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Gotik Tour West

Radfahren · Rottal-Inn
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Landkreis Rottal-Inn Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Detail aus der Figurengruppe Krönung Mariens
    / Detail aus der Figurengruppe Krönung Mariens
    Foto: G. Dilling, Landkreis Rottal-Inn
  • / Jakobskirche in Hofau
    Foto: Paul Hohenthaner, Landkreis Rottal-Inn
  • / Kirche St. Johannes der Täufer in Oberdietfurt
    Foto: Paul Hohenthaner, Landkreis Rottal-Inn
  • / Wallfahrtskirche St. Salvator in Heiligenstadt
    Foto: Paul Hohenthaner, Landkreis Rottal-Inn
  • / Wallfahrtskirche Heiligenstadt Innen
    Foto: G. Dilling, Landkreis Rottal-Inn
  • / Kirche St. Nikola
    Foto: Paul Hohenthaner, Landkreis Rottal-Inn
  • / Kirche St. Andreas in Pischelsberg
    Foto: Paul Hohenthaner, Landkreis Rottal-Inn
  • / Kanzel von 1616 der Kirche St. Andreas in Pischelsberg
    Foto: G. Dilling, Landkreis Rottal-Inn
  • / Kirche St. Corona in Staudach
    Foto: Paul Hohenthaner, Landkreis Rottal-Inn
  • / Aussicht bei Utting
    Foto: Paul Hohenthaner, Landkreis Rottal-Inn
  • / Blick auf Staudach
    Foto: Paul Hohenthaner, Landkreis Rottal-Inn
m 500 450 400 100 80 60 40 20 km Nebenkirche St. Maria im Wald Kirche St. Ulrich in Sallach Pfarr- und … Staudach

Empfehlung: Kirche St. Nikolaus und Stephan in Eggenfelden.  

 

mittel
119,8 km
8:37 h
843 hm
840 hm

Reizvolle Zeugnisse der kunst- und baugeschichtlichen Epoche des Mittelalters findet man inmitten der Städte und Dörfer, vielfach wurden die Bauwerke aber auch auf Anhöhen oder idyllischen Tälern außerhalb der Ortschaften errichtet. Diese Sehenswürdigkeiten und die reizvolle Rottaler Hügellandschaft können auf der Tour genossen werden. Die Tour führt zu gotischen Kirchen und Kapellen im westlichen Landkreis Rottal-Inn.

Besonders sehenswert ist die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus und Stephan in Eggenfelden und die bedeutende Wallfahrtskirche St. Salvator bei Gangkofen. Aber auch die Kirche in Pischelsberg, mit seinem gotischen Flügelaltar, bietet schöne Elemente der gotischen Baukunst. Insgesamt ist die westliche Gotik Tour eine Mehrtagestour, wer die gesamte Tour Radeln möchte, sollte sich daher Zeit nehmen und die einzelnen Etappen vorher planen. Die sehenswerten Kirchen liegen nicht immer direkt auf der Route und sind in diesen Fällen als Stichweg ausgeschildert. 

 

Autorentipp

Die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus und St. Stephan in Eggenfelden und die Wallfahrtskirche St. Salvator in Heiligenstadt bei Gangkofen.

 

Profilbild von Paul Hohenthaner
Autor
Paul Hohenthaner 
Aktualisierung: 07.10.2020
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
507 m
Tiefster Punkt
400 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Freilichtmuseum Massing

Weitere Infos und Links

 

 Infos zu den Kirchen, sehenswerten Gebäuden, Übernachtungsbetrieben und Gaststätten am Weg finden Sie in der Broschüre Rott und Inntaler Gotik Tour. In der Rad und Wanderkarte des Landkreises sind die Strecken der Gotik Touren eingetragen. Die Broschüre und die Rad und Wanderkarte sind kostenlos erhältlich - siehe unten.

Landratsamt Rottal-Inn, Kreisentwicklung Tourismus, Ringstraße 4-7, (Besucheradresse Bahnhofstraße 19 im 1. Stock) in 84347 Pfarrkirchen. Unter der Tel. 08561 20268 oder per Mail: ferienregion@rottal-inn.de können Sie die Broschüre Gotik Tour und die Rad & Wanderkarte kostenlos bestellen.

