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Wanderung

Felsen.Mühlen.Pfefferkuchen

Wanderung · Oberlausitz
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Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Brücke in der Skala
    / Brücke in der Skala
    Foto: Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH
  • Eisvogel
    / Eisvogel
    Foto: Katja Kaupisch, Katja Kaupisch
  • deutsch-sorbische Beschilderung
    / deutsch-sorbische Beschilderung
    Foto: Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH
  • Weitsicht vom Eisenbahnviadukt
    / Weitsicht vom Eisenbahnviadukt
    Foto: Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH
Karte / Felsen.Mühlen.Pfefferkuchen
0 150 300 450 m km 2 4 6 8 10

Sorbischer Tourentitel:  Skały.Młyny.Poprjancy

Eine Felsenwelt inmitten der Heide- und Teichlandschaft

mittel
11,1 km
4:00 h
82 hm
76 hm

Im Wechselspiel von Licht und Schatten schlängelt sich das Löbauer Wasser durch das Felsental der Gröditzer Skala. Der Eisvogel brütet in seiner Höhle am Bach, Fledermäuse tanzen im nächtlichen Mondlicht und der kleine Zaunkönig begrüßt mit einem lauten Trillern die Wanderer aus der Ferne. Das Naturschutzgebiet zwischen den Orten Weicha und Gröditz ist eines der letzten Zeugen einszeitlicher Veränderungen in der Region. Mit ihren Gesteinsformationen, Wassern und lichten Wäldern bietet die Skala ein einmaliges Naturerlebnis.

Über der Skala thront im Westen stolz die "Weiße Perle", das Schloss Gröditz. Der aufwendig restaurierte Schlosspark ist durch die Einbeziehung einer altslawischen Schanzenanlage von besonderem regionalhistorischen Wert. 

Längst ruhende Wassermühlen umgeben das Dorf Gröditz. Entlang einer stillgelegten Bahnstrecke eröffnet sich dem Wanderer auf einem steinernen Viadukt eine beeindruckende Weitsicht. In Weißenberg führt der Weg zum Museum "Alten Pfefferküchlerei". 

 

Autorentipp

  • Ein Besuch im Museum "Alte Pfefferküchlerei
  • Picknick im Freien

Schwierigkeit
mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
203 m
Tiefster Punkt
162 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

  • Bei Regen und Schneefall ist mit erhöhtem Gefahrenrisiko an den Ufern des Löbauer Wassers zu rechnen. Es wird empfohlen, die Tour nur in den Monaten von April bis Oktober und generell nicht nach starkem Regenfall zu laufen.
  • Die Strecke ist nicht barrierefrei. (Kinderwagen, Rollstuhl)

Ausrüstung

  • Festes Schuhwerk
  • Mückenspray

Weitere Infos und Links

Bitte erfragen Sie vor Ihrer Wanderung Öffnungszeiten, Preise und weitere Details direkt beim Anbieter: 

 

Weichaer Hof (Hauptstraße 24, 02627 Weißenberg OT Weicha, Tel. 035876 46520)

Pro Gröditz (Am Schloss 12, 02627 Weißenberg OT Gröditz, Tel. Schlossführungen 0151 75097369, Tel. Ausstellungen  0174 6680077)

Museum Alte Pfefferküchlerei (Markt 3, 02627 Weißenberg, Tel. 035876 40429)

 

Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft

Weißenberg

Oberlausitz

Start

Weichaer Hof, Hauptstraße 24, Weißenberg OT Weicha (195 m)
Koordinaten:
Geographisch
51.199936, 14.636458
UTM
33U 474600 5672121

Ziel

Weichaer Hof, Hauptstraße 24, Weißenberg OT Weicha

Wegbeschreibung

Die Gröditzer Skala ist mit ihren Felsenklüften ein besonderes Kleinod in der eher flachwelligen bis hügeligen Oberlausitzer Heide-und Teichlandschaft. 

