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Wanderung

Durch den Großen Zschand in der Hinteren Sächsischen Schweiz

Wanderung · Sächsische Schweiz
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DAV Sektion AlpinClub Berlin Verifizierter Partner 
  • Traumhafte Aussicht vom Hinteren Raubschloss
    / Traumhafte Aussicht vom Hinteren Raubschloss
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • Nachmittagsstimmung am Hinteren Raubschloss
    / Nachmittagsstimmung am Hinteren Raubschloss
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • Der spannende Aufstieg auf das Hintere Raubschloss
    / Der spannende Aufstieg auf das Hintere Raubschloss
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • vor der Hickelhöhle
    / vor der Hickelhöhle
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • Am Reitsteig im Großen Zschand
    / Am Reitsteig im Großen Zschand
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • Der Blick durch die Klufthöhle des Hinteren Raubschlosses
    / Der Blick durch die Klufthöhle des Hinteren Raubschlosses
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Am Reitsteig im Großen Zschand
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Felswände am Reitsteig
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Der untere Zustieg auf den Winterstein (Hinteres Raubschloss)
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Der untere Teil des Zustiegs auf das Hintere Raubschloss
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Aussicht vom Großen Teichstein - im Tal das Alte Zeughaus
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Der untere Zustieg auf das Hintere Raubschloss
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Abendliche Aussicht vom Hinteren Raubschloss zu den Bärenfangwänden
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Auf dem Großen Teichstein
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Der untere Aufstieg auf das Hintere Raubschloss
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Aussicht vom Großen Teichstein - im Tal das Alte Zeughaus
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / vor der Hickelhöhle
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Auf dem Gipfel des Hinteren Raubschlosses
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Abendstimmung am Hinteren Raubschloss (Winterstein)
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Der Teichsteinblick hinter dem Alten Zeughaus
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Das Gasthaus Neumannmühle.
    Foto: LausitzerLeben (Diese Datei wurde unter den Bedingungen der „Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen Deutschland“-Lizenz (abgekürzt „cc-by-sa“) in der Version 2.0 veröffentlicht.), Outdooractive Redaktion
0 150 300 450 600 m km 2 4 6 8 10 12 14 16

Diese Tour führt uns auf den Aussichtspunkt des Großen Teichsteins und auf den Winterstein sowie durch eine beeindruckende Felsenlandschaft an den Thorwalder Wänden.

mittel
17,1 km
5:30 h
507 hm
507 hm

Der erste Höhepunkt dieser Tour und zugleich immer noch ein kleiner Geheimtipp im Elbsandsteingebirge ist der Große Teichstein im nördlichen Teil des "Großen Zschands", der eine schöne Aussicht bietet und dabei nicht so sehr überlaufen ist.

Über den Großen Reitsteig wird unser zweites Etappenziel, die Hickelhöhle, angesteuert. Der landschaftlich schöne Pfad, der manchmal nur 50 cm breit ist und an beeindruckenden Felsen entlangführt, windet sich in zahlreichen Biegungen schier endlos um die Thorwalder Wände. Die Hickelhöhle, die zweitgrößte Höhle in der Sächsischen Schweiz, ist eine so genannte Schichtfugenhöhle. Sie ist eine auf natürlichem Wege entstandene 45 Meter breite und 14 Meter tiefe Auswaschung im Sandstein, über der sich ein mächtiges Felsdach gebildet hat und perfekt als Unterstand geeignet ist.

Das Hintere Raubschloss, wie der Winterstein auch genannt wird, stellt mit seinem abenteuerlichen Aufstieg durch enge Klüfte sowie dem weitläufigen Felsplateau und einem grandiosen 360°-Panorama einen der absoluten Höhepunkte der gesamten Sächsischen Schweiz dar. Allzu ängstlich sollte man für den Auf- und Abstieg jedoch nicht sein und ein wenig Trittsicherheit sowie Schwindelfreiheit sollte auch mitgebracht werden.

Mit den drei interessanten Zielen, der Einkehrmöglichkeit im Zeughaus sowie den schönen Wegen und Pfaden bietet sich uns eine recht lange, aber abwechslungsreiche Tour durch die Hintere Sächsische Schweiz, die teilweise durch die Kernzone des Nationalparks verläuft.

Autorentipp

  • Einkehr im "Alten Zeughaus" mit dem schönen Biergarten (kleine Speisen und leckere Kuchen)
outdooractive.com User
Autor
Lars Reichenberg 
Aktualisierung: 12.08.2019

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Großer Teichstein, 413 m
Tiefster Punkt
Neumannmühle, 185 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Neumannmühle
Altes Zeughaus

Sicherheitshinweise

  • Im Hinteren Raubschloss (Winterstein) sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit nötig.
  • Bei feuchter Witterung können die Metallleitern und Stufen im Hinteren Raubschloss rutschig sein.
  • Kleinere Kinder sollten im Hinteren Raubschloss zusätzlich gesichert werden.

