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Die Wacht am Rhein Teil II

· 1 Bewertung · Radfahren · Region Köln-Bonn
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Günther Faure
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Karte / Die Wacht am Rhein Teil II
0 150 300 m km 5 10 15 20 25 30 32,1 km Länge

Kölns 'schääl Sick' und die Preussen Im Laufe der Geschichte ist Köln fast immer Festungsstadt gewesen: Die Römer bauten eine Mauer, im Mittelalter gab es natürlich eine und auch die Preußen wollten auf ein Bollwerk nicht verzichten: Sie bauten gleich zwei davon. Die Befestigungsanlagen blieben zum Ende des Ersten Weltkrieges intakt, ohne militärisch Wirkung zu hinterlassen. Danach sollten sie, nach dem Willen der Siegermächte, geschleift werden. Doch der damalige Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer erreichte es, dass nicht alle Anlagen abgerissen wurden. Nach einem Generalbebauungsplan wurden in den zwanziger Jahren Forts und Umgebung in Parkanlagen umgewandelt. Und die sind der Stadt teilweise in einem ziemlich verwilderten Zustand erhalten geblieben: Ist eben Gras über die Geschichte gewachsen!
leicht
32,1 km
6:30 h
94 hm
94 hm
Von der Deutzer Brücke bis zum Fort IX (7,2 km) Wegeverlauf: Siegburger Straße - Severinsbrücke - Deutzer Hafen - Alfred-Schütte-Allee - Südbrücke - Weidenweg - Rodenkirchener Brücke - Westhovener Aue - Porzer Ringstraße - Am Blauen Stein Start & Zielpunkt: Die KVB - Haltestelle Deutzer Freiheit in der Siegburger Straße (Linie 7 und 8). Von dort geht es direkt hinunter zum Rheinufer und dann links rheinaufwärts Richtung Severinsbrücke . Die Severinsbrücke wurde 1958/1959 gebaut und am 7.November 1959 eingeweiht. Das Besondere an diesem Entwurf ist, dass er mit nur einem asymmetrisch gestellten Dreieckspylon auskommt, an dem der Brückenkörper mit Stahlseilen aufgehängt ist. Die ‘seilverspannte Balkenbrücke’ ist 691 m lang und 29,5 m breit. Größte Stützweite ist 302 m. Der Pylon ragt 77,2 m über das Brückenfundament hinaus.  Wir fahren unter der Brücke hindurch und auf dem Radweg weiter durch den Deutzer Hafen bis zur Drehbrücke: Eine Drehbrücke ist eine bewegliche Brücke, bei welcher der in der Mitte des Gewässers stehende Brückenpfeiler über eine Einrichtung verfügt, den Fahrweg um 90 Grad zu drehen und hierdurch den Schiffen auf der Wasserstraße eine freie Fahrt zu ermöglichen. Die älteste Drehbrücke Deutschlands befindet sich in der Nähe von Mainz. Sie wurde bereits 1877 erbaut. Diese erst 1908... Jetzt radeln wir rechts über die Brücke auf den Deich hinauf und dann links auf dem Radweg die Alfred-Schütte-Allee entlang und fahren dann unter der Südbrücke hindurch. Die Südbrücke wurde in dem Zeitraum von 1906 bis 1910 gebaut. Sie besitzt massive Brückentürme. Die unteren Bereiche dienten der Verteidigung des Brückenkopfes innerhalb der Festung Köln. Die niedrigen Räume im Innern wurden unter anderem auch zur Aufstellung von Geschützen genutzt. Im Sockelbereich der Brückentürme befinden sich die Schießscharten. 