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Wanderungen

Durch das wildromantische Schweinbachtal zur Bruderhöhle

· 10 Bewertungen · Wanderungen · Schwarzwald
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Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Blick auf Calw-Hirsau
    / Blick auf Calw-Hirsau
    Foto: Alina Rieger, Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald
  • / Kloster-1
    Foto: Alina Rieger, Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald
  • / Auf schmalem Pfade durch das Schweinbachtal
    Foto: Outdooractive Redaktion, Stadt Calw
  • / Im Schweinbachtal
    Foto: Outdooractive Redaktion, Stadt Calw
  • / Das Steinerne Brückle
    Foto: Outdooractive Redaktion, Stadt Calw
  • / Die Bruderhöhle
    Foto: Outdooractive Redaktion, Stadt Calw
  • / Große Wellingtonien mit Rasthütte
    Foto: Outdooractive Redaktion, Stadt Calw
m 700 600 500 400 300 12 10 8 6 4 2 km Rotwildgehege Rotwildgehege Steinerne Brücke Große Wellingtonien Bruderhöhle Schweinbachtal

Diese Rundwanderung führt von Hirsau durch das romantische Schweinbachtal nach Oberkollbach, an Mammutbäumen vorbei, zur Bruderhöhle und zurück nach Hirsau.

mittel
13,8 km
3:59 h
412 hm
412 hm

Von der Klosteranlage St. Peter und Paul passieren wir das Hirschgehege und tauchen anschließend in das wildromantische Schweinbachtal ein. Zahlreiche hölzerne Brücken führen uns über den Bach mit seinen vielen Stromschnellen. Vorbei am Felsenmeer erreichen wir Oberkollbach, wo wir gemütlich einkehren können. Unser Weg führt schließlich an imposanten Mammutbäumen zum bizarren Felsengebilde der Bruderhöhle und zurück nach Hirsau.

Autorentipp

In Hirsau unbedingt die Klöster St. Peter und Paul (frei zugänglich) und St. Aurelius und das Klostermuseum (Calwer Straße 6, Telefon: 07051 59015, Öffnungszeiten: April bis Oktober: Dienstag bis Freitag 13:00 bis 16:00 Uhr, Samstag und Sonntag 12:00 bis 17:00 Uhr) ansehen.

outdooractive.com User
Autor
Manuela Röskamm
Aktualisierung: 20.05.2020

Schwierigkeit
mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
631 m
Tiefster Punkt
335 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Weitere Infos und Links

http://www.calw.de/Wandern

Start

Parkplatz Kloster Hirsau (335 m)
Koordinaten:
Geographisch
48.737412, 8.730819
UTM
32U 480208 5398300

Ziel

Parkplatz Kloster Hirsau

Wegbeschreibung

Folgen Sie den Wegweiserstandorten des Schwarzwaldvereins: Parkplatz Kloster Hirsau, Wildbader Straße, Schweinbachtal,  Steinernes Brückle, Felsenmeer, Adler, Tiroler Weg, Tiroler Wald, Lärchengarten, Lützenhardt, Conventrain, Brudersteige, Parkplatz Kloster Hirsau

 

Wir starten unsere Wanderung an der Klosteranlage St. Peter und Paul in Hirsau. Wer mag, kann der Anlage schon zu Beginn einen Besuch abstatten, wer jedoch eilig dem Ruf der Natur folgen möchte, sollte das imposante Areal nach der Tour besichtigen. Das ehemalige Benediktinerkloster war im 11. und 12. Jahrhundert das bedeutendste deutsche Reformkloster nördlich der Alpen, das jedoch im Jahre 1692 bei heftigen Gefechten gegen die französischen Truppen teilweise stark zerstört wurde. Baugeschichtlich hochbedeutende Ruinenanlagen mit Relikten aus verschiedenen Baustilen sind zu erkennen: die romanische Säulenbasilika, die einst die größte romanische Kirche Südwestdeutschlands war und die Ruine eines Renaissanceschlosses, wo sich die bis 1989 von Ludwig Uhland besungene Ulme befand. Über den gotischen Kreuzgang hinweg ragt die unversehrt gebliebene spätgotische Marienkapelle empor. Seit 2007 ist das Klosterareal Kulisse des „Calwer Klostersommer in Hirsau“, bei dem große Namen und anspruchsvolle Produktionen begeistern.

