von der neuen Entwicklung abgeschnitten war. Kirche und Stadt mussten sparen und konnten keine Neubauten anstelle der alten Kirchen errichten. Die Kölner mußten ihre 'altmodischen' romanischen Kirchen in der ansonsten bauwütigen Barockzeit erhalten und haben sie nur durch eine neue Ausmalung und neue Altäre 'modernisiert'.
leicht
10 km
4:30 h
34 hm
47 hm
Dom/Hauptbahnhof Wir starten am Dom/Hauptbahnhof. Kräftige Zeitgenossen können ihr Bike die Freitreppe zum Nordportal hinauftragen. Einfacher geht es jedoch mit dem Aufzug (U-Bahn). Wir umkurven den Dom im Uhrzeigersinn, lassen ihn (zunächst einmal) links liegen. Schließlich interessieren uns zunächst die älteren romanischen Kirchen. Also: Auf der Domplatte vorbei am Hauptportal (Westseite), dann längs der Südseite zwischen  Römisch Germanischem Museum und dem Dom hindurch, am Museum Ludwig vorbei in Richtung Rheinufer. Jetzt kommen Sie wieder an eine Freitreppe. Aber kein Verdruss: Linker Hand findet sich eine Serpentine auf der man, zumindest schiebend, die Abfahrt zur Rheinpromenade bewältigen kann. Groß St. Martin Nach dieser Klettertour durch den Großstadt-Dschungel finden wir uns jetzt am Rheinufer wieder: Links von uns die Hohenzollern-Brücke, vor uns der Rhein, rechts der Rheingarten und dahinter die Altstadt, überragt von St. Martin . Ehe wir uns in den engen Gässchen verfransen, wählen wir die elegantere Lösung: ca. 200 m rheinaufwärts (also südlich), dann am Fischmarkt rechts abbiegen und geradewegs in die Altstadt. Also: Geradeaus in die Lintgasse , dann wieder rechts ins Martinspförtchen . Vor uns liegt das Hauptportal von Groß St. Martin . ¤ Auf einer Informationstafel, die übrigens vor allen historischen Kirchen Kölns angebracht ist, lesen wir: Erbaut ab 1150 als Benediktiner-Abteikirche an der Stelle römischer Lagerhallen aus dem 2. Jh. und frühmittelalterlicher Vorgängerkirchen. Mitte 13. Jh. vollendet… 1942-45 schwere Beschädigungen. Wiedereröffnung 1985. Etwa zur gleichen Zeit wurde auch die Neubebauung des Platzes abgeschlossen, denn der Krieg hatte auch das 'heilige Kölle' voll erwischt. Kirchen waren da nicht ausgenommen. 'Es kütt wie es kütt', sagt der Kölner in solchen Situationen. Dass auf diesem ehemals kriegszerstörten Platz zwei Kölner "Pappnasen" ein Denkmal gesetzt wurde, entspricht der kölschen Mentalität. In wikipedia.de lesen wir über diese bundesweit bekannten Figuren folgendes:  Tünnes & Schääl sind zwei legendäre Figuren aus dem Puppentheater der Stadt Köln... Bei dem Duo handelt es sich um Figuren, die es in der Realität nie gegeben hat. Da sie nach Meinung vieler Kölner jedoch zahlreiche Eigenarten der Bewohner der Stadt aufweisen, werden sie zu den Kölschen Originalen gezählt... Rheinpegel Weiter, wieder zurück ans Rheinufer. Und so geht es: Martinspförtchen - Lintgasse (links) - Auf dem Rothenberg (rechts) - Marktmannsgasse (links) - Rheinuferpromenade: Vor uns wieder der Rhein, rechts die Deutzer Brücke und links das Kölner Pegelhäuschen. Auf einer ziemlich verwitterten Hinweistafel liest man u.a.: Höchster Pegelstand: 10,8m (?) Niedrigster: 83cm (?) Fahrrinne: 1,50 breit 2,50 tief Wenn kein Hochwasser droht, ist die Promenade auch mit dem Fahrrad befahrbar und es ist sogar gestattet! Also weiter in südlicher