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Wanderung

Stubenberg Tour 8 - Von Preienbach nach Bertenöd

Wanderung · Niederbayern
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  • Pfarrkirche in Prienbach
    / Pfarrkirche in Prienbach
    Foto: Wandern zwischen Rott und Inn
  • Aussichtspunkt Bertenöd mit Blick auf das Inntal und Alpenkette
    / Aussichtspunkt Bertenöd mit Blick auf das Inntal und Alpenkette
    Foto: Carmen Tomandl, Bad Birnbach
m 700 600 500 400 6 5 4 3 2 1 km Kapelle bei Bertenöd mit Aussichtspunkt Bertenöder Kapelle

mittel
6,7 km
1:48 h
130 hm
130 hm

Peronpah lautet der erste urkundlich erwähnte Name eines Ortes in unserer Region aus dem Jahre 788 nach Christus. Über verschiedene Schenkungen hinweg wurde aus dem ursprünglichen Namen Perinpah oder Priempach abgewandelt. Erst im Jahr 1220, als Papst Honorius III. dem Kloster St. Nikola in Passau die Besitztümer rund um Prienbach vermachte, bekam es seinen heutigen uns bekannten Namen. Hier ist auch der Startpunkt unserer Tour Nummer 8 durch Stubenberg, die gegenüber der Pfarrkirche St. Stephan in Prienbach beginnt und am selben Ort wieder endet. Die Kirche wurde im 15. Jahrhundert errichtet. Die unterschiedlichen Materialien aus Tüffsteinquadern und Backsteinen lassen auf eine unterschiedliche Baugeschichte schließen. Den Unterbau des Turms ordnet man der Romanik aus dem 13. Jahrhundert zu.

In Prienbach gibt es aber neben der Kirche noch zwei kleine Besonderheiten. Nicht weit von der Kirche befindet sich der Bildstock der Familie Koll zu Ehren der Gottesmutter. Es ist ein kleines liebevolles Monument, das die Eheleute Elisabeth und Franz Koll im Jahre 1997 hier als Zeichen ihres christlichen Glaubens und als Dank für den Beistand bei kleineren und größeren Sorgen entstehen ließen. Das zweite Kreuz steht direkt im Ortskern von Prienbach und wurde von Erika Scholz aufgestellt. Daher heißt es auch Scholz-Kreuz und ist für viele eine Oase der Ruhe und des Friedens. Wir machen uns auf und biegen nach wenigen Metern in die Blumenstraße, die uns in den Ortsteil Weingarten führt.

 

Auf der gleichnamigen Straße, Weingartenstraße, wandern wir weiter bis wir zu den Weilern Roßbach kommen. Einige Meter weiter biegen wir dann rechts ab nach Brunndobl und wandern weiter nach Bertenöd. Hier ist eine Pause ein Muss! Nicht nur, weil man in Bertenöd einen herrlichen Aussichtspunkt übers Inntal erreicht hat, sondern weil in der Kapelle in Bertenöd eine Statue des ersten bayerischen Papst Damasus den Zweiten steht. Gefertigt hat die Figur der Malchinger Künstler Dominik Dengl d.Ä.

 

Von Bertenöd führt ein Waldweg nach Pettenau, das nicht nur für die Zwergerlhöhle bekannt ist (einfach den Markierungen mit der Nummer 15 folgen). Weiter im Ortskern befindet sich auch eine kleine Kapelle, die zum Rasten und Besinnen einlädt. Von Pettenau aus geht es immer der Nase nach entlang eines Waldwegs, bis man in Prienbach ankommt. In diesem Wald soll einst die Lichtburg gestanden haben. Viele Sagen ranken sich um das vergangene herrschaftliche Anwesen.  Eine davon handelt vom klopfenden Domherrn. Edle Rittergeschlechter haben auf der stolzen Lichtenburg gelebt. Aber einer von ihren war zum Raubritter geworden. Kein Handelswagen, der auf der Straße unten vorbeifuhr, war vor ihm und seinen Waffenknechten sicher. Besonders aber hatte er es auf die reichen Salzschiffe drunten auf dem Inn abgesehen.

 

Schwerbeladen mit Salz, Wein, kostbaren Stoffen, buntem Glas und edlem Geschmeide aus Venezia kamen die Schiffszüge den Fluss herabgeschwommen. Eines Tages schnappte der Lichtenburger einen Hallasch mit einem Passauer Domherrn darauf, der auf der Heimreise vom Heiligen Vater zu Rom war. Mit dem Naufletzer und den Schiffsknechten wanderte auch er ins tiefe Lichtenburger Verließ. Nur hohes Lösegeld konnte sie retten. Die anderen hatten gar bald wieder den Weg in die Freiheit gefunden. Für den unglücklichen Domherrn aber kam kein Lösegeld. Der raue Burgherr wurde seiner bald überdrüssig und vergaß ihn gänzlich. Niemand labte den Hungernden mit einem Stück Brot, niemand reichte ihm einen Trunk Wasser. So musste er langsam verschmachten. Bis zu seinem Tode hatte er flehend und mahnend geklopft. Keiner erhörte ihn. Der Domherr war in seinem Kerker längst verhungert, sein Klopfen aber nicht verstummt. Unheimlich drang es fort aus der Tiefe. „Er klopft noch heute“, sagen die Leute in jener Gegend, „und meldet jedes Unglück“. (Parrer i.R. Max Pinzl)

Vielleicht kann der ein oder andere Wanderer am Vorbeigehen das Klopfen des armen Domherrn hören. Nur noch ein paar Meter und wir erreichen Prienbach und somit unseren Ausgangspunkt.

Autorentipp

Pfarrkirche in Prienbach

Kapelle in Bertenöd

Schwierigkeit
mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
486 m
Tiefster Punkt
357 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Bei Sturm und Unwetter sind die Wege nicht passierbar.

Start

Pfarrkirche in Prienbach (359 m)
Koordinaten:
DG
48.289624, 13.075489
GMS
48°17'22.6"N 13°04'31.8"E
UTM
33U 357248 5350281
w3w 
///richtung.zweiglein.harter

Ziel

Pfarrkirche in Prienbach

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Anfahrt

Abfahrt B12 Richtung Prienbach und Stubenberg nehmen. Prienbach befindet sich direkt neben der B12.

Parken

Neben und gegenüber der Pfarrkirche in Stubenberg

Koordinaten

DG
48.289624, 13.075489
GMS
48°17'22.6"N 13°04'31.8"E
UTM
33U 357248 5350281
w3w 
///richtung.zweiglein.harter
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Ausrüstung

Trittfestes Schuhwerk und allgemeine Wanderausrüstung.

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
6,7 km
Dauer
1:48h
Aufstieg
130 hm
Abstieg
130 hm
Rundtour kulturell / historisch

Statistik

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