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E1: Kraichgau von Pforzheim nach Heidelberg

Mountainbike · Schwarzwald
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Dirk Neubauer 
  • Mountainbike-tour im Schwarzwald: E1: Kraichgau von Pforzheim nach Heidelberg
    / Mountainbike-tour im Schwarzwald: E1: Kraichgau von Pforzheim nach Heidelberg
    Video: Outdooractive
  • / Wegmarkierung in Ispringen (Okt. 2018)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Saupfützenweg (Okt. 2018)
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  • / Wegmarkierung im Gennenbachtal (Okt. 2018)
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  • / Stephanuskirche in Stein (Okt. 2018)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Weinhänge im Hasensprung (Okt. 2018)
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  • / Markierungen im Hinterwald (Okt. 2018)
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  • / im Forlenwald (Okt. 2018)
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  • / am Forlenwald (Okt. 2018)
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  • / Peterskirche in Bruchsal (Okt. 2018)
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  • / Stadtkirche in Bruchsal (Okt. 2018)
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  • / Neuer Unteröwisheimer Weg (Okt. 2018)
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  • / Badener Flagge (Okt. 2018)
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  • / Neuer Unteröwisheimer Weg (Okt. 2018)
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  • / nahe des Rohrbacher Hofes (Okt. 2018)
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  • / im Denzental (Okt. 2018)
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  • / am Brückberg (Okt. 2018)
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  • / Blick auf Unteröwisheim (Okt. 2018)
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  • / Hohlweg nahe Zeutern (Okt. 2018)
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  • / Hohberghohle (Okt. 2018)
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  • / nahe des Säubergs (Okt. 2018)
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  • / Cäcilienkirche in Östringen (Okt. 2018)
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  • / Kirchenplatz in Östringen (Okt. 2018)
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  • / Wegmarkierung in Östringen (Okt. 2018)
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  • / Wegweiser nahe Unterhof (Okt. 2018)
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  • / Wegmarkierung am Salengrund (Okt. 2018)
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  • / am Salengrund (Okt. 2018)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Wegweiser am Kramerhof (Okt. 2018)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Wegmarkierung am Jägerspfad (Okt. 2018)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Schaukasten in Gaiberg (Okt. 2018)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Wegweiser an der Stephanshütte (Okt. 2018)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Wegweiser am Krausstein (Okt. 2018)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / am Hohlen Kästenbaum (Okt. 2018)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Bergkirche in Schlierbach (Okt. 2018)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Neckar in Schlierbach/Ziegelhausen (Okt. 2018)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Wegmarkierung in Ziegelhausen (Okt. 2018)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
m 600 500 400 300 200 100 80 70 60 50 40 30 20 10 km
Mit dem Rad auf dem E 1 vom Bodensee nach Meckenheim.
schwer
88,4 km
7:45 h
1.425 hm
1.590 hm
Wir fahren durchs Kraichgau bis an den Neckar.

Autorentipp

Wendelinkapelle, Gennenbachtal, Wiesenmühle, Fachwerkort Stein, Großer Wald, Bruchsal (Golfplatz, Peterskirche, Stadtkirche), Kraichgauer Hohlwege, Gemerich-Brunnen, Hirschhohle, Hohberghohle, Zopfkapelle, Cäcilienkirche Östringen, Michaelskirche Gaiberg, Bärenbrunnen, Krausstein, Hohler Kästenbaum, Neckartal.

Es gibt unterwegs Versorgungsmöglichkeiten in Pforzheim, Ispringen, Stein, Wössingen, Bruchsal, Unteröwisheim, Zeutern, Östringen, Mühlhausen, Gaiberg, Schlierbach und Ziegelhausen.

In Schlierbach und Ziegelhausen gibt es Hotels und Pensionen zum Übernachten.

Schwierigkeit
schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Auerhahnkopf, 448 m
Tiefster Punkt
Schlierbach (Neckar), 110 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Der Weg ist auf etwa 30 km befestigt. Die restlichen 60 km fährt man auf unbefestigten Wald-, Ufer- und Feldwegen bzw. Pfaden.

