Mountainbikeempfohlene Tour

EB: Elstergebirge und Westerzgebirge von Adorf nach Schneeberg

Mountainbike · Vogtland
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Dirk Neubauer 
  • Remtengrüner Turm (Juli 2011)
    / Remtengrüner Turm (Juli 2011)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Am Gasthof "Heiterer Blick" (Aug. 2008)
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  • / Landwüst (Juli 2011)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Landwüst (Juli 2011)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Postmeilensäule in Landwüst (Juli 2011)
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  • / Auf dem Wirtsberg (Juli 2011)
    Foto: Tobias Bruder, Community
  • / Blick auf Landwüst (Juli 2011)
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  • / Blick vom Wirtsberg (Juli 2011)
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  • / An der Grenze (Juli 2011)
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  • / Im Zauberwald (Juli 2011)
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  • / Im Zauberwald (Juli 2011)
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  • / Im Zauberwald (Juli 2011)
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  • / Klingenthal (Juli 2011)
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  • / Am Körnerberg (Aug. 2008)
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  • / Wegweiser am Körnerberg (Juli 2011)
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  • / Klingenthal (Juli 2011)
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  • / Aschberg (Aug. 2008)
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  • / Wegweiser nahe des Aschbergs (Aug. 2015)
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  • / Am Raumfahrtmuseum (Juli 2011)
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  • / am Carolasee (Juli 2011)
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  • / am Kuhberg (Juli 2011)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Talsperre Eibenstock (Juli 2011)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Schneeberg (Juli 2011)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / In Schneeberg (Juli 2011)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • /
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m 900 800 700 600 500 400 300 70 60 50 40 30 20 10 km
Teil einer Radreise von Viersen nach Budapest (Elisabethpfad + EB-Weg).
schwer
Strecke 79,6 km
7:15 h
1.851 hm
1.844 hm
915 hm
432 hm
Eine anspruchsvolle Tour durch die hohen Berge des Elster- und Westerzgebirges.

Autorentipp

Sehenswürdigkeiten am Weg (in Folge): Vogtland, Weiße Elster, Rauner Bachtal, Bismarckturm (Markneukirchen), Holzmühle, Vogtländisches Freilichtmuseum, Wirtsberg, Brauhaus Erlbach, Elstergebirge, Grenzweg, Hedwigsruhweg, Hüttenbach, Zauberwald, Musik- und Wintersportmuseum Klingenthal, Aschberg, Erzgebirge, Kammweg, Zeughausflügel, Zwickauer Mulde, Kosmonautenmuseum, Silberbach, Kuhberg, Talsperre Eibenstock, Nadlerhaus Hundshübel, Filzteich, Bergbaumuseum Schneeberg und viele Teiche am Wegesrand.

In Erlbach gibt es direkt am Weg einen kleinen Laden am Brauhaus. In Klingenthal liegt direkt am Weg ein Bäcker. Auf dem Kuhberg gibt es einen Gasthof. In Schneeberg gibt es diverse Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten.

Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Aschberg, 915 m
Tiefster Punkt
Schneeberg, 432 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Auf dem Weg durchquert man nur kleinere Ortschaften. Insgesamt sind etwa 25 km des Weges befestigt, der Rest verläuft auf unbefestigten ruhigen Wald- und Feldwegen, teils sogar auf schmalen Pfaden. Wir fahren kaum entlang stark befahrener Landstraßen. Manche Abfahrten sind heftig und es ist nicht peinlich, sein Rad auch einmal bergab zu schieben.

Start

Landhaus Adorf (458 m)
Koordinaten:
DD
50.300551, 12.251782
GMS
50°18'02.0"N 12°15'06.4"E
UTM
33U 304287 5575660
w3w 
///besuchte.reichende.hoffe

Ziel

Marktplatz Schneeberg

Wegbeschreibung

Da wir gestern in Adorf am Bahnhof den EB verlassen haben, um zu unserer Übernachtungsmöglichkeit zu gelangen, müssen wir ihn jetzt erst wieder erreichen. Da wir nicht nach Adorf zurückkehren möchten, fahren wir zuerst auf dem Radweg neben der B 92 Richtung Bad Brambach bis Mühlhausen, hier geht es links in den Ort und dann mit der gelben Markierung steil hinauf zum Wald, der Weg ist leidlich befahrbar. Oben geht es kurz durch den Wald und dann erreichen wir Remtengrün, halten uns im Ort rechts am hölzernen Aussichtsturm vorbei und links hinunter zur Ortsdurchgangsstraße. Den rot markierten EB haben wir wieder erreicht und folgen ihm Richtung Strässel.