1945 wurde die Brücke durch einen Luftangriff zerstört. Sie wurde jedoch direkt nach dem Krieg provisorisch wieder aufgebaut und schon am 3.Mai 1946 für den Schienenverkehr freigegeben. Der endgültige Wiederaufbau wurde am 1.Oktober 1950 vollendet. Die Brücke kann auch von Fußgängern und Radfahrern überquert werden. Wir rollen weiter bis zum Weidenweg, biegen rechts ein und sehen vor uns die Rodenkirchener Brücke . Ende 1941 wurde diese Autobahnbrücke in Betrieb genommen und bereits Anfang 1945 durch einen Luftangriff vollends zerstört. Ende 1954 ist sie wieder aufgebaut und 1995 aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens zusätzlich verbreitert worden. Wir unterqueren die Brücke und folgen dem Weg bis zum Ende. Am Zaun der früheren Belgischen Kaserne, hinter dem sich das Zwischenwerk IXa vermuten lässt, halten wir uns links. Das Zwischenwerk IXa liegt auf dem ehemaligen Gelände einer Wehrmachtskaserne. Diese wurde nach dem Weltkrieg von der Belgischen Armee weitergenutzt. Inzwischen wurden die Liegenschaften vom Militär aufgegeben. Ein Teil des Geländes wurde durch die Stadt Köln aufgekauft. Im Bereich des ehemaligen Truppenübungsplatzes und Wasserübungsbereiches wurde das Gelände saniert, alle Aufbauten, bis auf das Zwischenwerk, wurden abgerissen. Für die Öffentlichkeit wurde das Gelände geöffnet, man kann dort auf den befestigten Wegen spazieren gehen. Das Zwischenwerk liegt heute im offenen Gelände, aber man darf die Wege nicht verlassen, weil in den Freiflächen noch Kampfmittel liegen könnten. Es geht weiter geradeaus auf der Westhovener Aue: Auf dem äußeren Festungsgürtel, der nach dem Versailler Vertrag als militärisches Gelände aufgegeben werden musste, entstand in den zwanziger Jahren der Äußere Grüngürtel, der heute mit seiner Gesamtfläche von ca. 800 Hektar als die größte städtische Grünanlage Kölns gilt. Als Volloval mit einem Umfang von fast 40 Kilometern geplant, sollte der Grüngürtel rechts- und linksrheinische Gebiete miteinander verbinden und ein grünes Band zwischen der Stadt Köln und ihrem Umland bilden. Die Weltwirtschaftskrise Ende der zwanziger Jahre und der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ließen die Planungen aber ins Stocken geraten; der Wiederaufbau der Anlage brachte in den fünfziger Jahren diverse Einbußen mit sich. Insbesondere auf der rechtsrheinischen Seite erscheint der Grüngürtel heute zerstückelt und in unregelmäßige Teilflächen untergliedert. ¤ Wir fahren weiter bis zur Kreuzung mit der Kölner Straße und überqueren diese an der Ampel. Anschließend folgen wir der Porzer Ringstraße. Zwischen Drieschstraße und Auf dem Wasserfeld führt rechts ein Weg zum Eingangstor des Geländes von Fort IX. Doch das ist offensichtlich schon seit Jahrhunderten geschlossen: Nur von Am Blauen Stein ist ein Blick auf das verrottete Gemäuer möglich! Das Fort wurde im Zeitraum von 1877 bis 1881 erbaut. Es gehört zu den vier rechtsrheinischen Forts. Bereits sieben Jahre nach der Fertigstellung musste das Fort teilmodernisiert und verstärkt werden. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Köln durch britische Truppen besetzt. Gemäß Versailler Vertrag begann 1920 die Schleifung der Festung Köln. Die Forts spielten keine Rolle mehr und verwaisten. Die Nazis nutzten das Fort IX als "Freiwilliges Arbeits- und militärisches Früherziehungslager" für jugendliche Abiturienten der NSDAP. In der Nachbarschaft zum Fort baute die Wehrmacht eine Kaserne, anschließend wurde die Restfestung ins Kasernengelände integriert. Während des Krieges wurden Zwangsarbeiter in das Fort einquartiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Fort bis 1998 von den belgischen Streitkräften als Pferdestall und Schießstand genutzt. Kurze Zeit betrieb dort ein privater Nutzer einen Reitstall. Heute verfällt das Fort zusehends. Vom Bahnhof Gremberg  über das Freibad Vingst zum Fort