Start

Pforzheim, Hauptbahnhof (278 m)
Koordinaten:
DG
48.893289, 8.701303
GMS
48°53'35.8"N 8°42'04.7"E
UTM
32U 478105 5415636
w3w 
///aufladung.zärtlich.geschenkt

Ziel

Ziegelhausen, Kirche

Wegbeschreibung

Am Hauptbahnhof nehme ich den Fußgängertunnel auf die Nordseite. Hier am Tunnelausgang finde ich auch die erste Markierung des E1, ein weißes Andreaskreuz auf schwarzem Grund des Odenwaldklubs. E 1 ist auch noch dazugeschrieben. Ich folge jetzt der Straße entlang der Bahnlinie westwärts und dann bald entlang von Wohnhäusern aufwärts. Oberhalb einer Treppe erreiche ich eine Landstraße, der ich ortsauswärts am Friedhof entlang folge auf einer Höhe von 340 m. Nach einem Kreisverkehr endet der begleitende Radweg und ich entere die Fahrbahn. Laut meiner Planung soll ich nun bald rechterhand auf andere Wege ausweichen, um parallel zur Landstraße nach Ispringen zu gelangen, derartige Gedanken verwerfe ich jedoch. Ich fahre zügig auf der Fahrbahn abwärts unter der kommenden A 8 hindurch. Schließlich ergibt sich die Gelegenheit, mit einer Straße in den Ort einzubiegen. Hier folge ich einer Straße, die parallel zur Landstraße verläuft und entdecke auch schnell wieder eine Markierung.

Schließlich folge ich der Markierung hinter einer Kirche rechterhand und quere hier eine Landstraße. Im folgenden Wohngebiet geht es nun aufwärts bis in den Wald. Die Markierung und meine Planung deuten eindeutig auf den als Saupfützenweg bezeichneten Forstweg. Diesem folge ich gemütlich durch das Wäldchen, er weist teilweise noch sehr altes Pflaster auf und ich fahre kurz darauf jetzt auf Asphalt durch die Wiesen und Obstplantagen. Kurz hinter der kleinen Wendelinuskapelle biege ich dann rechterhand ab. Nun führt mich der Weg zügig abwärts ins liebliche Gennenbachtal, wo der Asphalt endet. Hier fahre ich auf einem schönen Forstweg abwärts dem Bach folgend durch einen angenehm frischen Laubwald. Die Markierung hat inzwischen auf ein grünes Andreaskreuz gewechselt, wie es auch für den Odenwaldabschnitt des E 1 neuerdings vorgesehen ist.

Schließlich gelange ich in den Ort Stein, wo ich direkt anfangs die Wiesenmühle passiere und folge hier der Markierung. Beim Queren der Ortsdurchgangsstraße achte ich kurzzeitig nicht auf die Markierung, auch weil ich in diesem Ort den aktuellen Verlauf des E 1 verlassen möchte. Bis Östringen hat dieser einen anderen Verlauf als in meinem antiken Wanderführer angegeben ist. Ich folge einer Straße bis zum Marktplatz entlang schöner Fachwerkhäuser und stiefele dort eine nordwärts führende Straße bergan an der Stephanuskirche vorbei. Als ich mit der Straße dann ans Ortsende gelange, wechsle ich auf einen die Straße begleitenden Wirtschaftsweg linkerhand. Dann wundere ich mich. Voraus liegen ein Bauernhof und ein hügeliger Acker, rechterhand geht es ins Tal. Laut Karte soll es eigentlich genau anders herum sein. Dann wird mir klar, dass ich auf der falschen Seite an der Kirche entlang bin. Das kommt davon, wenn man auf unmarkierten Routen unterwegs ist. Ich orientiere mich kurz auf der Karte und entscheide dann, dem Wirtschaftsweg bis zu einer Landstraße zu folgen. Über den Hügel und durch eine Senke erreiche ich die Landstraße, der ich auf einem begleitenden Wirtschaftsweg nordwärts folge. Nach einer Weile wechsle ich auf die linke Seite zu dem dort laufenden Begleitweg.