Weitere interessante Broschüren zum Landkreis Rottal-Inn, die Sie ebenfalls kostenlos bestellen können, finden Sie auf der Homepage unter https://www.rottal-inn.de/wirtschaft-tourismus/tourismus/publikationen/   

 

Stadt Eggenfelden, Rathausplatz 1, 84307 Eggenfelden Tel. 08721 7080 www.eggenfelden.de 

Gemeinde Unterdietfurt, Dorfplatz 6, 84339 Unterdietfurt, Tel. 08724 96525-0, www.unterdietfurt.de 

Markt Massing, Marktplatz 20, 84323 Massing, Tel. 08724 9616-0, www.massing.de 

Markt Gangkofen, Marktplatz 21/23, 84140 Gangkofen, Tel. 08722 9494 - 0, www.gangkofen.de 

Gemeinde Rimbach, Hohenbogenstraße 10, 93485 Rimbach, Tel. 09941 94000, www.gemeinde-rimbach.de 

Gemeinde Falkenberg, Sommerstr. 15, 84326 Falkenberg, Tel. 08727 9604-0, www.vg-falkenberg.de 

 

 

Start

Am Stadtplatz in Eggenfelden (405 m)
Koordinaten:
DG
48.403526, 12.762503
GMS
48°24'12.7"N 12°45'45.0"E
UTM
33U 334403 5363570
w3w 
///abhandlung.trifft.medizinische

Ziel

Die Rundroute endet wieder am Stadtplatz in Eggenfelden (Mehrtagestour)

