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Wanderung

Zu drei Bauländer Karstquellen

Wanderung • Odenwald
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Touristikgemeinschaft Odenwald e.V.
  • Morrequelle in Hettingen
    / Morrequelle in Hettingen
    Foto: Wolfgang Mackert, Stadt Buchen
  • Rinschbachquelle
    / Rinschbachquelle
    Foto: Wolfgang Mackert, Stadt Buchen
  • Rinschbachquelle
    / Rinschbachquelle
    Foto: Wolfgang Mackert, Stadt Buchen
  • Grünkerndarre an der Rinschbachquelle
    / Grünkerndarre an der Rinschbachquelle
    Foto: Touristikgemeinschaft Odenwald e.V.
  • Nächstquelle Götzingen
    / Nächstquelle Götzingen
    Foto: Touristikgemeinschaft Odenwald e.V.
Karte / Zu drei Bauländer Karstquellen
0 150 300 450 600 m km 2 4 6 8 10 12

Die Wanderung führt Sie von der Morrequelle in Hettingen über die Wasserscheide Main/Neckar bis zur Nächstquelle in Götzingen und zur Rinschbachquelle in Rinschheim.

mittel
12 km
3:12 h
154 hm
166 hm

Diese Wanderung beginnt am Hettinger Rathaus, an dem man wichtige Merkmale der für die Gegend typischen Architektur erkennen kann: Neben der Verfügbarkeit von Baumaterial waren auch weitere Faktoren wie z.B. leichtere Bearbeitung, Statik, Wirtschaftlichkeit und auch Ästhetik den Ausschlag bei der Entscheidung für die Verwendung von Buntsandstein oder Muschelkalk gaben. Denn nur der tragende Sockel und Tür- und Fenstereinfassungen sind aus dem stabileren, aber auch teureren Buntsandstein erbaut. Der Rest besteht aus dem kostengünstigeren Muschelkalkstein. 

Der Weg führt, vorbei an der Kirche, auf der Buchener Straße bis hin zur Morrequelle. Hiermit steht man an der ersten von drei Bauländer Karstquellen. Das Wasser fließt direkt aus einer Höhle ans Tageslicht. Das Wasser sammelt sich unterirdisch in einem Gebiet, das nordnordwestlich vom Quellaustritt liegt. Es spricht einiges dafür, dass das Wasser aus dem Teil eines alten Höhlensystems fließt, das einst dem Gewesterbach bei den Eberstadter Höhlenwelten zufloss.

Von der Morrequelle führt der Weg die Rinschheimer Straße hinauf, bis zur Wegmarkierung He4 nach rechts zum Oberhölzle und Kriegerhain. Der Kriegerhain ist eine Gedenkstätte für die Opfer des Ersten Weltkrieges, die in den Jahren 1922/1923 von den Einwohner Hettingens in Eigenarbeit errichtet wurde. Für jedes der 65 Kriegsopfer gibt es einen Stein, in dem der jeweilige Namen eingemeißelt ist. Man findet dort im  auch eine dem hl. Georg geweihte Kapelle.

Auf dem Wanderweg Ri4 verläuft diese Tour weiter in Richtung Süden entlang der Wasserscheide Main-Neckar, bis man die Landstraße L522 überquert. Rechts auf einer Anhöhe liegt ein zentraler Hochbehälter zur Versorgung Buchens, Hettingens und Götzingens mit Trinkwasser. Er wird auch "Stöckigbehälter" genannt. Seit 1972 hat die Stadt Buchen bei der Bodenseewasserversorgung Bezugsrechte und speist das Fernwasser in diesen Behälter ein, wo früher dann das Wasser vom Bodensee mit dem Karstwasser vermischt wurde. Seit 1995 wird der Hochbehälter ausschließlich mit Wasser aus der Leitung der Fernversorgung gefüllt.

Vom Stöckig führt der Weg Ri3 zum Buchenberg. Dort wechselt man auf Gö2 und wandert nach Götzingen. Man verlässt den Ort mit der K3964 in Richtung Rinschheim. Kurz nach dem Ortsausgang kann man rechts am Rinschbach die zwei Gebäude der Wassergewinnungsanlage "Nächstquelle" sehen. Ein Gebäude ist für das Messen der chemischen und optischen Verunreinigung des Wasser zuständig, das andere ist für den Notfall gedacht, wenn die Bodenseewasserversorgung ausfällt und Buchen mit all seinen Stadtteilen von hier aus mit Wasser versorgt werden muss. Unterhalb der Gebäude fließt das Wasser in den Rinschbach.