X (3,74 km) Wegeverlauf: Porzer Ringstraße - Gremberger Ring - Im Gremberg - Alter Deutzer Postweg - Langendahlweg - Vingster Ring - Nohlenweg Unsere Tour führt uns weiter auf der Porzer Ringstraße, wir überqueren die Bahnlinie und dann die A4 und befinden uns auf dem Gremberger Ring. Links in die Straße Im Gremberg einbiegen. Das Gremberger Wäldchen , das bereits 1898 von der Stadt Köln erworben wurde und den einzigen rechtsrheinisch gelegenen Altwaldbestand des Grüngürtels darstellt, schließt sich in nördlicher Richtung an und leitet über zum Vingster Berg , der nach 1945 aus Trümmerschutt entstand. Im Zuge des Ausbaus der rechtsrheinischen Autobahn Anfang der siebziger Jahre wurde das Wäldchen in seiner Mitte von dem östlichen Autobahnzubringer durchschnitten und erhielt als Ausgleich im Osten eine Erweiterung um das bereits bewaldete Zwischenwerk IXb. Am Ende des Weges folgen wir dem Wegweiser "Vingst" , bzw. wir biegen rechts ab und queren die Brücke über den Gremberger Ring. Wir folgen diesem Radweg und fahren dann unter dem Zubringer hindurch. In den ersten Waldweg biegen wir scharf nach rechts ein. Nach etwa 150 m wird links das Gemäuer des Zwischenwerks IXb sichtbar, welches heute eingezwängt zwischen Autobahn und Bahngleisen im erweiterten Gremberger Wäldchen liegt. Im Außenbereich sind die Konturen der Gräben noch zu erkennen. Reste der Ziegelmauer sind noch auffindbar. Den Waldweg fahren wir jetzt wieder zurück, biegen dann auf Asphalt nach rechts und folgen dem Wegweiser „Vingster Ring". Unter der Eisenbahnbrücke geht es hindurch, dann wird der Alte Deutzer Postweg überquert. Nach kurzer Fahrt (Richtung „Vingster Ring") biegen wir rechts in den Waldweg ein. An dessen Ende geht es rechts in den Langendahlweg und am Freibad Vingst vorbei bis wir uns am Ende der Umzäunung wieder links halten. An der nächsten Wegekreuzung geht es wieder links weiter bis zum Vingster Ring, wo wir rechts abbiegen. Auf dem Kleingartengelände, das wir zur Rechten sehen können, befand sich das Zwischenwerk Xa : Das Zwischenwerk Xa in Vingst ist nach dem Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört und in eine Grünanlage umgestaltet worden. Hohe Unterhaltungskosten, mangelnde Verkehrssicherheit und eine fehlende Folgenutzung waren die Gründe. Der Grundriss und die Ausdehnung der ehemaligen Befestigungsanlage kann jedoch noch anhand der Topographie und der umgebenden Randpflanzung abgelesen werden. ¤ Jetzt überqueren wir die Ostheimer Straße und fahren auf der linken Straßenseite weiter auf dem Vingster Ring (Radweg!) bis zur Frankfurter Straße. Dann biegen wir in den Nohlenweg und dort in den schräg nach rechts abzweigenden Waldweg, wo sich das Fort X befindet. Dieses Fort in Höhenberg vermittelt am deutlichsten eine Vorstellung von der ursprünglichen Größe und Ausdehnung der ehemaligen Kölner Außenforts. So ist die Kehlkaserne in ihrer vollen Länge erhalten und der vorgelagerte Kehlgraben noch von Mauern eingefasst. Während der Umgestaltung des Forts nach dem Ersten Weltkrieg wurde der an die Rückseite der Kehlkaserne angrenzende innere Fortbereich eingeebnet und in einen offenen Wiesenraum umgestaltet. An den seitlichen Rändern sind Erdaufschüttungen und Gräben vorhanden, die den ehemaligen Verlauf des äußeren; mit Mauern eingefassten, Grabens verdeutlichen. Ein umlaufender Weg zeichnet die Ausmaße der gesamten Fortanlage nach. Von der Olpener Strasse über zwei weitere Festungsruinen zum Fort