Am Ende erreiche ich eine Straßenkreuzung, wo es rechts nach Bretten geht, wo heutzutage der E 1 durchläuft. Ich fahre gleich darauf linkerhand in den Wald hinein entlang eines Grabens und erreiche wenig später einen schönen Waldweg, der mit einem blauen Punkt markiert ist. Jetzt müsste ich mich wieder auf meiner geplanten Route befinden. Oberer Staffelweg und später Kutscherweg und Steiner Weg nennt der Weg sich laut den hölzernen Schildern. Im leichten Auf und Ab rolle ich durch den frischen Laubwald. Ich genieße richtig den Duft des Laubes nach den Tagen monotoner Nadelwälder im Schwarzwald. Schließlich geht es durch Obstwiesen auf den nächsten Ort zu, Wössingen. Ich folge genau meiner Kartenroute durch die Anwohnerstraßen, dabei unterstützt von der blauen Markierung. Schließlich erreiche ich die Ortsdurchgangsstraße, quere diese und sehe dann eine geöffnete Bäckerei.

Schließlich folge ich der Straße und biege dann ab zur ausgewiesenen S-Bahn-Haltestelle. Die Straße unterquert die Gleise, der Ort endet und ich fahre über die B 293 hinweg. Der Weg zieht hinauf zu einem Wald, erste Weinhänge sind zu sehen. Der Kraichgau soll aufgrund seiner sonnigen Lage viele dieser Weinhänge aufweisen. Am Waldrand entlang kann ich vor dem nächsten bewaldeten Hügel weitere Weinhänge entdecken. Der blaue Punkt weist mir weiterhin den Weg. Der Wald dort oben ist schon größer als der letzte, Judenweg steht an dem breiten Waldweg geschrieben. Zusätzlich zum blauen Punkt finde ich auch einen gelben und eine rote Raute. Es ist jedoch nicht zu unterscheiden, ob es sich um lokale oder regionale Markierungen handelt. Schließlich fahre ich mit schönem Ausblick auf einem breiten Schotterweg am linken Waldrand und überquere kurz darauf eine Straße. Dann fahre ich in den Wald, weil der Weg immer schlechter wird. Hier mitten drin verläuft ein schnurgerader schöner Waldweg. Bald darauf kommt wieder ein blauer Punkt hinzu und ein gelbes Dreieck als Markierung.

Der nur noch schmale Waldstreifen, der sich Forlenwald nennt, endet und auf einer Ackerkante laufe ich auf die nächste Waldkante zu. An dieser Kante schiebe ich mein Rad weiter auf dem Acker entlang, bis ein Weg über die Felder kommt und ich mit diesem hinunter zu einer Landstraße rollen kann. Gegenüber führt ein schöner Waldweg weiter durch den Wald. An einem Abzweig führt rechterhand ein Weg hinauf und schließlich stehe ich am Waldrand. An diesem entlang führt mich ein Feldweg nordwärts. Am Ende des Waldes verlasse ich den Weg, um einem parallel verlaufenden Weg weiter nordwärts zu folgen. Markierungen fallen mir keine mehr auf, ich richte mich ganz nach meiner geplanten Route.

Durch den folgenden Wald kann ich zügig hindurchfahren und erreiche über die Felder bald die nächste Landstraße. Diese möchte ich queren, auf der anderen Seite führt jedoch nur eine Treppe den Straßengraben hinauf, und diese ist auch noch mit Flatterband abgesperrt. Ich wuchte das Rad neben der Treppe schräg den Graben hinauf und stelle fest, dass auch der geradeaus weiterführende Weg abgesperrt ist. Mangels Alternativen umgehe ich die Absperrung und fahre auf dem Weg zum kommenden Wald. Der Grund der Absperrung wird schon nicht zu schlimm sein, denke ich mir. Das Wäldchen durchquere ich zügig und gelange an die Ursache der Wegesperrung. Vor mir ist der ganze Weg aufgebuddelt, als ob hier eine neue Autobahnauffahrt gebaut werden würde. Ich umgehe die Baustelle, so gut es geht und folge dem Weg dann aufwärts an einem Hofgelände vorbei. Weiter oben erreiche ich eine weitere Hofanlage, rechterhand befindet sich ein Golfplatzgelände. Außerdem ist eine neue Markierung dazugekommen, ein blaues W. Dies steht laut Schildern für den Kraichgauer Weinpfad.