Richtung rheinaufwärts! Mutter der Sonnenvögel Wir unterqueren die Deutzer Brücke in Richtung Schokoladenmuseum und St. Maria in Lyskirchen. Etwa 200 m hinter der Brücke begegnen wir, in Höhe der Rheinuferstraße (rechts in Fahrtrichtung) einer ausgesprochen originellen Plastik, die leider, wie so vieles in "Kölle", vor sich hin vegetiert. Als kölschen Pleitegeier wollte der Künstler die Figur allerdings nicht verstanden wissen. Der Geier ist eigentlich als Mutter der Sonnenvögel konzipiert und: Prototyp einer solarangetriebenen kinetischen Vogelskulptur. Mittels Mikroprozessor, Sensoren und Servomotor werden die Flügel in eine Auf- und Abwärtsbewegung versetzt... Darauf kann man lange warten! Denn die Kinetik der Skulptur ist dringend reparaturbedürftig. Doch dafür ist kein Geld da. ¤ St. Maria in Lyskirchen Und weiter rheinaufwärts: Wir sehen die Severinsbrücke, davor das Schokoladenmuseum. Da aber wollen wir nicht hin. Etwa 200 m davor müssen wir nach rechts weg, die Rheinuferstraße (Ampel) überqueren und uns in den Filzengraben einfädeln. 50 m weiter biegen wir nach links ab und sind fast am Ziel: Am Ende von An Lyskirchen : Die Kirche St. Maria in Lyskirchen. Die kleinste der Kölner romanischen Kirchen entstand zwischen 1210 und 1220. Von der alten Ausstattung sind unter anderem Gewölbemalereien aus der Mitte des 13. Jh. im Mittelschiff erhalten... St. Maria im Kapitol Weiter geht es: Auf An Lyskirchen zurück Richtung Filzengraben . Diesen überqueren, hinein in Auf dem Rheinberg , danach links in die Rheingasse . Dann An der Malzmühle überqueren (Vorsicht: breite Rennbahn, keine Ampel!), und geradewegs in die Königstraße (kleines kurzes Gäßchen). Hinter der Treppe mit Fahrrampe sind wir am Ziel. Rechts über uns: St. Maria im Kapitol. ...erbaut ab 1030 als Kirche eines Benediktiner-Nonnenkonvents unter Äbtissin Ida. Schlußweihe 1065. Seit 1802 Pfarrkirche. 1942-1945 schwere Beschädigungen. Eröffnung des Gesamtraumes am 24. Dez. 1984. Die Besichtigung des "Gesamtraumes" der Kirche erweist sich etwas komplizierter. Er ist von Geschäfts- und Wohnhäusern umbaut. Deshalb der Vorschlag: Fahrrad auf dem Marienplatz abstellen, Treppe hoch und die Ostseite vom Lichhof aus besichtigen. Anschließend: Den Marienplatz überqueren, rechts in die Kasinostraße . Im hinteren Teil rechts findet man dann einen ausgesprochen profanen Zugang zum Kircheninneren (ist beschildert). Auf der gegenüberliegenden Seite des Klostergartens finden wir auch den Kircheneingang. St. Georg Wir setzen die Fahrt fort: Zurück zum Marienplatz, rechts in die Stephanstraße , dann links in die Hohe Pforte , überqueren den Mühlenbach und landen am Waidmarkt. Links (Ecke Georgstraße ) steht St. Georg . Auf römischen Mauern, vor der römischen Stadt entstand vielleicht im 7.Jh. ein dem hl. Caesarius geweihtes Oratorium. Nach seiner Zerstörung, vermutlich während der Normanneneinfälle 881, erbaute Erzbischof Anno (reg. 1056-75) an gleicher Stelle einen Neubau zu Ehren des hl. Georg. St. Severin Jetzt  beginnt eine etwa 1½ km lange Rumpelstrecke durchs wilde U-Bahn-Baugebiet der Severinstraße . Trotz aller möglichen (und nicht voraussagbaren) Hindernisse geht es vom Prinzip her immer nur geradeaus. Die Straße ist jedoch bis voraussichtlich 2010 