Teilen
Merken
Drucken
GPX
KML
Tour hierher planen Tour kopieren
Einbetten
Fitness
Wanderung

Rochlitz – Fischheim – Seelitz – Rochlitz

Wanderung · Region Leipzig
Verantwortlich für diesen Inhalt
Leipzig Tourismus und Marketing GmbH Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Schloss Rochlitz
    / Schloss Rochlitz
    Foto: Universität Leipzig, Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
  • / Sandgrube Biesern
    Foto: Universität Leipzig, Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
  • / Schaukelsteg bei Sörnzig
    Foto: Universität Leipzig, Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
m 500 400 300 200 12 10 8 6 4 2 km Geoportal - Porphyrhaus Rochlitzer Berg Geoportal - Porphyrhaus Rochlitzer Berg Tourist-Information Rochlitz Schloss Rochlitz Rochlitz

Die 12,5 km lange Rundwanderroute startet in Rochlitz und führt auf schönen Wegen durch das Land des „Roten Porphyr“ im Süden des Nationalen Geoparks Porphyrland.
12,2 km
3:29 h
223 hm
223 hm

Der Weg führt Sie durch die Schloßaue am Westufer der Zwickauer Mulde entlang bis nach Sörnzig. Sie überqueren auf dem sogenannten Schaukelsteg die Mulde nach Fischheim. Über den Biesernern Berg mit der wassergefüllten Sandgrube (Sandabbau von 1904 bis 1989) gelangen Sie wieder nach Rochlitz.

 

Der zwischen den Hohburger Bergen, dem Collm, dem Rochlitzer Berg und dem Kirchbruch Beucha liegende Nationale Geopark Porphyrland umfasst eines der größten Vulkangebiete Europas aus dem Erdaltertum. In einer Folge explosiver Vulkanausbrüche gigantischen Ausmaßes kam es vor etwa 290 Millionen Jahren, im Erdzeitalter Perm, zur Entstehung umfangreicher vulkanischer Ablagerungen. Neben den am Boden ausfließenden Lavaergüssen aus zahlreichen tektonischen Spalten und Vulkanschloten gelangten vulkanische Aschen (Tuffe) mit gröberer als auch sehr feiner Zusammensetzung bis weit in die Atmosphäre. Das Spektakulärste waren jedoch die Gemische aus turbulenten Gasen, Aschen, vulkanischen Bomben und Fetzen des eruptierten Magmas, die sich in Form von mächtigen Glutlawinen mehrfach über die Region des heutigen Geoparks ergossen. Im Zusammenhang mit diesen Glutlawinen-Ablagerungen (Ignimbrite) kam es im Abstand weniger Millionen Jahre zur Bildung zweier vulkanischer Kesselstrukturen, sogenannter Calderen, mit Durchmessern von bis zu 6o km (Rochlitz-Caldera) bzw. 40 km (Wurzen-Caldera). Die Mengen der vulkanischen Auswurfmassen, die bei den extremen vulkanischen Eruptionen entstanden, zählen zu den größten der weltweit bekannten Ereignisse dieser Art, den sogenannten Supervulkanereignissen. Nach Ende der vulkanischen Aktivität bildete sich aus den erkalteten Laven, Ignimbriten und Aschen eine über 500 m dicke Bedeckung fester vulkanischer Gesteine, überwiegend als Porphyre in unterschiedlicher Ausprägung. Diese Porphyre sind namensgebend für den Geopark und charakterisieren das einstige Vulkangebiet Nordwestsachsens, welches der Geopark Porphyrland beinhaltet.

Autorentipp

Erkunden Sie auch die Porphyrwelt um den Rochlitzer Berg! Der Porphyrlehrpfad, die Erlebnistour Seelitz, die Geotour Rochlitzer Berg – Rochlitz und der Walderlebnispfad Wechselburg lassen Sie die Umgebung neu erkunden.

outdooractive.com User
Autor
Geopark Porphyrland. Steinreich in Sachsen
Aktualisierung: 08.07.2020

Höchster Punkt
228 m
Tiefster Punkt
153 m

Weitere Infos und Links

https://www.rochlitzer-muldental.de/

https://www.geopark-porphyrland.de/

Start

Petrikirche, Sörnziger Weg 2, 09306 Rochlitz (159 m)
Koordinaten:
DG
51.045451, 12.793855
GMS
51°02'43.6"N 12°47'37.9"E
UTM
33U 345354 5657195
w3w 
///einig.führungen.kostenlos

Ziel

Petrikirche, Sörnziger Weg 2, 09306 Rochlitz

Wegbeschreibung

Die Tour beginnt in Rochlitz an der Petrikirche. Schon im Jahre 1186 wird die Kirche als Pfarrkirche von Rochlitz erwähnt. Der angrenzende Mühlplatz hatte wahrscheinlich schon zur Zeit der slawischen Besiedlung eine Marktfunktion und wird 1538 als „Mühlplan“ erstmals urkundlich erwähnt.

