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Wanderung

Hinterhermsdorf und das Kirnitzschtal

· 5 Bewertungen · Wanderung · Sächsische Schweiz
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Elbsandsteingebirge Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Obere Schleuse im Kirnitzschtal
    / Obere Schleuse im Kirnitzschtal
    Foto: Ottmar Vetter, www.elbsandsteingebirge.de, www.elbsandsteingebirge.de
  • / Pferdekutsche
    Foto: Ottmar Vetter, www.elbsandsteingebirge.de
  • / Kartenverkauf
    Foto: Ottmar Vetter, www.elbsandsteingebirge.de
  • / Obere Schleuse im Kirnitzschtal
    Foto: Ottmar Vetter, www.elbsandsteingebirge.de
  • / Endstation
    Foto: Ottmar Vetter, www.elbsandsteingebirge.de
  • / Kahnfahrt
    Foto: Ottmar Vetter, www.elbsandsteingebirge.de
  • / Aufstieg zum Hermannseck
    Foto: Ottmar Vetter, www.elbsandsteingebirge.de
  • / Schlegelhütte auf dem Hermannseck
    Foto: Ottmar Vetter, www.elbsandsteingebirge.de
  • / Bärenhöhle in der Wolfsschlucht
    Foto: Ottmar Vetter, Elbsandsteingebirge
  • / Hinterdittersbach - Grenzübergang
    Foto: Ottmar Vetter, www.elbsandsteingebirge.de
  • / Ruinenrest in Hinterdittersbach
    Foto: Ottmar Vetter, www.elbsandsteingebirge.de
  • / Borkenkäferfalle
    Foto: Ottmar Vetter, www.elbsandsteingebirge.de
m 500 400 300 200 12 10 8 6 4 2 km

Der Rundweg führt einen Teil des Weges entlang der Kirnitzsch ... innerhalb der Nationalpark-Kernzone. Diese enge Felsschlucht ist gleichzeitig Grenze zu Tschechien.

mittel
12,3 km
3:54 h
443 hm
442 hm

Im östlichsten Winkel der Sächsischen Schweiz liegt der Ferienort Hinterhermsdorf. Er befindet sich zwar am Rande der Sächsichen Schweiz aber noch mitten im Elbsandsteingebirge. Von hier starten zahlreiche Wandertouren in die östlich und südlich gelegene Böhmische Schweiz. Natürlich bietet auch hier die Sächsische Schweiz ganz spezielle Ausflugsmöglichkeiten. Am beliebtesten ist wohl die Kirnitzschklamm; bekannt als Obere Schleuse. Hier fließt die Kirnitzsch in einer so engen Felsschlucht, dass man nur mit Kähnen flussabwärts gelangen kann. In der Winterzeit ist auch diese Möglichkeit ausgeschlossen. Die Bootsstation öffnet erst wieder zu Ostern. Der weitere Verlauf der Kirnitzsch führt zu dem "verschwundenen" Ort Hinterdittersbach. Anschließend gelangt man zur Niederen Schleuse und von hier nach Nordosten zu den Brüdersteinen. 

Autorentipp

Meiden Sie für diese Wanderung die Feiertage und deutschlandweite verlängerte Wochenenden. An diesen Tagen ist das Kirnitzschtal verkehrstechnisch überfordert und Sie finden in Hinterhermsdorf kaum mehr einen Parkplatz.

Profilbild von Ottmar Vetter
Autor
Ottmar Vetter
Aktualisierung: 29.10.2019

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
434 m
Tiefster Punkt
231 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

keine

Weitere Infos und Links

Wanderkartenshop: www.elbsandsteingebirge.de/eshop/kartenshop

weitere Wanderungen: www.saechsische-schweiz.info

Hotels, Ferienwohnungen und Ferienhäuser in der Sächsischen Schweiz

Sehenswürdigkeiten Sächsische Schweiz

Sehenswürdigkeiten Böhmische Schweiz

Start

Hinterhermsdorf Buchenparkhalle (411 m)
Koordinaten:
DG
50.917131, 14.359217
GMS
50°55'01.7"N 14°21'33.2"E
UTM
33U 454956 5640805
w3w 
///aufgeworfen.eines.angefochten

Ziel

Hinterhermsdorf Buchenparkhalle

Wegbeschreibung

Die Hintere Sächsische Schweiz steht außer an Feiertagen nicht im Focus der Touristenströme. Die hier vorgestellte Wanderung ist auch für Gelegenheitswanderer leicht zu bewältigen. Es ist zu beachten, dass lediglich am Start-/ Zielpunkt Gastronomie verfügbar ist. Die Buchenparkhalle ist von April bis Oktober täglich ab 10 Uhr geöffnet. In den Wintermonaten wird die Gaststätte nur an Wochenenden ab 11 Uhr bewirtschaftet.

