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Wanderung

Aus Bad Schandau zur Schrammsteinaussicht und auf die Hohe Liebe

· 9 Bewertungen · Wanderung · Sächsische Schweiz
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  • An der Schrammsteinaussicht
    / An der Schrammsteinaussicht
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • Blick von der Schrammsteinaussicht in Richtung Südosten
    / Blick von der Schrammsteinaussicht in Richtung Südosten
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • Die spektakuläre Schrammsteinaussicht
    / Die spektakuläre Schrammsteinaussicht
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • Der Wildschützensteig führt durch bizarre Schluchten hindurch
    / Der Wildschützensteig führt durch bizarre Schluchten hindurch
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • Aussicht von der Hohen Liebe zu den Affensteinen
    / Aussicht von der Hohen Liebe zu den Affensteinen
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • Auf dem Gipfel der Hohen Liebe - im Hintergrund die Affensteine
    / Auf dem Gipfel der Hohen Liebe - im Hintergrund die Affensteine
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • Kurz vor der Schrammsteinaussicht
    / Kurz vor der Schrammsteinaussicht
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / In den bizarren Felsschluchten des Wildschützensteigs
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Gedenkbuch für verstorbene Bergsteiger am Gipfel der Hohen Liebe
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Der Gipfel der Hohen Liebe
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Der Gipfel der Hohen Liebe mit der Gedenkstelle für verstorbene Bergsteiger
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Die letzten Meter zum Gipfel der Hohen Liebe
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Auf dem Wildschützensteig
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Die steile Treppe durch die Schlucht auf dem Weg zur Schrammsteinaussicht
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / An der Schrammsteinaussicht
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
0 150 300 450 600 m km 2 4 6 8 10 12 14 Falkenstein Hohe Liebe

Diese mittelschwere Wanderung in der Sächsischen Schweiz führt abwechslungsreich von Bad Schandau zu den Schrammsteinen und auf die Hohe Liebe und bietet neben traumhaften Aussichten märchenhafte Schluchten und Naturdenkmäler sowie wunderschöne alte Häuser.

mittel
15,4 km
4:30 h
537 hm
536 hm

Eine Reise in das Elbsandsteingebirge wäre unvollständig, wenn wir nicht zur Schrammsteinaussicht (417 m) wandern würden. Das Panorama, welches sich von dort oben bietet, lässt dem Besucher durchaus den Mund offen stehen. Markante Felsen mit teils eigenwilligen Namen wie "Tante" oder "Schrammtorwächter" erheben sich vor uns, die an trockenen Tagen so manchen Kletterer anlocken.

Schon der Weg durch das Schrammtor lässt uns in eine andere Welt eintauchen. Faszinierende Sandsteinformationen links und rechts dieses Durchganges markieren eindrucksvoll den Anfang der Felstürme in der Hinteren Sächsischen Schweiz. Gleichzeitig haben wir den Eindruck, an einem Sandstrand zu laufen, so gelbgold und fein wie dort der Sand die Spuren der Erosion deutlich werden lässt.

Von der Schrammsteinaussicht nach Norden blickend, erhebt sich unscheinbar der bewaldete Gipfel unseres nächsten Zieles, der "Hohen Liebe", dIe mit 401 m fast die gleiche Höhe wie unser jetziger Standort hat. Auch dieser Berg mit Felskuppe im Gipfelbereich bietet eine schöne Aussicht, insbesondere nach Osten zu den Affensteinen mit dem markanten frei stehenden Bloßstock, einem 80 m-Giganten, der den nördlichen Beginn dieser Felskette darstellt. Ein Ehrenmal sowie ein Gedenkbuch mit massiven Kupferseiten für am Berg gebliebene Bergfreunde stellen die Besonderheit dieses Berges dar. Es ist interessant, die Seiten dieses erweiterbaren Buches durchzublättern, wenngleich wir froh wären, wenn keine Seiten nachgeheftet werden müssten.

Auch der Rest des Weges hat einiges zu bieten. Traumhafte Schluchten wie das Meergründel oder der Schießgrund, welche märchenhaft anmuten, die wunderbaren Sendig-Villen mit ihrer schönen Baukunst in Neu-Schandau, Einkehrmöglichkeiten in der Schrammsteinbaude bzw. in Ostrau oder aber die Aussichtspunkte "Emmabank" oberhalb von Postelwitz und der Schrammsteinblick in Neu Schandau - die Tour bietet sehr viel Abwechslung.

Autorentipp

  • Es kann sinnvoll sein, diese Tour antizyklisch zu machen, um dem Andrang auf der Schrammsteinaussicht, insbesondere an schönen Wochenenden, zu entgehen. Beim Start am Nachmittag waren wir oben fast allein. Allerdings hat man die Sonne dann von vorn, wenn man zu den Felsen rund um das Schrammtor und zum Falkenstein schaut.
outdooractive.com User
Autor
Lars Reichenberg 
Aktualisierung: 26.05.2019

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Schrammsteinaussicht , 417 m
Tiefster Punkt
Bad Schandau Kirnitzschtalstraße, 125 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

  • Kleinere Kinder im Bereich der Stiegen und an exponierten Bereichen beaufsichtigen.
  • Die Stufen und Leitersegmente auf dem Wildschützensteig und auf dem Gipfelanstieg können bei Nässe sehr rutschig sein.