Nicht verpassen sollten wir zudem das Klostermuseum in Hirsau (Öffnungszeiten: April-Oktober: Dienstag-Freitag von 13-16 Uhr, Samstag-Sonntag von 12-17 Uhr). Hier können wir in die mittelalterliche Kunstgeschichte Hirsaus eintauchen und den Klosterort als ehemaligen Mittelpunkt benediktinischer Reformen in Deutschland erleben.

Wir verlassen durch das Obere Tor schließlich die Klosteranlage, überqueren die Straße und gelangen, wenn wir nun der blauen Raute folgen, durch den Ortsteil Bärental zum Wildgehege, wo wir Rotwild beim Äsen beobachten können. An einer Firma vorbei, treffen wir an eine Weggabelung, an der wir die Möglichkeit nach rechts wählen und uns nun von der gelben Raute den Weg weisen lassen. Es geht leicht talaufwärts und mit Passieren des letzten Hauses verengt sich der Weg, der uns schließlich in die sanfte Stille des Waldes geleitet.

Am Schäufelbachbrunnen können wir noch rasten, bevor wir weiter in das wildromantische Schweinbachtal eintauchen. Für einen kurzen Abschnitt verläuft unsere Wanderung noch auf breitem Wege, doch dann, mit Überqueren einer Brücke tut sich uns ein abenteuerlicher, fast unscheinbarer Pfad auf. Schon auf den ersten Metern fällt es unserem Auge nicht leicht, sich auf den Weg zu konzentrieren, zu interessant und zum Erkunden einladend präsentiert sich die Natur um uns herum. Wir passieren knorrige, alte Bäume eines Mischwalds, die entlang des verträumt plätschernden Bachlaufs angenehmen Schatten verbreiten, und gehen über Wurzeln und moosbewachsene Steine. Eine irgendwie mystische, urwaldähnliche Atmosphäre. Gigantisch! Schmale Brücken und Stege lassen uns mehrmals die Bachseite wechseln. Angetan von der prächtigen Naturlandschaft merken wir daher kaum, dass wir Schritt für Schritt an Höhe gewinnen und bald schon wieder das Tal verlassen.

So gelangen wir wieder auf einen breiteren Weg und biegen am Wegweiser „Steinernes Brückle“ nach rechts ab. Wegen Einsturzgefahr können wir das Steinerne Brückle leider nicht benutzen, daher überqueren wir den Bach über einige große Steinquader und gehen bergauf zur Fahrstraße. Diese überqueren wir und steigen am sogenannten Felsenmeer vorbei weiter den Berg hoch. Mit Verlassen des Waldes eröffnen sich uns weite Felder und Wiesen, durch die wir gemütlich nach Oberkollbach wandern.

Wir durchqueren die Ortschaft und wenden uns am Gasthof Adler nach rechts auf die Alte Badstraße. Am Ortsausgang biegen wir nach links ab in Richtung Bruderhöhle, folgen für 200 m der blauen Raute und halten uns dann rechts in den Schatten des Waldes hinein. Wir treffen auf einen Forstweg und gehen diesen nach rechts weiter, nun wieder der gelben Raute folgend.

So gelangen wir an eine Fahrstraße und wenden uns hier nach links auf einen Pfad, den wir aber nach 100 m schon wieder nach links verlassen und auf dem breiten Weg geradeaus weitergehen. Dieser führt uns direkt zu dem nächsten Highlight unserer Tour, das doch eher an die Westhänge der Sierra Nevada erinnert: Bis zu 35 m hoch ragen einige Riesenmammutbäume in den Himmel. Im Jahre 1865 ließ König Karl die aus kalifornischem Saatgut gezogenen Mammutbäume pflanzen. Ein herrliches Plätzchen, das uns geradezu auffordert, unter dem imposanten Erscheinungsbild der sogenannten Wellingtonien, eine kurze Rast einzulegen.