XI (6,2 km) Wegeverlauf: Plettenberger Straße - Merheimer Heide - Schlagbaumweg - Buchheimer Ring - Herler Ring - Bergisch Gladbacher Straße - Honschaftsstraße - Piccoloministraße  Wieder zurück fahren wir rechts auf dem Radweg Richtung Olpener Straße. Diese überqueren wir und radeln geradeaus (Plettenberger Straße) über die Straßenbahnschienen (Rückfahrmöglichkeit mit Stadtbahnlinie 1) in die Merheimer Heide . Auf dem Hauptweg rollen wir geradeaus durch die Wiesenlandschaft. Am Wetterschutzpilz geht es schräg nach links, am Ende des Weges wieder links und anschließend schieben wir unsere Räder rechts über die Autobahnbrücke. Die Merheimer Heide ist eine der letzten Anlagen, die in Funktion und Lage auf die historische Grünraumplanung zurückgeht. Der auf einem ehemaligem Exerzierplatz angelegte Park integrierte zwei Festungswerke (Zwischenwerke), die heute nur aufgrund einer kleinen Anhöhe bzw. einiger Ruinenreste auffindbar sind. Mit der Merheimer Heide sollte ein adäquater Erholungsraum zum linksrheinischen Äußeren Grüngürtel für die rechtsrheinischen Vororte geschaffen werden. Der Parkbau dauerte von 1929 bis 1932. Die lang gestreckte geometrisch gegliederte Parkanlage mit der klaren Trennung der verschiedenen funktionalen Räume und dem weit offenen Binnenraum mit dem sparsamen und geradlinigen Wegenetz kennzeichnete die Merheimer Heide als Schöpfung der ausgehenden 20er-Jahre. Durch den Bau eines Autobahnkreuzes inmitten der Merheimer Heide ist die Anlage heute zweigeteilt und hat viel von ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild eingebüßt.  Hinter der Autobahnbrücke geht es geradeaus weiter und vor dem Sportplatz rechts halten wir auf den Reitstall zu. Die Überreste des Zwischenwerkes Xc findet man im Gemäuer der Reithallen wieder. Das Zwischenwerk Xc am Schlagbaumweg in Buchheim ist heute nur noch in Resten vorhanden. Mit dem Ausbau der Grünanlage Merheimer Heide gegen Ende der 20er Jahre wurde das gesamte Zwischenwerk umgestaltet. Teile der ehemaligen Festungsbauten sind heute in die Nutzbauten eines Reitvereins eingebunden. Wir fahren wieder zurück, halten uns am Sportplatz rechts und kreuzen den Schlagbaumweg. Weiter geht unsere Tour auf dem Buchheimer Ring über die Straßenbahnlinie (Rückfahrmöglichkeit in die Innenstadt) hinweg, dann sind wir auf dem Herler Ring. An den Tennisplätzen führt rechts ein Weg zur nächsten ehemaligen Befestigungsanlage: Das Zwischenwerk XIa im Bereich Herler Ring/Bergisch Gladbacher Straße in Holweide ist in weiten Teilen noch im Originalzustand erhalten. An der Rückseite der Kehlkaserne sind die bei Zwischenwerken gelegentlich anzutreffenden Basaltmauern und die abgeschrägte Schildmauer erhalten geblieben. Durch den späteren Anbau an die Kehlkaserne wurde das Erscheinungsbild des Zwischenwerkes stark verändert. Heute befinden sich hier Heime und Anlagen eines Turnvereins. Auf einem unbefestigten Weg lässt sich die ehemalige Festungsanlage durch den heutigen Park mit dem Rad umrunden. ¤ Weiter geht es zur Bergisch Gladbacher Straße, wo wir die Autobahn überqueren. An der Tankstelle links biegen wir in die Honschaftsstraße ein, der wir geradeaus bis zur Piccoloministraße folgen. Hier wieder links, die Autobahn unterqueren und weiter geradeaus bis zum ersten asphaltierten Weg. Dann dem Schild "Fort XI" folgen. Das Fort XI   in Mülheim ist das beste Beispiel sowohl für die ursprünglichen Festungswerke als auch für die umgestalteten „Grünen