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Wanderungempfohlene Tour

Lebensader Oberrhein: Wanderung durch das "Naturschutzgebiet Hirschacker und Dossenwald"

· 4 Bewertungen · Wanderung · Kurpfalz
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  • Silbergras
    / Silbergras
    Foto: NABU Baden-Württemberg, Lebensader Oberrhein - Projektbüro
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    Foto: NABU Baden-Württemberg, Lebensader Oberrhein - Projektbüro
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  • / Sandstrohblume
    Foto: NABU Baden-Württemberg, Lebensader Oberrhein - Projektbüro
  • / Sandthymian
    Foto: NABU Baden-Württemberg, Lebensader Oberrhein - Projektbüro
  • / Armin Jendrysik ist der Tippgeber dieser Tour
    Foto: NABU Baden-Württemberg, Bianka Brobeil, NABU
m 104 102 100 98 7 6 5 4 3 2 1 km
Wandertour durch die Binnendünen im Naturschutzgebiet "Hirschacker und Dossenwald" zwischen Schwetzingen und Mannheim/Friedrichsfeld und Rundweg im Naturschutzgebiet, vorgestellt von Armin Jendrysik (Diplom-Geograph), im Rahmen des Projekts http://www.lebensader-oberrhein.de/
leicht
Strecke 7,3 km
1:45 h
12 hm
12 hm
105 hm
100 hm
Auf der Tour lassen sich verschiedene Lebensräume kennenlernen: Binnendünenzug, Flugsandfelder und Waldstreifen des Neckarschwemmfächers, offene Sandflächen mit spezifischer Sandrasenflora und -fauna mit einzigartigen Flechtenvorkommen. In dem Gebiet gibt es außerdem lückige Kiefernwälder und geophytenreiche Eichen-Hainbuchen Wälder auf den schweren Böden des Neckarschwemmfächers.

Während der Tour gibt es viele Beobachtungsmöglichkeiten von Pflanzen – wie zum Beispiel Silbergrasvorkommen, Sand-Strohblume, Sand-Thymian – und natürlich auch von Tieren wie der Heidelerche oder des seltenen Ziegenmelkers. Man findet hier mit etwas Glück die Dünen-Pelzbiene, den Dünensandlaufkäfer, die Ödlandschrecke und als weitere Besonderheit den Ameisenlöwen, der 2010 auch Insekt des Jahres war. Dabei handelt es sich um die Larve der Ameisenjungfer. Diese Larven bauen Trichter in den Sand, von deren Grund aus sie vorbeikommende Ameisen mit Sandkörnern bewerfen, die Ameisen rutschen in den Trichter und können dort gefressen werden – auch „winzig kleine Löwen“ können also eine perfekte Jagdstrategie entwickeln.

"Dünen fernab vom Meer": Der Rhein transportierte nach der letzten Eiszeit Schottergeröll aus den Alpen mit sich und lagerte es beidseitig des Flusses ab. Durch den Wind wurden die feinen Sande aus dem Geröll dann Richtung Nordosten geweht und dadurch entstanden entlang des Wildstroms Flugsandfelder, Sandrasen und Binnendünen fernab vom Meer. Binnendünen stellen extreme Standortansprüche an die Pflanzen, die dort wachsen. Der Sand kann sich in der Sonne – vergleichbar mit der Wüste – bis zu 60/70 Grad aufheizen, um dann in der Nacht wieder stark abzukühlen. Die Beschattung ist durch das Fehlen großer Pflanzen extrem gering, der Boden ist zudem sehr nährstoffarm. Die Pflanzen, die man dort findet, sind entsprechend angepasst, sei es durch eine filzige Behaarung zum Schutz vor der Sonne, oder durch ein sehr ausgedehntes und tiefreichendes Wurzelwerk, um das Regenwasser bestmöglich aufnehmen zu können.

Autorentipp

Diese Tour im Juni, Juli oder August verspricht bei sonnigem Wetter eine hohe Anzahl an blühenden Vertretern der Sandrasenflora und eine hohe Insektenaktivität: Wildbienen, Ödlandschrecken, Laufkäfer, ...
Profilbild von NABU Baden-Württemberg, Tippgeber: Armin Jendrysik (Diplom-Geograph).
Autor
NABU Baden-Württemberg, Tippgeber: Armin Jendrysik (Diplom-Geograph).
Aktualisierung: 29.02.2016
Schwierigkeit
leicht
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
105 m
Tiefster Punkt
100 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Bitte die Wege nicht verlassen! Ehemaliges Truppenübungsgelände.

