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Stubenberg Tour 8 - Von klopfenden Domherren und dem Teufel am Galgenberg

Wanderung · Niederbayern
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  • Pfarrkirche in Prienbach
    / Pfarrkirche in Prienbach
    Foto: Carmen Tomandl, Wandern zwischen Rott und Inn
  • Aussichtspunkt Bertenöd mit Blick auf das Inntal und Alpenkette
    / Aussichtspunkt Bertenöd mit Blick auf das Inntal und Alpenkette
    Foto: Carmen Tomandl, Bad Birnbach
m 700 600 500 400 6 5 4 3 2 1 km Kapelle bei Bertenöd mit Aussichtspunkt Bertenöder Kapelle

Ausgangspunkt: Pfarrkirche Prienbach

Parkplätze: Gegenüber der Pfarrkirche

Gesamtlänge: ca. 6,7 km

Dauer: ca. 1 Stunden 50 Minuten

Begehung: Jede Jahreszeit

mittel
6,7 km
1:48 h
130 hm
130 hm

Peronpah lautet der erste urkundlich erwähnte Name eines Ortes in unserer Region 788 nach Christus. Über verschiedene Schenkungen hinweg wurde aus dem ursprünglichen Namen Perinpah oder Priempach abgewandelt. Erst im Jahr 1220, als Papst Honorius III. dem Kloster St. Nikola in Passau die Besitztümer rund um Prienbach vermachte, bekam es seinen heutigen uns bekannten Namen. Hier ist der Startpunkt unserer Tour, die gegenüber der Pfarrkirche St. Stephan beginnt. Wir machen uns auf und biegen nach wenigen Metern in die Blumenstraße, die uns nach Weingarten führt. Auf der Weingartenstraße wandern wir bis Roßbach. Einige Meter weiter biegen wir rechts ab nach Brunndobl und orientieren uns Bertenöd zu, wo wir einen herrlichen Blick aufs Inntal genießen. Danach geht ein Waldweg nach Pettenau, das nicht nur für die Zwergerlhöhle bekannt ist (den Markierungen Nummer 15 folgen). Im Ort befindet sich auch eine kleine Kapelle. Von Pettenau aus geht es entlang eines Waldwegs, bis wir in Prienbach ankommen. In diesem Wald soll einst die Lichtburg gestanden haben, um die sich Sagen ranken. Edle Rittergeschlechter haben auf der stolzen Lichtenburg gelebt. Aber einer von ihren war zum Raubritter geworden. Schwerbeladen mit Salz, Wein und anderen Kostbarkeiten kamen Schiffe aus Venezia herauf. Eines Tages schnappte der Lichtenburger einen Hallasch mit einem Passauer Domherrn darauf, der auf der Heimreise vom Heiligen Vater zu Rom war. Mit dem Naufletzer und den Schiffsknechten wanderte auch er ins tiefe Lichtenburger Verließ. Nur hohes Lösegeld konnte sie retten. Die anderen hatten gar bald wieder den Weg in die Freiheit gefunden. Für den unglücklichen Domherrn aber kam kein Lösegeld. Der raue Burgherr vergaß ihn gänzlich. Niemand labte den Hungernden mit einem Stück Brot, niemand reichte ihm einen Trunk Wasser. Bis zu seinem Tode hatte er flehend und mahnend geklopft. Keiner erhörte ihn. Der Domherr war in seinem Kerker längst verhungert, sein Klopfen aber nicht verstummt. „Er klopft noch heute“, sagen die Leute, „und meldet jedes Unglück“. (Pfarrer i.R. Max Pinzl). Nur noch ein paar Meter und wir erreichen Prienbach und somit unseren Ausgangspunkt.

 

Kirche St. Stephan in Prienbach

 

Der eindrucksvolle Hochaltar ist ein barocker Viersäulenaufbau in schwarz-goldener Fassung aus der Zeit um 1680. In seinem Aussehen findet sich eine Nähe zum Hochaltar der Pfarrkirche von Erlach wieder. Geweiht ist die Kirche dem heiligen Stephan, einem der ersten Diakonen der urchristlichen Gemeinde in Jerusalem. Diese Diakone waren von den Aposteln durch Handauflegen geweiht worden und waren für die Glaubensverkündigung wie auch für soziale Belange ihrer Gemeinde zuständig. Aufgrund einer seiner Predigten geriet er in einen Konflikt mit den hellenistischen Juden in Jerusalem. Diese führten ihn vor den Hohen Rat, warfen ihm Gotteslästerung vor und hörten seiner Verteidigungsrede nicht zu, in der er Jesus zur Rechten Gottes stehend beschrieb. Eine aufgebrachte Menge bugsierte ihn ans Stadttor, wo er gesteinigt wurde. Bevor er starb, kniete er nieder und sah den offenen Himmel, die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten stehen. Die Ermordung von Stephanus war der Auftakt einer großen Christenverfolgung in Jerusalem. Das Altarblatt der Kirche in Prienbach stellt die Steinigung des später heiliggesprochenen Stephanus dar. Die beiden Seitenaltäre sind einfallsreiche Zweisäulenaufbauten aus der Zeit um 1700, bei denen der medaillonförmige Auszug aus den gesprengten Segmentgiebeln aufwächst. Das südliche Altarblatt stellt die Hl. Helena dar, die die Mutter Kaiser Konstantins und eine Anhängerin des katholischen Glaubens war. Nördlich ist der Hl. Christophorus dargestellt. Dieses Abbild stammt aus dem Jahre 1852. Der sechseckige Korpus der Kanzel zeigt die Bilder der vier Evangelisten. Der Schalldeckel wird von einem Posaunenengel gekrönt. (Auszug Kunst und Kulturführer Rottal Inn)

Autorentipp

Sehenswürdigkeiten:

· Pfarrkirche Prienbach

· Kapelle und Aussichtspunkt in Bertenöd

Profilbild von Carmen Tomandl
Autor
Carmen Tomandl
Aktualisierung: 04.11.2020
Schwierigkeit
mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
486 m
Tiefster Punkt
357 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Bei Sturm und Unwetter sind die Wege nicht passierbar.

Start

Pfarrkirche in Prienbach (359 m)
Koordinaten:
DG
48.289624, 13.075489
GMS
48°17'22.6"N 13°04'31.8"E
UTM
33U 357248 5350281
w3w 
///richtung.zweiglein.harter

Ziel

Pfarrkirche in Prienbach

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Anfahrt

Abfahrt B12 Richtung Prienbach und Stubenberg nehmen. Prienbach befindet sich direkt neben der B12.

Parken

Neben und gegenüber der Pfarrkirche in Stubenberg

Koordinaten

DG
48.289624, 13.075489
GMS
48°17'22.6"N 13°04'31.8"E
UTM
33U 357248 5350281
w3w 
///richtung.zweiglein.harter
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Ausrüstung

Trittfestes Schuhwerk und allgemeine Wanderausrüstung.

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
6,7 km
Dauer
1:48h
Aufstieg
130 hm
Abstieg
130 hm
Rundtour kulturell / historisch

Statistik

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