Forts" im rechtsrheinischen Köln. Der nahezu unverändert gebliebene Eingangsbereich ist typisch für diese Fortanlagen. Auf einem Weg, der zunächst keinen Blick auf das Festungswerk freigibt, gelangt man zum Fort. Erst unmittelbar davor steht man neben einem seitlichen Blockhaus mit einem Tor, dessen Seitenpfeiler noch vorhanden sind. Dahinter kann man einen halbrunden Platz und einen gemauerten Kehlgraben mit Stützbögen erkennen. Der lang gestreckte Bau der Kehlkaserne selbst dokumentiert die regelmäßige Abfolge von jeweils zwei dicht nebeneinander befindlichen Rund-bogenfenstern. Im Vorhof befinden sich eine überdachte Grill- und Sitzecke, hinter den Erdwällen in östlicher Richtung Wiesen und Spielflächen. Von Mühlheim zum Stammheimer Schlosspark (10,1 km) Wegeverlauf: Piccoloministraße - Mühlheimer Ring - Cottbuser Straße - Neurather Weg - Baseler Weg - Triberger Weg - Bruder-Klaus-Siedlung - Haslacher Weg - Höhenhauser Ring - Dünnwalder Kommunalweg - Stammheimer Ring - Stammheimer Häuschen - Wolfskaul - Haferkamp - Egonstraße - Am Stammheimer Schloßpark Wir kehren zur Piccoloministraße zurück und fahren dann rechts auf den Mühlheimer Ring, an dessen Ende biegen wir rechts in die Cottbuser Straße: Rechts vor der Kreuzung mit der Berliner Straße liegt das  Zwischenwerk XI b, dessen Kehlkaserne noch erhalten ist. Der auf verschiedenen Niveauebenen angelegte geometrische Schmuckgarten ist in seinen ursprünglichen Strukturen erhalten geblieben. Der Grundriss des Zwischenwerks wird durch den Verlauf der Wege, durch Mauern, Treppen und durch die Bepflanzung angedeutet. In den Gebäuden des Zwischenwerks hat ein Musikverein seine Proberäume. Nachdem wir auf den Parkwegen die Festungsanlage umrundet haben, geht es weiter geradeaus: Wir überqueren die Berliner Straße, folgen dem Neurather Weg bis zum Ende und fahren dann schräg links über den Mühlheimer Autobahnzubringer. Nach der Brücke geht es durch den Baseler Weg, später links in den Triberger Weg. Am Übergang zum Haslacher Weg befindet sich rechts der Zugang zum Park der Bruder- Klaus- Siedlung, wo sich das Zwischenwerk XIIa befindet. Um dieses begrünte Zwischenwerk entstand in den 50er Jahren die Bruder-Klaus-Siedlung (Höhenhauser Ring/ Triberger Straße). Beim Bau der Siedlung nutzte man das Festungswerk zunächst zu Lager- und Wohnzwecken, aber auch als Versammlungsraum. Nach der Fertigstellung der Siedlung wurde das Zwischenwerk vollkommen zerstört und in eine Grünanlage umgestaltet. Anhand der Bodenmodellierung kann man noch heute den ehemaligen Grundriss der Festung erahnen. Wir radeln zurück zum Haslacher Weg, danach rechts in Richtung Höhenhauser Ring und wieder rechts in Richtung Dünnwalder Kommunalweg. Dort biegen wir nach links und unterqueren die S-Bahn Stammheim. Anschließend kreuzen wir die Düsseldorfer Straße und fahren geradewegs auf den Stammheimer Ring. Rechts biegen wir in das Stammheimer Häuschen ein und fahren geradeaus zur Parkanlage des ehemaligen Fort XII, von dem leider nicht viel geblieben ist. Es wurde jedoch nicht zerstört, sondern lediglich „begraben". Wie beim Zwischenwerk XIIa lassen sich nur noch in der Bodenmodellierung des hier entstandenen Parks die einstigen Ausmaße dieses Forts ablesen. ¤ Wir nehmen unseren Weg wieder auf und radeln über die autoarmen Sträßchen Wolfskaul und Haferkamp (links), dann nehmen wir den Fuß- und Radweg in westliche Richtung, überqueren die Bahngleise, dann geht es über den Stammheimer Ring geradeaus Richtung Egonstraße: Hier fahren wir links und gleich wieder rechts in die Straße Am Stammheimer Schlosspark. Am Ende der Straße biegen wir nach links in den gleichnamigen Park. Die bereits 1822 angelegte Lindenallee ist der älteste Bereich des Parks, aufgrund umfangreicher Schäden musste sie nach 1980 völlig neu gepflanzt werden. 