Themenweg empfohlene Tour

Koralm Kristall Trail - Zubringerweg: St. Gertraud - Weberwirt - Weinebene

Themenweg · Lavanttal
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  • Weinebene - Pauluskapelle
    / Weinebene - Pauluskapelle
    Foto: Schober Erich, Tourismusbüro Wolfsberg
  • / Frantschach-St. Gertraud - Wasserturm
    Foto: Schober Erich, RML Regionalmanagement Lavanttal GmbH
  • / "Marterl" ober Gasthof Pfeifferstocker
    Foto: Schober Erich, RML Regionalmanagement Lavanttal GmbH
  • / Almdorf Weinebene
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  • / Almidylle ober Weberwirt
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  • / Blick auf Frantschach-St. Gertraud
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  • / Blick auf Kamp
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  • / "Straßerhalt"
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  • / Kirche St. Gertraud
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  • / Weinebene - Gösler Hütte
    Foto: Schober Erich, Tourismusbüro Wolfsberg
  • / Frantachach-St. Gertraud - Café-Restaurant Gutschi
    Foto: Schober Erich, RML Regionalmanagement Lavanttal GmbH
  • / Weinebene-Pichleralm
    Foto: Schober Erich, RML Regionalmanagement Lavanttal GmbH
m 2000 1500 1000 500 14 12 10 8 6 4 2 km Weinebene - Gösler Hütte
mittel
Strecke 15 km
4:30 h
1.262 hm
96 hm
Der 120 km lange Koralm Kristall Trail führt von Salla auf der Stubalpe entlang dem Höhenrücken der Koralpe bis zum Ort Soboth durch die uralten Gesteine des einstigen Riesenkontinents Pangäa. Mächtige Gesteinsformationen und glitzernde Kristalle bilden die einzelnen Stationen. Die uralten Gesteine der Kor- und Stubalpe sind reich an mineralischen Stoffen, die in historischer Zeit auch abgebaut wurden. Auch diese Abbaugebiete kann man entlang des Koralm Kristall Trails besuchen. Hier wurde Eisenerz (Eisenspat und Eisenglimmer), Marmor und Quarz abgebaut und nach Silber und Gold geschürft. Entlang des Trails liegen aber auch "Mystische Wegzeichen" wie der "Gedrahte Stan" oder der "Luckerte Felsen" auf der Kärntner Seite der Koralpe. Auch religiöse Andachtsstellen wie der "Marienfelsen" oder das "Wallfahrerkreuz" auf dem Jauksattel säumen den Weg. Weiteres ranken sich einige Sagen über den früheren Erzabbau oder die Entstehung der seltenen Felsformationen. Nicht vergessen sollte man die unzähligen urigen Hütten und Gasthäuser, die an den einzelnen Etappen liegen. Kehren Sie ein und machen Sie Rast bei einer typischen Lavanttaler Jause mit Most oder Apfelsaft.

Im Lavanttal besteht der Koralm Kristall Trail aus acht "Hauptetappen" (Etappe 1: Reichenfels - Knödelhütte, Etappe 2: Knödelhütte - Hebalm, Etappe 3: Hebalm - Weinebene, Etappe 4: Weinebene - Kärntner Brandl, Etappe 5: Kärntner Brandl - Lavamünd, Etappe 6: Lavamünd - Sobother Stausee/St. Vinzenz, Etappe 7: St. Vinzenz – Dreieckhütte – Koralpenparkplatz, Etappe 8: Wege im Naturschutzgebiet großes Kar) und unzähligen "Zubringeretappen" zur Hauptroute von den Gemeinden Reichenfels – Bad St. Leonhard – Frantschach-St. Gertraud – Wolfsberg – St. Andrä – St. Georgen – St. Paul und Lavamünd. Der Koralm Kristall Trail führt immer an der Grenze zwischen den Bundesländern Kärnten und Steiermark und bietet einen wunderschönen Ausblick in die beiden Bundesländer.

Die Fertigstellung dieser ca. 25 Wanderungen erfolgt im Laufe der Jahre 2012-2013.