Ausrüstung

  • normale Wanderausstattung
  • feste Wanderschuhe, am besten knöchelhoch (Kategorie A/B oder B)

Weitere Infos und Links

  • Der Aufstieg auf den Winterstein (Hinteres Raubschloss) ist nicht für Hunde geeignet.
  • In der Kernzone des Nationalparks Sächsische Schweiz herrscht striktes Wegegebot ausschließlich auf markierten Wanderwegen.
  • Das Gasthaus "Altes Zeughaus" ist bis einschließlich 3. November 2019 von Dienstag bis Freitag 12.00 Uhr bis 17.00 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen von 11.30 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet (www.alteszeughaus.de).
  • Nationalpark-Information am Zeughaus - täglich geöffnet, April und Oktober von 10 bis 16 Uhr, Mai bis September 10 bis 18 Uhr

Start

Neumannmühle im Kirnitzschtal (199 m)
Koordinaten:
Geographisch
50.923575, 14.284563
UTM
33U 449715 5641569

Ziel

wie Start

Wegbeschreibung

Wir wandern den breiten Forstweg (Wandermarkierung gelber Querstrich) gegenüber der Neumannmühle entlang bis zum Gasthaus Zeughaus (30 Minuten). An der Wegkreuzung hinter dem Biergarten nehmen wir den Abzweig nach links und gehen danach gleich wieder links haltend am dortigen Haus vorbei in Richtung des Großen Teichsteins, an dessen südöstlichen Ausläufern wir uns hier bereits befinden. Mäßig ansteigend führt der Weg ("Flügel E", grüner Querstrich) etwa 15 Minuten in nordöstlicher Richtung durch den Wald bis zur Wegkreuzung, an der links der Pfad zum Großen Teichstein abgeht. Weiterhin ansteigend führt der Pfad anfänglich noch ohne viel Felskontakt westlich, nach 150 m südwestlich in Richtung der Aussichtsstelle, im unteren Teil des bewaldeten Berges ist er an zwei schmalen bzw. stufigen Stellen mit Ketten versichert, die aber nicht schwierig sind. Nun wird es felsiger und schöner, am langgezogenen teils bewaldeten und felsdurchsetzten Grat bieten sich an einigen Stellen rechtsseitig hin und wieder schöne Ausblicke zu den nördlich liegenden Felswänden des Kansteins. Der Aussichtspunkt (413 m ü. NN) wird nach etwa 45 Minuten ab dem Zeughaus erreicht.

Der Rückweg bzw. Weiterweg erfolgt bis zum Zeughaus auf dem gleichen Weg (35 Minuten). An unserer bereits bekannten Wegkreuzung halten wir uns jetzt links in Richtung Hickelhöhle (Wegmarkierung roter Querstrich - von hier zur Hickelhöhle 1:15 Stunden).

Nach fünf Minuten zweigt links ein Weg (grüner Querstrich - Großer Hochhübelweg) ab, der zunächst recht anstrengend und steil nach oben führt bis auf ein Höhenniveau von 337 m. Oben angekommen, geht an einer Wegkreuzung rechts der Große Reitsteig (weiter dem grünen Querstrich folgend) ab. Der Reitsteig wird zum Pfad und verläuft ohne nennenswerte Höhenunterschiede in zahlreichen Windungen bis zur Hickelhöhle. Im Großen Zschand werden wir Zeuge einer Kombination aus mehreren Naturkatastrophen. Mehrere Orkane und die beispiellose Dürre im Jahr 2018, die den vielen ohnehin schon von Borkenkäfern geschädigten oder zerstörten Fichten stark zugesetzt haben, haben ein Bild der Verwüstung hinterlassen. Regelrechte Baumfriedhöfe und leblose Stämme prägen hier stark das Landschaftsbild. Gesunde Fichten wehren sich normalerweise gegen Borkenkäfer, indem sie Harz produzieren und die Käfer ersticken. Aber durch die Dürre konnten die Bäume kein Wasser aufnehmen und folglich auch kein Harz produzieren. Gleichzeitig vermehren sich die Borkenkäfer bei den hohen Temperaturen rasant und fallen millionenfach über die bei der Fichte leicht zu knackende Rinde her. Die heftigen Stürme erledigen dann den Rest. Aber auch das ist Nationalpark, in den von Menschenhand so gut wie nicht eingegriffen wird. Und neues Leben erwacht, wie an einigen Stellen bereits sichtbar ist und Hoffnung aufkommen lässt.

Ab der Hickelhöhle wandern wir auf dem Weg mit der Wandermarkierung "roter Querstrich", der uns in rund 45 Minuten zurück zum Zeughaus führen wird.

