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Wanderung

Hohnstein-Brand-Gautschgrotte

· 2 Bewertungen · Wanderung · Nationalpark Sächsische Schweiz
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Elbsandsteingebirge Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Gautschgrotte
    / Gautschgrotte
    Foto: Ottmar Vetter, Elbsandsteingebirge
  • Webcam in Hohnstein abends
    / Webcam in Hohnstein abends
    Foto: Ottmar Vetter  www.elbsandsteingebirge.de, Elbsandsteingebirge
  • Diebskeller
    / Diebskeller
    Foto: Ottmar Vetter, Elbsandsteingebirge
  • Panorama an der Brandaussicht
    / Panorama an der Brandaussicht
    Foto: Ottmar Vetter, Elbsandsteingebirge
  • Brandbaude
    / Brandbaude
    Foto: Ottmar Vetter, Elbsandsteingebirge
  • Hafersäcke
    / Hafersäcke
    Foto: Ottmar Vetter, Elbsandsteingebirge
  • Stadtkirche Hohnstein - erbaut von George Bähr
    / Stadtkirche Hohnstein - erbaut von George Bähr
    Foto: Ottmar Vetter, Elbsandsteingebirge
0 150 300 450 600 m km 2 4 6 8 10

Die Wanderung führt von der Burgstadt Hohnstein über die Brandstraße zur Brandaussicht und anschließend entlang des Malerweges bis zur Gautschgrotte und zurück nach Hohnstein.

leicht
10,9 km
2:45 h
300 hm
300 hm

Die Rundwanderung von Hohnstein über die Brandaussicht zur Gautschgrotte und zurück ist eine sehr schöne Halbtageswanderung.  Diese Wanderung ist nicht sonderlich anstrengend, bietet aber gerade im Gebiet der Brandbaude einige sehr schöne Aussichtspunkte, an denen man auch ein kühles Bier genießen kann. Im durchschrittenen Wald dieser Wanderstrecke erkennt man bereits die positive Ergebnisse des gezielten Waldumbaus (vom Fichtenwald zum Mischwald). Das ist bemerkenswert, da anderenorts das Vertrauen in die Borkenkäfer (zur Unterstützung dieses Waldumbaus) eine grobe Fehleinschätzung war und zu gigantischen Baumwüsten geführt hat (die mit ihrer Brandlast eine zusätzliche Gefahr darstellen)...

Autorentipp

Die evangelisch-lutherische Stadtkirche Hohnstein ist einer der bedeutendsten Barockbauten ist  in Sachsen. Sie wurde vom Architekten George Bär errichtet. Dieser berühmte Architekt errichtete auch die Dresdner Fauenkirche !

Die Kirche befindet sich direkt am Marktplatz und ist unbedingt einen Besuch wert.

Außerdem empfehlen wir den Besuch der mittelalterlichen Burganlage in Hohnstein.

outdooractive.com User
Autor
Ottmar Vetter
Aktualisierung: 29.10.2019

Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
359 m
Tiefster Punkt
237 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Im Bereich der Gautschgrotte sollte man festes Schuhwerk tragen.

Ausrüstung

passendes, rutschfestes Schuhwerk sowie eine gute Wanderkarte

Weitere Infos und Links

Wanderkartenshop: http://www.elbsandsteingebirge.de/eshop/kartenshop/

Webcams der Sächsischen Schweiz: http://www.saechsische-schweiz.info/

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Start

Hohnstein-Markt (296 m)
Koordinaten:
Geographisch
50.980209, 14.109957
UTM
33U 437519 5648001

