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Wanderung

Zwischen Götzenturm und Gumpen

Wanderung · Odenwald
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Touristikgemeinschaft Odenwald e.V. Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Götzenturm Hettigenbeuern
    / Götzenturm Hettigenbeuern
    Foto: Steve Schwab
  • Hettigenbeuern
    / Hettigenbeuern
    Foto: Wolfgang Mackert, Stadt Buchen
  • Große Kapelle Hettigenbeuern
    / Große Kapelle Hettigenbeuern
    Foto: Wolfgang Mackert, Stadt Buchen
  • alte Tabakscheune an der Morrebrücke, Hettigenbeuern
    / alte Tabakscheune an der Morrebrücke, Hettigenbeuern
    Foto: Wolfgang Mackert, Stadt Buchen
  • Nepomuk-Statue an der Morrebrücke, Hettigenbeuern
    / Nepomuk-Statue an der Morrebrücke, Hettigenbeuern
    Foto: Touristikgemeinschaft Odenwald e.V.
Karte / Zwischen Götzenturm und Gumpen
0 150 300 450 600 m km 1 2 3 4 5

Eine leichte Rundwanderung durch das idyllische Morretal im östlichen Buntsandstein-Odenwald.

leicht
5 km
1:20 h
50 hm
50 hm

Die Tour startet an der schlichten Hettigenbeurer Kirche, die 1903 im neugotischen Stil erbaut wurde. Zuvor stand an dieser Stelle die Vorgängerkirche, deren älteste Teile auf das Jahr 1576 verwiesen. Jedes Jahr zu Maria Himmelfahrt am 15. August kommen besonders viele Gläubige, um am feierlichen Gottesdienst und der Lichterprozession teilzunehmen.

Rechts von der Kirche erinnert ein Brunnen an den Verlauf des Hornbächleins und an eine ehemalige Viehtränke. Auf der Morretalstraße geht es nach ca. 30 Metern links zum Götzenturm. Dieser wurde im 14. Jahrhundert errichtet und war bis 1806 Sitz der adligen Ortsherrschaft. Der Turm war einst ein vergeschössiger Bau. Heute ist der Götzenturm der Sitz der Ortschaftsverwaltung und ein Treffpunkt für örtliche Vereine. Jedes Jahr wird dort auch das "Götzenturmfest" gefeiert.

Folgt man der Morre einmal um den Götzenturm herum kommt man an einem Tretbecken durch den Kurpark zurück zur Morrestraße, wo vor der Morrebrücke links eine Statue des Brückenheiligen Johannes von Nepomuk zu finden ist. Dieser gilt als Schutzpatron der Müller und Flößer, aber auch als Helfer bei Wassergefahr und Verleumdung. Die Statue wurde 1728 von Hans Jörg Schwab gestiftet

Direkt gegenüber der Statue steht die Tabakwiegscheune. Sie wurde 1904 errichtet und half der "Tabakmetropole des Odenwaldes" bei der Verwiegung des Tabaks. In Hettigenbeuern war deshalb der Anbau von Tabak so geeignet, da die sandigen Böden und die klimatischen Verhältnisse des geschützten Tals den Anbau begünstigten. Die Halle hatte zwei Zufahrten: eine für die Anlieferung der Tabakwaren und eine andere für die Fahrzeuge der Käufer. In der Mitte stand die Waage.

Der Weg führt weiter über die Morrebrücke und links in Richtung Steinbach. Links an der Straße sieht man dann einen alten Brunnenstock, der früher der Wasserversorgung der Anwohner diente. Am Ortsende steht ein Bildstock aus dem Jahre 1784, der zu den wenigen zweiseitigen Tafelbildstöcken der Region zählt. Auf der Vorderseite ist das Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes zu Dettelbach mit dem Leichnam ihres Sohnes zu sehen. Auf der Rückseite befindet sich das Heilige Blut, das Walldürner Gnadenbild.

Auf der Abzweigung links geht es nun talaufwärts in Richtung Buchen. Nach ca. 50 Metern triftt man auf sog. "Stellsteine". Dieses Relikt aus der Landwirtschaft sorgte früher dafür, Schweine im Sommer in einen "Saupferch" außerhalb des Orts zu treiben, ohne dass die Tiere Gärten und Felder zerstörten. Diese "Stellsteine" sind in Reihen senkrecht aufgestellte Sandsteinplatten und waren tatsächlich ein Hindernis für die Schweine.

Man folgt He3/He5 bis zu man nach ca. 500 Metern links abbiegt, um auf einem Schotterweg hinunter zur Talaue und zum Ufer der Morre zu gelangen. An dieser Stelle sind auch Reste eines ehmaligen Wehrs erhalten. Danach geht es wieder zurück auf He3/He5 und weiter zwischen Wiesen und Weiden. Nach einem Kilometer in etwa lädt eine Bank zum Verweilen ein. Von hier können Sie in Ruhe einen Blick auf das schöne Morretal werfen mit seinen steilen Talhängen und einer ausgeprägten Talsohle, die die Morre geschaffen hat.  Dann kommt man auf einer leichten Anhöhe zu einer Abzweigung eines Weges nach rechts und erreicht bald den Wald.