Wegbeschreibung

1. Tagesetappe ca. 28km

Beginnend am Stadtplatz in Eggenfelden Stadtpfarrkirche St. Nikolaus und St. Stephan: Herausragender Bau des 15. Jh. (Erbauer vermutlich Stephan Krumenauer). Baubeginn 1404, Weihe 1444, Einwölbung im Chor datiert 1467, im Langhaus 1488 und im Turm (Eingang) 1489, vermutlich durch den Pfarrkirchner Baumeister Michael Sallinger. Ursprünglich farbig ausgemalt, heutige helle Farbgebung nach Renovierung 1993-95. Neugotische Ausstattung unter Verwendung spätgotischer Altarflügel und Figuren. Bemerkenswert qualitätsvolle, geschnitzte Gruppe an der südlichen Chorwand: Christus und die 12 Apostel, um 1480. Am südlichen Seitenaltar Figurengruppe der Krönung Mariens im seltenen Drei-Personen-Typus (auch der Hl. Geist wird als männliche Figur dargestellt). Taufstein von 1489. Bedeutende Grabdenkmäler an der südlichen Innen- und Außenwand des Langhauses. Monumentales Kruzifix an der Südwand, um 1500. Ehemalige Friedhofskapelle St. Anna: Doppelgeschossiger Bau aus dem 15. Jh. Bedeutende Fresken vom Anfang des 16. und 17. Jhd., zum Teil in mehreren Schichten übereinander. Gut erkennbar an der Nordwand Darstellung des Gastmahles vom reichen Prasser). Kirche Hl. Geist (Spitalkirche): Spätgotischer Bau von 1493, Netzrippengewölbe im Chor und Langhaus. Schmiedeeisengitter aus dem 18. Jh. Marmorepitaph- Einrichtung modern. Stadtplatz. Inn-Salzach-Bauweise: Teilweise interessante neugotische Fassaden-dekoration. Rathaus 17. Jh.. Einzig erhaltenes Stadttor von der ehemaligen Stadtbefestigung (15.Jh.).
Eggenfelden Gern-Hofmark Gern: Die mittelalterliche Struktur der ehem. Hofmark ist an den Ökonomiegebäuden (gotischer Stadel) und Wohnhäusern der ehem. Hofmarksuntertanen gut ablesbar. Der Hofmarksitz, eine mittelalterliche Burg, wurde bereits im 18. Jh. zerstört. Pfarrkirche St. Georg: Einst sowohl Dorfkirche wie Schlosskapelle und Begräbnisstätte der Hofmarksherrn. Spätgotischer Bau Ende des 15. Jhd., im 18. Jh. barockisiert. Deckengemälde 1763 von Anton Scheitler. Qualitätsvolle Epitaphien der Grafen von Closen) führt der Radweg die Öttinger Straße Stadtauswärts, anschließend wird die Rott überquert und an der nächsten Kreuzung folgt man dem Rad und Fußweg zum Schulzentrum. Am Stadtrand wird die Öttinger Straße unterquert und man radelt im weiteren Verlauf auf der alten Bundesstr. nach Hirschhorn. (Vorsicht bei dem kleinen Abstecher zur Kirche muss die Bundesstr. überquert werden)! (Pfarrkirche St. Rupert: Spätgotische Anlage des 15. Jh., im 19. Jh. stark verändert (Langhaus erhöht und neu gedeckt). Stattlicher Turm aus der Erbauungszeit. Chor und südliches Seitenschiff mit Netzrippengewölbe. Pietà (frühes 16. Jh.). Barocke Figuren der Heiligen, Martin, Rupert und Jakobus. Barocker Gnadenstuhl über dem südl. Portal. Altarblatt des ehem. Hochaltares -Taufe des bayer. Herzog Theodor, um 1700. Unser Weg wendet sich nun vom Geratskirchner Tal ab und in westlicher Richtung auf einer beschaulichen und ruhigen Strecke durchquert man im weiteren Verlauf das Hammersbachertal. Anschließend mündet der Weg in einer Querstraße und ändert dort seine Richtung, schwenkt nach rechts ein und schickt uns über die bewaldete Anhöhe nach Hofau. Kirche St. Jakobus der Ältere: Saalanlage aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Chor nur durch den Chorbogen und eine Stufe vom Langhaus getrennt, Netzrippengewölbe überspannt einheitlich den gesamten Raum. Altar neugotisch Ende 19. Jh. Gleich nach der Kirche biegen wir scharf nach links ein und lassen die alte bäuerliche Kulturlandschaft, mit den verstreut liegenden Gehöften die hier das Landschaftsbild prägen, vorbeiziehen. Der Weg führt kaum merklich eine kleine Anhöhe hinauf und mündet in einer Querstraße in die man nach rechts einbiegt. Mit wunderbarem Blick auf das Rottal und die ansteigenden Hügel auf der anderen Seite des Tales verlässt man vorerst die Anhöhen und steuert geradewegs auf das fruchtbare und weitläufige Tal hinunter nach Unterdietfurt.  