Ich folge dem Sträßchen entlang der Hofanlagen und fahre so auf Bruchsal zu. Mit einem straßenbegleitenden Radweg geht es über die Umgehungsstraße (B 35) und dann entlang einer Wohnsiedlung. Die Straße endet an einer weiteren Straße, tief unten führt eine Eisenbahnlinie entlang. Rechterhand ragen die zwei Türme der Peterskirche aus dem Grün empor. Ich quere die Bahnlinie mit einer Brücke und fahre direkt Richtung Stadtzentrum. Laut Planung wollte ich die Innenstadt gar nicht betreten, allerdings fahre ich aufgrund einer möglichen Rast zum Marktplatz. Die sandsteinerne Stadtkirche möchte ich erkunden, allerdings ertönt drinnen schwere Orgelmusik und es scheint gerade eine Veranstaltung zu laufen. Daher suche ich mir vor einem geöffneten Café nur ein Plätzchen. Bisher hat sich der Kraichgau mir gegenüber als einfache, hügelige Landschaft mit Wäldern und Feldern gezeigt, nur vereinzelt waren Wein und Obstbäume zu sehen. Ob sich das in der zweiten Tageshälfte entscheidend ändern wird? Ansonsten hake ich den Tag heute als Überführung in den hoffentlich spannenderen Odenwald ab.

Den Hinweisschildern nach zu urteilen befindet sich die Touristeninformation linkerhand am Alten Schloss. Ich halte mich also in die Richtung, finde aber nur eine geschlossene Touristeninformation vor. Ich verbleibe einfach in der Richtung, quere eine größere Straße und steige mit der nächsten Straße ostwärts auf. Dann habe ich auch schon meine geplante Route erreicht und passiere das Paulusheim, eine Art Seniorenheim. An diesem entlang folge ich der Straße nordwärts immer weiter bergauf. Schließlich biegt rechts eine Anwohnerstraße namens "Alter Unteröwisheimer Weg" ab und ich schlage diese ein. Unteröwisheim ist meine nächste anvisierte Ortschaft. Allerdings merke ich an den letzten Häusern, dass dies nicht meine Route sein kann. Das Sträßchen wird zum schmalen landwirtschaftlichen Weg. Ich halte mich links und wechsle an einem Feld entlang laufend auf den parallel verlaufenden "Neuen Unteröwisheimer Weg". Dieser verläuft auch als schmaler asphaltierter Wirtschaftsweg, jedoch von hohen Böschungen umgeben. Ob das einer jener Kraichgauer Hohlwege ist? In sommerlicher Hitze ist es sicher herrlich, hier unter dem kühlen, schattigen Dach der Böschungsbepflanzung daher zu wandern und zu radeln.

Bald eine kleine Anhöhe erklimmend fahre ich dann bei bester Sicht immer weiter ostwärts. Rechterhand kann ich den Verlauf des "Alten Unteröwisheimer Wegs" erkennen. Auf diesem hätte ich vermutlich das Gefühl des Fahrens in einem Hohlweg verpasst. Ich passiere eine Kleingartenanlage, wo mich eine gelb-rote Badener Fahne an einem Mast begrüßt. Kaum habe ich dann auf der Höhe eine Wegekreuzung an einem Hof passiert geht es für mich wieder abwärts erneut in einen Hohlweg hinein. Da der Untergrund weiterhin asphaltiert ist, wird sich der Hohlweg wohl nicht mehr weiter vertiefen, jedoch ist dieser im Gegensatz zu dem eben durchfahrenen um einiges imposanter. So langsam schwant mir, warum mein Wanderführer diese Hohlwege so hervorhebt. Bestimmt zwei Meter hoch ragen die steilen Abbruchkanten beidseits des Weges empor. Aufgrund des Bewuchses wird es gleich etwas dunkler hier unten drin. Also wartet der Tag doch noch mit einem unvermuteten Highlight auf.

