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· 2 Bewertungen · Radfahren · Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft
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Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Wilde Gladiolenwiese - Naturwunder 2017
    / Wilde Gladiolenwiese - Naturwunder 2017
    Foto: Dirk Weiss, UNESCO Biosphärenreservatsverwaltung OHTL
  • Familie vor Schloss Milkel
    / Familie vor Schloss Milkel
    Foto: Reiner Johannes Nagel, TGG Heide- und Teiche im Bautzener Land e. V.
  • Wolf
    / Wolf
    Foto: Kontaktbüro "Wölfe in Sachsen", Kontaktbüro "Wölfe in Sachsen"
  • Stadtansicht Bautzen
    / Stadtansicht Bautzen
    Foto: Peter Wilhelm, Stadtverwaltung Bautzen
  • Nicolaikirchenruine mit Spree von Hammermühle aus
    / Nicolaikirchenruine mit Spree von Hammermühle aus
    Foto: Peter Wilhelm, Stadtverwaltung Bautzen
  • Naturlandschaft im UNESCO Biosphärenreservat
    / Naturlandschaft im UNESCO Biosphärenreservat
    Foto: Biosphärenreservatsverwaltung Wartha, Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH
  • / Heide
    Foto: Petra Schwarz, Bautzen, Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH
  • / Kranich
    Foto: Karin Jähne, Sohland, Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH
0 150 300 450 m km 5 10 15 20 25 30 35

Sorbischer Tourentitel:  Město.Kraj.Rěka

Mit dem Fahrrad ins UNESCO Biosphärenreservat

leicht
38,6 km
4:00 h
77 hm
77 hm

Die 1.000-jährige Stadt Bautzen schmückt den Spreeverlauf mit ihrer beeindruckenden Stadtkulisse und ist Ausgangspunkt der Fahrradtour. Es ist eine Zeitreise durch Stadtgeschichte, versunkene Dörfer, Napoleonische Schlachten und einzigartige Naturwunder.

Mit seinen 350 Teichen ist das UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft einzigartig in Deutschland. Hoch oben in der Luft kreisen die Seeadler, die mit einer Flügelspanne von über 2 Metern die größten Adler in Europa sind. Mehrere Generationen hat es dedauert, dass auch Wölfe hier wieder heimisch sind. Die Biosphärenreservatspartner leben und wirtschaften im Einklang mit der Natur.

Einst als slawische Wasserburgen erbaut, erstrahlen entlang der Tour heute kleine Schlösser mit ihren weitläufigen Parkanlagen in neuem Glanz. 

Die historische Innenstadt von Bautzen lädt ein, den Tag in einem der gemütlichen Gasthäuser und Terrassen ausklingen zu lassen. 

Autorentipp

  1. Erlebnisangebote am Stausee Bautzen
  2. Tagesausklang in der historischen Altstadt Bautzen
  3. Diese Tour ist auch für Kinder sehr gut geeignet. 

Schwierigkeit
leicht
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
200 m
Tiefster Punkt
138 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Ausrüstung

  1. Flickzeug
  2. Mückenspray
  3. Angepasste Kleidung
  4. ggf. Badesachen
  5. Fernglas zur Naturbeobachtung

Weitere Infos und Links

Bitte erfragen Sie Öffnungszeiten und Preise direkt bei den Anbietern:  

 

Ocean Beach Bar / Tretbootfahren (Strandpromenade 5,02625 Bautzen, Tel. 0152 31715367)

Hochseilgarten Bautzen (Strandpromenade 8, 02625 Bautzen, Tel. 0163 1842198 / 0179 6742574)

Minigolfpark Bautzen (Strandpromenade 10, 02625 Bautzen, Tel. 03591 385343)

Talsperre Bautzen (Am Staudamm 1, 02625 Bautzen, Tel. 03591 67110)

Spreehof Göbeln (Am Spreewehr 14, 02694 Großdubrau OT Göbeln, Tel. 0172 3527642)

Blaue Adria (Zur Adria, 02694 Großdubrau OT Crosta, Tel. 035934 4632 o. 035934 4526)

