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Wanderung

Wandern rund um Essingen - RW 9

Wanderung · Schwäbische Alb
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Tourismusverein Remstal-Route e. V. Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Blick auf Lauterburg.
    / Blick auf Lauterburg.
    Foto: Alpstein Tourismus GmbH & Co. KG, Schwäbische Alb Tourismusverband e.V.
  • evangelische Kirche Lauterburg
    / evangelische Kirche Lauterburg
    Foto: Gemeinde Essingen
  • Lauterburg Ruine
    / Lauterburg Ruine
    Foto: Gemeinde Essingen
  • Blick auf Essingen
    / Blick auf Essingen
    Foto: Tourismusverein Remstal-Route e. V.
  • Ruine Lauterburg
    / Ruine Lauterburg
    Foto: Tourismusverein Remstal-Route e. V.
Karte / Wandern rund um Essingen - RW 9
300 450 600 750 900 m km 1 2 3 4 5 6 7

Genießen Sie eine Wanderung auf den Lauterburger Höhen und rund um den Bärenberg.
leicht
7,9 km
2:07 h
110 hm
110 hm
Start und Ziel dieser Wanderung ist der Parkplatz bei der ev. Kirche im Essinger Teilort Lauterburg, hart am Bergsturz zum Wäschbachtal hin, wo auch eine Bushaltestelle vorhanden ist. Gleich daneben liegt auf vorspringendem Bergsporn die sagenumwobene Ruine. Die einstmals stattliche Anlage versteckt sich zum großen Teil hinter Büschen und Bäumen. Schrill heult der Albwind um die brüchigen Säulentrümmer, als beweine er auch heute noch den zerstörerischen Brand vom Jahre 1732... An dieser Stelle wollen wir uns an die Sage über den Untergang der Lauterburg erinnern: „Die Burgherrin hatte sich mit einem kecken Junker eingelassen und traf sich heimlich mit ihm. Ein alter, treuer Diener aber verriet das sündige Treiben an den Burgherren. Dieser beschloss, eine Jagd zu veranstalten, zu der er auch den Junker einlud, um ihn auf die Probe zu stellen. Alle geladenen Gäste erschienen zu dem Jagdvergnügen, nur der besagte Junker nicht. Dieser hatte die günstige Gelegenheit der Abwesenheit des Burgherren zum Besuch seiner Geliebten genutzt. Von bösen Ahnungen getrieben, ritt der Ritter zum Schloss zurück und begehrte mit harten Schlägen gegen das Tor Einlass. Entsetzt fuhren die Liebenden im Schloss auseinander. Der Junker versuchte zu fliehen, die Frau eilte verzweifelt in ihre Gemächer. In der Küche aber fuhr derweil auf dem Herd Feuer in das brutzelnde Fett und rasch stand der ganze Raum in Flammen. Diese breiteten sich rasend schnell aus und erfassten in Windeseile das gesamte Gebäude - und niemand entkam mehr dem glühenden Inferno.“

Vom Parkplatz wandern wir sofort die Bäckergasse aufwärts und mit blauem Dreieck Richtung Rosenstein/ Bartholomä. Bei der baldigen Rechtsabzweigung des Heubacher Weges mit der Markierung rotes Dreieck Richtung Rosenstein/ Heubach gehen wir geradeaus durch den Gänsbergweg aufwärts. Von hier nochmals ein letzter Rückblick hinab zur Ruine, die sich in Privatbesitz befindet und daher leider nicht besichtigt werden kann.

Von der Höhe aus öffnet sich ein wunderbarer Blick in nördliche Richtung zum Büchelberger Grat, zur Wallfahrtskirche St. Patriz zu Hohenstadt und östlich hinein in den wälderreichen Virngrund, ins Ellwanger Bergland sowie zur Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg und zum Schloss ob Ellwangen. Links im Vordergrund der schroffe Bergsturz des Mittelbergs, westlich der Heubacher Fernsehturm. Wir folgen dann dem Fahrsträßchen geradeaus und mit den Markierungen gelbes Dreieck und passieren gleich den hoch gelegenen Lauterburger Sportplatz. Wir wandern nun direkt auf den vor uns liegenden, dicht bewaldeten, 755 Meter hohen Bärenberg zu, der sich wie ein mächtiger Riegel vor das an seiner Südseite liegende Dorf Bartholomä geschoben hat.

Am Waldrand des Bärenbergs stoßen wir auf eine vierfache Wegekreuzung: rechts würde man zum Rosenstein und geradeaus über die Höhe des Bärenbergs nach Bartholomä gelangen. Der auf Feuersteinlehm wachsende dichte Nadelwald des Bärenbergs ist zu jeder Jahreszeit von vielen Naturgeheimnissen erfüllt. Dort gedeiht unter anderem die kalkfliehende Heidelbeerstaude und in den Lichtungen blühen im Sommer die hohen Glockenruten des Roten Fingerhutes. Rechts am Fuße des Bärenbergs befindet sich ein Rastplatz, von wo sich eine überraschende Aussicht bietet. Diese reicht bis zum Braunenberg mit dem dortigen Fernsehturm und weit hinaus ins Ellwanger Land mit der wiederum herübergrüßenden Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg.