für jede Überraschung gut. Das Severinsviertel wurde durch die römische Stadtentwicklung geprägt. Die zentrale Achse mit Reisegewerbe und Gastronomie diente als Ausfallstraße für Handel und Militär und zur Ansiedlung emittierender Gewerbebetriebe weit vor der Stadt. Wie bei den anderen Landstraßen säumten Gräber und Friedhöfe den Weg... Im Mittelalter prägten Kirchen und Klöster das Viertel. Im Volksmund hieß die Severinstraße auch Pfaffengasse. Ansonsten wurden ausgedehnte Acker- und Grünflächen im Hinterland kultiviert. Bis zum Ende des 18.Jh. Lagen im Vringsveedel auch die meisten Kölner Weinfelder... Erst die Industrialisierung veränderte die ein Jahrtausend alte Gestalt... Dann aber finden wir uns auf dem Severinskirchplatz wieder. Ein erster kleiner Kirchenbau des 4.Jh. befand sich auf einem römischen Gräberfeld. Beim Grab des heiligen Bischofs Severin (um 346-97) wurde im 8.Jh. eine Gemeinschaft von Klerikern gegründet. Die ältesten Teile der Stiftskirche stammen aus dem 10.Jh. Spätere Erweiterungen und Veränderungen spiegeln die gesamte Epoche der Kölner Baukunst bis zum Ausgang der Gotik wider. Im Inneren ist die alte Ausstattung zu großen Teilen erhalten. Nachdem wir die Kirche an ihrer Ostseite begutachtet haben, fahren wir in südwestlicher Richtung durch Am Ferkulum zum Severinstor. ¤ Severinstorburg  ...im Mittelalter 'Porta Sancti Severini', später Severinsporz, auch Vringsporz oder einfach Severinstor genannt, ist eine von vier erhalten gebliebenen Stadttorburgen der mittelalterlichen Stadtmauer von Köln... Neben dem Severinstor gibt es heute noch die Eigelsteintorburg und die Hahnentorburg. Ein viertes erhaltenes Tor ist die Ulrepforte, auch Karthäuser Mühle genannt. Zu dem fahren wir jetzt, und das ist ganz einfach: In nordwestliche Richtung immer dem Karthäuser Wall entlang, (die Einbahnstraße ist für Radfahrer freigegeben) bis man auf die Ulrichgasse stößt. Hier steht (links der Fahrtrichtung) das mittelalterliche Stadttor. Ulrepforte und Stadtmauer Der Name der Ulrepforte leitet sich von den hier ansässigen Töpfern, Ulnern oder Eulern ab. Sie war Teil der mittelalterlichen Befestigungsmauer der Freien Reichsstadt Köln. Der Bau der Stadtmauer durch aufgechüttete Erdwälle begann um 1180. Die Mauer umgab ein ca. Neun Meter tiefer Graben... Nachdem wir die Ulrichgasse überquert haben, geht es auf dem Karthäuser Wall weiter. Etwa 200 m weiter: Ein Stück Kölscher Stadtmauer, das nicht der Abrißbirne des 19 Jh. zum Opfer gefallen ist. Die Arbeiten an der Stadtmauer dauerten um die hundert Jahre. Ende 1259 war der Bau vollendet: Danach war Köln mit dieser Befestigungsanlage die mächtigste Festungsstadt nördlich der Alpen. Die Mauer hatte eine Gesamtlänge von 7,5 km mit 12 Torburgen und 52 Wehrtürmen. Dazu kam noch die rheinseitige Stadtmauer. Die große Mauer stand mehr als 600 Jahre und wurde nie im Kampf erobert, bis dann 1881 mit dem Abriß der Mauer und leider auch des Großteils der Tore begonnen wurde... St. Pantaleon Es geht weiter auf dem Karthäuser Wall bis Am Trutzenberg . Jetzt rechts und an der nächsten Kreuzung links in Am Pantaleonsberg . Wieder rechts in den Weidenbach . Hier auf der rechten Straßenseite wird St. Pantaleon sichtbar. Auf dem Gelände einer römischen Villa besteht seit dem 9. Jh. eine Kirche zu Ehren des griechischen Märtyrers Pantaleon. 