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Wanderung

Napoleon.Krabat.Karl XII.

Wanderung · Oberlausitz
  • Martin-Nowak-Neumann-Haus
    / Martin-Nowak-Neumann-Haus
    Foto: Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH
  • Säule König Karl XII
    / Säule König Karl XII
    Foto: Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH
  • Schmetterlinge
    / Schmetterlinge
    Foto: Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH
  • Rast am Teich
    / Rast am Teich
    Foto: Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH
  • Wasserschloss Wurschen
    / Wasserschloss Wurschen
    Foto: Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH
  • Schloss Drehsa
    / Schloss Drehsa
    Foto: Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH
  • Meister Krabat und die Schwarze Mühle
    / Meister Krabat und die Schwarze Mühle
    Foto: Ö Grafik, Dresden (Fotomontage), Stadtverwaltung Wittichenau
Karte / Napoleon.Krabat.Karl XII.
0 150 300 450 m km 1 2 3 4 5 6 7 8 9

Sorbischer Tourentitel:  Napoleon.Krabat.Korla XII.

Eine Wald- und Wiesenwanderung durch die Geschichte

leicht
10 km
4:00 h
45 hm
45 hm

Weitläufige unverbaute Fluren, soweit das Auge reicht und ein wohltuhender Duft von Kamille und Holunder laden zum Entschleunigen ein.

Das muss wohl auch der Schwedenkönig Karl XII. gefühlt haben, als er sich 1706 während des Großen Nordischen Krieges in Nechern aufgehielt. Damals versprach er dem gegnerischen Volk milden Umgang mit den Besiegten. 

Im benachbarten Wurschener Schloss übernachtete 1806 sogar Kaiser Napoleon auf seiner Rückreise nach der Unterzeichnung des Tilsiter Friedens, bevor er 7 Jahre später zur Schlacht bei Bautzen zurückkehrte. 

Das Barockschloss Drehsa mit seinem romantischen Schlosspark lädt zum gemütlichen Picknick ein. Die alten Bekannten aus der Nibelungensage, Brunhilde und Wotan, findet man hier als Skulpturen zwischen großen Nussbäumen und dichten Weiden. 

Nechern ist Heimatort des Künstlers Martin Nowak-Neumann. Mit seinem Werk "Mišter Krabat" holte er die berühmteste sorbische Sage wieder in das öffentliche Bewusstsein. 

 

 

Autorentipp

  1. Picknicktour
  2. Barrierefreie Strecke (z. T. Wald- und Wiesenwege)
  3. Voranmeldung nötig für : Martin-Nowak-Neumann-Haus, Eselhof und Riegelmühle

Schwierigkeit
leicht
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
193 m
155 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Ausrüstung

  1. Festes Schuhwerk
  2. Fernglas
  3. Je nach Jahreszeit Mückenspray

Weitere Infos und Links

Bitte erfragen Sie vor Ihrer Wanderung Öffnungszeiten und Preise direkt beim Anbieter: 

 

Martin-Nowak-Neumann-Haus (Lindenweg 2, 02627 Weißenberg, OT Nechern, Einlass ganzjährig, gern auch mit Führungen über Sorbische Kulturinformation Bautzen werktags Tel. 03591 550111 oder auch sonn- und feiertags bei Frau Rosalia Pinkau Tel. 035939 81347)

Tortenzauberin Nechern (Koppelteichweg 2, 02627 Weißenberg OT Nechern, Tel. 035876 46820)

Eselhof Nechern (Riegelstraße 7, 02627 Weißenberg OT Nechern, Tel. tägl. ab 20:30 Uhr 035876 41427)

Riegelmühle Nechern (Riegelstraße 15, 02627 Weißenberg OT Nechern, Tel. 01515 8832728)

Bistro Babu´s Inn (Am Kirschgarten 31, 02627 Weißenberg OT Wurschen, Tel. 035939 889380)

 

Verein Napoleonstraße 1813 e. V.

Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft

Oberlausitz

Wurschen

Sorbischer Kulturtourismus e. V.

