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Wanderung

Durch den Uttewalder Grund zum Teufelsgrund in der Vorderen Sächsischen Schweiz

· 6 Bewertungen · Wanderung · Sächsische Schweiz
Verantwortlich für diesen Inhalt
DAV Sektion AlpinClub Berlin Verifizierter Partner 
  • Im Uttewalder Grund
    / Im Uttewalder Grund
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • In den Teufelsschlüchten
    / In den Teufelsschlüchten
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • In den Teufelsschlüchten
    / In den Teufelsschlüchten
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • Märchenhafte Schluchten
    / Märchenhafte Schluchten
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • Der Beginn des Rundweges im Teufelsgrund
    / Der Beginn des Rundweges im Teufelsgrund
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • Wunderbare märchenhafte Pfade
    / Wunderbare märchenhafte Pfade
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • Es fehlen nur noch die Elfen und Trolle
    / Es fehlen nur noch die Elfen und Trolle
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Manchmal wird es eng in den Teufelsschlüchten
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Im romantischen Kehlloch
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Heringshöhle
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Im wildromantischen Kehlloch
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
0 150 300 450 m km 1 2 3 4 5 6 7 8

Eine spannende familientaugliche Kurzwanderung durch märchenhafte Schluchten in einer verwunschenen Felsenwelt
leicht
8,3 km
2:30 h
180 hm
180 hm

Diese Tour führt uns in die beschaulichen Felsenschluchten des Uttewalder Grundes und in seine Nebentäler. Sobald wir das letzte Haus von Uttewalde hinter uns gelassen haben, steigen wir über eine steile Treppe hinab in eine völlig andere Welt. Der Landschaftscharakter ändert sich schlagartig und wir könnten hier glatt Elfen und Trolle erwarten, wenn wir nicht wüssten, dass es sie nicht gibt. 

Kinder und jene Erwachsene, die sich ihre Kindheitsgefühle bewahrt haben, werden hier ihre wahre Freude haben. Schon zum Anfang der Wanderung durchschreiten wir die erste Sehenswürdigkeit - das Uttewalder Felsentor. Ein großer Klemmblock hängt über unseren Köpfen und bildet das erste Fotomotiv. Bevor hier Betonplatten verlegt wurden, mussten die Damen in ihren knöchellangen Sonntags-Kleidern im 19. Jahrhundert auf dem meist matschigen Weg von den Herren im Frack hinweggetragen werden, was bei der niedrigen Höhe nicht immer leicht gewesen sein muss. Heute holen wir uns zumindest an dieser Stelle keine nassen Schuhe mehr.

Dafür gestaltet sich das Passieren der engen und niedrigen Felsdurchlässe und kleinen Durchgangshöhlen in den Teufelsschlüchten vor allem für größere Personen durchaus ein wenig sportlich und spannend, aber nicht unmöglich - und vor allem völlig harmlos.

Wenngleich diese Tour eine Kurzwanderung oder gar nur ein Spaziergang ist, kann sie insbesondere wegen des Rundganges im Teufelsgrund, vor allem mit Kindern, und einer optionalen Einkehr zum Halbtagesunternehmen heranreifen.

Autorentipp

  • Unbedingt den abenteuerlichen Rundweg durch den Teufelsgrund mit den Teufelsschlüchten und der Teufelskammer begehen.
  • Nördlich der Gaststätte "Waldidylle" wird es spürbar einsamer. Besonders empfehlenswert ist der stille Pfad durch das Kehlloch nördlich der unmittelbar angrenzenden Kernzone und der Weg durch den Schleifgrund.
outdooractive.com User
Autor
Lars Reichenberg 
Aktualisierung: 08.04.2019

Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
279 m
Tiefster Punkt
187 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Gasthaus Waldidylle

Sicherheitshinweise

  • keine

Ausrüstung

  • normale Wanderausstattung für eine Halbtagestour
  • feste, am besten knöchelhohe Wanderschuhe (Kategorie A/B oder B) - in den Teufelsschlüchten und im Teufelsgrund ist es oft matschig und nass
  • Taschenlampe für die Heringshöhle

Start

Wanderparkplatz in Uttewalde (254 m)
Koordinaten:
Geographisch
50.976823, 14.028334
UTM
33U 431785 5647696

Ziel

wie Start

Wegbeschreibung

Vom Wanderparkplatz (244 m ü. NN) laufen wir ostwärts in den kleinen Ort Uttewalde, dann durch die Ortschaft zunächst der rechten Abzweigung folgend (Wandermarkierung gelber Querstrich). Am Ende des Ortes geht rechts ein kleiner unscheinbarer Pfad ab, der links und rechts von Grundstückszäunen begrenzt ist (in der Kurve der Ortsstraße den zweiten Wanderweg-Abzweig nehmen - der erste führt direkt zum Gasthaus Waldidylle). Nach wenigen Metern ändert sich die Landschaft schlagartig - das Nationalpark-Schild leitet den Beginn einer anderen Welt ein. Steile Treppen mit zum Teil kurzen Stufen führen uns abwärts in den Uttewalder Grund. Nichts lässt mehr erkennen, dass eben noch eine Ortschaft vorhanden war.