937 Gründung einer Benediktinerabtei mit neuer Kirche durch Erzbischof Bruno, dem Bruder Kaiser Ottos des Großen. Die 980 geweihte Kirche wird unter Kaiserin Theophanu ausgebaut und 996 vollendet. Nach Kriegsschäden Wiederaufbau bis 1962... St. Aposteln Wir verlassen St. Pantaleon auf dem Weidenbach in nördlicher Richtung, überqueren die breite Weyerstraße und fädeln uns in die Griechenpforte ein. Später heißt die Straße Kleiner Griechenmarkt : Im 11.Jh. ging von St. Pantaleon ein wichtiger Impuls zur Besiedlung des Viertels aus: Die byzantinische Prinzessin Theopanu, vermählt mit dem jungen Kaiser Otto II und herbeigeschafft von dem Kölner Erzbischof Gero, brachte aus der fernen Heimat ihre Griechen mit: Kunsthandwerker, Goldschmiede, Buchmaler. Sie importierten entscheidende Impulse für die künstlerische und technische Qualität des Handwerks ins Rheinland und wurden hier, nahe der Kirche der Theophanu, angesiedelt. Es wurde das Viertel der Griechen... Wir biegen nach links in die Fleischmengergasse und folgen ihr bis zum Neumarkt. Den umfahren wir im Uhrzeigersinn. Vor uns St. Aposteln : Eine kleine, den 12 Aposteln geweihte Kirche, befindet sich im 10. Jh. außerhalb der noch aufrecht stehenden römischen Stadtmauer. Mit der Gründung eines Kanonikerstiftes an dieser kleinen Kirche im Jahre 1021 wird ein doppelchöriger Neubau errichtet, der 1036 weitgehend vollendet ist. Der Ausbau, mit dem Kleeblattchor im Osten und dem mächtigen Turm im Westen, ist sichtbar von byzantinischen Elementen geprägt... 1942-1944 schwere Beschädigung durch Bombenangriffe. Der Wiederaufbau erfolgt in Etappen zwischen 1948 - 1975... ¤ Römerturm Weiter geht es nach Norden, durch die Gertrudenstraße, dann in die St. Apern Straße an der Ecke zur Zeughausstraße, rechts (in Fahrtrichtung) der Römerturm : Nordwestlicher Eckturm der römischen Stadtbefestigung. Einzig fast vollständig erhaltener Turm des ab 50 n.Chr., nach Erhebung Kölns zur römischen Kolonie errichteten Mauerrings. Sein erstaunlich guter Erhaltungszustand wird dem Umstand verdankt, dass der Turm ab dem frühen 14.Jh. als Latrine in den Baukomplex des Franziskanerinnenklosters St. Klara eingebunden war... 1896/97 Anbau eines neugotischen Hauses. St. Gereon Wir überqueren jetzt die Zeughausstraße , biegen hinter der Ampel rechts in die Friesenstraße , und die 2. wieder rechts: das ist die Norbertstraße. Diese geradeaus, über den Gereonshof hinweg in das Gereonskloster: Wir haben St. Gereon erreicht: In der zweiten Hälfte des 4.Jh. entsteht auf einem antiken Gräberfeld vor der römischen Stadtmauer ein als Mausoleum dienender Zentralbau. Später Umwidmung zu einer Kirche. Um 590 werden dort die Märtyrer der Thebäischen Legion verehrt. 