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Wanderung

Stubenberg Tour 6 – Von Mythen, Schicksalsschlägen und glücklichen Heimkehrern

Wanderung · Niederbayern
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  • Ortsansicht mit Kirche in Stubenberg
    / Ortsansicht mit Kirche in Stubenberg
    Foto: Carmen Tomandl, Wandern zwischen Rott und Inn
Karte / Stubenberg Tour 6 – Von Mythen, Schicksalsschlägen und glücklichen Heimkehrern
m 600 550 500 450 400 350 6 5 4 3 2 1 km Blick auf Stubenberg Gasthaus zur Hofmark Welschenmarterl Meindlkapelle Choleramarterl Gasthaus zur Hofmark

Ausgangspunkt: Parkplatz gegenüber dem Gasthaus Oswaldbauer

Parkplätze: Parkplatz gegenüber dem Gasthaus Oswaldbauer

Gesamtlänge: ca. 6,6 km

Dauer: ca. 2 Stunden Minuten

6,6 km
1:54 h
158 hm
158 hm

Vom Gasthaus zur Hofmark gehen wir in die Dorfstraße (PAN 7) und biegen nach ein paar Metern in die Schallergarten Straße ein. Nach einer Rechtskurve gehen wir die Straße weiter nach Vorderlexenau. Hier hat man einen schönen Blick auf die Kirche. Wir wandern die Schallergarten Straße weiter und erreichen den Einödhof Hoisweber. Ein paar Meter weiter biegen nach rechts ab. Der Einödhof Pechl tut sich vor uns auf. Wieder bieten sich schöne Ausblicke auf die Stubenberger Pfarrkirche. Wir halten uns links. Ab jetzt wird es sportlich, denn es geht ein gutes Stück bergauf! Wenn die Meindlkapelle zu sehen ist, haben wir es fast geschafft. Anton Meindl hat sie einst errichtet, als Dank, dass er vom zweiten Weltkrieg heil zurückgekehrt ist. Wir befinden uns auf einem kleinen Plateau, an einem Baum hängt das Schild Entenmoos. Wir halten uns leicht links und wandern wieder etwas bergauf, diesmal aber bei weitem nicht so steil, und bald geht nur noch eben dahin. Nach einer Weile erreichen wir das Welschen Marterl. Es wurde vom Kulturverein Stubenberg liebevoll restauriert und neu aufgestellt. Unser Weg setzt sich nun abwärts fort. Jetzt müssen wir achtsam sein, denn bald steht das Cholera Marterl am linken Wegesrand. Es ist leider etwas verwachsen und schlecht zu finden. Es befindet sich gegenüber der Zufahrtsstraße nach Bertenöd. Das Marterl erinnert an die Familie Haller, die in den Jahren 1851/52 der schrecklichen Cholera zum Opfer fielen. Wir wandern weiter, riesige Hecken vom Japanischen Springkraut tun sich auf. Es geht weiter bergab und im Schatten der hohen Bäume. Nach einer Weile kommen wir aus dem Wald und marschieren am Rand einer Wiese. Ein wunderbarer Aussichtspunkt tut sich auf, der ein paar Meter weiter seinen Höhepunkt erreicht. Vorausschauend wurde eine Bank aufgestellt und ein Kastanienbaum gepflanzt. Hier wollen wir einige Momente verweilen und den herrlichen Ausblick und die Ruhe genießen, bevor es abwärts geht und wir nach rechts biegen und wieder bei Hoisweber und auf der Schallergarten Straße ankommen, und unseren Rückweg antreten.

 

Der Brand auf dem Schloss Stubenberg von Willi Berger

Das Stubenberger Schloss als Ruine (das Original befindet sich im Eringer Schloss).

 

1743 im österreichischen Erbfolgekrieg waren in unserer Gegend heftige Schlachten ausgetragen worden. Nach mehreren hin und her viel das Schloss zuletzt in die Hände der österreichischen Truppe. Diese zündeten nach der Übernahme das Schloss mittels Pechkränzen an. Ein zu dieser Zeit herrschender starker Wind wirbelte brennende Dachschindel in die Hofmark hinunter und schon entstand auch dort an mehreren Stellen Feuer. Es war ein Wunder, dass das Feuer nicht mehr Schaden anrichtete, zumal kein Mensch zur Stelle war, um das Feuer zu löschen. Alle Bewohner hatten aus Angst, selbst Opfer der Kampfhandlungen zu werden, ihre Häuser verlassen und Unterschlupf in den nahen Wäldern gesucht. Durch diesen Brand wurde auch die Kirche (damalige Schlosskirche) schwer beschädigt und die Registratur mit den Schlossakten vernichtet (es gibt deshalb aus dieser Zeit keine Aufzeichnungen mehr aus dem Schloss). In gläubiger Dankbarkeit schrieben die Bewohner Stubenbergs diese Errettung aus großer Not der übernatürlichen Hilfe ihrer wundertätigen Mutter Gottes in der Pfarrkirche zu. Nach dieser Zerstörung wurden Schlossteile wohl wieder aufgebaut, aber nicht mehr vollständig. 1745 von diesem Zeitpunkt an nahmen die Schlossherren, die Freiherren von Paumgarten, welche 1745 in den Reichsgrafenstand erhoben wurden, auch nicht mehr länger ihren ständigen Wohnsitz auf dem Stubenberg, sondern wechselten zwischen hier und dem gleichfalls ihrem Hause gehörenden Edelsitz zu Ering.

Autorentipp

Sehenswürdigkeiten:

· Meindlkapelle

· Welschenmarterl

· Choleramarterl

· Blick auf die Kirche Stubenberg

Profilbild von Carmen Tomandl
Autor
Carmen Tomandl
Aktualisierung: 24.11.2020
Höchster Punkt
536 m
Tiefster Punkt
389 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Bei Sturm und Unwetter sind die Wege nicht passierbar.

Start

Gasthaus Hofmark in Stubenberg (398 m)
Koordinaten:
DG
48.308737, 13.074654
GMS
48°18'31.5"N 13°04'28.8"E
UTM
33U 357239 5352407
w3w 
///entfacht.neonbraun.magier

Ziel

Gasthaus Hofmark in Stubenberg

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Parken

Gegenüber vom Gasthaus zur Hofmark in Stubenberg.

Koordinaten

DG
48.308737, 13.074654
GMS
48°18'31.5"N 13°04'28.8"E
UTM
33U 357239 5352407
w3w 
///entfacht.neonbraun.magier
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Ausrüstung

Trittfestes Schuhwerk und allgemeine Wanderbekleidung

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Strecke
6,6 km
Dauer
1:54h
Aufstieg
158 hm
Abstieg
158 hm
Rundtour kulturell / historisch

Statistik

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