Die Straße verläuft schön über die Höhe und in den Wald. Nach der Durchquerung des Höhendorfs Strässel halten wir uns von der Straße abweichend auf den Waldweg geradeaus. Am Waldrand weicht der EB links ab Richtung Markneukirchen und nach einem Schlenker zum Bismarckturm auf dem Markneukirchener Berg. Hinunter geht es dann zum Berggasthof "Heiterer Blick". Hier am Gasthof steht ein alter Wegestein mit der Angabe von 602 m Höhe.

Nun wenden wir uns geradeaus auf den bequemen Schotterweg die Felder hinunter auf den Wald zu. Der Blick reicht über den Wald hinweg auf das dahinter auf einem Hügel liegende Landwüst. Im Wald rollen wir fix bergab und nach einer Bachsenke geht es dann mäßig steil wieder aufwärts. Ich komme aus dem Wald und eine riesige, herrlich grüne Wiesenlandschaft erstreckt sich vor mir. Den Berg hinauf geht es auf einer kaum zu erkennenden Wiesenspur.

An einem Gehöft erreichen wir eine Straße und mit dieser geht es weiter steil bergauf nach Landwüst hinein. An einer größeren Kreuzung im Ort halten wir uns links bergauf und erreichen nach einer Weile das Vogtländische Freilichtmuseum, ein Bauernmuseum, hier steht auch wieder eine schöne Postmeilensäule auf der Straßenböschung.

Im Museum über das bäuerliche Leben kann ich einen EB-Stempel im Informationsbüro bekommen. Dann geht es weiter hinauf im Dorf, an der Kirche vorbei und am Ortsausgang nehmen wir den Schotterweg hinauf zum 664 m hohen Wirtsberg mit dem interessant gestalteten Aussichtspavillon, hat etwas von einer japanischen Pagode. Aus diesem 3-etagigen Gebäude hat man eine herrliche Rundumsicht hinüber zu den einsamen, dicht bewaldeten Höhen Tschechiens, ins Vogtland und vor zum Erzgebirge. Hier oben steht auch eine Stationssäule der sächsischen Netztriangulierung von 1876.

Diese Stationen stehen oft auf gut sichtbaren und begehbaren Bergkuppen. Hier ist der südlichste Punkt des EB in Sachsen. An der roten EB-Markierung vorbei, die allerdings frevelhaft auf die Stationssäule aufgepinselt wurde, rollen wir jetzt einen Graspfad am Feldrand entlang bergab auf eine Waldkante zu und nehmen hier einen großen Linksbogen auf einen weiteren schon weithin sichtbaren Wald zu. Im Wald treffen wir dann auf einen breiten, gut befahrbaren Schotterweg, den Kammweg. Nach einer Weile tauchen dann am rechten Wegesrand zwischen den Heidelbeersträuchern die ersten Grenzsteine der deutsch-tschechischen Grenze auf. Auf tschechischer Seite stehen immer noch die Warnschilder des Grenzgebietes. Wir fahren jedoch nur kurz an der Grenze entlang, der Weg wendet sich von ihr ab und wir erreichen bald den Waldrand und Sicht auf Wernitzgrün. Am Waldrand geht es weiter über eine Straße, diese führt rechts zur Grenze und hinein nach Tschechien. Wir bleiben jedoch weiter auf dem guten Weg am Waldrand entlang.

Der Weg läuft bald wieder in den Wald hinein und immer weiter leicht fallend oder eben und dann kommt mir das ganze verdächtig ruhig und einsam vor, markiert ist grün und mit einem Radwegesymbol. Die EB-Markierung fehlt, vermutlich sind wir schon zu weit gefahren. Wir stoßen auf eine Kreuzung und nehmen hier den breiten Schotterweg nach links weiter bergab. Bald gelangen wir an eine Straße und siehe da, die rote Markierung kommt von links aus dem Wald und überquert die Straße. Wir folgen der Markierung und treten bald aus dem Wald heraus, der Wegweiser Hopfen ist erreicht. Rechts wird Erlbach ausgeschildert. Wir halten uns jetzt dort entlang auf bestem Weg hinunter an Schloßpenzel vorbei zu einem weiteren Waldrand.