50 Personen waren von 1829 bis 1832 mit der Anlage des Gartens, dem Bau des verzweigten Wegenetzes und der Anpflanzung von 600 Bäumen und 500 Sträuchern beschäftigt. Durch Besitzerwechsel und Kriegsereignisse ist im Laufe des 20. Jahrhunderts nicht nur das Schloss mit seinem vorgelagerten Ziergarten, sondern auch Teile der Wegeführung und manch altehrwürdiger Baum verloren gegangen. Dafür sorgen heute diverse Skulpturen für Abwechslung! Vom Stammheimer Ufer durch den Rheinpark zurück zur Siegburger Str. (7.3 km) Wegeverlauf: Stammheimer Ufer - Mühlheimer Freiheit - Am Pulverturm - Hafenstraße - Rheinpark - Kennedy Ufer - Gablentzstraße - Siegburgerstraße Jetzt geht es nur noch geradeaus dem Rhein entlang in südliche Richtung bis zur Mühlheimer Brücke .  Am 15.Juli 1926 wurde der Bau einer festen Brücke von Köln nach Mülheim beschlossen. Allerdings behinderten langwierige Verhandlungen in den Ausschüssen den Baubeginn, sodass dieser erst ein knappes Jahr später am 19.Mai 1927 begann. Mit der Unterstützung des Oberbürgermeisters Konrad Adenauer wurde das Konzept einer Hängebrücke durchgesetzt. Das offizielle Ende des Baus wurde am 13.Oktober 1929 in einer großen Einweihung gefeiert. Damals war sie die größte Hängebrücke des Kontinents. Am 14.Oktober 1944 war es eben diese Brücke, die als erstes in einem Bomberangriff zerstört wurde. Sie gehörte auch zu den letzten Brücken, die nach dem Krieg wiederaufgebaut wurden. So wurde sie erst am 8.September 1951, wieder in Anwesenheit von Konrad Adenauer, eingeweiht.  Wir unterqueren diese schicksalgebeutelte Brücke auf der Mühlheimer Freiheit und biegen nach etwa 250 m rechts in die Straße Am Pulverturm, dann links in die Hafenstraße, wo wir die Fußgängerbrücke (rechts) in Richtung Rheinpark überqueren. Weiter rheinaufwärts sehen wir bereits die  Zoobrücke. Als letzte der acht Kölner Brücken wurde die Zoobrücke am 22.November 1966 eröffnet. Sie ist mit einer Länge von 1325 Metern die längste Brücke von Köln, wobei eine einmalige Konstruktion die Überbrückung von 259 Metern ohne Stützpfeiler ermöglicht. Wir gelangen jetzt auf das Gelände des Kölner Rheinparks , wo sich einst das Fort XV befand. Heute ist auch dieses Fort nicht mehr existent. Von seiner Existenz zeugt nur noch die Geländegestaltung im Bereich des Rheinparkcafes, das zur Bundesgartenschau 1957 auf dem Trümmerberg des Forts errichtet wurde. Die Festung lag in etwa dort, wo sich heute das Café befindet, von dessen höher gelegener Terrasse kann man in den einstigen Graben blicken. Mit der Aufgabe der Festung Deutz und der Niederlegung der militärischen Bauten vor dem Ersten Weltkrieg verlor das Fort in der Deutzer Aue seine Funktion. Anläßlich des fünfundzwanzigjährigen Thronjubiläums Wilhelms II. im Jahre 1913 sollte hier ein Kaiser-Wilhelm-Park angelegt werden. Schon 1914 wurde das alte Fort umgestaltet und ein im klassizistischen Stil gehaltene „Teehaus" errichtet. Der ehemalige Wallgraben wurde zu einem Staudengarten umgestaltet. Zwischen 1920 und 1928 wurde ein nun als „Rheinpark" bezeichneter Volkspark errichtet. Anläßlich der ersten Kölner