Am Ende des Hohlwegs weiche ich rechterhand auf einen Landweg ab, der mich in Bögen wieder aufwärts führt. Ich passiere den Gemerichbrunnen und finde auch eine Kennzeichnung des Drei-Quellen-Wegs vor, wohl eines lokalen Rundwegs. Auf dem unbefestigten Landweg rolle ich nun ins Denzental in den nächsten Hohlweg, der noch imposanter wirkt. Die Abbruchkanten an den Seiten sind nun vermutlich schon drei Meter hoch oder mehr. Ich rolle letztlich in Unteröwisheim ein und hier bis zur Kreuzkirche an der Ortsdurchgangsstraße. Diese quere ich nur und an einem Eiscafé vorbei folge ich einer Straße zur S-Bahn-Haltestelle. Die Gleise quere ich und den Kraichbach, dann folge ich einem asphaltierten Sträßchen linkerhand des Brückbergs in den nächsten Hohlweg. Mir scheint, dass die Ortschaften hier immer in Senken liegen und über Hohlwege erreicht werden können. Als ich vorhin kurzzeitig auf der Höhe gefahren war, konnte ich weit schauen und hatte keine Ortschaften erblicken können, obwohl sich Unteröwisheim direkt vor mir befand.

Mit dem Sträßchen klettere ich also wieder auf die Höhe, wo sich die Weinreben ziehen. Rechterhand befindet sich eine Walnussplantage und Schilder verbieten das Sammeln der Nüsse. Rückwärtig habe ich Ausblick auf den eben durchquerten Ort. Das Sträßchen zieht immer weiter auf die Höhe zwischen Wein und Obstbäumen, ich durchquere kurz ein Wäldchen und habe dann den nächsten Ort vor mir, den Weinort Zeutern. Das Sträßchen führt abwärts dorthin, allerdings geht es linkerhand davon in einen schmalen Pfad, der wieder durch einen immensen Hohlweg führt. Das lasse ich mir nicht nehmen und folge der Markierung des Weinpfads dort hinein. Diese Markierung war mir seit Bruchsal nicht mehr aufgefallen.

In Zeutern rolle ich hinab zur Ortsdurchgangsstraße und biege von dieser linkerhand ab, Richtung Östringen ist angegeben. Dort möchte ich den heutigen E 1 wiedertreffen. Am Ende des Ortes weiche ich von der Straße jedoch rechterhand ab, um auf Asphalt in den nächsten gewaltigen Hohlweg einzubiegen. Das macht langsam richtig Spaß, zwischen meterhohen Abbruchkanten daherzuradeln. Und ich würde mich nicht wundern, wenn das ständige Auf und Ab am Ende des Tages ordentlich Höhenmeter zusammenbringt. Nach zwei Rechtwinkelkurven befinde ich mich zwischen den Weinlagen auf der Höhe des Hohbergs und erreiche mit dem Weinpfad ein dort verlaufendes Sträßchen auf 217 m Höhe. Dieses führt mich dann nordwärts an einer Hofanlage vorbei.

Mit einem Landweg halte ich auf ein vor mir liegendes Wäldchen zu und erreiche durch dieses hindurch die vorhin verlassene Landstraße nach Östringen. Ein mehr oder weniger straßenbegleitender Radweg bringt mich schließlich in den Ort. Durch die Siedlungsstraßen halte ich nun auf das Ortszentrum zu und finde in der Nähe der Cäcilienkirche ein geöffnetes Café. Die sandsteinerne Kirche schaue ich mir auch von innen an, finde dort jedoch keinen Pilgerstempel vor. Vor der Kirche hatte ich an einem Laternenpfahl bereits das grüne Kreuz des E 1 entdecken können. Ich umrunde die Kirche und fahre durch die kleinen Straßen vor zur Rettigheimer Straße. Mit dieser rolle ich zum nördlichen Ortsende. Hier folge ich meiner geplanten Route am Ortsrand entlang und dann in den Wald. Ein vernünftiger Waldweg führt mich in nordöstlicher Richtung durch diesen hindurch. Markierungen fallen mir keine auf, aber schöne Eichen und Buchen. Der E 1 nimmt heutzutage einen leicht anderen Verlauf ins folgende Mühlhausen. Ich quere den Krummbach und der Weg wird zum ansteigenden Pfad. Mit diesem gelange ich schließlich auf einen schnurgeraden Waldweg, dem ich bis zu einer Landstraße folge.