Im Wald geht es weiter bergab auf gutem Weg, dann auf einem Betonplattenweg nochmals heftig bergab über die Wiesen in das malerisch gelegene Erlbach. Hier rollen wir direkt bis auf den Marktplatz, orientieren uns an den Wegweisern und nehmen an der Kirche vorbei die Kirchstraße bergan. 375 km sollen es von Eisenach hierher sein, für uns sicher schon einige mehr. An einem kleinen Laden neben dem Erlbacher Brauhaus halten wir. Dann geht es immer weiter mäßig bergan die Straße zum Ort hinaus. Der EB zweigt hier links in den Hedwigsruhweg ab zum Floßbach hinab und dann auf schmalem Pfad an diesem entlang. Später trifft er dann nach dem Vorderen Floßteich wieder auf die Straße.

Am Wanderparkplatz, fahren wir mit dem EB steil hinauf auf einem halbwegs guten Waldweg. Einen als Skiloipe geradeaus hanggleich führenden Weg lassen wir verstreichen, aber etwas weiter oberhalb halten wir uns dann in einer scharfen Linkskurve geradeaus ebenfalls hanggleich auf einem weichen Waldweg, einige Äste liegen umher. Durch den ruhigen Wald zieht sich der Weg bis zu einer Wegespinne, mit der Markierung halten wir uns geradeaus in den offensichtlich schlechtesten Weg, es ist nicht mehr als eine Schneise. Aber bald haben wir einen breiten Schotterweg erreicht, die Alte Klingenthaler Straße.

Auf dieser halten wir uns links, bergab und -auf geht es jetzt zügig durch den Wald. Dann geht es wieder mal bergab und vorn kündigt sich schon eine Rechtskurve an, da weist die Markierung prompt rechts auf einen grasbewachsenen Weg Richtung Zauberwald. Der Weg wird bald breiter und matschiger, was sage ich, er gleicht einer Panzerübungsstrecke. Wir schieben unsere Räder durch den matschigen Lehm, auch die Schuhe kriegen die eine oder andere "Dusche". Dann weist die Markierung endlich links vom Panzerdamm ab, der nach Tschechien hineinzieht.

Jetzt sind wir auf einem Trampelpfad, der auf die Höhe zieht und uns zu einer Schneise führt, erste Grenzsteine tauchen auf, auch ein Reitweg ist markiert. Es ist wirklich idyllisch hier. Wir halten uns im hohen Gras auf einer schmalen Spur immer entlang der Grenze. Wenn nicht in regelmäßigen Abständen die weißen Grenzsteine stehen würden, hätte man den schlecht markierten Weg verlieren können.

Jetzt fällt der Weg mit dem Grenzkamm rapide ab, es sind beinahe 40% Gefälle am unteren Ende dieser Schneise, erschwerend kommt noch hinzu, dass hier niemand die gefallenen Bäume wegräumt und wir uns über Dutzende von diesen schleppen müssen. Ich weiche auch hin und wieder ins Unterholz aus, zum Schluss bei den wirklich größeren Bäumen hilft alles nichts mehr, und ich trage das Gepäck einzeln über die Hindernisse. Die kurze Strecke durch den Zauberwald von etwa 2 km kostet uns anderthalb Stunden und dabei ging es gut 250 hm hinab.

Dann endlich gelange ich auf eine steil abfallende Wiese, ein herrlicher Blick über das reizvolle Klingenthal mit dem Körnerberg im Hintergrund ergibt sich. Am Ende der Wiese geht es ebenso steil weiter am Rande einer Kleingartenanlage direkt auf der Grenze. Unterhalb der Gartenanlage fahre ich links auf der Kopfsteinpflasterstraße zur Bahnunterführung und dann im Zwotatal rechts zu einem Kreisverkehr, rechts ist jetzt hier der Grenzübergang nach Kraslice in Tschechien ausgeschildert.

Ich halte mich links und finde daraufhin gleich einen Bäcker. Kurz hinter der Bäckerei mit der Dietrich-Bonhoeffer-Straße biegt der EB wieder steil bergan ab. Die Steigung wird etwas flacher, aber für uns gibt es keine Erholung, der EB weist links steil den Abhang hinauf und dann zieht er auf schmalem Pfad hinter den Häusern im Wald hinauf.

Der Weg ist ganz vernünftig, nur einmal muss ich das ganze Gepäck abladen und über gestürzte Bäume wuchten. Oben erreiche ich einige Wochenendhäuser, hinter denen geht es links entlang anderer Häuser und an der erreichten Straße geht es rechts steil hinauf nach Kamerun zum Körnerberg.