Ziel

Hohnstein-Markt

Wegbeschreibung

Startpunkt der Wanderung ist der Marktplatz in Hohnstein. Bei einem Marktplatz stellt man sich eine offene, ebene freie Fläche vor. Diese Marktfläche ist hier aber nicht eben, sondern ist Teil des Berghanges zur Burg Hohnstein. Das ist aber kein Nachteil; da der Markt von einigen kleinen, freundlichen Geschäften umsäumt ist, fühlt man sich hier sofort wohl. Oberhalb des Marktes befindet sich die mittelalterliche Burg (vermutlich um 1200 erbaut), welche eine sehr wechselhafte Geschichte hatte. Im Mittelalter war die Burg zeitweise im Besitz böhmischer Adliger und später wurde sie nach Tauschgeschäften sächsisches Eigentum. Sie diente im Lauf der Jahrhunderte als Verwaltungssitz, Gerichtsstand, Gefängnis und Jugendherberge. So war die Burg nach 1933 kurzzeitig KZ und ab Beginn des 2.Weltkrieges Gefangenenlager. Ab 1949 wurde die Burg als größte Jugendherberge der DDR genutzt. Seit 1997 ist sie ein Naturfreundehaus. Am unteren Teil des Marktplatzes durchquert die Staatsstraße 165 den Ortskern. Hier steht auch die nach Plänen von George Bahr errichtete Stadtkirche.

Wir verlassen den Marktplatz in östliche Richtung entlang der Wegmarkierung gelber Strich. Entlang der Rathausstraße beeindrucken die liebevoll restaurierten Gebäude der Altstadt. Wir stoßen nach wenigen Minuten auf die Brandstraße. Nach einem kurzen Anstieg sehen wir auf der linken Seite den ehemaligen Bahnhof Hohnstein. Hier war bis 1951 die Endstation der Schwarzbachbahn. Hohnstein war mit dieser Schmalspurbahnstrecke für ein halbes Jahrhundert über die Station Kohlmühle (Goßdorf) an das Schienennetz der Deutschen Reichsbahn angeschlossen. An dieser Stelle ist die Rundwanderung von Altendorf durch das Schwarzbachtal empfohlen.

Am Seniorenpflegeheim mündet die Brandstraße in einen Mischwald . Bereits nach etwa 300 m befindet sich links auf einer hangförmigen Lichtung eine offizielle Feuerstelle. Hier ist es den Wanderern erlaubt (außer bei Waldbrandwarnstufen) ein Lagerfeuer zu entfachen. Die Feuerstelle besteht aus kreisrund angeordneten Sitzgelegenheiten und einer Feuerschale. Das Brennholz ist leider mitzubringen und darf nicht den umliegenden Waldflächen entnommen werden.

Als nächstes fällt nach ca. 300 m ein kreisrunde Anordnung der Straßenbäume auf. Hier befindet sich außerdem rechts am Wegesrand der "Waldborn", wo man tatsächlich mit einer alten Wasserpumpe Quellwasser pumpen kann. Diese Pumpe hat den Namen "Brandpumpe", da mit ihr seit 1855 für viele Jahre die Wasserversorgung der Gebäude am Brand sichergestellt wurde. Später sehen wir am linken Wegesrand beim Abzweig in den Forstgraben eine sogenannte "Forstbergsäule" (nur eine Kopie), welche an den grauenvollen Tod eines Geistlichen aus dem Jahr 1795 erinnern soll. Der gute Mann hat wahrscheinlich etwas zu viel vom Messwein gekostet, bevor er von Bad Schandau über die Brandwände nach Hohnstein lief und tödlich abstürzte. Da wir noch heute an den Vorfall erinnert werden, kann man davon ausgehen, dass wohl sehr wenig Wanderer in dieser Gebirgsgegend einen Unfall erlitten. Der weitere Wegverlauf bis zum Brand erhärtet diese Feststellung, denn der Weg ist gut ausgebaut und fast ohne Höhenunterschiede. Beeindruckend sind die zahlreichen sehr alten Buchen ab Wegesrand. Der Wegverlauf bis zum Brand ist ein schöner Ausflug für Mütter mit Kinderwagen oder auch gehbehinderte Naturliebhaber.