Die Tour führt auf der Kreisstraße in Richtung Rinschheim und kreuzt bald Ri2. Man folgt Ri2 rechts über den Rinschbach und verlässt den Weg hinter Brücke links, bevor man dem Bachlauf bis Rinschheim folgt. Weiter auf Ri2 erreicht man den Ortsrand Rinschheims. Die Tour verläuft nun einige Meter auf dem Grünkernradweg in Richtung Altheim, dann biegt sie links ab und kommt über das Garten- und Wiesenland zur Rinschbachquelle. Daneben steht eine Grünkerndarre, die 2002 wieder aufgebaut wurde. Die letzte der drei Bauländer Karstquellen ist die "Rinschbachquelle". Es ist eine quadratische Öffnung, die von einem Eisengitter verschlossen ist. Hinter dem Gitter sitzt ein etwa sechs Meter ausgemauerter Quellschacht, in dem Karstwasser emporsteigt. Die Quelle war damals auch ausschlaggebend für die Entstehung der Siedlung.

Mit dem Weg Ri1 lässt man Rinschheim hinter sich und kommt am "Bubenrat", dem höchsten Punkt der Rinschheimer Gemarkung. Von hier aus können Sie einen schönen Rundblick auf das Bauland genießen.  Noch etwa 300 Meter folgt man dem Weg Ri1. Sobald dieser sich nach rechts wendet, geht man links und erreicht nach etwa 300 Meter den Weg H4. Diesem folgen sie nach rechts bis zum Ausgangspunkt der Tour.

 

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
431 m
318 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Ausrüstung

festes Schuhweg und eine kleine Verpflegung wird empfohlen

Start

Rathaus in Hettingen, Römerkastellstraße 4 (384 hm)
Koordinaten:
Geographisch
49.520287, 9.368133
UTM
32U 526644 5485361

Ziel

Rathaus in Hettingen, Römerkastellstraße 4

Wegbeschreibung

Der Einstieg findet sich am Hettinger Rathaus, in der Ortsmitte des Baulanddorfes. Sie gehen nun die Buchener Straße in südlicher Richtung und treffen links auf die Morrequelle. Von der Morrequelle wandern Sie die Rinschheimer Straße hinauf, bis Sie die Wegmarkierung He4 nach rechts zum Oberhölzle mit dem Kriegerhain führt.

Dann auf dem Wanderweg Ri4 Richtung Süden entlang der Wasserscheide Main-Neckar und über die Landstra0ße L522. Nach rechts auf die Anhöhe zum zentralen Wasserhochbehälter. Ab hier führt der Weg Ri3 zum Buchenberg, wo Sie dann auf Gö2 wechseln, um nach Götzingen zu gelangen. Sie verlassen Götzingen auf der K3964 in Richtung Rinschheim. Folgen Sie dann der Kreisstraße Richtung Rinschheim bis Ri2 bald kreuzt. Folgen Sie Ri2 nach rechts über den Rinschbach, verlassen Sie den Weg bald hinter der Brücke links und begleiten dann den Bach.

Sie erreichen dann auf Ri2 den Ortsrand von Rinschheim. Folgen Sie einige Meter dem Grünkernradweg auf der L522 in Richtung Altheim, dann biegen Sie links ab und kommen zur wieder aufgebauten Grünkerndarre.

Rinschheim verlassen Sie mit dem Weg Ri1, der nach 300m rechts abbiegt und zum Bubenrat führt. An der Richtungsänderung von Ri1 verlassen Sie den Weg und wenden sich nach links. Nach etwa 300m erreichen Sie den Weg H4, dem Sie nach rechts bis Hettingen und zum Ausgangspunkt der Wanderung folgen.

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit der Bahn: Der Bahnhof Buchen (Odenwald) liegt an der Bahnstrecke Seckach-Miltenberg (auch Madonnenlandbahn genannt), die in Buchen Ost und in den Ortsteilen weitere Haltepunkte hat. Der Bahnbetrieb wird durch die Westfrankenbahn durchgeführt.

 Mit der Buslinie 844 gelangen Sie in wenigen Minuten von Buchen nach Hettingen in die Ortsmitte.

Anfahrt

Mit dem Auto: Buchen ist über die Bundesautobahn A81, Ausfahrt Adelsheim /Osterburken, Landstraße (von Süden) oder Ausfahrt Tauberbischofsheim, Bundesstraße B27 (von Norden), sowie über die A6, Ausfahrt Sinsheim, B 292 und B 27 (von Südwesten kommend) zu erreichen.

Parken

Ein Parkplatz steht in der Ortsmitte hinter dem Rathaus zur Verfügung.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

WANDERBUCHen - Odenwald und Bauland - 16 Touren zum Kennenlernen zweier Landschaften
ISBN: 978-3-923699-27-8

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
12 km
Dauer
3:12 h
Aufstieg
154 hm
Abstieg
166 hm
Rundtour aussichtsreich kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights

Statistik

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