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Stubenberg Tour 1 - Vorbei an alten Höfen, Marterln und Kapellen

· 1 Bewertung · Wanderung · Niederbayern
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  • Landschaft Stubenberg
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    Foto: Carmen Tomandl, Wandern zwischen Rott und Inn
  • Ortsansicht von Stubenberg
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    Foto: Carmen Tomandl, Wandern zwischen Rott und Inn
  • / Wanderweg Stubenberg 1
    Foto: Carmen Tomandl, Wandern zwischen Rott und Inn
m 700 600 500 400 8 7 6 5 4 3 2 1 km Gasthaus zur Hofmark Die Krieringer Linde Gasthaus zur Hofmark Wegkreuz bei Außenkager Aussichtspunkt bei Steinberg Kapelle in Zehentleiten

Ausgangspunkt: Gasthaus zur Hofmark

Parkplätze: Gegenüber dem Gasthaus zur Hofmark

Gesamtlänge: ca. 8,2 km

Dauer: ca. 2 Stunden

Begehung: Jede Jahreszeit

mittel
8,2 km
2:12 h
146 hm
146 hm

Das Gasthaus zur Hofmark ist Ausgangs- und Endpunkt der Tour. Nach ein paar Metern erreichen wir in Beingarten eine schöne Kapelle im Hauseck, geweiht der Mutter Gottes. Nachdem die Wanderung ein Stück auf asphaltierten Straßen entlang ging, führt der Weg nun auf einer Schotterstraße weiter. Jetzt lädt die Natur zum Genießen ein. Es warten landschaftlich reizvolle Ausblicke. Es geht weiter zum Einödhof in Zehentleiten. Hier steht eine kleine Kapelle, die von der ansässigen Familie im Jahr 1982 renoviert wurde. Auch in Zehentleiten gibt einen schönen Ausblick. Zwischen Zehentleiten und dem Gehöft Außenkager erblicken wir ein Wegkreuz inmitten eines etwas verwilderten Gestrüpps. Hier soll einmal ein Hof gestanden haben. Das Wegkreuz erinnert noch heute daran. Nach Außenkager führt der Weg auf das Plateau in Geißen, wo sich am Straßenrand ein weiteres Wegkreuz befindet. Der Gartenbauverein Stubenberg kümmert sich um den Erhalt solcher Wegkreuze, die an Verunglückte oder tragische Schicksale erinnern. In Geißen führt ein kleiner Weg zur Krieringer Linde. Der mächtige Baum ist Schätzungen zufolge 300 Jahre alt. Wer genau in die Baumkrone schaut, erblickt Eisenstangen. Diese wurden vor 30 Jahren angebracht, um die Krone zu erhalten, da Unwetter und Eisregen den Baum stark beschädigen.

 

Zurück in Geißen, spaziert man einen Waldweg entlang nach Steinberg, wo man einen wunderbaren Blick auf die Kirche hat – was uns auf eine erstaunliche Geschichte bringt. Die Kirchturmuhr in Stubenberg bestand zu früheren Zeiten aus Holz. Sie hatte nur einen Zeiger und zeigte so nur die Stunde, nicht aber die Minuten. Sie läutet jede Viertel- und ganze Stunde an. Gebaut wurde die hölzerne Turmuhr von Leonhart Hartdobler 1620. Dass Uhren früher aus Holz waren, war nicht unüblich. Metall war sehr teuer. 1792 besuchte Professor Johann Helfenzrieder Stubenberg. Er war Gelehrter aus Ingoldstadt und hatte von der Besonderheit der Stubenberger Kirchturmuhr mit einen Zeiger erfahren. In seinen Dokumenten schrieb er: „Mir ist nicht bekannt, dass eine hölzerne Turmuhr 172 Jahre in Betrieb war und diese hier ist in einem so guten Zustand, dass sie noch weitere 100 Jahre in Betrieb bleiben könnte!“ Wann die hölzerne Turmuhr später verschwand, ist nicht geklärt. Im Jahr 1878 bekam Stubenberg jedenfalls eine neue Kirchturmuhr aus Metall, weil keine mehr vorhanden war. Was würde unsere moderne hektische Gesellschaft nur zu einer Uhr mit einem Zeiger sagen, welche die Minuten nicht anzeigt? Mit diesem Gedanken wandern wir ein wenig entschleunigt zum Ausgangspunkt zurück.

 

Eine kuriose Geschichte aus Stubenberg

 

Diese erzählt der Autor Alois Brunner in dem Buch „Kleinodien Kostbarkeiten Kuriositäten – Entdeckungsreisen im Bistum Passau“, herausgegeben vom Bischöflichen Ordinariat Passau zum 50. Priesterjubiläum und 25jährigen Bischofsjubiläum von Wilhelm Schraml. Brunner berichtet, dass ein neuer Hochaltar in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts konzipiert worden ist. Freilich: Ausgeführt wurde er nie! Initiator Dr. Richard Hoffmann, seines Zeichens Referent im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, vermittelte an den Münchner Bildhauer Hans Panzer einen Auftrag für einen Hl. Georg auf dem Pferd. Für den Chorraum in Stubenberg wollte man eine großzügige Altararchitektur, entworfen von Architekt Albinger (Partenkirchen), die auch Panzers Reiterfigur eine Heimat geben sollte. Die Pfarrei aber konnte den Hl. Georg nicht bezahlen, sodass Bildhauer Panzer die Figur wieder zurücknahm und der Pfarrer aus eigener Tasche Zuschüsse zurückzahlen musste. Eine Rüge des Bischöflichen Ordinariates gab es noch obendrauf, schreibt Brunner. Schade ist, dass die Figur des Hl. Georg bei einem Brand im November 1994 vernichtet wurde. Sie war in der Stadtpfarrkirche Herz Jesu in München-Neuhausen gelandet.

 

 

Autorentipp

Sehenswürdigkeiten:

· Pfarr- und Wallfahrtskirche in Stubenberg

· Kapelle im Hauseck in Beingarten

· Kapelle in Zehentleiten

· Krieringer Linde

Profilbild von Carmen Tomandl
Autor
Carmen Tomandl
Aktualisierung: 04.11.2020
Schwierigkeit
mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
527 m
Tiefster Punkt
385 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Bei Sturm und Unwetter ist die Tour nicht begehbar.

 

Start

Gathaus zur Hofmark in Stubenberg (388 m)
Koordinaten:
DG
48.309261, 13.074146
GMS
48°18'33.3"N 13°04'26.9"E
UTM
33U 357203 5352466
w3w 
///ausrichten.töpfe.nasen

Ziel

Gasthaus zur Hofmark in Stubenberg

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Parken

Kostenlose Parkmöglichkeiten am Parkplatz gegenüber dem Gasthaus zur Hofmark.

Koordinaten

DG
48.309261, 13.074146
GMS
48°18'33.3"N 13°04'26.9"E
UTM
33U 357203 5352466
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///ausrichten.töpfe.nasen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Ausrüstung

Trittfestes Schuhwerk und Wanderbekleidung.

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Bewertungen

5,0
(1)
Hans Günter Wöhrl
12.07.2020 · Community
Schöne Wanderung, leider an 3 Stellen schlecht markiert.
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Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
8,2 km
Dauer
2:12h
Aufstieg
146 hm
Abstieg
146 hm
Rundtour Einkehrmöglichkeit familienfreundlich

Statistik

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