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Wanderung

Zu den "Waidsteinen" im Grauen Forst

Wanderung • Odenwald
Verantwortlich für diesen Inhalt
Touristikgemeinschaft Odenwald e.V.
  • Glashof
    / Glashof
    Foto: Wolfgang Mackert, Stadt Buchen
  • Roßhof
    / Roßhof
    Foto: Wolfgang Mackert, Stadt Buchen
  • Blick auf Waldhausen
    / Blick auf Waldhausen
    Foto: Wolfgang Mackert, Stadt Buchen
Karte / Zu den "Waidsteinen" im Grauen Forst
0 200 400 600 800 m km 1 2 3 4 5 6 7

Die Tour führt Sie zu einer Weidegrenze im Waldgebiet "Grauer Forst", die mit einem alten hohen Stein gekennzeichnet ist. Außerdem erleben Sie die Gesteins- und Landschaftsgrenze zwischen Odenwald und Bauland hautnah.

leicht
8 km
2:00 h
29 hm
48 hm

Sie starten die Tour am Sportplatz in Waldhausen. Waldhausen wurde wahrscheinlich als eine der ersten Siedlungen von Bödigheim aus schon vor dem Jahr 900 unter dem Namen "Husen" gegründet. Die Abtei Amorbach war alleiniger Gutstherr, es war also ein altes Pfarrdorf. 1330 trennte der Würzburger Diözesanbischof Waldhausen von der Mutterpfarrei Bodigheim und es wurde zu einer eigenständigen Pfarrerei.

Mit dem Weg W1 geht es in den Waldhäuser Gemeindewald "Seeschlag" hinein. Der Weg führt bis zum Kammweg und dann zum Einbacher Weg, auf dem bis ins Jahr 1330 die Einbacher bis zur Pfarrkirche nach Bödigheim gingen. An der Kreuzung geht es auf dem Verbindungsweg V weiter Richtung Norden, bis Sie an einer Tafel über die "Waidsteine" informiert werden. Der Weg V führt dann zwischen Eichen durch einen Niederwald zu vier der insgesamt 22 "Waidsteine". Diese Weidsteine verdeutlichten das Gerichtsurteil vom 4.9.1565 des Schiedsgericht Laudas, das festlegte, wie weit die Bauern von Waldhausen ihr Vieh in den Grauen Forst treiben durften. Denn die Gemeinde Bödigheim hatte Aufsicht über Wald und Weide und wollte den Bauern von Waldhausen das Recht, ihr Vieh zur Weide zu führen nur bis zum Einbacher Pfad zugestehen. Die 22 übrig gebliebenen Steine markieren also eine wichtige Wirtschaftsgrenze im Wald. Auf den Steinen ist heute noch die Inschrift "Waidstein Anno 1565" zu lesen.

Der Weg V führt Sie weiter zur Roßhofallee, wo Sie auf den Weg W2 wechseln. Es folgt ein kurzer Aufstieg, der nötig ist, um über die hier gering ausgeprägte Wellenkalkstufe zum Roßhof zu gelangen. Dieser wurde 1693 von Johann Ernst Rüdt von Collenberg gegründet und ist heute an einen Landwirt verpachtet. Die Familie Weidmann, die den Hof betreibt, hat nichts dagegen, wenn Sie ihren Wanderweg durch den Roßhof nehmen.

Es geht also weiter auf dem Weg W2 bis zur Gemeindeverbindungsstraße Waldhausen-Bödigheim. Die Gemarkung von Waldhausen ist zweigeteilt, was man besonders gut im Landgraben, der unterhalb des Dorfes "Öderbach" heißt, erkennen kann. Im Nordwesten sind die Rottöne des Bundsandsteins zu erkennen. Entlang dem Verlauf des Landgrabens oberhalb des Dorfes erhebt sich ein flacher Rücken mit 407 m, der in der oberen Hälfte aus Unterem Muschelkalk aufgebaut ist. Hinter dem Rücken besteht die Landschaftsoberfläche aus einer dünnen Decke Wellenkalk. In diesem Gemarkungsteil liegt der Glashof mit seinen großen Wirtschaftsflächen.