Da auf der gegenüberliegenden Straßenseite kein Weg in den Wald hineinführt, wie es laut Karte eigentlich sein sollte, folge ich der Einfachheit halber dem straßenbegleitenden Radweg, lasse damit den 245 m hohen Schlehberg mit den keltischen Hügelgräbern aus. Zügig geht es über die B 39 hinweg und nach Mühlhausen hinein. Schließlich erreiche ich die Ortsdurchgangsstraße. Auf meiner geplanten Route müsste ich wieder sein. Ich suche schließlich die Straße, die nordwärts aus dem Ort hinaus führt. Ich quere einen Bach und beginne mit der Straße aufwärts zu steigen. Selbst diese Ortsverbindungsstraße verläuft über einen alten Hohlweg. Der E 1 klettert wohl irgendwie im linken Hang herum durch die Weinreben, aber ohne sich weit zu entfernen. Daher verbleibe ich auf der stark mit etwa 25% ansteigenden Straße.

Ich verbleibe auch auf der Höhe des 246 m hohen Withau, welche mir weite Sichten erlaubt, auf der Straße. Sowohl links als auch rechts der Straße verlaufen mehr oder weniger begleitende Wege. Auch die Markierung des E 1 kann ich öfter entdecken. Im Gegensatz zu der Straße nehmen die Wege aber jede Geländeform mit. Schließlich gelange ich aber an eine Hofanlage, den Windhof, wo ich die Straße verlasse und einem Wirtschaftsweg folge. Ich biege nochmals linkerhand ab und fahre auf einen Wald zu. Ein Weg bringt mich dann rechterhand zum Waldrand. Schließlich folge ich einem guten Forstweg in den Wald hinein auf den Höhenzug des 252 m hohen Wallenbergs. Eine ganze Weile geht es auf dem Kammweg entlang, dann führt der Weg in diversen Biegungen abwärts und mit einem Tunnel unterquere ich die A 6.

Mittlerweile sind regelmäßig die grünen Andreaskreuze zu sehen. Kurz vor dem Waldrand deutet die Markierung rechterhand wieder in den Wald aufwärts. Da ich gerade so schön im Fahren bin und auch Radwegweiser geradeaus deuten, verbleibe ich auf dem guten Weg und rolle nun am Waldrand entlang. Ich quere den Leimbach. Voraus ist eine Straße zu vernehmen, ich verbleibe am Waldrand. Schließlich kreuzt der E 1 meinen Weg. Ein Radwegweiser weist ins nahegelegene Unterhof. Ich folge dem Wegweiser, quere die schon vernommene Landstraße und folge einer Straße durch Unterhof. Nach dem Ende des Ortes biege ich linkerhand auf einen Weg ab, der mich aufwärts zum Wald führt. Hier nehme ich dann einen schnurgerade nordwärts führenden Weg. Markiert ist neben dem grünen Andreaskreuz auch mit einer gelben Raute. Bald verläuft der Weg am Waldrand entlang und ich habe einen herrlichen Ausblick auf die hügelige Landschaft des Kraichgaus. Der Weg zieht über die Felder auf das nächste Wäldchen zu, ich komme bei leichtem Auf und Ab gut voran. Im nächsten Wäldchen weist die Markierung kurz hinein.