Autorentipp

Sage: Der feurige Alp

Von Frantschach-St. Gertraud, wo Kärntens größte Papierfabrik steht, zieht  sich der lange Prössinggraben tief in das Gebiet der Koralpe hinein. Dort befinden sich einige einsame Bauernhöfe, die jetzt durch einen schönen Güterweg mit dem Lavanttal verbunden sind. Einmal saßen zwei Bauernburschen aus dem Prössinggraben vor einem hohen Festtag im Gasthaus zu St. Gertraud und leerten ein Glas nach dem anderen. Als ihnen der Alkohol zu Kopf stieg, begannen sie zu singen und zu lärmen. Dem Wirt, der die Burschen zur Heimkehr mahnte, damit sie sich auf den Festtag vorbereiteten, schenkten sie kein Gehör. Sie setzten ihr tolles Treiben bis in die tiefe Nacht fort und achteten nicht den heiligen Tag, der im Anrücken war. Endlich wurde dem Wirt die Geschichte zu dumm, und er wies die Burschen aus der Gaststube. Schimpfend und fluchend zogen sie ab und wandten sich dem Prössinggraben zu. Auf dem Heimweg wollten sie noch ein paar bekannten Mädchen einen kurzen Besuch abstatten; doch dazu kam es nicht mehr. Als sie schon ziemlich tief im Graben dahintorkelten, merkten sie plötzlich, dass neben ihnen eine feurige Kugel daherrollte. Angst und Schrecken fuhren ihnen in die Glieder, und sie schritten jetzt rascher voran. Bald führte der Weg über den Prössingbach, der von einem schmalen hölzernen Steg überspannt wurde. Als die Burschen den Steg betreten wollten, rollte sich der Feuerklumpen vor und dehnte sich über die ganze Länge des Steges, sodass es schien, als wäre dieser mit glühenden Kohlen übersät. Jörgl, so hieß der eine der jungen Männer, dessen Kopf schon ziemlich klar geworden war, erkannte in dieser Erscheinung den gefährlichen "Alp", von dem man im Lavanttal viel zu erzählen wusste. Unschlüssig standen die beiden vor dem Steg, bis Jörgl das Sprüchlein einfiel, mit dem man den Alp vertreiben konnte, der ununterbrochen Funken von sich sprühte. Mit zitternder Stimme rief er das Gespenst an: " Geah dorthin, Alp, du beaser Geist, wo du bist selben gwösn, Wia in der Christnacht, Jesus z´Ehr die Mess is gwurdn glösn!" Kaum hatte Jörgl den erlösenden Spruch beendet, so erhob sich der Alp vom Steg, einer glühenden, gebauschten Rute vergleichbar, und zog mit wildem Gebraus durch die Lüfte ab. Auf einem entfernten Felsklotz setzte er sich nieder und fing an sich zu "lausen", dass die Funken nach allen Seiten wegflogen. Jetzt eilten die Burschen über den Steg, rannten am Haus ihrer Mädchen vorbei und waren froh, dass sie noch mit heiler Haut davongekommen waren. Sie erkannten die Begegnung mit dem feurigen Alp als Strafe für ihr sündhaftes Treiben und blieben nie wieder vor einem Festtag so lange am Wirtshaustisch sitzen.

Profilbild von Schober Erich
 / Rml GmbH.
Autor
Schober Erich / Rml GmbH.
Aktualisierung: 07.08.2019
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
1.670 m
Tiefster Punkt
503 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

10 Gebote für Wanderer


1. Selbsteinschätzung

Prüfen Sie vor jeder Bergtour Ihre körperliche Eignung und schätzen Sie Ihre Kräfte sowie die Ihrer Begleiter - insbesondere jene Ihrer Kinder - richtig ein! Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind oft sehr wichtig!


2. Planung und Vorbereitung

Planen Sie jede beabsichtigte Bergtour vorher genau. Wanderkarten und Führer sowie Auskünfte alpiner Vereine und Ortskundiger wie Bergführer und Hüttenwirte können dabei entscheidend helfen.


3. Ausrüstung

Am Berg benötigt man entsprechende Ausrüstung und Bekleidung, insbesondere festes, hohes Schuhwerk mit griffiger Sohle. Wetter- und Kälteschutz sind unerlässlich, kann doch das Wetter oft überraschend umschlagen.


4. Information an Dritte

Geben Sie aus Gründen der Sicherheit, insbesondere für den Notfall, Weg und Ziel an - in den Hüttenbüchern, in den Gaststätten oder bei Freunden - allenfalls auch den Zeitpunkt der geplanten Rückkehr.