Nach wiederum ca. 300 m kann man links einen kurzen Abstecher zum Ausblick von der Forstgrabenwand machen. Schließlich erreichen wir den Brand mit der Gaststätte und einer hervorragenden Aussicht von der Besucherterrasse. Der 180-Grad Blick umfasst von links (südost) die Schrammsteine, dann alle linkselbischen Tafelberge bis hin zum Basteigebiet bei Rathen (nordwest). Das besondere dieser Panorama-Aussicht ist, dass sie wie die Basteiaussicht bei jedem Wetter und jeder Jahreszeit erreichbar ist. In unmittelbarer Nähe zur Aussicht in südlicher Richtung erregt ein besonderer Kletterfelsen die Aufmerksamkeit. Es handelt sich um die "Brandscheibe" mit Kletterwegen bis zur Schwierigkeitsstufe VIIIc. Bei trockenem Wetter kann man an Wochenenden mit hoher Wahrscheinlichkeit die teilweise sehr abenteuerlichen Besteigungen verfolgen. Da auf der Aussichtsplattform ein Fernglas installiert ist, macht die Beobachtung besonders Spaß. Die Tische der Brandgaststätte sind direkt am Geländer der Aussicht aufgestellt. Das lädt sehr zu einer Rast mit Panoramablick ein. Bei besonders klarem Wetter könnte man hier stundenlang verweilen. Die Gastronomen organisieren deshalb an Feiertagen auch regelmäßig kulturelle Veranstaltungen im Freien. In unmittelbarer Nähe der Brandaussicht gibt es noch die Aussicht auf die "Hafersäcke". Der Weg ist ausgeschildert und führt am nahen Ziegengatter vorbei, genau auf die gegenüberliegende Seite des Felsbandes mit Blick nach Nordosten. Die Sandsteinfelsen in nördlicher Richtung sehen tatsächlich wie versteinerte und zusammengesackte Säcke aus.

Wir gehen nun wieder einen Teil unseres Anmarsches über die Brandstraße zurück. Ein Teilstück der Brandstraße ist ein Abschnitt des Malerweges. Dieses Teilstück müssen wir nun zurück. Mit dem Malerweg zweigen wir dann nach links ab und folgen der Wegmarkierung grüner Strich. Vorbei am Sauteich kreuzen wir auch bald den Weg nach Rathen (Abstieg über den Neuweg ins Polenztal zur Waltersdorfer Mühle).  Rechts am Weg passieren wir die Große Räumichtwiese. An diesem Abschnitt bildet der Räumichtweg die Grenze zwischen Gemeindeflächen und dem Nationalpark (links). Das äußert sich auch in der Pflege und Bewirtschaftung des Waldes.

Der Malerweg ist von der Brandstraße bis Hohnstein Bestandteil eines Lehrpfades. Auf den Tafeln wird der systematische und langfristige Umbau des Waldes auf der Hohnsteiner Randebenheit beschrieben. In der Nähe der Großen Räumichtwiese sind Waldbilder zu sehen, welche die Überführung von instabilen, artenarmen Nadelbaum-Reinbeständen in stabile, strukturierte und artenreiche Mischbestände zeigen. Nun geht es etwas bergab entlang des Steinbruchweges. Wir gelangen an einer scharfen Rechtskurve an einen Abzweig. Hier gelangt man links über einen Bergsteigerpfad (Markierung schwarzer Pfeil) zum Kleinen Kuhstall ... ein kurzer Abstecher lohnt sich durchaus. Folgt man vom Abzweig nach rechts dem Malerweg, gelangt man nach wenigen Schritten an eine Lehrtafel, welche auf den ehemaligen Steinbruch und die daraus entstandene Schichtfugenhöhle "Diebshöhle" hinweist. Auch dieser kurze Abstecher ist zu empfehlen. Weiter geht es auf einem serpentinenartigen Kurs um zahlreiche Felsriffe.

Nach einer weiteren Rechtskurve gelangen wir unterhalb des Kletterfelsen "Kleiner Halben"  an die Felsschlucht "Kaltes Loch" Folgt man dem Wegweiser in Richtung Felswinkel, gelangt man an die Gautschgrotte. Ehemals hieß auch diese Grotte "das kalte Loch", wurde aber aufgrund seiner Einmaligkeit 1881 durch den "Gebirgsverein für die sächsische Schweiz" mit einer Gedenktafel zu Ehren des Rechtsanwaltes und Heimatforschers Carl Friedrich Constantin Gautsch versehen. Heute ist nur noch der Begriff Gautschgrotte geläufig."Die Gautschgrotte liegt 110 Meter über der Bachaue des "Kalten Loches". Sie ist von einem 40 Meter breiten Felsüberhang überwölbt. Im hinteren Teil befindet sich eine schüsselförmige Vertiefung, wahrscheinlich ein Strudelloch aus der Eiszeit" (Zitat von der Lehrpfadtafel Nr. 41).

