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Themenweg empfohlene Tour

Frantschach-St. Gertraud: Erzwanderweg 2

Themenweg · Frantschach-Sankt Gertraud
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RML Regionalmanagement Lavanttal GmbH Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • "Kraftplatz"
    / "Kraftplatz"
    Foto: Schober Erich, RML Regionalmanagement Lavanttal GmbH
  • / Materialrampe
    Foto: Schober Erich, RML Regionalmanagement Lavanttal GmbH
  • / "Anton- Stollen"
    Foto: Schober Erich, RML Regionalmanagement Lavanttal GmbH
  • / Erzwanderweg-Knappenkapelle
    Foto: Schober Erich, RML Regionalmanagement Lavanttal GmbH
  • / Benedicti-Stollen
    Foto: Schober Erich, RML Regionalmanagement Lavanttal GmbH
  • / Frantschach-St. Gertraud - Gasthof Klein-Henner
    Foto: Schober Erich, RML Regionalmanagement Lavanttal GmbH
  • / Blick auf Wolfsberg
    Foto: Schober Erich, RML Regionalmanagement Lavanttal GmbH
  • / Blick auf St. Gertraud
    Foto: Schober Erich, RML Regionalmanagement Lavanttal GmbH
  • / "Kraftquelle"
    Foto: Schober Erich, RML Regionalmanagement Lavanttal GmbH
  • / Ehemalige Bergwerksiedlung
    Foto: Schober Erich, RML Regionalmanagement Lavanttal GmbH
  • / Eisenwerk in Frantschach um 1840
    Foto: Schober Erich, RML Regionalmanagement Lavanttal GmbH
m 1100 1000 900 800 700 600 500 400 10 8 6 4 2 km Materialrampe Bergbau St. Gertraud Hammer Hochofen Gasthof-Pension Klein Henner Anton Stollen Johannistollen Kraftplatz
Erwandern Sie den Steig, den die Bergknappen bereits vom 16. bis in das späte 19. Jahrhundert benutzten, um das in den Stollen auf der Wölch unter unvorstellbaren körperlichen Strapazen gewonnene Roherz zum Hochofen Hammer zu bringen.
leicht
Strecke 10,2 km
3:15 h
559 hm
558 hm

Die ersten urkundlichen Hinweise auf einen Erzabbau auf der Wölch gibt es in einem von Erzbischof Odalbert von Salzburg ausgestellten Vertrag vom 27. Juni 931. Die Eisenerze aus diesem Bergbau wurden ursprünglich im Prössinggraben verhüttet, denn erst Ende des siebzehnten Jahrhunderts errichtete man in St. Gertraud einen Hochofen (Floßofen).

Die erste Hochblüte des Erzabbaues, der Eisenverhüttung und der Hammerwerke fiel in die Zeit von 1007 bis 1759, als das Hochstift Bamberg Grund- u. Lehensherr der ganzen Region war. Die Eisenwerke in Frantschach und St. Gertraud fielen 1759 mit ihrem Kauf aller bambergischen Besitzungen in Kärnten an Kaiserin Maria Theresia. Die Werksanlagen wurden ständig erweitert und die Produktionsvielfalt der momentanen Nachfrage angepasst. So wurden im Frantschacher Werk während der Napoleonischen Kriege Artilleriezugeisen hergestellt, das Werk in St. Gertraud goss Kanonenkugeln. Im Jahre 1825 übernahmen die Brüder von Rosthorn die Betriebe, welche sie nach modernen Erkenntnisse umgestalteten.

 

Autorentipp

Profilbild von RML Lav./Graßler
Autor
RML Lav./Graßler
Aktualisierung: 04.09.2020
Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
937 m
Tiefster Punkt
503 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

10 Empfehlungen des ÖAV 

Als Natursport bietet Bergwandern große Chancen für Gesundheit, Gemeinschaft und Erlebnis. Die folgenden Empfehlungen der alpinen Vereine dienen dazu, Bergwanderungen möglichst sicher und genussvoll zu gestalten.

1. Gesund in die Berge

Bergwandern ist Ausdauersport. Die positiven Belastungsreize für Herz und Kreislauf setzen Gesundheit und eine realistische Selbsteinschätzung voraus. Vermeide Zeitdruck und wähle das Tempo so, dass niemand in der Gruppe außer Atem kommt.

2. Sorgfältige Planung

Wanderkarten, Führerliteratur, Internet und Experten informieren über Länge, Höhendifferenz, Schwierigkeit und die aktuellen Verhältnisse. Touren immer auf die Gruppe abstimmen! Achte besonders auf den Wetterbericht, da Regen, Wind und Kälte das Unfallrisiko erhöhen.