5. In der Ruhe liegt die Kraft

Passen Sie Ihr Tempo immer Ihren körperlichen Möglichkeiten und der Kondition Ihrer Begleiter an. Zu schnelles Gehen führt zu frühzeitiger Erschöpfung und Sie sollten bedenken, dass Sie auch noch einen Retourweg zu bewältigen haben.


6. Verlassen Sie den markierten Weg nicht

Die Begehung steiler Grashänge, besonders dann, wenn diese nass sind, von steilen Schneefeldern und von Gletschern ist immer sehr schwierig und gefahrvoll.


7. Treten Sie keine Steine ab

Treten Sie keine Steine ab, weil damit andere Bergwanderer ernstlich gefährdet werden können. Stellen mit Steinschlaggefahr sollten möglichst schnell und mit sehr großer Aufmerksamkeit und Vorsicht überschritten werden.


8. Kehren Sie rechtzeitig um

Das ist keine Schande, sondern ein Zeichen der Vorsicht. Es wird notwendig, wenn das Wetter umschlägt, Nebel einfällt, und auch, wenn der Weg zu schwierig oder nicht in Ordnung ist.


9. Bewahren Sie Ruhe, wenn ein Unfall eintritt

Versuchen Sie, durch Signale wie Rufen, Winken mit großen Kleidungsstücken etc. Hilfe herbeizuholen. Ein Verletzter sollte möglichst an sichtbarer Stelle am Unfallort bleiben.


10. Halten Sie die Bergwelt sauber

Halten Sie die Bergwelt sauber und nehmen Sie Abfälle mit ins Tal. Dadurch helfen Sie mit, unsere Berge rein zu halten, damit sich auch noch andere an deren majestätischer Vielfalt und Pracht erfreuen können.

Weitere Infos und Links

www.region-lavanttal.at

Start

St. Gertraud/Knusperstube (503 m)
Koordinaten:
DD
46.870015, 14.877119
GMS
46°52'12.1"N 14°52'37.6"E
UTM
33T 490635 5190726
w3w 
///wein.bildete.geliebter

Ziel

Weinebene

Wegbeschreibung

Die Tour hat ihren Ausgangspunkt im Ortskern von Frantschach-St. Gertraud, gegenüber der Bäckerei Storfer („Knusperstube“). Von dort geht es entlang der Straße Richtung Fraßgraben. Nach ca. 600 m bei der Bushumkehrstelle rechts über den Fraßbach abbiegen. Der Straße folgend, gelangt man nach zwei Kehren zum Bauernhof Schein. Ca. 200 m nach dem Bauernhof geht es links in einen steilen Hohlweg (Weg Nr. 553). Nach ca. 10 Minuten Gehzeit durch einen schönen Hochwald erreicht man  einen Forstweg. Hier links  abbiegen über eine Wiese kommt man zurück auf eine Asphaltstraße. Rechts abbiegen und nach zwei Kehren ist der Wasserturm erreicht. Von dort geht es über eine Wiese zum Bauernhof vlg. Kopp und weiterer Folge in  einen Waldweg. Nach ca. 15 Minuten Gehzeit erreicht man ein wunderschönes Marterl am Waldrand. Hier links abbiegen und nach ca. 3 km entlang der Asphaltstraße erreicht man das ehemalige Gasthaus Weberwirt (1474 m). Nach ca. 300 m  links abbiegen in einen Waldweg (Hinweistafeln Weinebene-Wildbachsattel 593/590).  Nach ca. 30 Minuten Gehzeit erreicht man eine  wunderschöne Almwiese. Weiter führt der Weg entlang des Waldrandes zu einer Weggabelung. Hier der Hinweistafel "Wildbachsattel Weg Nr. 553" folgen. Nach ca. 1,5 km erreicht man  das  Jagdhaus „Strasserhalt“. Der Hinweistafel Weinebene Nr. 590 folgend geht es auf einem Forstweg weiter.  Nach ca. 2,5 km erreichen Sie die Weinebene Bundesstraße. Der Asphaltstraße ca. 500 m folgend ist das Ziel der Wanderung, die Weinebene auf 1666 m Seehöhe, erreicht.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Anfahrt

A2 Südautobahn Abfahrt Wolfsberg Nord - links abbiegen nach Frantschach-St. Gertraud (ca. 2 km).

Oder über Obdach - B78 und B70.