Weitere Infos und Links

http://www.themenpark-umwelt.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/18533/?path=4422;6350;6706

http://www.themenpark-umwelt.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/18533/?path=4422;6350;6706;&btID=1

http://www.themenpark-umwelt.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/8316/binnenduenen.pdf?command=downloadContent&filename=binnenduenen.pdf

Start

Wanderparkplatz NSG "Hirschacker und Dossenwald" an der Friedrichsfelder Landstraße L 597 (101 m)
Koordinaten:
DD
49.418009, 8.566183
GMS
49°25'04.8"N 8°33'58.3"E
UTM
32U 468535 5474016
w3w 
///baldig.ausgewiesene.fackel

Ziel

Wanderparkplatz NSG "Hirschacker und Dossenwald" an der Friedrichsfelder Landstraße L 597

Wegbeschreibung

Start- und Zielpunkt ist der Wanderparkplatz an der Friedrichsfelder Landstraße zwischen Schwetzingen und Mannheim-Friedrichsfeld.

Der Weg führt vom Parkplatz rechts in den Dossenwald. Rechter Hand finden sich die Eichen-Hainbuchenwälder auf dem ehemaligen Neckarschwemmfächer, während sich auf der linken Wegseite bereits der mit Kiefern bewaldete Binnendünenzug aufbaut. Der Weg führt nach rund 100m nach leichtem Anstieg auf die Dünnenkante und verläuft dort rund 600 m parallel des Dünenzuges bis zum höchsten Punkt der Gematkung Mannheim mit 114,0 m. Dort haben Sie die Gelegenheit, sich in das Gipfelbuch einzutragen!

Nach rund weiteren 700 m erreicht man eine markante Wegekreuzung mit mehrern Wegen. Von dieser Wegekreuzung führt nun ein rund 2 km langer kleiner Rundkurs durch ein Binnendünen- und Flugsandfeld. Ab der Wegekreuzung führt ein schmaler Pfad in den Wald, der nach rund 300 m offenen Sandflächen und einer Hochspannungstrasse weicht. Auf den Sandflächen finden sich viele der typischen Vertreter der Sandrasenflora- und fauna wie z. B Silbergras, Sandheide oder Blauflüglige Ödlandschrecke. Die Sandflächen sind mit einem Holzhandlauf abgegrenzt und dürfen nicht betreten werden!

Nach der Querung der Hochspannungstrasse führt der Weg wieder in den Wald. Nach rund 300 m erfolgt der erste Linksabzweig und nach weiteren 400 m der zweit Linksabzweig. Der Weg folgt nun rund 600 m einem breiten Wirtschaftsweg zurück zur oben beschrieben Wegekreuzung. Folgen Sie nun dem breiten Forstweg rund weitere 400 m bis zu einer weiteren Wegekreuzung.

Von dort laufen Sie rund 1,1 km in Richtung Süden durch die lichten Kiefernwälder des Dossenwaldes. Am Ende des Weges (T-Kreuzung) erreicht der Rundkurs das NSG "Hirschacker". Der ehemalige Truppenübungsplatz der US-Army bietet ein beeindruckendes Landschaftsbild aus lichten Kiefernwäldern, ebenen Flugsandflächen mit kleinen bis zu 10 m hohen Binnendünen, Heideflächen sowie markanten Einzelbäumen. Auf den waldfreien Flächen finden sich Arten wie die Sand-Strohblume, der Sand-Thymian, das Silbergras sowie eine Vielzahl von Flechten und Moosen. Der ehemalige Truppenübungsplatz ist von einer Vielzahl von Wegen durchzogen, die alle für die Erkundung des Gebeites genutzt werden können (aber bitte die Wege nicht verlassen!). Der auf der Karte eingezeichnete Weg ist daher nur ein Wandervorschlag. Am Ende der Wanderung erreichen sie wieder den Wanderparkplatz an der Friedrichsfelder Landstraße.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Anfahrt

Von Süden kommend: auf der A6 bis Ausfahrt Schwetzingen-Nord/MA-Rheinau Richtung Hafen 2/Brühl, 130 m rechts halten, Beschilderung in Richtung Schwetzingen-Nord folgen und weiter auf B36 bis Ausfahrt Richtung MA-Friedrichsfeld/Schwetzingen-Zentrum/Hirschacker-Süd, an der Kreuzung links weiter bis Friedrichsfelder Landstraße/L597 fahren, auf der Friedrichsfelder Landstraße eine Weile folgen, bis linker Hand der Wanderparkplatz liegt.