Pfarrkirche Mariae Heimsuchung: Spätgotische, dreischiffige Hallenkirche aus der Mitte des 15. Jh. Im südlichen Seitenschiff spätgotischer Schreinaltar, um 1500. Neuer Hochaltar mit Mariendarstellung von Johann Nepomuk della Croce. Bedeutende Grabdenkmäler. Spätgotischer Schmiedeeisenbeschlag am Südportal. Friedhofskapelle St. Leonhard 18. Jh.). Bereits am Ortseingang biegt man nach links ein, durchquert den Ort und in westlicher Richtung nähert man sich Oberdietfurt.  An der schon von weitem augenfälligen Kirche führt der Weg direkt vorbei. Pfarrkirche St. Johannes der Täufer: Spätgotische Anlage des 15. Jh. Chor und Langhaus mit Netzrippengewölbe. Neugotischer Hochaltar mit spätgotischen Flügelreliefs um 1500. Figuren aus der Spätgotik, z.B. hl. Anna selbdritt. Neugotischer Flügelaltar im nördl. Seitenschiff mit spätgotischen Schnitzfiguren: Hl. Michael, Ambrosius, Augustinus (um 1500), Gemälde der Heiligen Stephan und Laurentius (links), Wolfgang und Nikolaus (rechts ). Im weiteren Verlauf wechselt der Weg immer wieder seine Beschaffenheit, wobei der gut ausgebaute Kiesweg am idyllischen Rottufer entlang für Radler ideal geeignet ist. Dieser Weg bringt uns allmählich Massing näher und mündet im weiteren Verlauf in die Eggenfeldenerstr., der wir Orts einwärts folgen bis zur Kreuzung, wo unser Weg nach links abzweigt. Gleich nebenan radeln wir am Geburtshaus von Berta Hummel vorbei. Die Rott wird anschließend überquert und rechter Hand sieht man bereits die in den Hang eingebettete Pfarrkirche, unser Ziel für diese Etappe. Pfarrkirche St. Stephan: Ursprünglich gotische Anlage um 1480, mehrmals verändert, 1870 neugotisch umgebaut. Moderner Hochaltar 1963 vom Regensburger Bildhauer Guido Martini, zeitgenössischer Kreuzweg aus Südtirol.
2. Tagesetappe ca.34km
Über einen Kiesweg, der an der Kirche vorbeiführt entfernen wir uns allmählich von Massing, genießen aber noch den herrlichen Ausblick auf den Ort und seine Umgebung während wir auf Gottholbing zusteuern. Am Ortsrand folgen wir wieder dem Kiesweg der durch den Ort durch die Teerstraße unterbrochen war. Dieser führt uns in die flache Auenlandschaft zu der kleinen Kirche in Moosvogl, dessen etwas schräg geneigte Turmspitze von weitem auffällt. Vermutlich ältester Ort im Landkreis, urkundlich erstmals erwähnt 763. Kirche St. Nikolaus: Bedeutender spätgotischer Bau aus der zweiten Hälfte des 15. Jh., geweiht 1476, ein schönes Beispiel für den kleinen spätgotischen Ziegelbau der Gegend. Langhaus und Chor mit unterschiedlich figurierten Rippengewölben. Altar neugotisch mit hl. Sebastian, hl. Laurentius, hl. Nikolaus, hl. Stephanus und hl. Florian. Votivbilder. Gotische Türbeschläge. Anschließend überquert man die Staatsstraße und in nördlicher Richtung radelt man weiter nach Hinterwimm (Einkehrmöglichkeit). Dort am Gasthof schwenkt der Weg nach Osten dem Wald zu und über schöne Waldwege geht´s nun wieder Richtung Massing, direkt am Bauernhofmuseum vorbei, wo man sich auf jeden Fall etwas Zeit für eine Pause nehmen sollte. Am Museumsgelände entlang der Spirknerstraße verlässt man Massing und passiert die auf den Anhöhen liegenden Weiler Linn und Oberried und nähert sich allmählich Heiligenstadt, mit seiner bedeutenden Wallfahrtskirche.  Wallfahrtskirche St. Salvator: Chor und Turm spätgotisch (zweite Hälfte des 15. Jh.), Langhaus um 1740. Fresken am Chorbogen 15. Jh., links die klugen und törichten Jungfrauen, rechts die Propheten Moses, Jeremias, Ezechiel und Daniel. Flügelaltar von 1480 bedeutendste gotische Schöpfung im Landkreis. Im geöffneten Schreinaltar Christus als Weltenherrscher, umgeben von musizierenden Engeln. Die Flügelreliefs zeigen rechts Maria und Elisabeth, sowie die Anbetung der Heiligen Drei Könige, links die Verkündigung und die Geburt Christi. In der Grabkapelle Kreuzigungsgruppe von Wenzel Jorhan d.