3. Vollständige Ausrüstung

Passe deine Ausrüstung deiner Unternehmung an und achte auf ein geringes Rucksackgewicht. Regen-, Kälte- und Sonnenschutz gehören immer in den Rucksack, ebenso Erste-Hilfe-Paket und Mobiltelefon (Euro-Notruf 112). Karte oder GPS unterstützen die Orientierung.

4. Passendes Schuhwerk

Gute Wanderschuhe schützen und entlasten den Fuß und verbessern die Trittsicherheit! Achte bei deiner Wahl auf perfekte Passform, rutschfeste Profilsohle, Wasserdichtigkeit und geringes Gewicht.

5. Trittsicherheit ist der Schlüssel

Stürze, als Folge von Ausrutschen oder Stolpern, sind die häufigste Unfallursache! Beachte, dass zu hohes Tempo oder Müdigkeit deine Trittsicherheit und Konzentration stark beeinträchtigen. Achtung Steinschlag: Durch achtsames Gehen vermeidest du das Lostreten von Steinen.

6. Auf markierten Wegen bleiben

Im weglosen Gelände steigt das Risiko für Orientierungsverlust, Absturz und Steinschlag. Vermeide Abkürzungen und kehre zum letzten bekannten Punkt zurück, wenn du einmal vom Weg abgekommen bist. Häufig unterschätzt und sehr gefährlich: Steile Altschneefelder!

7. Regelmäßige Pausen

Rechtzeitige Rast dient der Erholung, dem Genuss der Landschaft und der Geselligkeit. Essen und Trinken sind notwendig, um Leistungsfähigkeit und Konzentration zu erhalten. Isotonische Getränke sind ideale Durstlöscher. Müsliriegel, Trockenobst und Kekse stillen den Hunger unterwegs.

8. Verantwortung für Kinder

Beachte, dass Abwechslung und spielerisches Entdecken für Kinder im Vordergrund stehen! In Passagen mit Absturzrisiko kann ein Erwachsener nur ein Kind betreuen. Sehr ausgesetzte Touren, die lang anhaltende Konzentration erfordern, sind für Kinder nicht geeignet.

9. Kleine Gruppen

Kleine Gruppen gewährleisten Flexibilität und ermöglichen gegenseitige Hilfe. Vertraute Personen über Ziel, Route und Rückkehr informieren. In der Gruppe zusammen bleiben. Achtung Alleingänger: Bereits kleine Zwischenfälle können zu ernsten Notlagen führen.

10. Respekt für Natur und Umwelt

Zum Schutz der Bergnatur: Keine Abfälle zurücklassen, Lärm vermeiden, auf den Wegen bleiben, Wild- und Weidetiere nicht beunruhigen, Pflanzen unberührt lassen und Schutzgebiete respektieren. Zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel verwenden oder Fahrgemeinschaften bilden.  

Weitere Infos und Links

www.region-lavanttal.at

www.frantschach.gv.at

 

Start

Frantschach - St. Gertraud ()
Koordinaten:
DD
46.872437, 14.875890
GMS
46°52'20.8"N 14°52'33.2"E
UTM
33T 490542 5190996
w3w 
///bedeckten.zuviel.teile

Ziel

Frantschach - St. Gertraud

Wegbeschreibung

Ausgangspunkt der Wanderung ist der ehemalige Hammer-Hochofen. Der Wanderweg führt entlang der Hinterwölcher Straße vorbei beim vlg. Mix in Richtung vlg. Unterer Steinbauer. Im Bereich des sog. Kraftplatzes haben Sie die Möglichkeit einer ersten Rast an einem idyllischen Bach. Unweit des Kraftplatzes nach ca. 100 m erfolgt links die Abzweigung (Hinweistafel) zum Erzwanderweg 2.

Von hier geht es ca. 1 km bergauf über einen Forstweg vorbei am Einstieg des ehemaligen Johannistollen bis zum vlg. Oberen Steinbauer. Hier besteht eine Verbindung zur Route 1 und Sie haben die Möglichkeit, das Bergwerkszentrum Hinterwölch zu erreichen. Weiter geht’s vorbei beim vlg. Grazkeusche, vlg. Graz und vlg. Konrad bis zur Einbindung in die Route 1. Von hier führen beide Routen gemeinsam vorbei beim Jodl am Eck und Hennereck in Richtung Gasthof-Pension Klein Henner. Nach einer zünftigen Einkehr beim Klein Henner geht es wieder talwärts durch wunderschöne Waldwege vorbei beim Bienenhof vlg. Michelbauer zum Ausgangspunkt in St. Gertraud.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Anfahrt

A2 Südautobahn Abfahrt Wolfsberg Nord - links abbiegen nach Frantschach-St. Gertraud (ca. 2 km).