In der Schlucht angekommen, entdecken wir auf der gegenüberliegenden Seite einen großen Felsen mit der "Bruno-Barthel"-Gedenk-Inschrift. Wir halten uns rechts (bis hierher 10 Minuten). Ohne technische Schwierigkeiten geht es auf dem bekannten Malerweg wunderschön grob südwärts durch die kleine Schlucht. Wir passieren das natürliche Uttewalder Felsentor und schon bald erscheint auf der rechten Seite das Gasthaus Waldidylle (weitere 10 Minuten).

Wir wandern erst einmal weiter (grüner Querstrich) - wiederum nach 10 Minuten erreichen wir eine Wegkreuzung, an der links der Zscherregrund abgeht (Radroute Nationalpark Sächsische Schweiz), den wir aber links liegen lassen und uns weiter südwärts halten (ab jetzt roter Punkt).

Etwa 300 m und noch nicht einmal ganz fünf Minuten nach dieser Abzweigung verlassen wir den breiten Fahrweg nach rechts, überqueren eine kleine Brücke und nehmen unmittelbar danach den rechts (nördlich) abgehenden Pfad, der uns in den Teufelsgrund führt. Schon nach wenigen Minuten erreichen wir einen Wegweiser, an dem wir die Wahl haben, den Rundweg im Uhrzeigersinn (links über Teufelsschlüchte) oder entgegen dem Uhrzeigersinn (geradeaus durch die Teufelskammer) zu machen. Prinzipiell ist es egal - der Schönheit dieses Erlebnisses tut es keinen Abbruch. Bei der hier vorgestellten Variante im Uhrzeigersinn haben wir die langen Metalltreppen der Teufelskammer im Abstieg, was vielleicht ein kleiner Vorteil sein mag. 

Also halten wir uns links und müssen uns bereits zu Beginn durch eine niedrige Durchgangshöhle zwängen. Das werden wir in der Folge noch ein paar Mal machen müssen, denn der Weiterweg lässt uns des Öfteren nicht allzu viel Platz. Nach einigen Minuten Kraxelspaß sind wir auch schon im hinteren Teil der Teufelsschlucht, wo die kleine Heringshöhle auf eine Durchquerung wartet. Das ist kein allzu schwieriges Unterfangen und auch kein Muss, aber eine nette Angelegenheit. Den Rucksack sollten wir vor der Höhle lassen und eine Taschenlampe mitnehmen. Nach dem Betreten der Höhle führt der kurze aber dunkle Höhlengang links über eine harmlose Steilstufe nach oben in eine zweite Höhlenetage, wo auch schon der Ausgang erreicht wird. Wir steigen über einen verwurzelten Pfad und über ein kleines Band wieder ab, um zu unserem Rucksack und auf den Weiterweg zu gelangen. Nach einer Rechtsbiegung und einem letzten Durchqueren einer kleinen so genannten Blocktrümmerhöhle geht es über Stufen aufwärts in einen Buchenwald - die Landschaft ändert schlagartig den Charakter. Es geht geradeaus bzw. in nordwestliche Richtung weiter. Wir ignorieren eine Wegabzweigung nach links und folgen dem Weg nach rechts. Über die bereits erwähnten Metalltreppen steigen wir nun in die Teufelskammer ab, eine weitere beeindruckende enge Schlucht, über die wir vom oberen Treppenbereich einen tollen Blick haben. Hinter dieser Schlucht kommen wir am uns bekannten Wegweiser vorbei. Zurück zum Fahrweg geht es dann wie auf dem Hinweg. Wir sollten für diesen urigen Abstecher etwa bis zu einer Stunde einplanen.

Am Hauptweg gehen wir links und wandern auf bekanntem Weg zurück bis zur Abzweigung, an der wir uns rechts halten (grüner Strich oder roter Punkt). Wir befinden uns nun im Zscherregrund, in der Verlängerung Kohlgrund. Diesem Weg folgen wir eine Viertelstunde bzw. etwa 800 Meter. Jetzt müssen wir aufmerksam sein - ein links abgehender kleiner Pfad (Müllersteig/ohne Markierung) führt uns idyllisch einen Hang hinauf (gegenüber von diesem Pfad geht der Wanderweg durch den Holzengrund ab).

