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Bergtour empfohlene Tour

Findenigkofel (2.016 m)

· 1 Bewertung · Bergtour · Nassfeld-Lesachtal-Weissensee
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  • Originaler Hirte auf den Almböden rund um den Zollner See
    / Originaler Hirte auf den Almböden rund um den Zollner See
    Foto: NLW Tourismus Marketing GmbH
  • / Die Bergwiesen rund um den Findenigkofel spielen alle Farben
    Foto: NLW Tourismus Marketing GmbH
  • / Gipfelblick auf die Julischen Alpen in Italien (Sernio)
    Foto: NLW Tourismus Marketing GmbH
m 2000 1900 1800 1700 1600 1500 1400 12 10 8 6 4 2 km
Der Findenigkofel (Monte Lodin) zählt zu den leichteren Gipfeln in den Karnischen Alpen. Nach dem Besuch des knapp über 2.000 m hohen Berges mit dem sehenswerten „knorrigen“ Holzkreuz erwartet sie im Verlaufe des Abstieges noch ein besonders Alpenjuwel – der Zollner See.
mittel
Strecke 13,7 km
4:45 h
829 hm
829 hm
1.983 hm
1.504 hm
Auf den Bergtouren in den Karnischen Alpen findet man sie immer wieder. Die Spuren des Ersten Weltkrieges. So auch in diesem Abschnitt zwischen Straniger Alm und der Zollner-See-Hütte. Stollen, Kavernen, gemauerte Wegtrassen, Frontsteige, Schützengräben, ein eindrucksvolles Kriegerdenkmal und vieles mehr. Bald hundert Jahre alte Zeugen aus einer hoffentlich nie mehr wiederkehrenden Zeit.

Man begegnet auf Schritt und Tritt natürlich auch erfreulichen Dingen der Gegenwart. Zum Beispiel der jährlich wiederkehrenden und hier üppig wachsenden Flora. Oder der Tierwelt, die typisch südlich und der Hochmoor- und Almlandschaft angepasst ist. Oder „ganz alten“ Zeitzeugen, Millionen und Abermillionen Jahre alt. Wer diese konkret sind – das erzählen ihnen unterwegs äußerst informativ gestaltete Schautafeln entlang des „Naturpfades Zollner See“. Lassen sie Steine erzählen, finden sie versteinerte Muscheln oder erfreuen sie sich an Abdrücken von Seelilien, Korallen oder Farnen.

Einer wird sie aber ganz sicher tief beeindrucken:

Der friedliche Zollner See. Der rund 1 ha große und maximal 2,80 m tiefe See liegt in einer Ost-West ausgerichteten Senke zwischen dem südlichen Grenzkamm und dem nördlichen Seebühel. Gespeist wird er von mehreren kleinen Zuflüssen vom Süden her, die aus den breiten, von schwarzen Schiefern des Silurs unterlagerten Sumpfmulden kommen. Die seichte Mulde, die vom See ausgefüllt wird, entstand vermutlich durch Toteis im unterlagernden Gestein. Das Abschmelzen des Eises wird vor rund 3.000 Jahren angenommen.

Einen besonderen Reiz übt auf den Betrachter das Seeufer aus, das von Almrauschbüschen, Bürstlingrasen und Sumpfwiesen umsäumt wird. Dazu kommen Wasserpflanzen wie Laichkraut, Fieberklee und Igelkolben.

Im Sommer kann die Wassertemperatur auf 20° ansteigen, im Winter sind Eisdicken von 1 m keine Seltenheit. Der Zollner See ist reich an moos- und Schlamm bewohnenden Algen, weiters an tierischem Plankton.

Der Versuch, Fische auszusetzen, schlug über die Jahre fehl.

Autorentipp

Es existieren Aufzeichnungen, laut denen schon seit dem 13. Jhdt. auf den Almen des Gailtales Käse erzeugt wird. Die Tradition des Käsens wird seit 700 Jahren in den einzelnen Familien von Generation zu Generation weitergegeben. Durch den sorgsamen Umgang mit den Ressourcen, die uns die Natur zur Verfügung stellt, tragen die Almsenner zum Erhalt der schönen Kulturlandschaft bei.

 

So auch auf der Straniger Alm, einer von 13 Mitgliedsalmen in dieser Region, die den   „Gailtaler Almkäse g.U.“ nach einer traditionellen, festgeschriebenen Methode erzeugen. Das „g.U.“ steht europaweit für „Geschützten Ursprung“ - von der Schmackhaftigkeit und Ehrlichkeit dieses Produktes werden sie sich nach der erlebnisreichen Bergtour auf den Findenigkofel und den Zollner See sicher selbst überzeugen wollen.

In der Almhütte auf der Straniger Alm.

Profilbild von Erich Glantschnig, Kärntner Bergwanderführer
Autor
Erich Glantschnig, Kärntner Bergwanderführer
Aktualisierung: 04.08.2014
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
1.983 m
Tiefster Punkt
1.504 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Wenn sie auf dieser Tour von ihrem Vierbeiner begleitet werden, dann nehmen sie diesen im Bereich der Almen auf alle Fälle an die Leine!