Unser nächstes Etappenziel ist das Hintere Raubschloss (Winterstein, 390 m ü. NN), welches wir ab dem Zeughaus über den uns bekannten breiten Schotterweg (gelber/roter Querstrich) in nordwestlicher Richtung und nach 15 Minuten links abbiegend der roten Wandermarkierung durch die Raubsteinschlüchte folgend erreichen. An der Weggabelung nach etwa 400 m müssen wir aufpassen und den links abgehenden Weg/Pfad nehmen (der Winterstein ist zwar ausgeschildert, jedoch kann man im Wandertrott leicht an der Abzweigung vorbeilaufen). Der Einstieg zum Gipfelplateau ist nach 45 Minuten ab dem Zeughaus erreicht. Nun folgt noch der zehnminütige Aufstieg durch eine abenteuerlich anmutende Felsenwelt. Unten müssen wir eine Metalltreppe, dann eine Leiter, einen Felstunnel sowie eine kleine Felsrampe mit leichter Kraxelei überwinden, bevor es dann in den Innenbereich der großen düsteren Klufthöhle mit einer fast senkrecht stehenden rund acht Meter hohen Leiter geht. Danach folgen ein paar Felsstufen (mit Haltebügeln), dann durchsteigen wir nochmals eine sehr schmale Kluft auf einer langen und im Mittelteil rechtwinklig nach links abknickenden Metalltreppe, bevor wir wieder das Tageslicht erblicken. Jetzt folgt nach rechts nur noch ein kurzes, aber nicht schwieriges Steilstück (Metallklammern und Haltebügel) sowie abschließend noch ein ziemlich schmaler Durchgang zwischen zwei Felsen - dann ist es geschafft, wir sind oben und können die Aussicht genießen.

Der Abstieg erfolgt auf gleichem Weg. Erst am Wanderweg am Fuße des Wintersteins wandern wir nach rechts, aber nur etwa 250 m, dann biegen wir rechts in Richtung Felsenmühle/Kuhstall ab (Buchschlüchte, keine Wandermarkierung). Nach zehn Minuten halten wir uns an der Weggabelung ganz scharf rechts, laufen nur 100 m und biegen gleich wieder links in Richtung "Knorre" (ausgeschildert) ab. Diesem Weg folgen wir 15 Minuten, bis rechts der über Stufen abwärts führende Pfad durch die Spitzsteinschlüchte abgeht. Durch diese geht es landschaftlich nochmals wunderschön bis zum bekannten großen Hauptweg (der zum Zeughaus führt), nun aber nach links in nur zwei Minuten in Richtung Neumannmühle zum Ausgangspunkt der Wanderung zurück.

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

  • mit der Bahn bis zum Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau fahren

  • vom Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau bzw. aus Bad Schandau mit der Buslinie 241 (Wanderbus) bis zur Haltestelle "Kirnitzschtal Neumannmühle" (www.ovps.de)

Anfahrt

  • aus Dresden die A17 in Richtung Pirna
  • Abfahrt auf die B172a nach Pirna
  • in Pirna weiter auf der B172a nach Bad Schandau fahren (ausgeschildert)
  • in Bad Schandau Ortsmitte hinter der Kirche links in die Kirnitzschtalstraße abbiegen und in Richtung Hinterhermsdorf bis zur Neumannmühle fahren

Parken

  • großer Wanderparkplatz gegenüber der Neumannmühle (gebührenpflichtig)
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

  • Wander- & Naturführer Sächsische Schweiz, Band 1 (Felsenlandschaft zwischen Bad Schandau und Hinterhermsdorf), Berg- und Naturverlag Rölke, ISBN 3-378-934514-08-9

Kartenempfehlungen des Autors

  • Wanderkarte der Sächsischen Schweiz "Großer Zschand", 1 : 10.000, von Dr.-Ing. Rolf Böhm, Bad Schandau

und

  • Wanderkarte der Sächsischen Schweiz "Kleiner Zschand", 1 : 10.000, von Dr.-Ing. Rolf Böhm, Bad Schandau (beide Karten erforderlich)

oder

  • Wander- und Radwanderkarte Nr. 92 "Hintere Sächsische Schweiz", Blatt 2 (Großer Zschand, Hinterhermsdorf), 1 : 15.000, Sachsen Kartographie GmbH Dresden

und

  • Wander- und Radwanderkarte Nr. 91 "Hintere Sächsische Schweiz", Blatt 1 (Schrammsteine, Affensteine, Zschirnsteine), 1 : 15.000, Sachsen Kartographie GmbH Dresden (beide Karten erforderlich)


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Schwierigkeit
mittel
Strecke
17,1 km
Dauer
5:30 h
Aufstieg
507 hm
Abstieg
507 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights faunistische Highlights Geheimtipp Gipfel-Tour

Statistik

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