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Wanderungen

Wolfsschlucht und Fuchsklinge

· 17 Bewertungen · Wanderungen · Schwarzwald
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Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Kloster-1
    / Kloster-1
    Foto: Alina Rieger, Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald
  • Kloster-4
    / Kloster-4
    Foto: Alina Rieger, Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald
  • / Auf schmalem Pfade durch die Fuchsklinge
    Foto: Outdooractive Redaktion, Stadt Calw
  • / Die Nagold bei Ernstmühl
    Foto: Outdooractive Redaktion, Stadt Calw
  • / Kräutergarten-2
    Foto: Alina Rieger, Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald
  • / Klosteranlage St. Peter und Paul
    Foto: Stadt Calw
m 600 500 400 300 8 6 4 2 km Aureliuskirche Kloster Hirsau Fuchsklinge Wolfsschlucht

!!!Waldstraße zwischen Hirsau und Althengstett teilweise gesperrt!!!

Aufgrund von Felssturz und akuter Gefahr von weiteren herabfallenden Felsen, ist die Waldstrasse von Hirsau nach Althengstett bis auf weiteres nur bis zum Kurwaldweg befahrbar. Seitens von Althengstett ist die Waldstrasse nur bis zur Gaststätte Fuchsklinge anfahrbar. Die Einbahnstraßenregelung wurde dafür aufgehoben. Aufgrund von Lebensgefahr wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Komplettsperrung auch für Fußgänger und Radfahrer im beschriebenen Bereich gilt. Eine Umleitung wird ausgewiesen.

 

Die Wanderung führt uns durch den geschichtsträchtigen Ort Hirsau mit seiner imposanten Klosteranlage St. Peter und Paul und auf schmalen Pfaden durch die abenteuerliche Wolfsschlucht und verträumte Fuchsklinge.

mittel
9,6 km
3:25 h
237 hm
237 hm

Hirsau war zeitweise eines der bedeutendsten Klöster Deutschlands.
Zum Zeitpunkt seiner Errichtung im späten 11. Jh. war die dreischiffige Basilika von St. Peter und Paul eine der größten romanischen Kirchen Südwestdeutschlands. Hermann Hesse ist in und um Calw-Hirsau viel gewandert. Ob er durch die Wolfschlucht streifte, weiß man nicht genau, aber ein Erlebnis war und ist sie gewiss. Die Wolfsschlucht kann man wirklich als Geheimtipp bezeichnen. Im Gegensatz zum Monbachtal weiter nagoldabwärts ist die Wolfsschlucht kaum bekannt. 
Sie ist wild, das Begehen fast alpin. Die Schlucht ist geologisch gesehen jung und verändert sich ständig. Wildromantisch, aber gemütlich geht es durch die Fuchsklinge zum gleichnamigen Restaurant. Das heutige Gasthaus ist an das ehemalige Bahnwärter-Häuschen angebaut. Hier befand sich der Haltepunkt „Fuchsklinge“ der Bahnlinie „Hirsau - Weil der Stadt“.

Autorentipp

Einkehr im Restaurant-Café „Fuchsklinge“ www.fuchsklinge.de, draußen und drinnen mit viel Flair. Genügend Zeit für die Besichtigung von Hirsau mit seinem Kloster einplanen. Im Sommer lohnt ein Besuch des Calwer Klostersommers in Hirsau.

Profilbild von Manuela Röskamm
Autor
Manuela Röskamm
Aktualisierung: 10.08.2020

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
504 m
Tiefster Punkt
320 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Waldrestaurant Fuchsklinge
Naturpark-Wirt Hotel Kloster Hirsau
Wirtshaus zum Löwen

Sicherheitshinweise

Achtung! Durch mehrere Unwetter ist der Streckenabschnitt durch die Wolfsschlucht noch etwas rustikaler und anspruchsvoller geworden! Bitte unbedingt festes Schuhwerk tragen.

Für diejenigen, die es nicht so alpin mögen, wird eine kleine Umleitung in der Wolfsschlucht ausgeschildert.

Weitere Infos und Links

www.calw.de/Wandern

Start

Hirsau, Bahnhof (340 m)
Koordinaten:
DG
48.733865, 8.737196
GMS
48°44'01.9"N 8°44'13.9"E
UTM
32U 480675 5397904
w3w 
///eiche.sperren.auftreten

Ziel

Hirsau, Bahnhof

Wegbeschreibung

Folgen Sie den Hauptwegweiser-Standorten der Schwarzwaldvereinsbeschilderung:

Bahnhof Hirsau, Aureliuskirche, Hirsau, Brudersteige, Conventrain, Brandhalde, Berg, Wolfsschlucht, Überzwercher Weg, Fuchsloch, Mönchloch, Fuchsklinge, Kurwald, Bahnhof Hirsau

 

Wir starten unsere Wanderung am Bahnhof in Hirsau (Alternative: am Parkplatz Kloster Hirsau) und folgen der blauen Raute über die Fahrstraße. Vor der Brücke befindet sich linker Hand das Klostermuseum. Hier können wir in die mittelalterliche Kunstgeschichte Hirsaus eintauchen und erleben den Klosterort als ehemaligen Mittelpunkt benediktinischer Reformen in Deutschland.