Wir starten unsere Wanderung an der Buchenparkhalle in Richtung der Wegmarkierungen "blauer und roter Strich". Der Weg führt uns schnurgerade und ohne Höhenunterschiede an einer links liegenden Kleingartenanlage vorbei. Am Ende der Kleingartenanlage zweigt der Weg zum Königsplatz (Aussichtspunkt) mit der Wegmarkierung "roter Strich" ab. Wir folgen weiter dem "blauen Strich" und gelangen an eine Kreuzung zum Hohweg (Forstweg mit der Wegmarkierung "grüner Strich"). Von hier geht es teilweise über Stufen abwärts bis zur Bootstation der Oberen Schleuse. Weniger mobile Personen können sich auch mit einer Pferdekutsche bis zur Bootsstation fahren lassen.

Die Kirnitzsch macht hier einen sehr friedlichen Eindruck und man kann sich schwer vorstellen, dass im August 2010 nach schweren Regenfällen an der Bootsstation das Wasser bis an die Fenster stand. Während dieser Flut verwüstete das Treibholz flussabwärts zahlreiche Mühlen und auch die Kirnitzschtalstraße.

Wer sich nicht auf eine Bootspartie einlassen möchte, kann den parallel zum Kirnitzschtal verlaufenden Wanderweg wählen. Für Erstbesucher ist in jedem Fall die Kahnfahrt durch die botanisch interessante Schlucht zu empfehlen. Diese touristischen Kahnfahrten gibt es bereits seit 1879. Allerdings diente das Schleusensystem mit seinen Staumauern noch bis 1964 auch dem Abtransport  von Baumstämmen. Die Mühlen im Kirnitzschtal verarbeiteten einen Großteil dieses Holzes (z.B. das technische Denkmal Neumannmühle). Von der 80 cm tiefen Anlegestelle erstreckt sich die Kahnfahrt über 700 m bis zur 4 m hohen Staumauer. Die Bootsführer informieren die Fahrgäste auf unterhaltsame Weise über Flora und Fauna. In der Kirnitzschklamm besteht ein Mikroklima, welches sich dramatisch von der Klimasituation auf den meist vegetationsarmen Felskuppen unterscheidet. Die täglichen Temperaturunterschiede in der Klamm betragen nur wenige Grad. Ab Herbst endet an vielen Standorten die Zeit der direkten Sonneneinstrahlung. So entwickeln sich Flechten und Moose prächtig. Botaniker sprechen von einer Höhenstufeninversion, welche das Wachstum von arktisch-alpinen Silikatmoosen und Nadelgehölz ermöglicht, welche man sonst erst in höheren Gebirgslagen antrifft.

Ab der Staumauer geht es nun zu Fuß weiter. Bereits nach 200 m ist ein kurzer Abstecher zur Schlegelhütte am Hermannseck zu empfehlen. In einem nur 50 cm breiten Felskamin gelangt man auf Eisenleitern zur Schlegelhütte. Hier genießt man einen idyllischen Ausblick in das Kirnitzschtal und gönnt sich ein Pausenbrot.

Dann geht es wieder nach unten. Es ist anzumerken, dass bis zu den Ruinen in Hinterdittersbach der Verlauf der Kirnitzsch gleichzeitig die Grenze zu Tschechien markiert. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn wir nach weiteren 300 m die Reste der Schönlinder Brücke an beiden Seiten der Kirnitzsch entdecken. Hier endet auch der tschechische Wanderweg (blauer Strich) am Felsdurchgang "Schwarzes Tor". Früher gab es hier einen direkten Anschluss an die sächsischen Wanderwege ... hoffen wir auf kluge Entscheidungen der Nationalparkbehörden beider Länder. Die Kirnitzsch biegt jetzt nach Westen ab und wir erreichen die Wolfsschlucht. Beim Abstieg durchwandern wir die Bärenhöhle. Weiter nach Westen beginnt sich Felsschlucht zu öffnen und die Kirnitzsch hat genügend Platz sich mäanderförmig in der Wiesenlandschaft auszubreiten.