Der Name "Glashof" stammt von einer Glashütte, die hier im Zuge von Rodungsarbeiten vorübergehend betrieben wurde. Heute gehört der Hof der evangelischen Stiftung Schönau, wobei Pächter das Kurgestüt Hoher Odenwald in Waldbrunn-Mülben ist. Auf dem Glashof werden ca. 300 Pferde gehalten. Bald erreichen Sie die Friedhofskapelle von Waldhausen und gelangen dann von der Wellenkalkstufe hinunter ins Dorf durch einen Hohlweg, den einst die Räder der Bauernwagen in die weichen Rottöne eingegraben hatten.

Sie können diese Tour in zwei Varianten beenden:
Entweder durch die offene Landschaft aufwärts nach rechts mit dem Feldweg in Richtung Norden entlang dem flachen Tal des Landgrabens, wie auch in der Route hier vermerkt.
Oder Sie wandern durch das Dorf zurück zum Ausgangspunkt. Hierfür müssen Sie beim ersten Haus geradeaus gehen, dann über den Bödigheimer Weg und über die Landstraße bis hin zum Sportplatz.

Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
410 m
374 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Ausrüstung

festes Schuhwerk und eine kleine Verpflegung werden empfohlen

Start

Waldhausen, am Sportplatz nahe der B27 (390 hm)
Koordinaten:
Geographisch
49.472521, 9.254438
UTM
32U 518433 5480017

Ziel

Waldhausen, am Sportplatz nahe der B27

Wegbeschreibung

Auf W1 in den Gemeindewald "Seeschlag" bis zum Kammweg und auf diesem entlang zum Einbacher Weg. An der Kreuzung dem Verbindungsweg V in Richtung Norden folgen. Bald informiert Sie eine Tafel über die "Waidsteine", von denen Sie an vier Stück auf dem Weg V  vorbeikommen. Auf dem Waldwirtschaftsweg, der durch die Steine markiert ist, dem Weg V bis zur Roßhofallee folgen. Dann auf W2 wechseln, um hinauf zum Roßhof zu kommen. Weiter auf W2 in den Wald Tiemelstern. Beim Verlassen des Waldes auf dem "Hausemer Pfad" weiter in Richtung Waldhausen über die Gemeindeverbindungsstraße Waldhausen-Bödigheim. An dieser Stelle den Weg W2 kurz verlassen und dieser Verbindungsstraße nach links aufwärts in Richtung Waldhausen folgen. Sie erreichen so den Glashof. Vorbei an der Friedhofskapelle führt Sie der Weg hinunter ins Dorf. Am Ortseingang können Sie entweder durch die offene Landschaft auf W4 nach rechts mit dem Feldweg Richtung Norden entlang dem flachen Tal des Landgrabens aufwärts wandern. Wieder auf W2 gelangen Sie über die Brücke des Landgrabens. Am Waldrand des Seeschlags liegt bald der Ausgangspunkt. Oder Sie wählen den Weg durch das Dorf, dafür beim ersten Haus geradeaus, über den Bödigheimer Weg und die Landstraße an den Ausgangspunkt zurück.

Öffentliche Verkehrsmittel

Der Bahnhof Buchen (Odenwald) liegt an der Bahnstrecke Seckach-Miltenberg (auch Madonnenlandbahn genannt), die in Buchen Ost und in den Ortsteilen weitere Haltepunkte hat. Der Bahnbetrieb wird durch die Westfrankenbahn durchgeführt. Vom Bahnhof in Buchen fahren Busse nach Waldhausen.

Anfahrt

Waldhausen ist über die Bundesautobahn A81, Ausfahrt Adelsheim /Osterburken, Landstraße (von Süden) oder Ausfahrt Tauberbischofsheim, Bundesstraße B27 (von Norden) in Richtung Buchen, sowie über die A6, Ausfahrt Sinsheim, B 292 und B 27 (von Südwesten kommend) zu erreichen.

Parken

Am Sportplatz in Waldhausen sind Parkplätze vorhanden.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

"WANDERBUCHen - Odenwald und Bauland - 16 Touren zum Kennenlernen zweier Landschaften"
ISBN 978-3-923699-27-8

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Schwierigkeit
leicht
Strecke
8 km
Dauer
2:00 h
Aufstieg
29 hm
Abstieg
48 hm
Rundtour kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights faunistische Highlights

Statistik

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