Parken

Im Ort Frantschach-St. Gertraud

Koordinaten

DD
46.870015, 14.877119
GMS
46°52'12.1"N 14°52'37.6"E
UTM
33T 490635 5190726
w3w 
///wein.bildete.geliebter
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

ÖKOLOGIE/VEGETATION DER KORALPE Die abwechslungsreichen geologischen Verhältnisse, die unbedeutende Vergletscherung während des Eiszeitalters und die Lage im pannonischen, illyrischen und mediterranen Klimaeinflussbereich begründen eine Vielfalt seltener und nur hier vorkommender (= endemisch) Pflanzen. Dadurch konnten sich Pflanzenarten erhalten, welche sonst durch die Eismassen vernichtet oder in klimatisch günstigere Klimabereiche zurückgedrängt wurden. Die Koralpe zählt daher zu den Landschaften mit einer äußerst reichhaltigen und besonderen Artenvielfalt. Bekanntestes Beispiel ist die Sturzbach-Gemswurz (Doronicum cataractarum), welche vorwiegend in und entlang von Bächen bis etwa 2.000 m wächst. Andere Besonderheiten sind das Nordische Moosglöckchen (Linnaea borealis), die Dreiblättrige Waldsteinie (Waldsteinia ternata ssp. trifolia), die Verschiedenblättrige Nabelmiere (Moehringia diversifolia) oder die Glockenheide (Erica tetralix), deren Hauptverbreitungsgebiet an der Nordatlantikküste Nordwesteuropas liegt und die auf der Koralpe erstmals 2001 entdeckt wurde. Stellvertretend für zahlreiche andere seltene Alpenpflanzen seien noch das Koralpen Berufkraut (Erigeron candidus), der Glimmer-Steinbrech (Saxifraga paradoxa), der Safran-Löwenzahn (Leontodon croceus) oder der Echte Speik (Valeriana celtica ssp. norica) genannt, der aufgrund seiner Bedeutung in der Volksmedizin im Mittelalter fast ausgerottet wurde. Auch seltene Moose und Flechten wie die Pustelförmige Nabelflechte (Lasalia pustulata) oder das auffällige Grüne Koboldmoos (Buxbaumia viridis) wurden nachgewiesen. In exponierten Lagen sind noch urwaldähnliche Naturwaldbestände der ursprünglichen Waldgesellschaften mit Buchen, Eichen, Tannen, Eiben, Bergahorn, Kiefern und Lärchen erhalten, welche teilweise ein hohes Alter von über 500 Jahren aufweisen. Um die vielfältige Flora der Koralpe auch für nachfolgende Generationen langfristig zu erhalten, ist ein permanenter Schutz notwendig. Grundlage für diesen Schutz ist jedoch die Aufrechterhaltung der traditionellen bäuerlichen Bewirtschaftung und damit die Pflege dieser Jahrhunderte alten Kulturlandschaft.

Kartenempfehlungen des Autors

Kompass Wanderkarte Nr. 219 - Lavanttal, Saualpe, Koralpe; Freytag & Berndt WK 237 - Saualpe, Lavanttal, Koralpe, Region Schilcherheimat

Ausrüstung

Grundausrüstung für Themenwege

  • Festes, bequemes und vorzugsweise wasserfestes Schuhwerk
  • Bequeme Kleidung
  • Rucksack (mit Regenhülle)
  • Sonnen-, Regen- und Windschutz (Hut, Sonnencreme, wasser- und winddichte Jacke/Regenschirm)
  • Sonnenbrille
  • Teleskopstöcke
  • Ausreichend Proviant und Trinkwasser
  • Mobiltelefon
  • Bargeld
  • Regenschirm
  • Die Listen für die „Grundausrüstung“ und die „technische Ausrüstung“ werden auf der Grundlage der gewählten Aktivität erstellt. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen lediglich als Vorschläge, was du einpacken solltest.
  • Zu deiner Sicherheit solltest du alle Anweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung deines Geräts sorgfältig lesen.
  • Bitte vergewissere dich, dass deine Ausrüstung den örtlichen Gesetzen entspricht und keine verbotenen Gegenstände enthält.

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
15 km
Dauer
4:30 h
Aufstieg
1.262 hm
Abstieg
96 hm
aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich geologische Highlights botanische Highlights

Statistik

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Karten und Wege
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