Wir passieren die Klosteranlage St. Peter und Paul. Das ehemalige Benediktinerkloster war im 11. und 12. Jahrhundert das bedeutendste deutsche Reformkloster nördlich der Alpen, das jedoch im Jahre 1692 bei heftigen Gefechten gegen die französischen Truppen teilweise stark zerstört wurde. Baugeschichtlich hochbedeutende Ruinenanlagen mit Relikten aus verschiedenen Baustilen sind zu erkennen: die romanische Säulenbasilika, die einst die größte romanische Kirche Südwestdeutschlands war und die Ruine eines Renaissanceschlosses, wo sich die bis 1989 von Ludwig Uhland besungene Ulme befand. Über den gotischen Kreuzgang hinweg ragt die unversehrt gebliebene spätgotische Marienkapelle empor. Seit 2007 ist das Klosterareal Kulisse des „Calwer Klostersommer in Hirsau“, bei dem große Namen und anspruchsvolle Produktionen begeistern.

Hinter dem Oberen Tor biegen wir nach rechts ab und folgen nun der gelben Raute. Die Asphaltstraße steigt steil bergan und geht dann nach den letzten Häusern des Ortes in einen Forstweg über, der uns in das schattige Gehölz führt. Hier an der Weggabelung  gehen wir nach rechts unten, den gelben Rauten folgend Richtung Ernstmühl. Nach der Stelle an der der Hangrutsch gesichert wurde, hat man einen schönen Ausblick in Richtung Nagoldtal und das Kloster in Hirsau. Über eine Rechtskurve gelangen wir in den Ort Ernstmühl, der verträumt im Nagoldtal liegt. Wir queren die Fahrstraße und über eine Brücke die Nagold. Dann halten wir uns rechts und dann zwei Mal links und folgen dem Wegweiser aus Holz in Richtung Wolfsschlucht, die gelbe Raute für kurze Zeit verlassend. Unser Puls dürfte nun einige Schläge zunehmen, denn steil führt uns die Straße bergauf. Doch nicht allzu lange bleibt das so, denn rasch betreten wir den Wald und der Weg wird ebener. Eine sanfte Stille empfängt uns und nachdem wir uns an der Wegspinne rechts halten, könnte diese in angenehmen Nervenkitzel umschlagen.

Grund dafür ist das Betreten der Wolfsschlucht (wieder gelbe Raute). Eine schmale Holzbrücke führt uns in das Wunderwerk der Natur und wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Der verschlungene, abenteuerliche Weg hat beinahe alpinen Charakter.

Hinweis: Wegen dieses alpinen Charakters gibt es hier die Möglichkeit auf eine alternative Route auszuweichen. Über einen etwas steilen Aufstieg, der links wegführt kommt man auf einen befestigten Waldweg der in Richtung Ottenbronn führt. In einer scharfen Rechtskurve kommt man dann auf den Wannenweg der zum Ende der Wolfschlucht führt. Am Eingang der Wolfschlucht ist dieser Weg auf einer Wanderkarte eingezeichnet. Hierfür muss auch etwa eine halbe Stunde mehr eingeplant werden.

 

Der Wolfschlucht folgend müssen wir über moosbewachsene Steine und wir sind ganz nah dran an bizarren Felsformationen und naturbelassener Pflanzenpracht. Die Zeit um uns herum scheint still zu stehen und wir können einfach nur genießen. Alpines Gelände in urwaldähnlicher Atmosphäre, das beschreibt die Begebenheit dieser unnachahmlichen Schlucht am besten.

Es scheint, als könnten wir noch ewig so weiterwandern/-klettern, doch führt uns der Pfad wieder aus der Schlucht heraus. Ein leises „Auf Wiedersehen“ muss sein und dann sind wir bereit für die nächsten Kilometer unserer Wanderung. Wir überqueren die Fahrstraße und wandern auf dem Steinweg mit gelber Raute bergauf. An der folgenden Weggabelung wenden wir uns nach rechts und gehen am Berghang entlang weiter. Schließlich gelangen wir an eine weitere Weggabelung, an der wir nach links gehen. Herrliches Wiesengeläuf lässt uns noch einige Höhenmeter zurücklegen, bevor wir wieder auf einen Forstweg treffen.