Nur 100m westlich der Kirche liegt das Schloss Rochlitz. Es entstand im 14. Jahrhundert, indem die 1009 n.Chr. erstmals erwähnte Burg Rochlitz zum Schloss umgebaut wurde. Bis in 16. Jahrhundert hinein gab es immer wieder Bauphasen, sodass verschiedene Baustile zu erkennen sind.

Über die Forstwartei geht es durch die Schlossaue bis zum Mordgrund. Dieser martialisch anmutende Name bezieht sich wahrscheinlich auf die Bezeichnung „Mord“ oder „Mard“ für den Iltis. Mehrere Bänke laden hier zu einer Pause ein.

Nach dem Überqueren des Mordgrundbaches folgt der Weg direkt dem Verlauf der Zwickauer Mulde und man gelangt zum Katzenstein, ein Granitfels, der steil zur Zwickauer Mulde abfällt. finden sich Reste einer frühdeutschen Burganlage.

Dem Weg weiter folgend gelangt man nach Sörnzig. Der aus dem Sorbischen stammende Name bedeutet so viel wie „Mühlsteinhauer“: Der nahe gelegene Rochlitzer Berg war ein wichtiger Steinbruch, und die frühesten Steinbruchbesitzer waren Sörnziger (Emil Oswald Gleisberg).

Über die Zwickauer Mulde führt der Schaukelsteg und verbindet die Ortsteile Sörnzig und Fischheim. 1871 wurde hier erstmals ein Steg angelegt, der durch häufige Hochwasser aber immer wieder zerstört wurde. Nach den Hochwassern 1954 und 2013 wurde die Brücke umfangreich saniert und steht jetzt als Stahlkonstruktion auf Betonblöcken.

Das 1378 gegründete Fischheim bekam seinen Namen durch die damals verbreitete Muldenfischerei. Das Sühnekreuz gehöret zu den Kulturdenkmälern Fischheims: nach dem Schaukelsteg findet es sich linker Hand. Das Kreuz aus Rochlitzer Porphyrtuff weist auf eine Kirchenstrafe hin, bei der der verurteilte Mörder das Kreuz an der Stelle der Tat errichten musste. Zwei weitere solcher Kreuze finden sich in der Region.

Der Straße nach Norden folgend gelangt man durch Steudten, vor Biesern geht es rechts in die Bieserner Straße ab, nach ca. 800m geht ein kleiner Pfad nach rechts ab, auf dem man über einen kleinen Abstecher zum Historischen Bergwerk St. Johannes Stollen gelangt, einem Silberbergwerk aus dem 15. Jahrhundert. Bis ins 18. Jahrhundert blieb das Bergwerk in Betrieb. Heute ist der Stollen im Rahmen von Führungen zugänglich.

Weiter nach Süden gelangt man zum Alten Bruch Zöllnitz. Über die Kolkauer Straße gelangt man nun nach Seelitz. Das Pfarrhaus gilt als eine der schönsten Kirchen aus dem hiesigen Rochlitzer Porphyrtuff.

Nahe dem Ortseingang von Seelitz findet sich ein weiteres Sühnekreuz. Nach Nordwesten dem Weg folgend kommt man zur Sandgrube Biesern, wo nach dem Ende des Abbaus ein See von 16ha Fläche entstand. Entlang des Nordufers geht es weiter nach Zaßnitz, wo die Zaßnitzer Hängebrücke über die Zwickauer Mulde wieder nach Rochlitz führt.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Bahn bis Geithain, Narsdorf, Mittweida oder Erlau à Bus nach Rochlitz

Anfahrt

A4: Abfahrt  Chemnitz-Ost, weiter über B107

A17: Abfahrt Döbeln-Nord, weiter über B169 und B175

A72: Abfahrt Rochlitz, weiter über B175

Parken

Parkplatz am Schloss Rochlitz, Petrigasse, 09306 Rochlitz

Koordinaten

DG
51.045451, 12.793855
GMS
51°02'43.6"N 12°47'37.9"E
UTM
33U 345354 5657195
w3w 
///einig.führungen.kostenlos
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad


Fragen & Antworten

Stelle die erste Frage

Hier kannst du gezielt Fragen an den Autor stellen.


Bewertungen

Verfasse die erste Bewertung

Gib die erste Bewertung ab und hilf damit anderen.


Fotos von anderen


Strecke
12,2 km
Dauer
3:29h
Aufstieg
223 hm
Abstieg
223 hm
Rundtour aussichtsreich kulturell / historisch geologische Highlights

Statistik

  • Inhalte
  • Bilder einblenden Bilder ausblenden
: h
 km
 Hm
 Hm
 Hm
 Hm
Verschiebe die Pfeile, um den Ausschnitt zu ändern.