Weiter geht es am Waldrand entlang auf eine Landstraße zu. Diese quere ich und auf einem Ackerrainweg rolle ich genau auf eine riesige Gänsemast zu. Überall fliegen die Flaumfedern umher und das Schnattern wird ohrenbetäubend. An den Hofgebäuden angekommen, ziehe ich rechterhand auf die Höhe und sehe den ersten vorbildlich genormten Wegweiser des Odenwaldklubs. Ab jetzt werde ich viele dieser neuartigen Wegweiser finden. Ich befinde mich hier am Kramerhof auf 228 m. Nun ziehe ich weiter nordwärts über die weiten Felder Richtung Gauangelloch, was noch 3 km entfernt ist. Schnell habe ich diese Entfernung und eine 237 m hohe Anhöhe hinter mich gebracht und fahre am Ortsrand entlang. Zuvor habe ich mit einer Brücke eine Landstraße überquert. Am Ende führt der Weg an einem Sportplatz vorbei in den Wald. An einem Baum finde ich eines der selteneren Europazeichen für den Weg und der Aufschrift "Europäischer Fernwanderweg 1 Nordsee-Bodensee-Gotthard-Mittelmeer". Im Wald folge ich der Markierung und komme danach auf eine Streuobstwiese. Auf einem holperigen Wiesenweg ziehe ich dann aufwärts in die nächste Ortschaft, Gaiberg. Hier finde ich gleich an den ersten Häusern einen Informationskasten mit Kartenausschnitten und allen erdenklichen Markierungen des E 1 vor. Im Kasten liegt ein "Gästebuch", in dem auch ich mich verewige. Dabei lese ich auch einige der Eintragungen und stelle fest, dass doch alle Nase lang jemand diesen Weg läuft.

Ich fahre vor zur Landstraße und folge dieser zur Hauptkreuzung im Ort neben einer Kirche. Hier biegt die Landstraße nach rechts ab, ich halte mich geradeaus in eine Anwohnerstraße und dann links meiner geplanten Route nach. Dieser folge ich nun ans nördliche Ortsende. Hier am Bärenbrunnen beginnen Wanderwege in den Wald. Auch das Andreaskreuz des E 1 ist zu sehen und ich folge dem guten Forstweg aufwärts. In einem großen Bogen geht es hinauf, abweichende Wege missachtend, dann weicht der E 1 auf einen Pfad ab. Dieser kürzt aber nur den Weg ab, dem ich bis zur nächsten Kreuzung folge und dann spitzwinklig rechts weiter aufsteige. Kurz darauf sehe ich den Pfad wieder. Nun geht es immer weiter aufwärts bis zur Stephanshütte an einer Kreuzung vieler Wege und mit einem Sandsteinblock als Wegweiser. Ein Weg, der hier von Ost nach West quert, nennt sich Oberer Sandweg.

Ich fahre weiter aufwärts auf den Zwerrenberg. Große zusammenhängende Waldgebiete, wie dieses hier, gehörten heute bisher nicht zu meinem Tagespensum. An der nächsten Wegekreuzung weist das grüne Andreaskreuz weiter geradeaus in einen laubbedeckten Pfad, auf dem ich auch das eine oder andere Geäst umschiffen muss. So holpere ich aufmerksam leicht abwärts. Nach kurzer Zeit stoße ich wieder auf einen richtigen Waldweg, auf dem es weiter abwärts geht, da weist die Markierung gleich wieder auf einen Pfad, und das ansteigend. Ein kurzer Blick auf die Karte genügt und ich verbleibe auf dem Waldweg, rolle mit diesem bis zu einer Straße. Der E 1 trifft kurz darauf auch auf diese Straße und verschwindet rechterhand gleich wieder im Dickicht. Ich verbleibe auf Asphalt und verfolge die langgezogene Kurve der Straße mit. An einem Wanderparkplatz biege ich dann wieder in den Wald. Der Kraussteinweg bringt mich beinahe eben verlaufend zu ebendiesem Krausstein mit einer Kreuzung vieler Wege. Steinblöcke dienen hier erneut als Wegweiser.