Museum Margarethenhütte Großdubrau (Hermann-Schomburg-Straße 6, 02694 GroßdubrauTel. 035934 66564)

 

Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft

Oberlausitz

Bautzen

Malschwitz

Großdubrau

UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft

Biosphärenreservatspartner

 

Start

Parkplatz am Hochseilgarten Bautzen (Stausee Bautzen), Strandpromenade 8, 02625 Bautzen (173 m)
Koordinaten:
Geographisch
51.208692, 14.469230
UTM
33U 462923 5673166

Ziel

Parkplatz am Hochseilgarten Bautzen (Stausee Bautzen), Strandpromenade 8, 02625 Bautzen

Wegbeschreibung

 Die über 1.000 jährige Stadt Bautzen gilt als Hauptstadt der sorbischen Minderheit und ist das kulturelle Zentrum der Region. Von hier aus startet die Tour durch das UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. 

  1. Die Rundtour folgt die ersten zwölf Kilometer dem Spreeradweg (Symbol = Flussverlauf und Brandenburger Tor). Vom Parkplatz am Hochseilgarten aus führt die Tour in Richtung Niedergurig. Nach etwa einem Kilometer lohnt sich eine kleine Pause, um zu Fuß einen Abstecher zur Staumauer der Talsperre Bautzen zu machen. Links vom Radweg führt eine Treppe hinauf zum anderthalb Kilometer langen Staumauerrundweg.
    Bevor die Talsperre ab 1968 gebaut wurde, befanden sich die Dörfer Nimschütz und Malsitz auf dem heutigen Gelände des Sees. Malsitz befand sich etwa 900 Meter nordöstlich der heutigen Ortslage Oehna am linken Ufer der Spree. Die Grundmauern des Dorfes finden sich heute in direkter Nachbarschaft zur sogenannten „Vogelinsel“ - der einzigen Insel des Stausees - unter der Wasseroberfläche. Von historischer Bedeutung ist ebenfalls das ehemalige Spreetal zwischen Malsitz und Nimschütz.  In der Schlacht bei Bautzen am 20. Mai 1813 griffen die französischen Truppen Napoléons von hier aus die preußischen Truppen auf den Anhöhen um Burk und Niedergurig an. 
  2. Auf dem Spreeradweg geht die Tour weiter bis auf den Gottlobsberg.
    Neben der Spreeüberquerung hatte auch der Gottlobsberg, an dem die Tour nun vorbeiführt, hohe strategische Bedeutung und war daher heftig umkämpft. Aus der Höhe bietet er heute eine fantastische Aussicht auf die Stadt Bautzen und die Weite des Stausees. 
  3. Anschließend fällt der Weg gen Niedergurig ab. Im Ort biegt die Tour nach rechts auf die Bundesstraße ab, überquert die Spree, führt an der alten Lukasschanze vorbei, bevor sie nach 300m links in den Wald abbiegt.
  4. Bis zum Dorf Malschwitz, schlängelt sich der Spreeradweg fünf Kilometer lang durch ein großes Teichgebiet.
    Überhaupt ist es die teichreichste Gegend Deutschlands. Die ersten Teiche in der Region wurden um das Jahr 1248 erwähnt. Heute zählt das Biosphärenreservat etwa 350 Teiche in 39 Teichgruppen, die fast alle künstlich geschaffen wurden und über ein System von Gräben mit Wehren und Rohrleitungen verbunden sind.
    Die Teichwirtschaften sind auf Karpfenzucht spezialisiert. Die Karpfenteiche gelten in der Region als Zentren der Artenvielfalt und verbinden den Gedanken des Biosphärenreservats, dass Mensch und Natur sich nur in Einklang miteinander entwickeln können. 
  5. Vorbei an der alten Malschwitzer Dorfkirche führt der Weg durch den Ort und biegt vor dem Sparkassengebäude nach links in Richtung Salga ab.
    Im Ort lohnt sich die Einkehr in das Scheunencafe (allein schon wegen des selbst gebackenen Kuchens) gegenüber dem Sparkassengebäude. 
  6. Nach reichlich drei Kilometern Fahrt entlang einer von Kastanien gesäumten Straße überquert der Weg in Salga die Straße S101 und führt in die Klixer Teichgruppe weiter. Von dort an folgt die Radtour ungefähr 15 Kilometer dem Seeadlerrundweg (Symbol = schwarzer Seeadler).
    In Klix bietet sich eine weite Rastmöglichkeit im 2017 wiedereröffneten Gasthof Klix. 
    Von Klix nach Spreewiese führen verkehrsarme Straßen.
  7. In Spreewiese bietet sich wiederum eine kleine Pause an, um das Schloss und die Fischteiche in Augenschein zu nehmen. Auf Nachfrage kann eine Führung durchs Schloss angeboten werden.