  1. Die Tour beginnt im Ortsteil Weicha der Stadt Weißenberg. Parkmöglichkeiten gibt es an der alten Parkmauer des ehemaligen Herrenhauses in Weicha.
    Das Herrenhaus wurde um 1700 von der polnischen Adeligen Anna Helena von Nimptsch erbaut. Das Herrenhaus entstand auf dem Rittergut Weicha, das bereits seit dem Jahr 1241 existierte. Als Rittergut wurde es allerdings erst ab dem Jahr 1563 bezeichnet, davor nannte man es Rittersitz. Das Herrenhaus hatte im Laufe der Zeit verschiedene Besitzer. Dazu zählten die Familie von Broizen und die Familie von Heynitz. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Rittergut aufgelöst und ging an mehrere Bauern aus der Umgebung. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde im Herrenhaus ein Altenheim unterbracht, das bis zum Jahr 2003 betrieben wurde. Seitdem kümmert sich der Weichaer Herrenhaus e.V. um das Anwesen. Im ehemaligen Herrenhaus findet man heute einen Gewölbekeller mit Sonnenterrasse. Außerdem können Säle angemietet werden. In unregelmäßigen Abständen finden Veranstaltungen und Feste statt.
    Der Park ist im englischen Stil errichtet. Eine vorhandene Schanze wurde in das Ensemble integriert.
  2. Besucher wenden sich wieder 100 Meter in Richtung Ortsausgang (Richtung Weißenberg) bis ein Weg Zur Wuischker Mühle nach links abbiegt. Diesem Mühlenweg folgen Wanderer etwa 400 Meter bis zum einem Abzweig, der links in die Gröditzer Skala abbiegt. Der mit einem gelben Strich gekennzeichnete Wanderweg führt direkt bergab zum Löbauer Wasser.
    Die Gröditzer Skala ist ein Durchbruchstal des Löbauer Wassers, dass sich 30-40 Meter tief in die Quarzglimmerfelsen der Lausitzer Grauwacke eingeschnitten hat. Die Felsen sind stark umgebildet und bieten einen guten Einblick in den geologischen Aufbau dieses Gebietes. Im 19. Jahrhundert wurde der Weichaer Teil zu einem Landschaftspark umgestaltet. 1936 kam er in den Besitz des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz. 1938 wurde daraus das Naturschutzgebiet Gröditzer Skala. 1961 wird die gesamte Skala zum wertvollen Landschaftsraum in der Oberlausitz erklärt.
  3. In der Skala besteht die Möglichkeit, zwischen einem unteren und oberen Wanderweg zu wählen. Der untere Weg führt durch eine strukturreichere Landschaft, daher folgt diese Tour dem Wanderweg im Tal der Skala.
  4. Unten angekommen führt der Weg über eine interessante Holzbrücke (Begehen auf eigene Gefahr) zum rechten Ufer des Löbauer Wassers. Der Weg biegt nach links ab in Richtung Gröditz. Der Weg ist mit dem roten Strich und dem Pilgerwegzeichen (Symbol = Muschel) markiert. 
  5. Nach einigen hundert Metern gabelt sich der Weg. Der mit dem rot markierten Strich ausgezeichnete Weg führt ein Stück aus dem Wald in die Offenlandschaft hinaus. Wanderer nutzen hingegen den Pilgerweg, der weiter eng am Ufer des Löbauer Wassers entlangführt.
  6. An der Gabelung folgt der Weg der Beschilderung Pilgerherberge & Pension und führt steil bergauf zur „Weißen Perle", dem Schloss Gröditz. Wanderer können sich hier näher zum Schloss informieren und einkehren.
    Im 13. Jahrhundert wurde Gröditz als Rittergut erstmalig erwähnt. Als Schlossgründer im Jahr 1222 gilt Hans von Klüx. Im Lauf der Jahrhunderte wurde die Burg erweitert, verändert und immer wieder in andere Eigentumshände gegeben.

    Ende des 19. Jahrhunderts erwarb die Familie von Krauss die Ländereien und das Schloss. Sie wurden allerdings zu Kriegsende im Jahr 1945 enteignet. Seit 1949 diente es u. A. als Tuberkuloseheilanstalt.