Stadt Weißenberg

 

 

Start

Martin-Nowak-Neumann-Haus, Lindenweg 2, 02627 Weißenberg OT Nechern (158 hm)
Koordinaten:
Geographisch
51.194695, 14.598276
UTM
33U 471929 5671552

Ziel

Martin-Nowak-Neumann-Haus, Lindenweg 2, 02627 Weißenberg OT Nechern

Wegbeschreibung

 

  1. Das Martin-Nowak-Neumann-Haus im Dorf Nechern, ein Ortsteil der Stadt Weißenberg, ist Ausgangspunkt dieser Wandertour.
    Bekanntheit erlangte Nechern vor allem als Heimatort des sorbischen Künstlers Martin-Nowak-Neumann. Mit seinem Werk "Mišter Krabat" holte er die berühmteste sorbische Sage von dem Bauernjungen aus Eutrich, der sich den schwarzen Künsten verschrieb, im Jahr 1954 wieder in das öffentliche Bewusstsein. Im Ort können Besucher Nowak-Neumanns aufwendig saniertes Wohnhaus, den originalgetreuen Laden, eine eigentümlich eingerichtete Wohnstube und sein Atelier besichtigen. Hinter dem Haus lohnt sich auch ein Blick in sein „Paradiesgärtlein“.
  2. An der Riegelstraße führt der Weg nach links in Richtung Eselhof.
    Hier können große und kleine Besucher die Hoftiere besuchen oder eine geführte Eselwanderung buchen.
  3. Die Straße führt etwa einen Kilometer entlang an einigen historischen Umgebindehäusern bis zum Ortsrand. Auf der wenig befahrenen Landstraße erreicht der Wanderer eine kleine Brücke, die über das Kotitzer Wasser führt. Vor der Brücke biegt links der Pilgerweg in Richtung Wurschen ab.
  4. Besucher, die gern die Riegelmühle, eine Wassermühle mit Zuppinger-Rad, besichtigen wollen, folgen der Landstraße noch etwa 100 Meter über die Brücke geradeaus. 
    Bereits im 16. Jahrhundert berichten Einwanderer in Australien über das Bauwerk. In ihrer heutigen Bauweise existiert sie seit dem Jahr 1871. Seit 1916 ist sie in Familienbesitz und wird durch den Verein Riegelmühle e.V. gepflegt. Jedes Jahr am Pfingstsonntag, zum Deutschen Mühlentag, können Besucher die Riegelmühle besichtigen. In der übrigen Zeit sind Führungen nach Voranmeldung möglich.
    Nach der Besichtigung geht es zurück bis zur Brücke und dort dann rechts auf den Pilgerweg (Symbol = weiße Muschel).
  5. Nach 400 Metern halten sich Spaziergänger links auf dem grasbewachsenen Feldweg, der ebenfalls mit dem Pilgerzeichen ausgewiesen ist.
    Die Tour führt weiter durch eine historisch noch heute bedeutsame Landschaft. Im Großen Nordischen Krieg (1700-1721) hielt sich im Jahr 1706 der damals nur 24-jährige schwedische König Karl XII. kurzzeitig in Nechern auf und erreichte, dass das Bündnis Sachsen-Polen aus der Dreierallianz mit Russland und Norwegen-Dänemark ausschied. Seit 1810 erinnert ein Gedenkstein an die Niederlage der Sachsen. Er zeugt auch von dem Versprechen Karls XII., milde mit dem gegnerischen Volk umzugehen.
    Den sogenannte Schwedenstein erreicht man nach etwa 500 Metern auf der rechten Seite.
    Hinter dem Stein geht es weiter auf dem Mühlenweg in Richtung Löbauer Wasser.
  6. Geradeaus erreicht der Weg die Rückseite des Dorfes Wurschen. Am Schlossplatz biegt er links ab und führt direkt auf das Schloss Wurschen zu.
    Ein Jahrhundert nach König Karl XII. wird die Gegend zum heftig umkämpften Gebiet in den Napoleonischen Kriegen. Im Wurschener Schloss übernachtete im Jahr 1806 Kaiser Napoleon auf seiner Rückreise nach der Unterzeichnung des Tilsiter Friedens, bevor er sieben Jahre später zur Schlacht bei Bautzen zurückkehrte. Während dieser Schlacht am 20./21. Mai 1813 befand sich im Wurschener Schloss das Hauptquartier der verbündeten Russen und Preußen; daher ist die Schlacht am Arc de Triomphe in Paris als Bataille de Wurschen verzeichnet. Heute ist das Schloss wieder im Besitz des Grafen Alfred zu Solms-Sonnenwalde, der es nach der Enteignung nach dem zweiten Weltkrieg im Jahr 1997 wieder dem Familienbesitz zuführte. Der in Wurschen ansässige Verein "Napoleonstrasse 1813 e.V." arbeitet die regionale Geschichte auf. 
  7. Rechts am Schloss vorbei führt der mit dem Pilgerzeichen ausgewiesene Schlossweg in den angrenzenden Park bis zur Landstraße. Nach ca. 50 Metern rechts auf der Landstraße biegt links der Napoleonweg ab. Auch er ist als Pilgerweg gekennzeichnet. Die kleine Straße wird nach wenigen Schritten zu einem Feldweg, welcher bis zur Landstraße nach Drehsa führt. Dort halten sich die Wanderer geradeaus und können aus der Ferne schon den Turm des Schlosses Drehsa sehen. In Drehsa führt die Strecke links durch den Ort geradewegs auf den Schlosspark zu.
    Das Barockschloss Drehsa wurde als Herrenhaus im 19. Jahrhundert mit einem Mansardenwalmdach erbaut. In den vergangenen Jahren wurde das Schloss aufwendig saniert. Der im englischen Stil angelegte Schlosspark ergänzt das Ensemble. Hier können Besucher Sandsteinfiguren, darunter die Skulpturen von Brunhilde und Wotan aus der Nibelungensage entdecken. Ein Spaziergang im schattigen Schlosspark markiert den Wendepunkt der Wanderung.
  8. Die Rücktour vom Schloss führt auf gleichem Weg wieder zum Ortsausgang. Auf der Landstraße folgt der Wanderer diesmal nicht dem Feldweg, sondern läuft in Richtung Rodewitz. An der nächsten Kreuzung bleibt der Wegweiser nach Rodewitz rechts liegen und die Strecke führt zurück nach Wurschen. An der Gaststätte Babu‘s Inn überqueren die Wanderer die Landstraße und laufen auf einer mit Kopfsteinen gepflasterten Straße weiter. Dieser Steinkreuzweg führt direkt wieder zum Schloss Wurschen.
  9. Am Schloss vorbei folgen die Besucher zunächst der Route, auf der sie gekommen sind, dem nach Nechern ausgewiesenen Radweg bis zu dem bekannten Schwedenstein. Dort biegt die Strecke jedoch rechts in einen Feldweg ein und führt geradewegs eine blaue Scheune am Horizont zu.
    Auf dem historischen Dreiseithof lohnt sich ein Besuch bei der "Tortenzauberin" der Oberlausitz und der Verzehr ihrer Pilgerkekse.
  10. Vorbei an der Scheune mündet die Strecke links an der Straße wieder am Ausgangspunkt, dem Martin-Nowak-Neumann-Haus.