Bundesgartenschau 1957 wurde der Rheinpark neu gestaltet und für die Bundesgartenschau 1971 nochmals überarbeitet. Daher ist die Gartenarchitektur vor allem von dem Stil der 50er und 60er Jahre geprägt und gehört zu den besterhaltenen Anlagen aus dieser Zeit in Deutschland. Durch den Rheinpark führt eine zwei Kilometer lange Kinderbahn. Außerdem liegt am Rande des Parks die beliebte 'Claudius Therme', die einem römischen Badehaus nachempfunden wurde und von einer Thermalquelle aus dem Erdinneren gespeist wird. Im südlichen Teil des Rheinparks liegt der 'Tanzbrunnen', ein bekannter und beliebter Veranstaltungsort. ¤ Wir radeln allmählich dem Ende unserer Tour entgegen. Über das Kennedy Ufer geht es zur wohl schönsten und bekanntesten der Kölner Brücken, der Hohenzollernbrücke : Am 1.Mai 1911 wurde sie dem Bahnverkehr übergeben und die feierliche Einweihung folgte drei Wochen später. Zum ersten Mal besuchte die kaiserliche Familie Deutz und weihte die Brücke in einem feierlichen Akt ein. An der Nordseite enthüllte Wilhelm II. das Denkmal seines Vaters Friedrich III., auf der Südseite stand schon zum damaligen Zeitpunkt sein eigenes Denkmal. Dieses Denkmal wurde bereits ein halbes Jahr zuvor eingeweiht, was dazu führte, dass die Brücke anstelle von "Nordbrücke" den Namen "Hohenzollernbrücke" erhielt. Als letzte der Kölner Brücken wurde die Hohenzollernbrücke am 6.März 1945 von deutschen Soldaten zerstört, um die Allierten an einer schnellen Rheinüberquerung zu hindern. Nach dieser Sprengung gab es im Stadtgebiet keine intakte Brücke mehr, das linksrheinische vom rechtsrheinischen Köln getrennt. Sie wird jedoch neben der Südbrücke als eine der ersten Brücken Kölns direkt nach dem Krieg weder aufgebaut. Am 8.Mai 1948 wird sie wieder dem Verkehr übergeben.In den Jahren 1989 bis 1990 wurde die Brücke um 11,5 Meter verbreitert, sodass jetzt nicht nur vier Gleise über den Rhein führen, sondern sechs. Nachdem wir die wuchtige Eisenbahnbrücke bewundert haben, sehen wir sogleich die nächste Rheinbrücke, die Deutzer Brücke . Sie wurde am 16.November 1822 mit einer großen Feier eingeweiht. Die Brücke war in der Mitte für den Schiffsverkehr zu öffnen und konnte sogar bei Bedarf komplett eingezogen werden. Sehr zum Leid der Kölner musste dies des Öfteren bei Hochwasser oder Treibeis gemacht werden. Passanten mussten übrigens ein Brückengeld entrichten, um passieren zu können. Der Grundstein für die erste feste Brücke wurde im Jahre 1855 gelegt, als Friedrich Wilhelm IV. die Stadt Köln besichtigte. Exakt vier Jahre später, am 3.Oktober 1859, wurde die erste feste Brücke von Köln seit dem römischen Reich feierlich vom Prinzregenten Wilhelm (der spätere Kaiser Wilhelm I.) eröffnet. Hinter der Deutzer Brücke biegen wir nun nur noch in die Gablentzstraße und fahren bis zur Siegburger Straße, unserem Ausgangs- und Endpunkt.

Autorentipp

Eine Fahrradtour auf den Spuren der Geschichte: Viel Grün, viel Stadt und viele Brücken Im Kölner Vorortdschungel auf der Suche nach versunkenen Befestigungsanlagen

Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Höhenlage
53 m
38 m

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Kommentare und Bewertungen (1)

Artem Pankin
02.04.2017
a couple of confusing twists and turns where the track doesn't match surroundings
Bewertung

Bewertung
Schwierigkeit
leicht
Strecke
32,1 km
Dauer
6:30 h
Aufstieg
94 hm
Abstieg
94 hm

Statistik

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