Wir wandern nun auf dem Sträßchen links abwärts und gleich am Waldrand entlang. Im Vordergrund die Straße zwischen Lauterburg und Bartholomä. Bei der nächsten Waldecke, nahe des Parkplatzes an dieser Straße, gehen wir rechts und kommen bald in den Wald hinein. Links drüben auf der Höhe vor den Albuchwäldern Irmannsweiler (Gde. Steinheim). Bei der baldigen Wegegabel im Wald schreiten wir links weiter. Der stille, bequeme Waldweg am Osthang des Bärenberges bringt uns schließlich an den Ortsrand von Bartholomä heran, wir gehen jedoch geradeaus weiter. Vorbei am GEK-Zentrum kommen wir zur Wanderwegetafel am „Turnerheim“ und folgen dem Fahrweg rechts. Bald kommt von rechts die Markierung gelbes Dreieck vom Bärenberg herab und begleitet uns kurz bis zur Linksabzweigung nach Bartholomä. Wir verlassen hier an der Abzweigung nach Bartholomä den Wald und folgen dem Asphaltsträßchen rechts am Waldrand entlang in westlicher Richtung. Über Bartholomä hinweg öffnet sich bald ein schöner Block links hinüber zum Wirtsberg. Westlich von diesem erkennen wir den dicht bewaldeten Kolmannswald (727m), wo einst die sagenhafte Kolmannskapelle stand, links die Gebäude des Möhnhofs. Bei der Linksabzweigung unseres Fahrweges gehen wir dann weiterhin geradeaus am Walsaum dahin und kommen zum Parkplatz „Adelheids Stoile“.

Wir überschreiten den Parkplatz und biegen nach der großen Wandertafel rechts ein auf den Fahrweg am Waldrand entlang. Beim Strommasten wandern wir rechts in den Wald hinein und schreiten auf dem Fahrweg dahin. Nach Waldaustritt gehen wir auf dem asphaltierten Fahrweg links den sanft geneigten Hang hinaus; links der dichte Waldpelz des Uzenbergs. Bald stoßen wir erneut auf eine vierfache Wegekreuzung und erreichen gleichzeitig den vom Rosenstein kommenden, mit gelbem Dreieck markierten Wanderweg, der rechts über den Bärenberg nach Bartholomä zieht. An der Kreuzung finden wir eine Hülbe.

Wir überschreiten die Wegekreuzung und wandern auf dem Asphaltsträßchen unmarkiert geradeaus direkt auf Lauterburg zu. Später sehen wir links beim kleinen Fichtenwäldchen das Lauterburger Schützenhaus stehen. Im Ort gehen wir zunächst durch den Böhmenkircher Weg und durch den Heubacher Weg mit der Markierung Nr. 18 Ostalb/Limes. Am Beginn des Gänsbergweges rechts wandern wir links durch die Bäckergasse abwärts und zurück zum Parkplatz bei der Kirche.

outdooractive.com User
Autor
Curt Blessing
Schwäbischer Albverein Ortsgruppe Essingen
Aktualisierung: 13.08.2015

Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
717 m
Tiefster Punkt
664 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Weitere Infos und Links

Das Büchlein  "Die 10 schönsten Wanderungen rund um Essingen" ist bei der Gemeinde Essingen oder beim Tourismusverein Remstal-Route e.V. gegen eine Gebühr von 2,50 € (inkl. Versand) erhältlich. 

Start

Parkplatz bei der ev. Kirche, Essingen-Lauterburg (673 m)
Koordinaten:
Geographisch
48.783108, 9.977797
UTM
32U 571828 5403806

Ziel

Parkplatz bei der ev. Kirche, Essingen-Lauterburg

Wegbeschreibung

Lauterburg – rund um den Bärenberg – Lauterburg

Öffentliche Verkehrsmittel

Regionalzug ab Stuttgart Hbf bis Aalen Bf, dann OVA Bus Linien 40, 42, 44 oder 48 bis Haltestelle "Lauterburg Hirsch".

Eine genaue Fahrplanauskunft für Ihren Abfahrtsort erhalten Sie beim 3-Löwen-Takt.

Anfahrt

B29 aus Richtung Stuttgart bzw. Aalen bis Kreuzung B29/ L1165, dann in Richtung Essingen fahren und dann der Beschilderung nach Lauterburg/ Bartholomä folgen. Anschließend auf der Landstraße nach Lauterburg. In Lauterburg der Ortsdurchfahrt bis zur Bäckergasse folgen und rechts abbiegen zum Parkplatz vor der Kirche.

Parken

Parkplatz bei der ev. Kirche im Essinger Teilort Lauterburg
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Die Wanderkarte Nr. 14 für Aalen/ Schwäbisch Gmünd (1:35.000) oder Freizeitkarte F522 Aalen (1:50.000) sind beim Tourismusverein Remstal-Route e.V., beim Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg oder im Buchhandel erhältlich.


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Schwierigkeit
leicht
Strecke
7,9 km
Dauer
2:07 h
Aufstieg
110 hm
Abstieg
110 hm
Rundtour aussichtsreich

Statistik

: h
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Höchster Punkt
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Tiefster Punkt
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