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Segantini 14: Le due madri – Die beiden Mütter, 1889

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  • Le due madri – Die beiden Mütter, 1889: gewann 1896 die goldene Staatsmedaille der Vereinigung bildender Künstler «Osterreichs» (162,5 × 301 cm, Öl auf Leinwand, Gallerdia d'Arte Moderna, Mailand).
    Le due madri – Die beiden Mütter, 1889: gewann 1896 die goldene Staatsmedaille der Vereinigung bildender Künstler «Osterreichs» (162,5 × 301 cm, Öl auf Leinwand, Gallerdia d'Arte Moderna, Mailand).
    Foto: Segantini Museum, St. Moritz und Eigentümer
Das im Stall des Ortsmuseums Savognin gemalte Bild gilt als Schlüsselwerk für die Darstellung der Mutterschaft. Die Thematik beschäftigt Giovanni Segantini ein Leben lang und ist auf diversen seiner Bilder zu sehen. Er selbst hat früh die Mutter verloren und eine schwierige Kindheit verbracht.

Giovanni Segantini stand seiner Mutter zwiespältig gegenüber: «Ich trage sie im Gedächtnis, meine Mutter; [...] diese hohe Gestalt, wie sie müde einherschritt. Sie war schön; nicht wie die Morgenröte oder der Mittag, doch wie ein Sonnenuntergang im Frühling.» (Aus Giovanni Segantinis Autobiografie.) Segantini sehnte sich nach der schönen starken Mutter, spürte aber offenbar, dass sie nicht die (Lebens-)Kraft besass, die er als Kind so dringend benötigt hätte.

Segantini verherrlicht die Mutter-Kind-Beziehung bei Mensch und Tier in diversen Werken. Er bringt darin eine ungestillte Sehnsucht nach Geborgenheit zum Ausdruck. Zu sehen beispielsweise bei «Die beiden Mütter» mit zwei Mutter-Kind-Paaren oder in «Ave Maria bei der Überfahrt». Ganz anders wirken die später gemalten Werke wie «Die bösen Mütter» und «Die Strafe der Wollüstigen». Laut dem Psychoanalytiker Karl Abraham bringt er in diesen späteren Werken die Wut gegenüber seiner Mutter zum Ausdruck, die ihn so früh verlassen hatte.

Profilbild von Judith Burri
Autor
Judith Burri
Aktualisierung: 30.04.2021

Koordinaten

SwissGrid
2'765'204E 1'162'677N
DD
46.594934, 9.594751
GMS
46°35'41.8"N 9°35'41.1"E
UTM
32T 545556 5160324
w3w 
///blitze.herren.führungen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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von Judith Burri,   Verein Parc Ela

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