    2006 erwirbt Beat von Zenker zu Pommritz, Großneffe von Gerda von Krauss, das Anwesen. Auch der Förderverein "Pro Gröditz" wird gegründet und gemeinsam mit vielen Vereinsmitgliedern begann nun eine beispiellose Aufbauarbeit, um das Schloss und das gesamte Ensemble zu erhalten und es wieder in eine denkmalpflegerische  Einheit zurückzuführen.
    Im barocken 3-Etagigen Schloss, das unmittelbar am steil abfallenden Hochufer des Löbauer Wassers verläuft, wurden die Räume mit historischen Möbeln ausgestattet. Stuckarbeiten, neue Dielen, Fenster und Türen lassen die Säle nun im neuen Glanz erstrahen. So dient der "Blaue Salon" heute auch als Außenstelle des Weißenberger Standesamtes und im "Großen Gartensaal" können Feierlichkeiten für ca. 70 Personen stattfinden. Die Parkanlage lädt mit einem alten Baumbestand, einer Streuobstwiese, vielen Plätzen mit Bänken,  wunderschön angelegten Rosenbeeten und vielen Details  zu einem ausgiebigen Spaziergang ein.
    Die Idee der Pilgerherberge im Areal des ehemaligen Ritterguts Gröditz wurde 2005 zwischen dem damaligen Superintendenten Pappai und Herrn Beat v. Zenker geboren. Das ehemalige Waschhaus von 1954 bot sich dafür an.  Nach Rückbau nicht denkmalsgerechter Häuserzeilen musste das Waschhaus von Grund auf mit viel Mühen erneuert werden. Dabei wurden auch alte Teilelemente wie das heutige Eingangsportal gerettet.
    Die Pilgerherberge  "Sante Martha" steht heute unter der Schirmherrschaft der Schweizer Johanniter und bietet von April bis Oktober Übernachtungsmöglichkeiten an. Auch ein gemütliches Café hat hier ein Zuhause gefunden und heißt seine Gäste mit Speisen und Getränken willkommen.