Ä., 1. Hälfte 18. Jh. Neun Passionstafeln aus der zweiten Hälfte des 16. Jh. (aus Seemannshausen). In der gezimmerten Vorhalle wurden Wallfahrtsmärkte abgehalten. Auf der Anhöhe kann man einen herrlichen Ausblick auf das weitläufige Tal der Bina genießen,  das  im weiteren Verlauf gequert wird. Nach Besichtigung dieser Kirche geht´s weiter nach Gangkofen, man biegt an der nächsten Abzweigung scharf rechts ab, überquert die Eggenfeldenerstraße, um im Anschluss durch ein Siedlungsgebiet entlang der Sallingerstraße den Ort bereits wieder zu verlassen. Wer sich allerdings etwas Zeit nimmt kann in Gangkofen aber noch andere Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die Deutsch Ordens Kommende im Ortskern, besichtigen.  Am Orsrand gibt es ein schönes Freibad,  in den schönen Sommermonaten kann man sich auf der Tour dort auf angenehme Weise erfrischen. Die interessante Kirche St. Nikola liegt etwas Abseits unseres Weges, wir erreichen sie indem wir an der folgenden Kreuzung in die Reichenbacherstr. nach rechts einbiegen. St. Nikola. Nebenkirche von Gangkofen: Kleine spätromanische Anlage des 13. Jh., Langhaus im 18. Jh. Barock verändert. Bedeutende gotische Wandmalereien aus der Erbauungszeit, stilistisch frühgotisch mit romanischen Elementen. Durch frühere Restaurierungen stark beeinträchtigt. Rokoko-Altärchen. Unser Weg führt aber von der Kreuzung in eine schräg gegenüberliegende Kiesstraße, die an der Eremitenklause Heiligenbrunn vorbeiführt. An der nächsten Abzweigung radeln wir nach rechts, einer schmalen verkehrsarmen Straße folgend, die uns am aufschlussreichen und interessanten Baumlehrpfad entlang nach Butzenbach bringt. Dort zweigt der Weg nach links ab, der im weiteren Verlauf in einen Kiesweg übergeht, und an einer Querstraße endet. Dort rechts abbiegend, führt uns ein kleiner Abstecher zur Unterwiedersbacher Kapelle. Kirche St. Georg: Chor gotisch, wohl 14. Jh., Langhaus im Barock neu gebaut. Hochaltar frühes 18. Jhd. An den Chorschultern hl. Wolfgang und hl. Hieronymus. Mondsichelmadonna mit Kind. Kruzifix an der Nordwand 16. Jhd. In entgegengesetzter Richtung radeln wir nach Seemannshausen und kommen dabei direkt an der alten Brauerei (Einkehrmöglichkeit) vorbei, ehe wir die Staatsstraße queren (Vorsicht). Den kleinen Ort verlassen wir wieder über einen Kiesweg, der uns an der Einöde Bergmann vorbeiführt nach Scheuering. Ein großes schattiges Waldgebiet liegt nun vor uns das wir nun durchqueren auf dem Weg nach Racksdorf und Höllsbrunn. Nachdem das herrliche Forstgebiet hinter uns liegt, radeln wir durch die ruhige und beschauliche Gegend weiter nach Höllsbrunn. Pfarrkirche St. Maria vom Karmel: Einschiffige Anlage des späten 15. Jh., 1739 barockisiert, 1745 erweitert. Hochaltar um 1740-1750, Seitenaltäre um 1700. Deckengemälde und Stukkaturen in Chor und Langhaus aus der Mitte des 18. Jh.. Hier am Ortseingang bietet sich ein Abstecher zur kleinen Dorfkirche von Bachham. Kirche St. Stephan: Spätgotischer Bau aus der Mitte des 15. Jh., Altar neugotisch. Kanzel barock um 1700. Unserer Route folgen wir weiter an der schönen Pfarrkirche vorbei nach Radlkofen, dessen sehenswertes Kirchlein auf einem Hügel über dem Dorf erbaut wurde. Kirche St. Margareta. Spätgotische Anlage um 1500, Netzrippengewölbe im Chor. Einrichtung neugotisch, Freskenfragmente im Langhaus. Begräbnisstätte des Adelsgeschlechtes der Radlkofer in der Südsakristei. Über eine Nebenstraße, in die wir nach dem Gasthof nach rechts einbiegen, verlassen wir Radlkofen, im weiteren Verlauf folgen wir einer Kiesstraße durch schattigen Hochwald nach Hub. An einer kleinen Kreuzung auf der Anhöhe die einen herrlichen Überblick bietet, biegen wir rechts ein, bevor wir mit einer flotten Talfahrt auf ein kleines Wäldchen zusteuern, an dem wir rechts abbiegen und nun auf ebenerer Strecke über Wachlkofen nach Obertrennbach radeln.