Oder über Obdach - B78 und B70

Parken

Im Ort Frantschach/St. Gertraud

Koordinaten

DD
46.872437, 14.875890
GMS
46°52'20.8"N 14°52'33.2"E
UTM
33T 490542 5190996
w3w 
///bedeckten.zuviel.teile
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Der feurige Alp

Von Frantschach - St. Gertraud zieht sich der lange Pressinggraben tief in das Gebiet der Koralpe hinein. Dort befinden sich einige einsame Bauernhöfe, die jetzt durch einen schönen Güterweg mit dem Lavanttal verbunden sind. Einmal saßen zwei Bauernburschen aus dem Pressinggraben vor einem hohen Festtag im Gasthaus zu St. Gertraud und leerten ein Glas nach dem anderen.

Als ihnen der Alkohol zu Kopf stieg, begannen sie zu singen und zu lärmen. Dem Wirt, der die Burschen zur Heimkehr mahnte, damit sie sich auf den Festtag vorbereiteten, schenkten sie kein Gehör. Sie setzten ihr tolles Treiben bis in die tiefe Nacht fort und achteten nicht den heiligen Tag, der im Anrücken war. Endlich wurde dem Wirt die Geschichte zu dumm, und er wies die Burschen aus der Gaststube. Schimpfend und fluchend zogen sie ab und wandten sich dem Pressinggraben zu.

Auf dem Heimweg wollten sie noch ein paar bekannten Mädchen einen kurzen Besuch abstatten; doch dazu kam es nicht mehr. Als sie schon ziemlich tief im Graben dahintorkelten, merkten sie plötzlich, dass neben ihnen eine feurige Kugel daherrollte. Angst und Schrecken fuhren ihnen in die Glieder, und sie schritten jetzt rascher voran. Bald führte der Weg über den Pressingbach, der von einem schmalen hölzernen Steg überspannt wurde. Als die Burschen den Steg betreten wollten, rollte sich der Feuerklumpen vor und dehnte sich über die ganze Länge des Steges, sodass es schien, als wäre dieser mit glühenden Kohlen übersät. Jörgl, so hieß der eine der jungen Männer, dessen Kopf schon ziemlich klar geworden war, erkannte in dieser Erscheinung den gefährlichen "Alp", von dem man im Lavanttal viel zu erzählen wusste.

Unschlüssig standen die beiden vor dem Steg, bis Jörgl das Sprüchlein einfiel, mit dem man den Alp vertreiben konnte, der ununterbrochen Funken von sich sprühte. Mit zitternder Stimme rief er das Gespenst an: " Geah dorthin, Alp, du beaser Geist, wo du bist selben gwösn, Wia in der Christnacht, Jesus z´Ehr die Mess is gwurdn glösn!" Kaum hatte Jörgl den erlösenden Spruch beendet, so erhob sich der Alp vom Steg, einer glühenden, gebauschten Rute vergleichbar, und zog mit wildem Gebraus durch die Lüfte ab. Auf einem entfernten Felsklotz setzte er sich nieder und fing an sich zu "lausen", dass die Funken nach allen Seiten wegflogen. Jetzt eilten die Burschen über den Steg, rannten am Haus ihrer Mädchen vorbei und waren froh, dass sie noch mit heiler Haut davongekommen waren. Sie erkannten die Begegnung mit dem feurigen Alp als Strafe für ihr sündhaftes Treiben und blieben nie wieder vor einem Festtag so lange am Wirtshaustisch sitzen.:

Kartenempfehlungen des Autors

Kompass Wanderkarte Nr. 219 - Lavanttal, Saualpe, Koralpe; Freytag & Berndt - WK 237 - Saualpe, Lavanttal, Koralpe, Region Schilcherheimat

Ausrüstung

Für diese Tour genügen ein gutes Schuhwerk und ein kleiner Rucksack mit den nötigsten Dingen.

Grundausrüstung für Themenwege

  • Festes, bequemes und vorzugsweise wasserfestes Schuhwerk
  • Bequeme Kleidung
  • Rucksack (mit Regenhülle)
  • Sonnen-, Regen- und Windschutz (Hut, Sonnencreme, wasser- und winddichte Jacke/Regenschirm)
  • Sonnenbrille
  • Teleskopstöcke
  • Ausreichend Proviant und Trinkwasser
  • Mobiltelefon
  • Bargeld
  • Regenschirm
  • Die Listen für die „Grundausrüstung“ und die „technische Ausrüstung“ werden auf der Grundlage der gewählten Aktivität erstellt. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen lediglich als Vorschläge, was du einpacken solltest.
  • Zu deiner Sicherheit solltest du alle Anweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung deines Geräts sorgfältig lesen.
  • Bitte vergewissere dich, dass deine Ausrüstung den örtlichen Gesetzen entspricht und keine verbotenen Gegenstände enthält.

Fragen & Antworten

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Schwierigkeit
leicht
Strecke
10,2 km
Dauer
3:15 h
Aufstieg
559 hm
Abstieg
558 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch geologische Highlights

Statistik

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Karten und Wege
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