Von Norden kommend: Auf der A 656 Richtung Heidelberg fahren, Ausfahrt Richtung Friedrichsfelder Landstraße/L597 nehmen, dann nach rechts abbiegen auf die Friedrichsfelder Landstraße/L597, der Straße bis zum Wanderparkplatz (rechts) folgen.

Parken

Auf dem Parkplatz kann man kostenfrei parken.

Koordinaten

DD
49.418009, 8.566183
GMS
49°25'04.8"N 8°33'58.3"E
UTM
32U 468535 5474016
w3w 
///baldig.ausgewiesene.fackel
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

BEZIRKSSTELLE FÜR NATURSCHUTZ UND LANDSCHAFTSPFLEGE KARLSRUHE (1990): Würdigung für das Natur‑ und Landschafsschutzgebiet "Hirschacker und Dossenwald" auf der Gemarkung der Stadt Mannheim und Hirschacker der Stadt Schwetzingen.‑ Ms., 10 S.

BEZIRKSSTELLE FÜR NATURSCHUTZ UND LANDSCHAFTSPFLEGE KARLSRUHE (1991): Anhang zur Würdigung des geplanten Natur‑ und Landschaftsschutzgebietes "Hirschacker und Dossenwald".‑ Ms., 2 S.

BREUNIG, Th. & A. KÖNIG (1989): Grundlagenuntersuchung über Dünenstandorte und Sandvegetation. Geobotanisches Gutachten.‑ Ms., 134 S. (I.A. LfU BW; Karlsruhe).

DETZEL, P. (1989): Faunistische Grundlagenuntersuchungen für Dünenstandorte und Sandrasenvegetation im Regierungsbezirk Karlsruhe.‑ Ms., (I.A. LfU BW; Karlsruhe).

KEMKEMER, I. (1983): Untersuchungen über den Rückgang der Flora unbewaldeter Flugsanddünen im Raum Mannheim.‑ Zulass.‑Arb. PH Heidelberg.

WOLF, R., J. LÖSING & I. SEVERIN (1994): 1993: 13 neue Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Karlsruhe. In: Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Karlsruhe.‑ carolinea, 52: 123‑150.

Ausrüstung

Festes Schuhwerk und ein Fernglas sind empfehlenswert.

Bitte denken Sie bei sonniger Witterung unbedingt an einen Sonnenschutz (Mütze, Sonnencreme) sowie an ausreichend zu trinken!


Fragen & Antworten

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Bewertungen

3,0
(4)
Thomas Baierl 
15.11.2020 · Community
Zumindest im November recht langweilig, ohne echte Höhepunkte, flott zu gehen. Werden die Tour nochmal im Frühjahr oder Frühsommer gehen - evtl. ist sie dann ja interessanter. Etliche Wege in dem Waldgebiet sind aus Naturschutzgründen gesperrt, aber ab dem (sehr kleinen) Parkplatz gibt es Rundwege zwischen ca. 6 und 12 km.
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Gemacht am 15.11.2020
Sabrina Linnebach
12.06.2020 · Community
Der Parkplatz heißt bei Google Maps "Parkplatz Dossenheim", unter dem hier angegebenen Namen findet man ihn nicht. Der Weg ist leider in einigen Abschnitten nicht kinderwagengerecht (tiefer Sand, Wurzeln, sehr grobe Steine und Schotter), weshalb man auf jeden Fall eine Trage dabei haben sollte. Einige Wegabschnitte sind durch Zäune gesperrt, sodass man die vorgeschlagene Route verlassen muss. Bei einem nächsten Spaziergang werden wir eine der vor Ort vorgeschlagenen Routen gehen, diese sind durchgehend sehr gut beschildert. Der Mehrwert dieser Route hat sich für uns nicht gezeigt.
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Marcell Tucceri
07.06.2020 · Community
schön zu laufen auch mit Hund
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Gemacht am 07.06.2020
Foto: Marcell Tucceri, Community
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Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
leicht
Strecke
7,3 km
Dauer
1:45 h
Aufstieg
12 hm
Abstieg
12 hm
Höchster Punkt
105 hm
Tiefster Punkt
100 hm
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