Der Pfad führt nach fünf Minuten bzw. 150 - 200 Metern auf den Wanderweg Brückwaldweg, an dem wir rechts abbiegen und diesem folgen. An einer Weggabelung nach 400 Metern beiben wir links. Wir ignorieren zwei links abgehende Wanderwege (mit Wegweisern) und müssen nach einer Rechtskurve Obacht geben, weil nach 40 Metern hinter dieser der Pfad in das Kehlloch abgeht (an einer Holzschranke scharf links). 

Wir steigen auf diesem Pfad, der sich erst rechts und weiter unten links windet und einen namenlosen Bach quert, hinunter in die Schlucht. Der Pfad verläuft jetzt ohne Höhenunterschiede in westliche Richtung. Einige umgestürzte Bäume müssen überstiegen bzw. umgangen werden. Nach gut zehn Minuten stoßen wir an einer Schranke auf die Wegkreuzung zum Schleifgrund. Wir biegen links in diesen ein und wandern südwärts. 20 Minuten später erreichen wir wieder den Bruno-Barthel-Felsen und steigen über die Treppen auf nach Uttewalde.

Oben angekommen, halten wir uns rechts und umlaufen den Ort entgegen dem Uhrzeigersinn. Keine zehn Minuten hat uns der Parkplatz wieder.

Öffentliche Verkehrsmittel

  • Uttewalde ist mit Öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht zu erreichen. Die Buslinie 238 (aus Pirna bzw. Stadt Wehlen) bis Uttewalde verkehrt nur Montags bis Freitags. 
  • alternativ mit der S-Bahn aus Dresden bis Stadt Wehlen fahren, dann mit der Fähre zur anderen Elbseite übersetzen (alternativer Startort der Tour)

Anfahrt

über die Autobahn A17:

  • aus Dresden die A17 Richtung Pirna fahren
  • die B172a nach Pirna bis Äußere Pillnitzer Straße durchfahren (zweite Ausfahrt hinter der Elbüberquerung)
  • links abbiegen - weiter über Äußere Pillnitzer Straße und im Verlauf links auf Basteistraße
  • Es gibt dann zwei Varianten: über Lohmen oder Ort Wehlen nach Uttewalde

aus Bad Schandau:

  • über Rathmannsdorf, Porschdorf, Waltersdorf und Rathewalde nach Uttewalde

Parken

  • Wanderparkplatz am Ortsrand von Uttewalde (kostenlos - Stand April 2019)
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

  • Wander- & Naturführer Sächsische Schweiz, Band 2 (Rathener Felsen, Polenztal, Tafelberge und Bielatal), Berg- & Naturverlag Rölke, ISBN 3-934514-09-X

Kartenempfehlungen des Autors

  • Wanderkarte der Sächsischen Schweiz "Die Bastei" mit Rathen, Stadt Wehlen und Uttewalde, 1 : 10.000, Dr.-Ing. Rolf Böhm, Bad Schandau
  • Wander- und Radwanderkarte Nr. 10 "Vordere Sächsische Schweiz" mit Stadt Wehlen, Kurort Rathen, Hohnstein, Königstein und Gohrisch, 1 : 15.000, Sachsen Kartographie GmbH Dresden


Fragen & Antworten

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Bewertungen

5,0
(6)
Michael Sonsalla
02.08.2019 · Community
Eine richtig tolle Tour die einen echt verzaubert. Man kann so viel entdecken. Und das abolute Highlight ist natürlich der Teifelsgrund. Man muss sich schon sehr dehnen und strecken und kriechen als Erwachsener um durch so manches Loch zu kommen. Das sollte man als ungeübter auf jeden Fall beachten. Es gab auch eine Stelle die nicht beschildert war und an der wir uns rantasten mussten, weil sie hier vom Aufzeichnungtrack abwich.
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Freitag, 2. August 2019 20:26:08
Foto: Michael Sonsalla, Community
Freitag, 2. August 2019 20:26:30
Foto: Michael Sonsalla, Community
Freitag, 2. August 2019 20:26:43
Foto: Michael Sonsalla, Community
Freitag, 2. August 2019 20:26:59
Foto: Michael Sonsalla, Community
Kathleen
21.07.2019 · Community
Sehr sehr schöne Tour für Naturliebhaber und bei heißen Temperaturen!
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Gemacht am 21.07.2019
Foto: Kathleen, Community
Foto: Kathleen, Community
David Eckert
29.06.2019 · Community
wenn man vom Weg abgeht, kann man super schöne Ecken entdecken
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Gemacht am 29.06.2019
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Fotos von anderen

+ 6

Bewertung
Schwierigkeit
leicht
Strecke
8,3 km
Dauer
2:30 h
Aufstieg
180 hm
Abstieg
180 hm
Rundtour Einkehrmöglichkeit familienfreundlich geologische Highlights botanische Highlights faunistische Highlights Geheimtipp

Statistik

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