Dort geht es dann halbwegs eben entlang der Bergwiesen, wir erreichen einen Waldrand, der EB biegt hier links ab. Auf der Höhe blicke ich mich um, überall verstreut liegen hier Gehöfte, im linken Tal, rechterhand und auch vor mir am Fuße des Aschbergs. Nach einem kleinen Schlenker kommt der EB wieder auf die Straße.

Wir halten uns mit der Straße weiter bergauf und erreichen die Grenze, erkennbar an den vielen Grenzsteinen, jetzt geht es rapide bergab, eine Siedlung wird erreicht. Hier halten wir uns dann weiter an der Grenze entlang, links stehen deutsche Häuser, rechts ist tschechischer Wald. Man gewinnt den Eindruck, als wenn jeder Flecken deutschen Landes rund um Klingenthal bewohnt und bewirtschaftet wird, und auf tschechischer Seite nur das einheitliche Grün des Waldes vorherrscht. Dann biegen links ins Tal führend Zollstraße und Zollweg ab, nach rechts führt auch ein schmales Sträßchen in tschechisches Gebiet, hier war wohl mal ein Grenzübergang am Sattel. Die Straße beginnt zumindest wieder zu steigen, weiter an der Grenze verlaufend.

An der nächsten Kreuzung, im Ortsteil Friedenshöhe, führt die Aschbergstraße geradeaus leichter steigend am Hang entlang, auch die Jugendherberge auf dem Aschberg ist hier entlang ausgeschildert. Nur der EB führt rechts wieder zur Grenze hin und dann den Grenzweg steil hinauf. Uns bieten sich herrliche Talblicke nach Klingenthal und zum gegenüber liegenden Körnerberg. Zum Schluss auf Asphalt erklimmen wir dann die letzten Höhenmeter bis zum Gipfel und der dortigen Jugendherberge.

Wir stehen jetzt fast 400 hm oberhalb der Musikstadt Klingenthal und nachdem wir uns das Tal eine Weile anschauen, kommt uns der Gedanke, dass es eigentlich gemein von den Wegeplanern des EB war, uns erst die 200 hm auf den Körnerberg zu jagen, dann wieder herunter fahren zu lassen und nun noch diesen Anstieg hier hinzulegen. Ich gehe erst einmal in die Jugendherberge und hole mir den EB-Stempel.

Wir folgen dem Asphaltsträßchen an der Jugendherberge vorbei und dann auf einem Wurzelpfad durch den Wald erreichen wir einen Schotterweg, den Kammweg. Diesem folgen wir rechts bergab, eine schöne Fahrt beginnt, die Wege sind schön breit, exakt geradlinig und führen hier herrlich durch die dicht bewaldeten Höhen am Erzgebirgskamm. Aber zwischendurch gibt es immer wieder kernige Zwischensteigungen. An den Abzweigen kann man sich gut orientieren, die roten Markierungen des EB sind weithin sichtbar. Es ist eine herrliche Fahrt durch den Fichtenwald. Am Wegkreuz Rundteil biegt der Weg dann markant rechts auf den Zeughausflügel ab.

Oberhalb des Dörfchens Zeughaus erreichen wir dann den Waldrand, rollen hinunter in die kleine Siedlung mit den wenigen verstreut liegenden Häuschen und links hindurch. Am Ende des Ortes geht es wieder links in den Wald, dort halten wir uns an einer Kreuzung mit der Markierung auf Schotter rechts und erreichen nach sanfter Bergabfahrt wieder eine Siedlung. Vor dem ersten Haus jedoch weist uns die Markierung rechts auf schmalem Weg wieder in den Wald hinein. Bald führt der Weg dichter an eine seit langem stillgelegte Bahnstrecke und endet dann abrupt an einem Zaun.

Links am Zaun entlang kommen wir dann hinunter zu den Gleisen und auf schmalem Pfad an diesen entlang zu einer Straße. Dann rechts zu einem Kreisverkehr und hier links entlang erreichen wir bald das Raumfahrtmuseum in Morgenröthe-Rautenkranz. Davor steht die MiG von Sigmund Jähn, dem ersten Deutschen im All. Ansonsten macht der Ort aber einen sehr verschlafenen Eindruck.

Wir folgen weiter der Straße, erreichen einen alten, vermutlich verlassenen Bauernhof, links geht es dann unter der Bahn hindurch und über die Zwickauer Mulde hinauf zur Straße (B 283). Hier fahren wir kurz rechts und dann links steil in den Wald hinauf zu einer sehr zugewachsenen Schneise.