839 ist erstmals ein Stift bei St.Gereon bezeugt. Im 11.Jh. lässt Erzbischof Anno anbauen: 1069 wird die Kirche geweiht. Nach der Besichtigung des Kircheninneren bewegen wir uns am besten schiebend durch den Pfarrgarten, im Uhrzeigersinn um die Kirche Richtung Osten. Jetzt befinden wir uns auf Gereonsdriesch. Auffallend auf dem eigentlich schönen, aber ziemlich verwahrlosten Platz, eine Skulptur neueren Datums: Der wegen seiner Standhaftigkeit im christlichen Glauben enthauptete thebäische Legionär Gereon erlitt das Martyrium nach einer Überlieferung im Jahre 286 an diesem Ort, dessen Namengebung Driesch vom griechischen Drypis (=Streit) abgeleitet werden kann. Dies verweist auf einen römischen Waffenplatz, der auch zugleich als Mordhof der thebäischen Legion bezeichnet worden ist. Über der Grabstätte des Märtyrers erhebt sich seit der spätantiken Zeit die Kirche St.Gereon... St. Ursula Am Gereonsdriesch überqueren wir die Christophstraße und fahren geradewegs in den Klingelpütz , später kreuzen wir die Kyotostraße und weiter auf den Klingelpütz bis zur Cordulastraße . Jetzt rechts in die Cordulastraße , die Eintrachtstraße überqueren und über die Ursulaklause direkt auf den Dechant Löbbel Platz fahren. Vor uns das Hauptportal von St. Ursula. Die Kirche liegt auf einem spätantiken Gräberfeld an der nördlichen Ausfallstraße der Römerstadt. Ein spätantiker Memorialbau war einer Gruppe spätrömischer Mätryrerinnen geweiht, deren tradierte Zahl im Laufe der Legendenentwicklung von zunächst 11 auf 11.000 wuchs und an deren Spitze die britische Königstochter Ursula stand. Sie wurde Titelheilige der Kirche und neben den heiligen drei Königen und dem hl. Gereon Stadtpatronin von Köln... Im zweiten Viertel des 12.Jh. Neubau der heutigen Kirche... Im 17. Jh.: Barockisierung... Eigelstein Die Weiterfahrt gestaltet sich nur scheinbar kompliziert: Wir fahren solange auf der Ursulagarten Straße (erst rechts, dann links) bis wir wieder auf der Eintrachtstraße landen. Hier wieder rechts, aber sicherheitshalber schieben: Einbahnstraße! Doch die paar Meter bis zum Eigelstein wird man verschmerzen können... Ursprünglich war der 'Eigelstein' eine römische Ausfallstraße zum nördlichen Militärstützpunkt Xanten... Schon damals siedelte man aus Gründen des Umweltschutzes störende Betriebe vor die Stadtmauer an: Gerbereien und Leimsieder wegen der Geruchsbelästigung, Schmiede, Glasbläser und Töpfereien wegen der Brandgefahr. Die Handwerker arbeiteten und wohnten hier. Entlang der Straße wurden außerdem auch die römischen Friedhöfe angelegt... Diese zwei Funktionen - Gewerbegebiet und Gräberfeld - führten zu einem Siedlungsschwerpunkt an der Landstraße vor der Stadt... St. Kunibert Jetzt rechts die Straße Richtung Hauptbahnhof fahren. Nach etwa 100 m links in die Machabäerstraße , den 'Berg' hinunter, bei Grün die Turiner Straße kreuzen. Und weiter geradeaus, dann die 2. links auf An der Linde. St. Kunibert wird sichtbar: Im 7.Jh. gründete der Kölner Bischof Kunibert (623-663) eine dem hl. Clemens geweihte Kirche auf einem Gräberfeld nördlich der Römerstadt. Ein vorchristliches Brunnenheiligtum könnte die Keimzelle der Anlage gewesen sein... Um 1215-1247 Bau der heutigen dreitürmigen Kirche... Damit beendet St. Kunibert die romanische Bauepoche Kölns... ¤ Hohenzollernbrücke Wir umrunden die Kirche im Uhrzeigersinn und treten die Weiterfahrt Richtung Ziel über die Kunibertgasse an. Dann links wieder in die Machabäerstraße bis zum Konrad Adenauer Ufer, das wir (Ampel!) schiebend überqueren. Einige Meter weiter geradeaus, und wir finden uns auf der Rheinuferpromenade (Trankgassenwerft) wieder. Jetzt geht es rheinaufwärts Richtung Hohenzollernbrücke: Ursprünglich war die Hohenzollernbrücke