---> Link zum Kugelpanorama

Bevor die Grotte unter Naturschutz gestellt wurde, war Sie ein spektakulärer Ort für das Boofen. Heute ist das Freiübernachten an diesem Ort untersagt. Dennoch findet man hin und wieder Reste eines kleinen Lagerfeuers. Besonders in frostigen Wintertagen entwickelt die Grotte ein eindrucksvolles Naturschauspiel: Das vom oberen Grottenwand fließende Quellwasser gefriert bei sehr langanhaltenden Frostperioden zu einem Rieseneiszapfen, der bis zum Grottenboden reicht. Diese Eissäule wurde schon durch den sächsischen Bergsteiger Bernd Arnold bestiegen.

 Zurück auf dem Wanderpfad passieren wir das Felsriff mit dem Klettergipfel "Großer Halben". An der Wegkehre unterhalb des Felsens befindet sich eine sehr schöne Raststätte mit einer Aussicht. Das Polenztal ist hier sehr schmal und tief eingeschnitten ... die Polenz ist von hier nicht zu sehen. Im Frühjahr bei fehlendem Laub kann man sogar die Hocksteinaussicht durch die Zweige erahnen. Der letzte Wanderabschnitt führt uns zum Bärengarten am Schindergraben. Hier findet man noch Mauerreste des früheren Bärengeheges. Vom 17.- 18. Jahrhundert wurden hier Bären für kurfürstliche Treibjagden gehalten.

An dieser Stelle zweigt der Malerweg nach links ins Polenztal ab. Gegenüber den Mauerresten des Bärenzwingers erhebt sich auf einem hohen Felsmassiv die Burg Hohnstein. Aus dieser Sicht erscheint sie uneinnehmbar für mittelalterliche Belagerungen. Die Burg konnte tatsächlich auch der schwedischen Belagerung 1639 trotzen. Unterhalb der Burg beginnt unmittelbar das altstädtische Zentrum von Hohnstein und nach ca. 100 m steht man bereits am Rathaus. Von hier sind es dann nur wenige Schritte bis zum Ausgangspunkt der Wanderung - dem Marktplatz.

 

(c) Die Wanderbeschreibung ist  Eigentum des Elbsandsteingebirge Verlages

Öffentliche Verkehrsmittel

Buslinie 264 von Bischofswerda und Neustadt

Buslinie 237 von Pirna und Sebnitz

Anfahrt

Die Anreise mit der Bahn ist nicht möglich. Zu empfehlen sind Bus oder PKW.

Parken

Marktplatz oder Hohnstein Eiche

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad


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Bewertungen

5,0
(2)
Melanie Behrenbruch
28.08.2019 · Community
Nachdem wir zwei Tage lang immer Strecken mit sehr viel Steigung gelaufen sind, waren wir auf der Suche nach etwas, dass gemütlicher und trotzdem hübsch ist. Das hier war die ideale Strecke dafür! Es gibt sehr schöne Aussichtspunkte und der Weg an den Felswänden vorbei ist auch ohne Blick über das Land super hübsch und beeindruckend. Zudem hatten wir ca. 30 Grad Celsius und waren sehr froh darüber, im kühlen Wald und den noch kühleren Steinen unterwegs gewesen hu sein.
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Foto: Melanie Behrenbruch, Community
Foto: Melanie Behrenbruch, Community
Manuel Bieker
28.08.2019 · Community
Wunderschöne Route! Hat uns sehr gut gefallen. 😊 Wir waren vom Wandern an den Vortagen schon recht schwach auf den Beinen, dafür kam diese Strecke genau richtig. Da sie keine nennenswerten Steigungen hat, ist sie recht einfach zu wandern. Sie ist zu 90% im Wald, was bei 32 Grad wirklich angenehm wahr. Es bot sich viel Abwechslung, tolle Aussichten, tolle Grotten.... Danke für diesen Tipp!
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Foto: Manuel Bieker, Community
Foto: Manuel Bieker, Community

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Bewertung
Schwierigkeit
leicht
Strecke
10,9 km
Dauer
2:45 h
Aufstieg
300 hm
Abstieg
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