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Bahnhof Bautzen und ab Busbahnhof mit Bus Linie 108 bis Nechern

An-/ Abfahrt: Bautzen - Gröditz - Weißenberg

An-/ Abfahrt: Weißenberg - Gröditz - Bautzen 

Anfahrt

Autobahnabfahrt Bautzen Ost, zunächst  auf B 156 Richtung Bautzen und Löbau folgen (ca. 3 km) und  dann der B 6  Richtung Löbau folgen (ca 2 km). Danach nach links Richtung Weißenberg auf die S 111 abbiegen und bis Nechern fahren. 

Parken

Am Wegesrand nahe Martin Nowak-Neumann-Haus

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

"Die Schlacht bei Bautzen" - Lusatia Verlag ISBN/EAN: 9783929091571

Broschüre "Auf Entdeckertour in der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft" (sorbisch: Na slědźerskej turje přez kónčinu Hornjołužiska hola a haty) - online auf www.oberlausitz-heide.de 

Kartenempfehlungen des Autors

"Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft - Biosphärenreservat - Blatt 2-Bautzen" SACHSEN KARTOGRAPHIE

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Schwierigkeit
leicht
Strecke
10 km
Dauer
4:00 h
Aufstieg
45 hm
Abstieg
45 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour kulturell / historisch Einkehrmöglichkeit Geheimtipp kinderwagengerecht barrierefrei

Statistik

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