Ich folge nun wieder dem grünen Andreaskreuz Richtung Hohler Kästenbaum beinahe höhengleich entlang eines mit Felsbrocken übersäten Geländes. Der Hohle Kästenbaum ist ein größerer Platz mit Schutzhütte, Sitzgelegenheiten und einem Brunnen unterhalb des 489 m hohen Auerhahnenkopfes. Laut Karte geht es jetzt nur noch massiv hinab ins Neckartal. Laut Karte verläuft die geplante Route fast nur auf steil absteigenden Pfaden. Eigentlich habe ich keine Lust, die gut 300 hm im Laufen zu verlieren. Ich eruiere in der Karte einen Verlauf, der mir erlaubt, das Ganze ruhig fahrend hinter mich zu bringen. Ich folge erst einmal dem E 1, als dieser aber linkerhand in einen steil abwärts führenden Pfad einbiegt, verbleibe ich auf meinem Forstweg und passiere unterhalb des Auerhahnkopfes mit etwa 450 m die höchste Stelle des heutigen Tages.

Ich rolle und am nächsten Abzweig eines links abwärts führenden Weges, nehme ich diesen. Dieser Steineichenweg bringt mich zügig abwärts, der E 1 quert und der Anblick des steil querenden Pfades gibt mir in meiner Wahl Recht. Ich stoße bald auf einen asphaltierten Weg, der mich nordwärts weiter abwärts bringt. An der steinernen Aukopfhütte komme ich zum Stehen und treffe wieder auf den E 1. Unten liegt bereits das Neckartal, welches ich jetzt hören und sehen kann. Rechterhand weist nun der E 1, allerdings verlaufen alle vernünftigen Wege in der Richtung hanggleich oder leicht steigend. Ich kann so schnell keinen Weg herausfinden, der mich abwärts führen würde.

Ich folge daher dem abwärts führend Weg linkerhand und am nächsten Abzweig halte ich mich weiter abwärts. Ich glaube, ich habe ein Déjà-vu, wieder stehe ich andauernd auf der Bremse. Meine Handgelenke spüren es. Schließlich kommt eine Haarnadelkurve, später noch eine und dann habe ich einen Wanderparkplatz erreicht. Auf einer Asphaltstraße rolle ich hinunter ins Tal, achte auf die Schilder der Einbahnstraßen und passiere die Schlierbacher Bergkirche. Kurz darauf vor der Bahn biege ich spitzwinklig ein und rolle weiter durch die Gassen des Ortes, bis ich eine unter der Bahnlinie durchführende Straße finde. Ich überquere die am Neckar entlangführende B 37 und stehe auf dem Neckarradweg. Heidelberg-Zentrum ist einige Kilometer westwärts angegeben. Ich hatte schon gelesen, dass die beiden Ortschaften Schlierbach und das am anderen Ufer gelegene Ziegelhausen Stadtteile von Heidelberg sind.

Ich fahre ostwärts Richtung Neckarbrücke und entere diese am Aufgang am Schlierbacher S-Bahnhof. Beinahe völlig ruhig liegt die träge dahinfließende Wasseroberfläche des Neckars in der Abendsonne vor mir. Nun liegt das nächste Mittelgebirge zum Greifen nahe. Auf der anderen Seite kann ich an einem Laternenpfahl direkt wieder das grüne Andreaskreuz und ein Europazeichen des E 1 entdecken. Ich folge der Straße linkerhand ins Zentrum des Ortes.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Pforzheim wird von IC und Regionalzügen aus Richtung Karslruhe und Nürnberg angefahren.

Anfahrt

Pforzheim liegt an der A 8.

Parken

Parkmöglichkeiten nördlich des Hbf vorhanden.

Koordinaten

DG
48.893289, 8.701303
GMS
48°53'35.8"N 8°42'04.7"E
UTM
32U 478105 5415636
w3w 
///aufladung.zärtlich.geschenkt
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Ausrüstung

Trekkingrad oder Mountainbike (auch mit Gepäck).

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Schwierigkeit
schwer
Strecke
88,4 km
Dauer
7:45h
Aufstieg
1.425 hm
Abstieg
1.590 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Streckentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch botanische Highlights geologische Highlights

Statistik

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