Der Weg führt hinauf zu einer Hangmulde, die als erste Phase der Entstehung des Tals zu sehen ist. Dort fallen zwischen den Bäumen fast kreisrunde Verebnungen auf. Außerdem sind die Hänge übersät mit Verwitterungsblöcken des anstehenden Sandsteins, sog. "Köhlerplatten", die vom Wasser freigelegt wurden. Der Gewannname "Brügel" deutet auf die frühere Gewinnung von Holzprügeln durch Stockausschläge dieses Niederwaldes hin. Die Köhlerei war auch in Hettigenbeuern bis ins 20. Jahrhundert eine wichtige Form der Waldnutzung.

Zurück auf der Route He3/He5 führt die Weg über einen schmalen Pfad hinab zur Morre.
- An dieser Stelle kann aber auch ein Abstecher zum "grundlosen Gumpen" etwa einen Kilometer weiter in Richtung Buchen erfolgen. -
Der Weg zurück führt Sie nach einer Holzbrücke auf einem Wiesenweg über den SChwemmfächer des Seichterbaches zur anderen Talseite. Man kommt an einem Bildstock vorbei, das an Sebastian Geier erinnert, der als Kind tödlich verletzt wurde, als sein Vater nach getaner Arbeit die Sense auf den Heuwagen warf. Nach dem Bildstock lädt die "Große Kapelle" zum Innehalten ein. Sie wurde 1888 zu Ehren der Schmerzhaften Muttergottes errichtet.

Die Wanderung geht dann links in Richtung Hettigenbeuern , wo man rechts oberhalb des Weges wieder einige Köhlerplatten entdeckt. Über die Morretalstraße gelangt man dann zum Ausgangspunkt zurück.

 

Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
273 m
Tiefster Punkt
224 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Ausrüstung

Festes Schuhwerk und eine Verpflegung werden empfohlen

Start

Ortsmitte Hettigebeuern, an der Kirche (231 m)
Koordinaten:
Geographisch
49.579038, 9.265368
UTM
32U 519183 5491861

Ziel

Ortsmitte Hettigebeuern, an der Kirche

Wegbeschreibung

An der Kirche in Hettigenbeuern rechts Richtung Brunnen, dann 30 m entlang der Morretalstraße bis es links zum Götzenturm geht. Der Morre abwärts folgen, einmal um den Turm und durch den Kurpark zurück zur Morretalstraße. Danach über die Morrebrücke nach links Richtung Steinbach bis zu einer Abzweigung nach dem Ortsende in Richtung links zur Winterhelle. Es geht talaufwärts in Richtung Buchen. Dann He3/He5 folgen, bis nach ca. 500m eine Abzweigung nach links folgt. Über einen Schotterweg geht es dort zur Talaue und zum Ufer der Morre. Sodann wieder zurück auf die Route von He3/He5 wandern und auf diesem Weg bleiben. Nach ca. 1,5 km folgt auf einer Anhöhe eine Abzweigung nach rechts, die zu einer Hangmulde führt. Wieder zurück auf He3/He5 kann nach ca. 150m ein Abstecher zum "grundlosen Gumpen" erfolgen, für den man dem Waldweg noch ca. 1km in Richtung Buchen folgt. Vom Startpunkt des Abstechers steigt man dann den schmalen Pfad über den Prallhang der Morre hinunter. Nach einer Holzbrücke führt ein Wiesenweg zur jenseitigen Talseite. Es folgt auf dem Weg ein Bildstock und eine Kapelle. Jenseit der Kreisstraße führt die Route nach links in Richtung Hettigenbeuern zurück.

Öffentliche Verkehrsmittel

Der Bahnhof Buchen (Odenwald) liegt an der Bahnstrecke Seckach-Miltenberg (auch Madonnenlandbahn genannt), die in Buchen Ost und in den Ortsteilen weitere Haltepunkte hat. Der Bahnbetrieb wird durch die Westfrankenbahn durchgeführt.
Von Buchen sind es ca. 9 Kilometer, die auch die Buslinie 823 fährt.

Anfahrt

Hettigenbeuern ist über die Stadt Buchen zu erreichen.
Buchen wiederum ist über die Bundesautobahn A81, Ausfahrt Adelsheim /Osterburken, Landstraße (von Süden) oder Ausfahrt Tauberbischofsheim, Bundesstraße B27 (von Norden), sowie über die A6, Ausfahrt Sinsheim, B 292 und B 27 (von Südwesten kommend) zu erreichen.

Parken

An der Kirche in Hettigenbeuern sind Parkplätze vorhanden.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

WANDERBUCHen - Odenwald und Bauland - 16 Touren zum Kennenlernen zweier Landschaften
ISBN: 978-3-923699-27-8


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Schwierigkeit
leicht
Strecke
5 km
Dauer
1:20 h
Aufstieg
50 hm
Abstieg
50 hm
Rundtour kulturell / historisch geologische Highlights

Statistik

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