Start

Straniger Alm (1.479 m) (1.504 m)
Koordinaten:
DD
46.595730, 13.134070
GMS
46°35'44.6"N 13°08'02.7"E
UTM
33T 357076 5161931
w3w 
///ausgeschüttet.fixstern.erfinder

Ziel

Findenigkofel (2.016 m), Zollnersee (1.766 m)

Wegbeschreibung

WEGBESCHREIBUNG (Anstieg):

 Gehen sie es ab der Straniger Alm vorerst ruhig einmal etwas gemütlicher an und wandern sie entlang des Schotterweges in Richtung Waidegger Alm. Dieser schlängelt sich in zahlreichen Serpentinen (Abkürzungen möglich) hinauf in Richtung eines im Westen der Alm liegenden Sattels. Sie können bis auf diesen gehen oder aber kurz vorher schon nach links in Richtung Findenigkofel abzweigen. Es macht keinen wesentlichen Unterschied. Sie befinden sich jetzt auf dem Karnischen Höhenweg 403, den sie nach ein paar hundert Metern nach links abbiegend verlassen.

Auf einem gut sichtbaren Weg steigen sie nun in einigen Serpentinen zum Beginn des Findenig-Ostkammes empor. Der noch verbleibende kurze Anstieg auf dem Kamm führt vorbei an einigen bereits erwähnten restaurierten Stellungsresten aus dem Ersten Weltkrieg. Noch einige Meter genussvoll am Grat entlang, dann stehen sie am Gipfel. Im Gipfelbereich ist Vorsicht geboten, denn dieser fällt nach Norden hin fast senkrecht ab.

WEGBESCHREIBUNG (Abstieg):

Nachdem sie im Verlaufe der wohlverdienten Gipfelrast die imposante Aussicht nach allen vier Himmelsrichtungen genossen haben, wenden sie sich nach Westen hin und überschreiten den Gipfelaufbau des Findenigkofels vollständig. Nach kurzem Abstieg folgt noch ein ebenso kurzer Anstieg auf einen kleinen Gupf, nach dem dann endgültig die Rückkehr auf den Karnischen Höhenweg folgt (Wegweiser auf einem Plateau). Auf diesem wandern sie wieder in Richtung Westen und gelangen in einer knappen halben Stunde zum Zollner See.

Hier haben sie die Qual der Wahl:

Eine kurze Pause machen oder doch gleich bis zur Zollner-See-Hütte weitergehen (ca. 20 Minuten). Dort erwarten sie nämlich der Hüttenwirt Andreas, Emanuela und der kleine Leonhard mit einer Kost, die vorwiegend aus heimischen Produkten hergestellt wird. Um ihnen die Entscheidung zu erleichtern: Sie kommen auf dem Rückweg wieder hier vorbei.

Gestärkt und voller Tatendrang wandern sie dann – diesmal in Richtung Osten – auf dem ihnen bereits bekannten Karnischen Höhenweg zurück zur Straniger Alm. Wetten, dass es ihnen leid tut, dass der spannende Verlauf dieses Abschnittes des Südalpen-Weitwanderweges unterhalb der steilen Nordhänge des Findenigkofels nach rund zwei Stunden bereits wieder zu Ende ist…?  

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Anfahrt

Am südlichen Ortsende des Talortes Stranig bei Kirchbach treffen sie auf den Beginn einer gut gepflegten Schotterstraße, die sie über rund 850 Höhenmeter hinauf auf die Straniger Alm führt.

Parken

Ihren PKW können sie an den dafür vorgesehenen Plätzen im Bereich der Straniger Almhütte abstellen.

Koordinaten

DD
46.595730, 13.134070
GMS
46°35'44.6"N 13°08'02.7"E
UTM
33T 357076 5161931
w3w 
///ausgeschüttet.fixstern.erfinder
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Ausrüstung

Diese ist je nach Jahreszeit unterschiedlich. Immer mit dabei ist aber:

Funktionelle Wanderbekleidung, Windjacke, Kopfbedeckung, Regenbekleidung/-schutz, Bergschuhe, Verpflegung, ausreichend Getränke, Wechselwäsche, diverses persönliches wie Fotoapparat, Handy, Sonnenschutz, Sonnenbrille, Erste-Hilfe-Set, etc.

Grundausrüstung für Bergtouren

  • Feste, bequeme und wasserdichte Bergschuhe oder Zustiegsschuhe
  • Kleidung im Mehrschicht-Prinzip mit Feuchtigkeitstransport
  • Wandersocken
  • Rucksack (mit Regenhülle)
  • Sonnen-, Regen- und Windschutz (Hut, Sonnencreme, wasser- und winddichte Jacke und Hose)
  • Sonnenbrille
  • Teleskopstöcke
  • Ausreichend Proviant und Trinkwasser
  • Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflaster
  • Biwaksack/Survival Bag
  • Rettungsdecke
  • Stirnlampe
  • Taschenmesser
  • Signalpfeife
  • Mobiltelefon
  • Bargeld
  • Navigationsgerät/Karte und Kompass
  • Notfallkontaktdaten
  • Personalausweis

Technisches Equipment

  • Ggf. Kletterhelm
  • Die Listen für die „Grundausrüstung“ und die „technische Ausrüstung“ werden auf der Grundlage der gewählten Aktivität erstellt. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen lediglich als Vorschläge, was du einpacken solltest.
  • Zu deiner Sicherheit solltest du alle Anweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung deines Geräts sorgfältig lesen.
  • Bitte vergewissere dich, dass deine Ausrüstung den örtlichen Gesetzen entspricht und keine verbotenen Gegenstände enthält.

Fragen & Antworten

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Bewertungen

3,0
(1)
Daniel J
05.08.2014 · Community
Gemacht am 05.08.2014

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Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
13,7 km
Dauer
4:45 h
Aufstieg
829 hm
Abstieg
829 hm
Höchster Punkt
1.983 hm
Tiefster Punkt
1.504 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich geologische Highlights faunistische Highlights Gipfel-Tour

Statistik

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Funktionen
Karten und Wege
Strecke  km
Dauer : h
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