Pfarrkirche St. Vitus: Spätgotische Anlage Anfang 16. Jhd. Chor und Langhaus mit Netzrippengewölbe. Neuromanische Ausstattung, Heiligenfiguren aus verschiedenen Epochen. Dort überquert man die Staatsstr., anschließend geht´s die  Anhöhe hinauf, oben angekommen zweigt unser Weg nach links in eine Nebenstraße. Von dort oben kann man eine herrliche Aussicht  genießen, die begleitet bis man allmählich Marastorf erreicht. 

Kirche St. Andreas: Spätgotischer Blankziegelbau aus der zweiten Hälfte des 15. Jhd. Netzrippengewölbe im Chor, Langhaus flach gedeckt Frühbarocker Altar um 1650 mit spätgotischen Figuren, hl. Andreas und hl. Benedikt ( um 1500), Maria mit Kind in der Bekrönung (Mitte 17. Jhd). Dort schwenkt der Weg in einer Talsenke nach rechts ein und wir radeln nun unserem Etappenziel Kollbach entgegen. Pfarrkirche St. Laurentius: Bau von 1732- 1734, 1856 neuromanisch umgestaltet. Stilistisch interessante Altäre mit spätgotischen Schnitzfiguren der hl. Familie und Christus mit den 12 Aposteln. Weitere Figuren aus verschiedenen Epochen. 

3. Tagesetappe ca.20km
Vom Ortskern an der Pfarrkirche in Kollbach starten wir in südlicher Richtung los. Mehrere kleine Hügel lassen wir hinter uns, bevor wie bei Mühlen an der Kreuzung zuerst nach links einbiegen, an der nächsten Abzweigung diese Straße wieder rechtsabbiegend verlassen und über eine letzte Anhöhe durch ein kleines Wäldchen Sallach erreichen. Kirche St. Ulrich: Ehemalige Schlosskapelle. Chor spätgotisch, um 1600 verändert. Langhaus 1624 verlängert, Hochaltar um 1720, Seitenfiguren hl. Johannes und hl. Apollonia. Spätgotische Steinmensa. Zwei Glasgemälde im Chor um 1520. Gleich nach diesem Kirchlein einer ehemaligen Schlosskapelle, endet der Weg an einer Kreuzung in die wir rechts nach rechts einbiegen. Über eine kleine Bergkuppe schlängelt sich der Weg durch den kleinen Ort, zieht dann gemächlich eine leichte Talsenke hinunter und schwenkt vor Reicheneibach an der Kreuzung nach links ein. Pfarrkirche St. Simon und Judas Thaddäus: Spätgotische Anlage (Mitte 15. Jh.). Netzrippengewölbe im Chor, Langhaus später flach gedeckt. Ausstattung neugotisch, in der Südkapelle spätgotischer, später renovierter und überarbeiteter Altarschrein um 1500 mit hl. Leonhard, hl. Christophorus und hl. Sebastian. In der Ortsmitte in Nähe der Kirche biegen wir zuerst links, dann gleich wieder nach rechts und verlassen bergan den im Tal gelegenen Ort und nähern uns Engerstorf. Anschließend ändert der Weg an der nächsten Kreuzung seine Richtung nach Norden und und über die Anhöhen geht´s weiter, bevor der Weg ins Rimbach Tal führt. Im Tal angekommen biegen wir nach rechts ab, wo ein kleines Bächlein auf dem Weg nach Dietring begleitet. Kirche Maria Opferung: Spätgotische Anlage aus der Mitte des 15. Jh. Quadratischer Turm an der Nordseite, Chor und Langhaus flach gedeckt. Barocker Hochaltar um 1700, hl. Emmeram und hl. Wolfgang (Kopien gotischer Originale). Von hier wäre es nicht mehr weit für einen Abstecher nach Mitterohrbach zum sog. Lanz Museum, eine Sammlung zahlreicher Lanz- Bulldogs, Dampfmaschinen und Dreschwagen. Unser Weg zieht weiter entlang des Rimbaches und schon von weitem sieht man die Kirche von Falkenberg die auf einem Hügel mitten im Ort steht, die Abendsonne im Rücken steuern wir geradewegs darauf zu und beenden dort unsere heutige Etappe. 