Die Schneise führt mäßig bergan auf eine Anhöhe und dann auch wieder abwärts, ich erreiche das Silberbachtal und überquere den Bach auf einer kleinen Brücke. Am Bach entlang geht es jetzt gemütlich aufwärts bis zu einer Straße, dort kurz rechts und dann über einen Wanderparkplatz der Markierung weiter folgend zum Carolasee, einem kleinen verträumten Stausee mitten im Wald gelegen. Auf schmalem Pfad geht es um den See herum und dann schließlich wieder steil im Wald aufwärts bis zum Waldrand. Im Tal breitet sich das Örtchen Schönheide aus. Ich halte mich links am Waldrand entlang zu einer Straße, überquere diese und halte mich längs des gepflegten Hotels Forstmeister zu einer Siedlungsstraße hinauf.

Hier fahre ich rechts und dann der Markierung zum Kuhberg folgend links auf den Wald zu. Im Wald folge ich der Markierung auf dem guten Weg und biege dann irgendwann steil nach rechts auf einen schmalen wurzeligen Waldweg ab, auf dem ich mein Rad hinauf bugsiere, 100 hm liegen noch vor mir. Kurz vor dem Gipfel erreiche ich einen einfacheren Weg und schiebe das Rad die letzten Meter zum Berggasthof und Prinz-Georg-Turm hinauf. Müde und faul liegt ein großer Bernhardiner vor dem Gasthof.

Drinnen im Gasthof gibt es einen Stempel (wieder einen originalen DDR-Stempel). Auf 795 m Höhe befinde ich mich hier, theoretisch geht es bis Schneeberg jetzt zum großen Teil bergab. Der EB führt jetzt auf schmalem Pfad hinab, die Serpentinen der Hotelzufahrt abkürzend. Ich nehme der Einfachheit halber, und da ich auch etwas von der Abfahrt haben möchte, gleich die asphaltierte Zufahrt. Am Parkplatz unten sind dann wieder Wegweiser, die den EB nach Hundshübel ausweisen. Dem Wegweiser folgend geht es hinunter nach Stützengrün und hier immer den vorbildlich angebrachten Markierungen durch den Ort hindurch folgend.

Auf der Schulstraße, die immer weiter bergauf führt, denke ich dann schon, falsch zu sein, aber dann erkenne ich am Waldrand am Ende des Ortes wieder eine Markierung. Jetzt geht es auf der Bergstraße wieder rasant bergab ins Unterdorf. Hier geht es kurz links bis zu einer Gaststätte und dann wieder rechts zum Ortsausgang leicht hinauf. Dort wird dann aus dem Asphalt endlich wieder Schotter, es geht noch an einigen Gärten vorbei und dann steil im Wald hinunter in ein Bachtal. Am Bach entlang halte ich mich kurz links, überquere ihn und dann geht es auf der anderen Bachseite hin zur sich eng dahin schlängelnden Talsperre Eibenstock, Sachsens größtem Trinkwasserreservoir. Bald steigt der Weg steil hinauf nach Hundshübel. Vor dem Ort finde ich eine von großen Bäumen umrahmte Pausenbank und
lege hier eine Rast ein.

Im Ort biege ich dann vor der schön weiß getünchten Kirche links ab und erreiche die Hauptstraße (B 169), Markierungen sehe ich keine mehr, aber ich halte mich einfach rechts bergab auf der Bundesstraße um den Ort herum hinunter zur Talsperre. Hinter der Talsperrenüberfahrt am Parkplatz halte ich mich rechts hinunter und dann im spitzen Winkel hinunter zu einem unbefestigten Uferweg am Hochufer der Talsperre entlang. Der Weg steigt leicht an und ist gut befahrbar, hin und wieder gibt es durch den dichten Uferbewuchs Blicke aufs Wasser. Zum Schluss erreiche ich die Staumauer oberhalb, diese selbst ist abgesperrt und ich kann sie nur aus der Ferne betrachten.

An einigen Garagen vorbei nehme ich jetzt die Betonzufahrtsstraße der Talsperre hinauf, der EB weicht bald rechts hinunter über Treppen ab, ich jedoch erreiche eine Straße, der ich rechts herunter folge. In der folgenden Serpentinenkurve weiche ich geradeaus auf einem Schotterweg in den Wald ab und dann gleich wieder rechts geht es unterhalb der Straße über einen Bach und leicht aufwärts ist bald der Waldrand an einer schönen großen Wiese erreicht.