Ausrüstung

  • normale Wanderausstattung 
  • feste Wanderschuhe, am besten knöchelhoch (Kategorie A/B oder B) 

Weitere Infos und Links

  • Die Aufstiege über den Wildschützensteig und zur Schrammsteinaussicht sind nicht für Hunde geeignet.

Start

Bad Schandau am Marktplatz (Kirche) (121 m)
Koordinaten:
Geographisch
50.917403, 14.154036
UTM
33U 440534 5640980

Ziel

wie Start

Wegbeschreibung

Wir starten, indem wir am Zebrastreifen die Straßenseite wechseln und durch die Kirchstraße bis zum Basteiplatz laufen. Hier rechts bis zur Kirnitzschtalstraße, diese sowie anschließend die Bachbrücke überqueren und durch den Kurpark am Brunnen vorbei zur Badallee. Die Badallee nach links (ortsauswärts) etwa 500 m, bis schräg nach rechts ein ansteigender Weg in den Wald abgeht, dem wir folgen. Nach wenigen Metern geht rechts ein schmaler Pfad ab der uns mittelmäßig steil nach oben führt. Nach einigen Minuten geht nach links ein unscheinbarer Pfad ab, dem wir folgen (Bergsteigerpromenade). Nach insgesamt 20 Minuten seit dem Kurpark kommen wir an die erste Aussichtsstelle oberhalb von Bad Schandau, die uns einen Blick zur Elbe erlaubt.

Wir folgen dem Pfad weiter und passieren eine Bank neben einer alten Eiche, bevor wir in bewohntes Gebiet vordringen. Immer im Verlauf der kleinen Straße (Schanzenweg) entlang geht es voran, zunächst einer Rechtskurve, im weiteren Verlauf nach etwa 150 m einer Linkskurve folgend wandern wir an den schönen Sendig-Villen vorbei durch Neu Schandau.

Nach etwa fünf bis zehn Minuten geht an einer rechtsseitigen Aussichtsstelle mit Schrammsteinblick ein Wanderweg ab, der uns nach schräg rechts abwärts durch ein kurzes Stück Feld in Richtung Wald führt. Es kommt nach knapp 50 Metern ein links abgehender schmaler Pfad (Emmabankweg), den wir nehmen müssen, um nach 15 Minuten zur Emmabank, einer weiteren Aussichtsstelle, zu gelangen (45-50 Minuten von Bad Schandau Ortsmitte).

Wir folgen dem Weg weiter und bekommen allmählich einen ersten kleinen Eindruck von der Sandsteinwelt. Der Pfad schlängelt sich entlang einiger kleiner Schluchten, zwischendurch ragen anfänglich auf der rechten Seite bereits die Felsen der Schrammsteine durch den Wald.

An der Abzweigung "Meergründel/Schrammsteinbaude" biegen wir nach etwa zehn Minuten ab und steigen durch ein wildromantisches kleines Tal ab zur Schrammsteinbaude.

Nach fünf bis zehn Minuten Abstieg erreichen wir die Schrammsteinbaude und halten uns an der Straße links, folgen dieser 150 m, bis gegenüberliegend die Abzweigung zum "Schießgrund" kommt. Wir folgen vorerst der Wandermarkierung mit dem grünen Punkt 15 Minuten durch das traumhaft schöne Tal, umrahmt von wilden Felswänden, von nun an ansteigend. 

An der Wegkreuzung/Kletterzustieg zum Falkenstein (Holzzaun/Holzstufen) gehen wir rechts und halten uns in der Folge (innerhalb der nächsten 150 m) weiterhin zweimal rechts (immer noch grüner Punkt). Wir befinden uns nun auf dem Elbleitenweg, der uns nach zehn Minuten zur linksseitigen Abzweigung zum Schrammtor führt. Nach einem kurzen und sanften Anstieg stehen wir am eindrucksvollen Schrammtor mit seinen bizarren Felsen. Wir durchschreiten diese stark erodierten teils goldgelben Sandsteinfelsen inmitten von links und rechts erdrückend aufragenden senkrechten Wänden. 

Ohne Höhenunterschiede schlängelt sich der Wanderweg rechts der Schrammsteinfelsen entlang, bis nach zehn Minuten linksseitig der "Wildschützensteig" abgeht (ausgeschildert - nur im Aufstieg). Anfänglich über eine kurze Rampe, dann weiter über Leitern, Treppen und durch mehrere enge Schluchten geht es nach oben zum Schrammsteinweg/Picknickplatz mit mehreren Bänken führt (zehn Minuten). Von hier sind es noch fünf Minuten mit leichter Kraxelei und über Leitern zur Schrammsteinaussicht.