Schließlich wandern wir nach links weiter (gelbe Raute folgen) und biegen 1 km später links ab. Dann führt uns der Weg nach rechts auf das Kohlsteigle, das wir zur Annahütte bergab gehen. Dort wenden wir uns nach rechts und genießen das am Berghang entlang führende Geläuf, von dem wir immer wieder Blicke auf den gegenüberliegenden Waldhang erhaschen können.

Dann geht es noch einmal kurz bergauf, um danach in einem weiten Rechtsbogen zur Bruderhöhle zu gelangen. Einige schmale Treppenstufen führen uns durch die Buntsandsteinformationen zum Eingang der ca. 12 m langen Höhle. Es heißt, dass in kriegerischen Zeiten Mönche des Klosters Hirsau in der Höhle Unterschlupf suchten – daher auch der Name der Höhle.

Nach unserer Erkundungstour durch das Felsengebilde gehen wir bergab, verlassen den Wald und erreichen die ersten Häuser von Hirsau. Nun ist es auch nicht mehr weit bis zu unserem Ausgangspunkt.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Anreise mit der Bahn:
  • Strecke Pforzheim - Calw - Horb - Tübingen (Kulturbahn).
  • Fernzugverbindungen (EC, IC, ICE) erreichen Sie am besten in Karlsruhe mit Anschlusszügen über Pforzheim (Kulturbahn, Linie 774).
  • Bei Anreise über Stuttgart empfehlen wir die Weiterfahrt mit der S-Bahn S6 Stuttgart - Weil der Stadt mit Umstieg auf die Buslinie 670 nach Calw.

Anreise mit dem Bus:

  • Großraum Stuttgart Buslinie 670 DB Bahn Regiobus / Volz; (Calw-Weil der Stadt) Anschluss an die S6
  • Raum Böblingen / Sindelfingen:
    Buslinie 763 DB Bahn Regiobus; Calw-Böblingen (Anschluss an die S1)
  • https://http//www.efa-bw.de

Anfahrt

Anreise mit dem Auto:
  • Autobahn A8 von Karlsruhe:
    Ausfahrt Pforzheim-West (ca. 25 km); Weiterfahrt über die Bundesstraße 463 Richtung Calw
  • Autobahn A8 von Ulm/Stuttgart:
    Ausfahrt Leonberg (ca. 30 km), Weiterfahrt über die Bundesstraße 295 in Richtung Weil der Stadt nach Calw
  • Autobahn A81 von Süden/ Bodensee:
    Ausfahrt Gärtringen-Stadtmitte  (ca. 20 km), Weiterfahrt über die K 1075; in der Nähe von Deckenpfronn links auf die K 1022. Am Kreisel die erste Ausfahrt nehmen und auf der B 296 weiter Richtung Calw fahren.
  • Planen Sie Ihre Anreise mit dem Auto bei www.map24.de

Parken

Parkplatz am Kloster Hirau, Wildbader Straße
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad


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Bewertungen

4,1
(10)
Ralf Rapp
02.06.2019 · Community
Gerade an heißen Tagen wunderbar am kühlen Bach entlang. Am besten unter der Woche machen, dann ist der Straßenlärm nicht so schlimm.
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Gemacht am 02.06.2019
Ju M 
04.06.2018 · Community
Wenn man in die Natur geht um Ruhe zu finden, ist die Strassennähe von dieser Strecke nicht sehr angenehm - ständig hat man das Gejaule von lauten Motoren im Ohr..schade, denn an sich wär sie Strecke ganz nett..
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Ralf Schürle
30.05.2018 · Community
Sehr schöne Runde. Vor allem das erste Drittel am Bach entlang im Wald. Sehr gut beschrieben und einfach zu finden. Vielen Dank für die Ausarbeitung.
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Mittwoch, 30. Mai 2018 17:19:16
Foto: Ralf Schürle
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Fotos von anderen

+ 17

Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
13,8 km
Dauer
3:59h
Aufstieg
412 hm
Abstieg
412 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights

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