Ich halte mich auf dem Weg weiter leicht bergauf am Waldrand entlang, erreiche den Neuen Leichenweg und damit stehe ich wieder auf dem EB, der aus Neidhardsthal am Fuße des Stausees hier herauf kommt. Dem EB folge ich jetzt links mäßig aufwärts in den Wald Richtung Filzteich.

Linkerhand erreiche ich bald einen schmalen gerodeten Streifen und dann am Waldrand biege ich links ein. Hier finde ich zwar keine Markierungen und ein Verbotsschild steht hier zwar auch, aber der ehemalige Truppenübungsplatz ist schon Jahre verwaist und der Weg führt laut Karte direkt zum Filzteich. Wenig später finde ich auch neu angebrachte EB-Markierungen, warum standen die nur nicht gleich an der Wegkreuzung? Bald darauf überquere ich eine Landstraße, der Weg führt jetzt auf alten Betonplatten entlang. Dann überquere ich auch die B 169, die ich abkürzend nach Schneeberg nehmen könnte.

Aber ich folge immer stur der Markierung direkt zum Damm des Filzteiches auf teils sandigem, nassem Grund durch den losen Kiefernbewuchs. Nach Überquerung des Filzbaches erreiche ich rechts entlang des Damms einen größeren Parkplatz, der für die Besucher des Strandbades gedacht ist. Am Parkplatz entlang folge ich jetzt der Filzteichstraße bergauf, oben angekommen befindet sich linkerhand auf dem Gelände der ehemaligen Annakapelle unter Eichen abgezäunt ein Gedenkstein mit der Aufschrift "Glück Auf" und erinnert mich an die lange Bergbautradition dieser Region. Ich befinde mich hier mehr als 100 hm oberhalb von Schneeberg und habe eine hervorragende Sicht auf den alten, malerisch gelegenen Bergarbeiterort. Auf der Spitze ragt St. Wolfgang, der Bergmannsdom, beeindruckend hervor.

Weiter geht es auf der Straße abwärts, an einer Rechtskurve bleibe ich geradeaus auf einen Schotterweg einbiegend und rasant geht es bergab an einer Pension vorbei und an einer Wegekreuzung halte ich mich mit der Markierung links, überquere bald eine kleine Straße und rolle in den Ort hinein. Dies ist das Neustädtel, ich rolle jetzt fix bergab, immer die Markierung im Auge behaltend, über Forststraße, Stiftstraße in die Ackerstraße. Laut Wanderführer gibt es im Zentrum Übernachtungsmöglichkeiten, also halte ich weiter in die Richtung. Am Ende der Ackerstraße führt die Markierung die Treppen des Laubegässchens hinab, darauf habe ich keine Lust. Also nehme ich linkerhand das Ackergäßchen und rolle hinunter bis zur B 93 im Tal.

Ehe ich lange nach den Markierungen suche, halte ich mich gegenüber gleich wieder aufwärts ins Zentrum Richtung Kirche die Badergasse hinauf. An der folgenden Kreuzung ist rechts das Zentrum ausgeschildert, ich folge der Gasse bergauf und erreiche bald die Zobelgasse und das dortige Bergbaumuseum. Hier soll es einen EB-Stempel geben, aber es sieht um diese Uhrzeit natürlich verschlossen aus, morgen öffnet es leider auch nicht sehr früh. Ich rolle vor zum Markt und hier hinab. Am unteren Ende des wunderschönen barocken Marktplatzes finde ich das Cafe Markteck und hier kann ich auch ein sehr preiswertes Zimmer bekommen.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Von den IC-Bahnhöfen Erfurt, Würzburg und Nürnberg mit Regionalzügen erreichbar. Vom Bahnhof der B 92 zum Landhaus Adorf folgen.

Anfahrt

A 72 Abfahrt Oelsnitz und dann die B 92 bis Adorf (Landhaus).

Koordinaten

DD
50.300551, 12.251782
GMS
50°18'02.0"N 12°15'06.4"E
UTM
33U 304287 5575660
w3w 
///besuchte.reichende.hoffe
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Ausrüstung

normales Trekkingbike (auch mit Gepäck) oder Mountainbike.

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Schwierigkeit
schwer
Strecke
79,6 km
Dauer
7:15 h
Aufstieg
1.851 hm
Abstieg
1.844 hm
Höchster Punkt
915 hm
Tiefster Punkt
432 hm
mit Bahn und Bus erreichbar aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch botanische Highlights faunistische Highlights Geheimtipp Gipfel-Tour

Statistik

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Karten und Wege
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