Der Abstieg erfolgt bis zur Picknickstelle am Ende des Wilschützensteiges auf gleichem Weg. Ab dort wandern wir geradeaus etwa 150 m auf dem Schrammsteingratweg, bis links der Abstieg über Treppen und Eisenleitern zum Mittelwinkel abgeht (grüner Punkt).

Wieder unten angekommen setzen wir unseren Weg bis zum Zeughausweg fort (erst an der zweiten Abzweigung), dem wir nach links folgen (15 Minuten seit Abstieg/grüner Strich). Nach fünf weiteren Minuten überqueren wir den breiten Wenzelweg und gehen geradeaus dem Wegweiser "Hohe Liebe" folgend weiter, bis links der ausgeschilderte ansteigende Pfad zum Gipfel abgeht (Oberer Liebenweg). Der Anstieg erfolgt aus Osten in Richtung Westen, erst der allerletzte kurze felsige, aber unschwierige Anstieg erfolgt von Süd nach Nord (bis zum Gipfel 40 Minuten seit Schrammsteinaussicht).

Wir steigen die ersten Meter bis zum Oberen Liebenweg wieder ab und wandern diesen nun nach rechts in westliche Richtung (roter Querstrich), später dem Schild nach Ostrau folgend. Nach 25 Minuten hat uns die Straße wieder und laufen neben dieser bis zum Ort Ostrau. 

Wir bleiben der roten Strichmarkierung treu und bewegen uns im Verlauf der Straße. Im Ort müssen wir einmal aufpassen, dort befindet sich die Markierung an einem gegenüber stehendem Haus und wir müssen uns entgegen unserer Intuition einmal kurz rechts halten. Von nun an führt uns die Straße mit anfänglich sehr starkem Gefälle in das Kirnitzschtal, halten uns dort angekommen links entlang der Kirnitzsch und laufen anfänglich an der Straße, später durch den schönen Kurpark zurück zum Ausgangspunkt unserer Tour.

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

  • mit der Bahn (EC) bis zum Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau fahren (mehrmals täglich)
  • mit der Bahnhofsfähre auf die andere Seite der Elbe nach Bad Schandau übersetzen (halbstündlich) 

 oder

  • mit der Bahn bis Dresden Hauptbahnhof fahren
  • vom Dresden Hbf. mit der S1 bis Bad Schandau (halbstündlich)
  • mit der Bahnhofsfähre auf die andere Seite der Elbe nach Bad Schandau übersetzen (halbstündlich) 

Anfahrt

  • aus Dresden die A17 in Richtung Pirna
  • Abfahrt auf die B172a nach Pirna
  • in Pirna weiter auf der B172a nach Bad Schandau (ausgeschildert)

Parken

  • großer Parkplatz am Elbkai (gebührenpflichtig)

  • kleiner Parkplatz (10 Pkw) am Anfang der Kirnitzschtalstraße kurz hinter der Rechtskurve auf der linken Seite (gebührenpflichtig) 

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

  • Wander- & Naturführer Sächsische Schweiz, Band 1 (Felsenlandschaft zwischen Bad Schandau und Hinterhermsdorf), Berg- & Naturverlag Rölke, ISBN 3-378-934514-08-9

Kartenempfehlungen des Autors

  • Stadtplan und Wanderkarte "Bad Schandau und Umgebung", 1 : 10.000, von Dr.-Ing. Rolf Böhm, Bad Schandau
  • Wander- und Radwanderkarte Nr. 91 "Hintere Sächsische Schweiz", Blatt 1, 1 : 15.000, Sachsen Kartographie GmbH Dresden


Fragen & Antworten

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Bewertungen

4,8
(9)
Markus Branke
08.09.2019 · Community
Wirklich tolle Tour. Oben auf der Schrammsteinaussicht war es dann ein wenig überlaufen aber es ging noch. Am Wochenende ist es dort bestimmt voller. Voller Begeisterung habe ich den Abzweig verpaßt und bin ein Stück des Gratweges zuweit gegangen bis ich meinen Irrtum merkte.
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Gemacht am 05.09.2019
Andreas Möls
05.07.2019 · Community
Die Tour ist wirklich toll. Insbesondere die besonderen Anstiege und Anstiege über die Treppen machen Spaß. Die Aussichten sind sensationell. Danke für die Tour.
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Gemacht am 05.07.2019
Foto: Andreas Möls, Community
Foto: Andreas Möls, Community
Foto: Andreas Möls, Community
Foto: Andreas Möls, Community
Robert Tech
29.03.2019 · Community
schöne Tour, wird alles geboten!
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Gemacht am 29.03.2019
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Fotos von anderen

+ 1

Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
15,4 km
Dauer
4:30 h
Aufstieg
537 hm
Abstieg
536 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights familienfreundlich kulturell / historisch Gipfel-Tour botanische Highlights faunistische Highlights

Statistik

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