4. Tagesetappe ca.38km
Über die Sommerstraße in östlicher Richtung verlassen wir Falkenberg und radeln unserem ersten Ziel dem kleinen Weiler Wald mit seiner sehenswerten Kirche entgegen. Kirche St. Maria: Spätgotische Anlage 2. Hälfte 15. Jh., unter Verwendung romanischer Mauerreste eines Vorgängerbaues. Nördlicher Anbau eines seitenschiffartigen Raumes erfolgte später. Chor und Langhaus mit Netzrippengewölbe. Madonna mit Kind um 1500, hl. Sebastian um 1750, hl. Leonhard um 1780. Chorbogenkreuz aus dem 17. Jh.. Auf selbiger Straße geht´s anschließend noch ein Stück weiter, bevor wir bei Guglmucken nach rechts abbiegen. Ganz in der Nähe kann man in dem Wäldchen rechter Hand noch Überreste einer ehemaligen Römerschanze finden, die dort auch mit einer Übersichtafel beschrieben ist. Unser Weg schlängelt sich nun über Hausleithen nach Oberthal, quert im Anschluss eine Staatsstraße und führt über ein Wäldchen bei Eschlbach zum nächsten Ziel nach Kirchberg. Kirche St. Michael: Spätgotischer Bau aus der zweiten Hälfte des 15. Jh.. Chor und Langhaus mit Netzrippengewölbe. Sakramentsnische aus der Zeit der Erbauung. Fresken aus der Barockzeit. Einrichtung modern.
Mit einer kleinen Talfahrt setzten wir unsere Reise fort, überqueren anschließend eine Straße, biegen nach wenigen Metern rechts ab und folgen dem weiteren Weg nach Taufkirchen. Pfarrkirche Maria Himmelfahrt: Chor (Netzrippengewölbe) und Turm aus der zweiten Hälfte des 15. Jhd. Langhaus ursprünglich wohl noch 14. Jhd., 1913 verlängert mit neugotischer Einwölbung. Einrichtung neugotisch. Strahlenkranzmadonna mit Kind. Unser Weg zweigt schon am Ortsrand nach links ab und eine langgezogene Steigung steht bevor, ehe wir auf der anderen Seite des Hügels den Weiler Heissprechting mit seiner von Gehöften umrahmten Kirche erreichen. Nebenkirche St. Martin: Spätgotische, malerische Bauanlage aus der zweiten Hälfte des 15. Jh. Einfacher Barockaltar, um 1730. Schöne Bauernhäuser und Gehöfte liegen auf der weiteren Strecke über Ed und Thann nach Staudach, dessen Kirchturm man schon von weitem im Blickfeld hat. Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Corona. Beachtenswerter spät gotischer Blankziegelbau um 1480-1490. Netzrippengewölbe im Chor und Langhaus. Reste spätgotischer Wandmalereien und Rötelinschriften. Spätgotische Figuren, z.B. hl. Corona, hl. Katharina, hl. Barbara, Pietà. Aus der späten Gotik auch der hl. Michael auf dem Schalldeckel der Kanzel und das Chorbogen-Kruzifix. Im Hochaltar bemerkenswerte Figuren des hl. Sebastian und des hl. Florian, vielleicht Leinbergerschule, um 1530/50. Sakristeitüre mit Schmiedeeisenbeschlag von 1487. Wallfahrtsbilder (erste Hälfte des 17. Jh.).
Vorbei an der Kirche, zweigt der Weg an der nächsten Abzweigung nach links ab und führt nun in südlicher Richtung weiter. Die Hügel und Täler werden nun sanfter und weitläufiger desto mehr wir uns der Rott und seinem Tal nähern. Bei Orthub bietet sich ein herrlicher Ausblick über die weiten Hügel und das vor uns liegende Tal. Oberdietfurt im Blickfeld, den Lenker fest im Griff, lassen wir nun das Rad hinunter laufen. Anschließend biegen wir an der Kreuzung scharf nach links ab, folgen bei Mainbach einer Kiesstraße die den Hügel hinauf führt und in einer Teerstraße mündet, in die wir nach rechts einbiegen. Nun radeln wir in südlicher Richtung an Hintersarling vorbei, biegen vor der Bundesstraße nach links ab und steuern der kleinen herrlich auf dem Hügel gelegenen Kirche in Handwerk entgegen. Kirche St. Alexius: Spätgotische Anlage aus der zweiten Hälfte des 15. Jh. Netzrippengewölbe, kein Chorbogen. Klassizistischer Altar, Rosenkranzmadonna.  Kirche St. Martin: Spätgotische Anlage, 2. Hälfte 15. Jh. (war früher mit Ringwall und Graben geschützt). Chor und Langhaus mit Netzrippengewölbe. Einrichtung neugotisch, Figuren aus verschiedenen Epochen, z.B. hl. Georg, Madonna.  
Das Schlussstück führt auf dem Radweg Richtung Eggenfelden, den wir jedoch um die Pischelsberger Kirche zu besichtigen Kirche St. Andreas: Einziger, weitgehend unverändert gebliebener mittelalterlicher Kirchenbau im Landkreis mit seinem ursprünglichen gotischen Flügelaltar. Spätgotischer Bau um 1472. Netzrippengewölbe im Langhaus und Chor. Spätgotischer Schreinaltar von 1504, Gehäuse und Gesprenge renoviert und überarbeitet. Manieristische Kanzel von 1616. Kreuz von 1661. Kreuzwegbilder von 1828.
bei Kampelsberg verlassen und dort einer Nebenstraße folgen, über die wir dann anschließend Eggenfelden erreichen.