    Wer vor rund 100 Jahren nach dem Ort Spreewiese suchte, wurde nicht fündig. Bis 1911 hieß der Ort noch „Leichnam“ - abgeleitet vom ursprünglichen sorbischen Ortsnamen "Lychan", was wohl am besten als "Lichtung" (auf der gesiedelt wurde) zu deuten ist. Da der alte Ortsname zwar fälschlicherweise aber doch häufig mit "Leiche" in Verbindung gebracht wurde, beantragte der damalige Rittergutsbesitzer Franz Sachse unter Hinweis auf den "hässlichen Namen" die Änderung in "Spreelinden". Schließlich gelang es durch die Fürsprache des damaligen Amtshauptmanns Dr. von Pflugk, "Leichnam" in "Spreewiese" umzutaufen. Dieser Name bürgerte sich schnell ein, waren doch die Dorfbewohner froh, nun in einem freundlichen Ort wohnen zu dürfen.
    Das Schloss ist eine für diese Gegend typische slawische Wasserburg, von der heute nur noch die Stützpfeiler zeugen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gebäude zu einem Renaissanceschloss umgebaut und kann heute dank umfangreicher Sanierungsarbeiten des jetzigen Eigentümers in vollem Glanz erstrahlen. Zum Anwesen gehören eine naturbelassene Parkanlage mit mehreren Teichen. Reste einer Lindenallee sind noch zu erkennen. Die weiter nördlich gelegenen Wirtschaftsgebäude des 18. Jahrhunderts sind ungenutzt. 
  8. Von Spreewiese geht es Richtung Halbendorf auf der Straße weiter. Nach zwei Kilometern liegt linkerhand ein Aussichtsturm mit Informationstafeln und einer Bankgruppe am Roten Lug, einem besonderen Kleinod der Oberlausitzer Teichlandschaft. Bis nach Halbendorf führt der Seeadlerrundweg an blütenreichen Trockenrasen vorbei und biegt am Ortseingang nach links in die Göbelner Heide ein.
    Auf sandigem Untergrund führt die Tour weiter durch die Heidelandschaft, wo im Spätsommer zur Heidekrautblüte ein violettes Meer das Auge erfreut. Mit etwas Glück lassen sich auch Spuren der Oberlausitzer Wölfe im Sand finden. Sie finden auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Rückzugs- und Ruheflächen. 
  9. Nach knapp drei Kilometern ist das Örtchen Göbeln erreicht.
    In Göbeln kommen Radfahrer am Spreehof von Schäferin Ina Schmidt und ihrem Hofladen vorbei. Dort sind Spezialitäten rund ums Schaf und Produkte aus der Region im Angebot. Besucher sind herzlich willkommen. 
  10. Jetzt geht es weiter nach Commerau. Durch Commerau verläuft die Radtour entlang einer Kastanienallee, an Fischteichen vorbei bis nach Kauppa und von dort weiter nach Milkel. Auch dort lohnt sich eine längere Pause, um das historisch bedeutende Schloss Milkel zu besuchen.
    Das Zentrum des Ortes bildet das „Kleine Moritzburg“, die Schlossanlage von Milkel. Es ist ein kulturhistorisches Zeugnis ganz Sachsens. Mit der Wiederherstellung des Schlossensembles nach der Wende sind das Schloss, der Hof, der Schlosspark und die zum Schloss gehörenden Begräbnisstätten am Lärchenberg der Öffentlichkeit zugänglich geblieben. Die Wohnungen in den restaurierten Kavaliershäusern können gemietet werden.  
  11. In Milkel verlässt die Naturroute den Seeadlerrundweg und folgt dem Straßenverlauf Richtung Neusärchen. Nach knapp 600 Metern, trifft der Radfahrer auf einen Abzweig nach rechts, welcher mit den Markierungsfarben weiß-blau- weiß beschildert ist. In der oben genannten Karte wird dieser Abzweig auch als Leichenweg benannt. Auf diesem geht die Naturroute weiter, durch ein idyllisches Stückchen Kiefernwald nach Crosta.
  12. Im Ort angekommen, hält sich die Tour nach links bis zur Blauen Adria, einem glasklaren Badesee.
    Im Sommer bietet sich hier ein Sprung ins kühle Nass, ein erfrischender Eisbecher und ein Imbiss an, bevor die Tour ihrem Endpunkt entgegengeht.
  13. Ab dem Badesee folgt der Radfahrer der weiß -grün-weißen Markierung bis nach Großdubrau.
    Der nächste größere Ort Großdubrau verfügt über mehrere Einkaufsmöglichkeiten, Gasthäuser, eine Apotheke und eine Sparkasse. In Großdubrau befindet sich auch das Elektroporzellanmuseum Margarethenhütte, in dem auch junge Besucher nach Voranmeldung zum Gold-wasch-Kurs kommen können. Das Museum erzählt die Geschichte der Region aus dem Blickwinkel der Energiegewinnung. 
  14. Weiter geht es nun durch Quatitz bis nach Niedergurig. In der Ortsmitte Niedergurigs stößt der weiß-grün-weiße Weg wieder auf den Spreeradweg, welcher nun in entgegengesetzter Richtung bis zum Parkplatz am Hochseilgarten eingeschlagen wird.
    Die letzten Kilometer bis zum Parkplatz werden für diese Tour wahrscheinlich die anstrengendsten sein. Kam die Tour bisher ohne große Anstiege aus, muss der Radler nun den Berg hinauf.