Wir ignorieren den ersten Abzweig nach rechts, der zur Fuchsklinge führt, und gehen weiter geradeaus. Schließlich biegen wir nach rechts und vor der Fahrstraße nach links auf einen schmalen Pfad ab. Nun müssen wir aufpassen und ab hier der blauen Raute nach rechts folgen.

Ein malerischer Pfad geleitet uns bergab und dann nach links durch die wildromantische Fuchsklinge. Parallel des Tälebachs gelangen wir zum Restaurant und Café Fuchsklinge, wo wir gemütlich einkehren und uns stärken können. Dass die Wanderung auf dem letzten Kilometer bis zum Ziel entlang einer Fahrstraße verläuft können wir gut verschmerzen, haben wir doch bis hierhin traumhafte Naturlandschaften erlebt. Schließlich erreichen wir Hirsau und sind zurück an unserem Ausgangspunkt.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Anreise mit der Bahn:

 Strecke Pforzheim - Calw - Horb - Tübingen (Kulturbahn).

Fernzugverbindungen (EC, IC, ICE) erreichen Sie am besten in Karlsruhe mit Anschlusszügen über Pforzheim (Kulturbahn, Haltestelle Hirsau).

Bei Anreise über Stuttgart empfehlen wir die Weiterfahrt mit der S-Bahn S6 Stuttgart - Weil der Stadt mit Umstieg auf die Buslinie 670 nach Calw.

Vom ZOB Calw (Zentraler Omnibusbahnhof) nehmen Sie die Kulturbahn nach Calw-Hirsau, Haltestelle Hirsau

Planen Sie Ihre Anreise mit http://reiseauskunft.bahn.de/bin/query.exe/d

 

Anreise mit dem Bus:

 Großraum Stuttgart Buslinie 670 DB Bahn Regiobus / Volz; (Calw-Weil der Stadt) Anschluss an die S6

Raum Böblingen / Sindelfingen: Buslinie 763 DB Bahn Regiobus; Calw-Böblingen (Anschluss an die S1)

Vom Zentralen Omnibusbahnhof Calw (ZOB) erreichen Sie Hirsau mit der Buslinie 670 oder 820, Haltestelle St. Aurelius. Ebenfalls erreichen Sie Hirsau mit der Kulturbahn vom ZOB Calw, Ausstieg: Haltestelle Hirsau.

Planen Sie Ihre Anreise mit www.efa-bw.de

 

Anfahrt

Anreise mit dem Auto: 

  • Autobahn A8 von Karlsruhe:
    Ausfahrt Pforzheim-West (ca. 30 km); Weiterfahrt über die Bundesstraße 463 Richtung Calw-Hirsau
  • Autobahn A8 von Ulm/Stuttgart:
    Ausfahrt Leonberg (ca. 25 km), Weiterfahrt über die Bundesstraße 295 in Richtung Weil der Stadt nach Calw-Hirsau
  • Autobahn A81 von Süden/ Bodensee:
    Ausfahrt Gärtringen-Stadtmitte  (ca. 20 km), Weiterfahrt über die K 1075; in der Nähe von Deckenpfronn am Kreisel die erste Ausfahrt nehmen und auf der B 296 weiter Richtung Calw fahren. Weiter über die Bundesstraße 463 erreichen Sie Calw-Hirsau.
  • Planen Sie Ihre Anreise mit dem Auto bei www.map24.de

 

Parken

Parkplatz beim Kloster Hirsau oder Parkplatz in der Uhlandstraße

Koordinaten

DG
48.733865, 8.737196
GMS
48°44'01.9"N 8°44'13.9"E
UTM
32U 480675 5397904
w3w 
///eiche.sperren.auftreten
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Unteres Nagoldtal Pforzheim/Heckengäu, 1:35.000, Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung, ISBN 978-3-89021-790-1, 5,20 €

Ausrüstung

Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind empfehlenswert. Teilweise alpiner Charakter (Wolfsschlucht). Evtl. Getränke für unterwegs. Einkehrmöglichkeiten Restaurant Fuchsklinge und Hirsau.

Fragen & Antworten

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Bewertungen

4,5
(17)
Profilbild
Philipp Merlitz
09.08.2020 · Community
Schöne schattige Sommerwanderung. Im heißen August allerdings kaum Wasser in den Schluchten. Und die Verkehrsgeräusche aus dem Tal sind fast immer zu hören. Landschaftlich aber sehr schön.
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Gemacht am 09.08.2020
Wolfschlucht
Foto: Philipp Merlitz, CC0, Community
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Fotos von anderen

Wolfschlucht
Blindschleiche
+ 11

Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
9,6 km
Dauer
3:25h
Aufstieg
237 hm
Abstieg
237 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights Geheimtipp

Statistik

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