 

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit der Bahn, Bahnhof Eggenfelden. Vom Ausgangspunkt am Stadtplatz zum Bahnhof sind es ca. 10 Gehminuten.

Anfahrt

Von München kommend über A92, weiter auf B388, Abfahrt Eggenfelden Mitte, auf der Öttinger Straße Richtung Stadtmitte.

Von Passau kommend auf der B388, Abfahrt Eggenfelden Ost, auf der Pfarrkirchner Str. Richtung Stadtmitte. 

Parken

Am Parkplatz am Stadtplatz in Eggenfelden

Koordinaten

DG
48.403526, 12.762503
GMS
48°24'12.7"N 12°45'45.0"E
UTM
33U 334403 5363570
w3w 
///abhandlung.trifft.medizinische
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Broschüre Rott und Inntaler Gotik Tour, kostenlos erhältlich im Landratsamt Rottal-Inn Ringstraße 4-7, 84347 Pfarrkirchen, Tel. 08561 20268 www.rottal-inn.de 

 

Kartenempfehlungen des Autors

Radkarte des Landkreises Rottal-Inn

 Infos zu den Kirchen, sehenswerten Gebäuden, Übernachtungsbetrieben und Gaststätten am Weg finden Sie in der Broschüre Rott und Inntaler Gotik Tour. In der Rad und Wanderkarte des Landkreises sind die Strecken der Gotik Touren eingetragen. Die Broschüre und die Rad und Wanderkarte sind kostenlos erhältlich - siehe unten.

Landratsamt Rottal-Inn, Kreisentwicklung Tourismus, Ringstraße 4-7, (Besucheradresse Bahnhofstraße 19 im 1. Stock) in 84347 Pfarrkirchen, unter der Tel. 08561 20268 können Sie die Broschüre Gotik Tour, die Rad & Wanderkarte und weitere interessante Broschüren zum Landkreis Rottal-Inn kostenlos bestellen.

 

Ausrüstung

Tragen Sie zu Ihrer Sicherheit Fahrradhelm und Sonnenbrille, sowie reflektierende Kleidung. Wind und Regenschutzkleidung und ein kleines Reifenreparaturset sollte man ebenfalls im Gepäck haben. Haut und Kopf sollten gut vor der Sonne geschützt sein. 

Sollten Sie mit Ihren Kindern unterwegs sein befestigen Sie an deren Fahrrädern Fahrradwimpel, damit sie von anderen Verkehrsteilnehmern besser wahrgenommen werden können.


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Schwierigkeit
mittel
Strecke
119,8 km
Dauer
8:37h
Aufstieg
843 hm
Abstieg
840 hm
Rundtour Etappentour Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch

Statistik

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