  7. Anschließend führt der Weg den Hang hinter der Herberge wieder ca. 100 Meter bergab und verläuft dann rechts weiter am Löbauer Wasser entlang.
  8. Nach einigen 100 Metern weißt der Wegweiser mit dem gelben Strich in Richtung Skala (0,6 km).
  9. An der Hauptstraße wenden sich Wanderer nach links und folgen der Straße über eine Stahlbrücke über das Löbauer Wasser. Etwa 200 Meter nach der Brücke führt der Wegweiser nach links in Richtung eines Gehöfts, Wanderer jedoch laufen gleich rechts einen Wiesenhang hinauf (am Geländer entlang) und biegen hinter den Fichten links ab.
  10. Nach einiger Zeit gabelt sich der Weg in einen oberen und einen unteren Weg, die Tour folgt wieder dem unteren Weg, der abwechslungsreicher verläuft.
  11. Nach etwa 20 Minuten erreichen Wanderer die Holzbrücke, die über das Löbauer Wasser führt. Hier besteht die Möglichkeit, die Tour abzukürzen und bergan wieder nach Weicha zum Ausgangspunkt der Tour zu laufen.
  12. Die große Tour verläuft nun in die andere Richtung nach Weißenberg. Dazu überqueren Wanderer die Holzbrücke erneut und biegen diesmal nach rechts in Richtung Wuischke ab. Der Weg ist mit dem gelben Punkt markiert.
    Der zweite Teil der Tour ist dem historischen Wirtschaften in der Region gewidmet. Das Müllerhandwerk hatte in der Gegend um das Löbauer Wasser große Tradition. Heute lässt sich nur noch erahnen, welche Bedeutung die Gegend um Weißenberg für die Versorgung der gesamten Region hatte. Zahlreiche Wasser- und Windmühlen liegen an dem etwa 30 km langen Mühlenweg, von dem die Tour nur auf einem kleinen Teil entlangführt.
  13. Nach etwa 5-10 Minuten biegt der Weg an einem roten Geländer links bergauf ab und folgt nun der stillgelegten Bahnstrecke zwischen Radibor und Weißenberg über ein ca. 150 Meter hohes Viadukt in Richtung Pfefferkuchenstadt. Linkerhand sind die Reste der alten Wuischker Mühle zu sehen.
  14. Ganz am Ende des Bahndamms folgt der Weg nicht der asphaltierten Straße sondern dem Mühlenweg nach Weißenberg. Nach etwa 350 Metern liegt linkerhand die Niedermühle, der Weg folgt rechts über eine kleine Holzbrücke dem Mühlenweg.
    Die Niedermühle kann bei Voranmeldung besichtigt werden. Ein Besuch am Deutschen Mühlentag empfiehlt sich besonders, an diesem Tag öffnet die Niedermühle ihre Türen und bietet Besuchern ein traditionsreiches Kulturprogramm.
  15. Im Ort angekommen führt der Weg rechts an der Rudolfmühle vorbei und folgt dem Mühlenweg/Löbauer Wasser. Es schließen sich die Gebäude der GEHA-Mühle an.
  16. Am Ende der Wasserstraße stößt der Weg auf die Breitscheidstraße, Wanderer wenden sich wieder nach rechts und folgen nun dem Wegzeichen mit dem roten Strich.
    An dieser Stelle bietet sich ein Abstecher in die Innenstadt von Weißenberg an.
    In der Stadt Weißenberg lohnt sich in jedem Fall ein Besuch des Museums Alte Pfefferküchlerei. Das Museum gilt als einziges europäisches museal genutztes Denkmal des Pfefferkuchenhandwerks und bietet ganzjährig Kaffee und selbstgemachtes Gebäck an.
    Das Pfefferkuchenhandwerk existiert in Weißenberg bereits seit 370 Jahren. Nachdem Einfall der Schweden im 30-jährigen Krieg brannte ganz Weißenberg nieder. Die Alte Pfefferküchlerei wurde im Fachwerkstil wiederaufgebaut und befindet sich heute direkt am Marktplatz. Als Anerkennung für beispielhafte denkmalpflegerische Sanierung 1992 mit "Europa Nostra" Preis ausgezeichnet.
  17. Nach 200 Metern auf der Breitscheidstraße erscheint das Hotel und Gasthaus "Zum Bahnhof", in dem sich Besucher nach der Wanderung stärken können.
  18. Hinter dem Hotel führt nach 50 Metern der Weg mit dem Roten Strich wieder rechts in den Ortsteil Weicha.
  19. Am Abzweig zum Bahndamm halten sich Besucher diesmal links und folgen dem Radweg Sorbische Impressionen nach Weicha.
    Auf dem Rückweg nach Weicha bietet sich noch einmal der Blick auf das beeindruckende Viadukt der Bahnstrecke zwischen Radibor und Weißenberg. Erbaut wurde es zwischen 1902-1903. Es besteht aus Beton und hat 11 Bögen. Die Länge beträgt 169,9m. Es hat eine Höhe von 18,5m und eine Breite von 4,0m. Der Bogenradius misst 500m. Noch kurz vor Kriegsende, im Mai 1945, wurde es zum Teil gesprengt. Nach dem Krieg ist es wiederaufgebaut worden.
  20. Nach etwa zehn Minuten erreichen Wanderer den Ausgangspunkt der Tour am Weichaer Hof.

Öffentliche Verkehrsmittel

Buslinie 108 Bautzen-Weißenberg

Anfahrt

Autobahn A4 Abfahrt Weißenberg - OT Weicha 

Parken

kostenfrei am Weichaer Hof

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Brochüre  "Auf Entdeckertour in der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft" (sorbisch: Na slědźerskej turje přez kónčinu Hornjołužiska hola a haty) und online auf www.oberlausitz-heide.de


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Schwierigkeit
mittel
Strecke
11,1 km
Dauer
4:00 h
Aufstieg
82 hm
Abstieg
76 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit botanische Highlights Geheimtipp

Statistik

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