eine Eisenbahn und Straßenbrücke. Sie wurde zwischen 1907 und 1911 an Stelle der zweigleisigen Dombrücke aus dem Jahr 1859 errichtet. Obwohl damals die Lage von Brücke und Bahnhof umstritten war, folgte man in Köln letztendlich den Vorstellungen des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm IV. Der wünschte sich die Ausrichtung der Brücke auf die Mittelachse des Doms als grandiose Fortsetzung des abendländisch-katholischen Köln im industriezeitlich protestantisch-preußischen Brückenbauwerk. Damals war es üblich, ein solches Ingenieurbauwerk mit Architektur zu 'verschönern'. Besonders die Nachbarschaft zum Dom forderte preußischen Pomp geradezu heraus... Bis heute erhalten geblieben sind uns, an den Brückenköpfen, die Reiterstandbilder der Preußenkönige und Kaiser. Der Dom Wir unterqueren die Brücke und dann rechts in den Heinrich Böll Platz einbiegen. Vor uns wieder die Freitreppe mit Serpentine. Dann über den Frankenplatz am Museum Ludwig und dem Römisch Germanischen Museum vorbei auf die Domplatte. Wer jetzt noch über genug Kraft und Lust verfügt, sollte sich den Kölner Dom nicht entgehen lassen.  Vor 2000 Jahren bildete das heutige Domquartier die nordöstliche Ecke der Stadt, ein Randgebiet auf abschüssigem Hang, dicht an der römischen Stadtmauer, auf dem die frühen Christen wahrscheinlich schon im 2. oder 3. Jh. ihren Kultraum einrichteten. Der Ort entsprach ihrer gesellschaftlichen Stellung als eine Randgruppe. Nachdem das Christentum zur Hauptreligion avanciert war wurden in zahllosen An- und Umbauten auf dem Hügel kirchliche Räume und Gebäude errichtet. Über zwanzig Bauetappen konnten bis heute ausgegraben werden... Das entscheidende Ereignis für den neuen, den gotischen Dom fällt in das Jahr 1164. Der Kölner Bischof Reinald von Dassel hatte den deutschen Kaiser Barbarossa auf seinen Raubzügen nach Italien begleitet und bei der Plünderung Mailands die Gebeine der 'Magier aus dem Orient' als Kriegsbeute an sich gebracht. Mit diesen wertvollen Reliquien, die gemeinhin als die 'Heiligen drei Könige' bekannt sind, kehrte er nach Köln zurück. Die stetig ansteigende Zahl der Pilger zum neuen Grab der geheiligten Könige führte dazu, dass der alte Dom auf Dauer zu eng wurde: Ein neuer musste her. Am 12. August 1248 wurde mit dem Bau begonnen. Es sollte über 600 Jahre dauern bis das gotische Bauwerk auf Betreiben des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm IV (1882) fertig wurde. Für die ganz Wackeren empfiehlt sich jetzt noch der Aufstieg in den Südturm: Turmhöhe: 157 m Stufen: 509 Aufstieg: 100 m Auf & Abstieg: 30 Minuten Aufzug: keiner  Information für alle anderen: Der Bahnhof ist nicht weit - die Altstadt auch nicht...

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Gross St. Martin St. Maria Lyskirchen St. Maria im Kapitol St. Georg St. Severin Severinstorburg Ulrepforte Stadtmauer am Sachsenring St. Pantaleon St. Aposteln Römerturm St. Gereon St. Ursula St. Kunibert Dom

Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Höchster Punkt
53 m
Tiefster Punkt
39 m

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Schwierigkeit
leicht
Strecke
10 km
Dauer
4:30 h
Aufstieg
34 hm
Abstieg
47 hm

Statistik

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