Diese markante Wiesenlandschaft ist Bestandteil des ehemaligen böhmischen Ferienorts Hinterdittersbach. Ehemals bestanden Pläne, den Streckenverlauf der Kirnitzschtalbahn bis hier auszubauen. Leider kam es anders ... die Folgen des Krieges sind unübersehbar. Der Ort wurde entvölkert und die Gebäude wurden niedergerissen. Bis 2003 wurde aber die Brücke über die Kirnitzsch als Holzbrücke rekonstruiert und als Grenzübergang für Fußgänger geöffnet. Auf einer Schotterstraße gelangt man nach ca. 5 km zum böhmischen Ort Rainwiese.

Flussabwärts stehen eventuell noch Borkenkäferfallen (undefinierbare schwarze Kästen) auf der Wiese. Die Nationalparkverwaltung erfasst so die kontrollierte Ausbreitung des Borkenkäfers. Ähnlich wie im Nationalpark Bayrischer Wald, will man speziell in Fichtenreinbeständen eine Neubesiedlung mit an den Standort besser angepassten Baumarten auf natürliche Weise vorantreiben. Das trifft natürlich auf wenig Gegenliebe bei den Touristen und Wanderern.

An der Niederen Schleuse nutzen wir den nächsten rechten Abzweig und wandern weiter zu den Brüdersteinen. Die Niedere Schleuse war beim Augusthochwasser 2010 ungewollt der Auslöser für großen Schaden. An der Schleuse staute sich Treibgut; bis dieser künstliche Damm schließlich brach und sich eine zerstörerische Flutwelle ins Kirnitzschtal ergoss.

Auf den Brüdersteinen befindet sich eine kleine Aussicht. Vom Aussichtspunkt mit Eisengeländer erkennt man in der Ferne die Affensteine. Wir verlassen die Brüdersteine auf der Wegmarkierung "grüner Punkt" und gelangen über die Höllstraße zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung.

 

(c) Die Wanderbeschreibung ist  Eigentum des Elbsandsteingebirge Verlages

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Buslinie 241 von Pirna nach Bad Schandau, durch das Kirnitzschtal nach Hinterhermsdorf

Buslinie 268/269 von Sebnitz nach Hinterhermsdorf

Anfahrt

Die Anfahrt mit dem PKW kann von Bad Schandau über das Kirnitzschtal erfolgen. Ausserdem bestehen zwei Straßenverbindungen zwischen Sebnitz und Hinterhermsdorf.

Parken

Parkplatz an der Buchenparkhalle; in der Hauptsaison auch auf der Wiese neben der Buchenparkhalle (beides gebührenpflichtig).

Koordinaten

DG
50.917131, 14.359217
GMS
50°55'01.7"N 14°21'33.2"E
UTM
33U 454956 5640805
w3w 
///aufgeworfen.eines.angefochten
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Ausrüstung

Wanderschuhe zwingend erforderlich


Fragen & Antworten

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Bewertungen

4,8
(5)
Profilbild
Helga Mirwald
28.08.2019 · Community
Unbeschreiblich schön, wild romantisch, war 70% der Tour allein auf weiter Flur, Sonnenschein und leichter Regen im wechsel, trotzdem supergeil!
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Gemacht am 16.08.2019
I. N.
10.10.2018 · Community
Wild romantisch! Erst Kahnfahrt dann durch (!) eine Baumwurzel und die Felsenhöhle Wir sind eine Alternative gegangen, hinter dem Grenzübergang nach rechts und über die Rabensteine zurück.
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Klaus Gölz
30.05.2018 · Community
Tolle Landschaft, abwechslungsreicher Weg. Die Strecke an der Kirnitzsch entlang durch den Wald: Romantischer geht es kaum mehr. Der gpx-track stimmt nicht ganz, spielt aber keine große Rolle: Man kann sich nicht verlaufen. Nach der Kahn-Partie (absolut empfehlenswert) waren nur wenige Leute unterwegs.
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Gemacht am 30.05.2018
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Fotos von anderen

Hinterhermsdorf, Blick von der Buchenwaldhalle
wenn die Bäume reden könnten

Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
12,3 km
Dauer
3:54h
Aufstieg
443 hm
Abstieg
442 hm
Rundtour Einkehrmöglichkeit familienfreundlich geologische Highlights botanische Highlights

Statistik

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