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

vom Bahnhof Bautzen zum Busbahnhof, Stadtbuslinie 3 bis Burk Ferienpark (am Stausee), Tourstart ein paar Meter nördlich

An-/ Abfahrt Linie 3 stadtauswärts

An-/ Abfahrt Linie 3 stadteinwärts

Anfahrt

Autobahn A4, Abfahrt Bautzen Ost, Richtung Weißwasser (ca. 1 km)

Parken

Am Stausee Bautzen

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Brochüre "Auf Entdeckertour in der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft" (sorbisch: Na slědźerskej turje přez kónčinu Hornjołužiska hola a haty), auch online auf www.oberlausitz-heide.de 

Kartenempfehlungen des Autors

SACHSEN KARTOGRAPHIE "Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, Biosphärenreservat Blatt 4 - Bautzen" Maßstab 1:50 000


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Bewertungen

3,5
(2)
outdooractive.com User
Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH
Das sind gute Hinweise, die werden wir umgehend ergänzen. Vielen Dank dafür und weiterhin frohes Radeln!
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Enno H.
26.06.2018 · Community
Vielen Dank für die Tipps, die To-Do-Liste wurde erweitert. ;-) Man sollte noch zu dieser Tour sagen, dass sie ausgesprochen gut für Kinder geeignet ist und das ein Mückenabwehrspray zweckmäßig ist.
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outdooractive.com User
Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH

Hallo Enno,

vielen Dank für deine Einschätzung! Zum Thema "Fischerei und Teichwirtschaft" kannst du im Gebiet auch die Tour "Kranich.Karpfen.Rotbauchunke" abradeln oder zum Thema "Sorben" "Sorben.Glauben.Brauchtum". Wir wünschen dir viel Spaß dabei!

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Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
leicht
Strecke
38,6 km
Dauer
4:00 h
Aufstieg
77 hm
Abstieg
77 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch faunistische Highlights Geheimtipp

Statistik

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